Woher Stammt Die Nordmanntanne?

Woher Stammt Die Nordmanntanne
NABU Berlin | Die Nordmanntanne kommt aus dem Südosten Die Nordmanntanne kommt aus dem Norden? Falsch gedacht! Den Namen ihres finnischen Entdeckers hat sie behalten, die Tannenzapfen werden aber unter gefährlichen Bedingungen im Kaukasus gesammelt und weltweit gehandelt. Nordmanntanne — Foto: naturgucker.de/Hans-Peter Nußbaumer Nordmanntanne — Foto: naturgucker.de/Christine Laumann Ihr Name lässt an Weihnachten, Rentiere und das Domizil von Santa Claus am Nordpol denken, doch führt er in die Irre: Die Nordmanntanne, der mit Abstand beliebteste Weihnachtsbaum der Deutschen, stammt gar nicht aus dem hohen Norden.

  1. Die Heimat des schönen, sattgrünen und vor allem wenig nadelnden Nadelbaums ist vielmehr der Kaukasus, wo er in einem relativ kleinen, leider zunehmend von Abholzung bedrohten Gebiet wächst.
  2. Ihren Namen trägt Abies nordmanniana als Erinnerung an ihren Entdecker, den finnischen Biologen Alexander von Nordmann (1803–1866).

Nordmanntanne — Foto: naturgucker.de/Andreas Klaja Um die Verwirrung perfekt zu machen, stammen die hierzulande angebotenen Nordmanntannen häufig weder aus Deutschland noch vom Kaukasus, sondern aus Dänemark. Das kleine Land gilt als größter Weihnachtsbaumexporteur Europas und liefert jährlich drei Millionen Bäume auf den deutschen Markt.

Da Christbäume in der Regel nach acht bis zehn Jahren gefällt werden, blühen und fruchten sie auf den europäischen Plantagen nicht. Damit bilden sie auch keine Samen; das Saatgut für die gut 25 Millionen Nordmanntannen in deutschen Wohnzimmern müssen die Züchter daher aus der alten Heimat im Kaukasus beziehen.Vor allem in Georgien klettern Sammler – oft ohne Sicherungstechnik – auf die bis zu 60 Meter hohen Tannen, um die Zapfen zu ernten und den Christbaumnachschub zu sichern.

Die georgischen Erntearbeiter liefern mit 500 Tonnen jährlich 90 Prozent des weltweit gehandelten Saatguts. Da ihre Arbeit nicht ungefährlich ist, kommt es leider immer wieder vor, dass majestätische Bäume gefällt oder gekappt werden, um an die wertvollen Samen zu kommen.

Woher stammt die Nordmanntanne eigentlich ursprünglich?

Die Nordmanntanne – lat. abies nordmanniana – stammt ursprünglich aus dem westlichen Kaukasus und wurde nach dem finnischen Biologen Alexander von Nordmann benannt, der diese Tanne im 19. Jh. entdeckte.

Ist die Nordmanntanne heimisch?

Ist im westlichen Kaukasus und im Nord-Osten der Türkei heimisch. Sie wird ein mächtiger, bis 60 Meter hoher Baum, der Stammdurchmesser bis 2 m und ein Höchstalter von 500 Jahren erreichen kann.

Wann wurde die Nordmanntanne entdeckt?

Die Entdeckung der Nordmanntanne Der finnische Botaniker Alexander von Nordmann entdeckte die Nordmanntanne im Sommer 1835 während einer Expedition im Auftrag des russischen Zars im Kaukasus. Der Entdecker einer neuen Art bekommt üblicherweise seinen eigenen Namen benannt neben der lateinischen Bezeichnung. Woher Stammt Die Nordmanntanne : Die Entdeckung der Nordmanntanne

Warum ist die Nordmanntanne so beliebt?

Fazit — Mit einem Anteil von über 70% ist die Nordmanntanne der beliebteste Weihnachtsbaum in Deutschland. Sie besticht durch weiche, nicht pieksende dunkelgrüne Nadeln, Mit einer guten Haltbarkeit und einem buschigen, kräftigen Wuchs eignen sie sich sehr gut als Christbaum für beheizte Wohnzimmer.

Welches Land hat den Weihnachtsbaum erfunden?

Erste schriftliche Hinweise im 16. Jahrhundert — Erste schriftlich dokumentierte Hinweise auf geschmückte Tannenbäume stammen aus der Mitte des 16. Jahrhunderts im Elsass. Dort brachten Menschen während der garstigen und kargen Jahreszeit immergrüne Zweige und später auch Bäume als Symbole des Lebens in ihre Wohnzimmer und schmückten sie.

Im 17. Jahrhundert brandmarkte die Katholische Kirche den Brauch als heidnisch. Die Leute liessen sich dadurch aber nicht davon abbringen. Der geschmückte Baum erwies sich denn auch als Möglichkeit, den eigenen Wohlstand darzustellen. Während ärmere Familien den Baum mit raren Leckereien wie Nüssen, Äpfeln und Birnen schmückten, leisteten sich die betuchteren Schmuck aus Glas.

Dieser war kostspielig und galt als Luxus.

In welchem Land wurde der Weihnachtsbaum erfunden?

Geschmückte Tannenbäume zuerst im Südwesten — Zunächst bestand der Schmuck am Weihnachtsbaum aus Lebensmitteln. Der Schritt von immergrünen Zweigen im Haus zum geschmückten Tannenbaum scheint zuerst in Südwestdeutschland gegangen worden zu sein. Einer Überlieferung aus dem Jahr 1535 zufolge wurde damals in Straßburg bereits mit Bäumen gehandelt.

Was kostet eine 2 m Nordmanntanne?

Nordmanntannen Großes Sortiment Alles für deinen Weihnachtsbaum Beste Preise Dauerhafte Tiefpreisgarantie Kostenloser Versand Für jeden Baum Schnelle Lieferung Innerhalb von 2-3 Werktagen Bald ist schon wieder Weihnachten und du brauchst noch eine frisch geschlagene Nordmanntanne? Dann bist du bei uns genau richtig! Bei uns kannst du deinen Premium Tannenbaum bequem online kaufen.

Unsere Tannenbäume entsprechend allesamt der Premium-Qualität. Du erhältst also einen Weihnachtsbaum der Extraklasse, Mit ihrem geraden und aufrechten Wuchs sowie ihrer gleichmäßigen Form sind unsere Tannen etwas ganz Besonderes. Wir bauen unsere Nordmanntannen nachhaltig an. Alle Weihnachtsbäume stammen aus unserem eigenen Anbau und sind von uns persönlich großgezogen worden. Über die gesetzlichen Standards hinaus haben wir unsere Weihnachtsbäume auf den Pflanzenschutzmittel-Wirkstoff «Glyphosat» untersuchen lassen. Es konnten keine Rückstände nachgewiesen werden. Mehr Infos dazu findest du im Bereich, Für jeden verkauften Weihnachtsbaum pflanzen wir im Folgejahr einen neuen Nordmanntannen-Setzling und einen Quadratmeter Blühwiese aus.

Woher Stammt Die Nordmanntanne Woher Stammt Die Nordmanntanne

Wir liefern deine Nordmanntanne frisch und gut gesichert zum Wunschtermin, Jede Tanne wird dabei erst kurz vor der Auslieferung aus unseren Kulturen geschlagen. Dein Tannenbaum wird von uns in einem Weihnachtsbaum- Transportnetz und einem maßgeschneiderten Karton verpackt. Der schnelle Versand deiner Nordmanntanne erfolgt mit dem Versanddienstleister DPD oder DHL, In 90% aller Fälle erreicht dich deine Bestellung bereits nach einem Werktag. Der Versand erfolgt komplett CO2-neutral, Mit dem präzisem Pakettracking von DPD und DHL kannst du den Standort deines Weihnachtsbaums jederzeit nachvollziehen.

Du solltest deine Nordmanntanne schnellstmöglich aus dem Karton und dem Transportnetz befreien, Die Verpackung dient lediglich der schonenden Lieferung. Zur Akklimatisierung kannst du deinen Baum erst einige Tage an einem kühlen Ort, wie zum Beispiel Keller, Wintergarten oder Garage lagern und mit dem Stamm in einen Eimer Wasser stellen. Eine direkte Sonneneinstrahlung auf die Nadeln solltest du dabei vermeiden. Bei der Auswahl des Standortes solltest du darauf achten, dass der Baum nicht direkt neben einem Heizkörper oder dem Kamin steht und keiner Zugluft ausgesetzt ist. Hohe und wechselhafte Temperaturen lassen die Nordmanntanne schneller austrocknen. Gieße deinen Baum regelmäßig und sprühe die Nadeln deiner Nordmanntanne regelmäßig mit frischen Wasser ein. So behält sie ihren tollen grünen Glanz. Noch mehr hilfreiche Tipps findest du in unserem Blogartikel „ «.

Die Nordmanntanne ist der Klassiker unter den Weihnachtsbäumen. Über 80% aller Deutschen vertrauen zum Weihnachtsfest auf diese Baumart und schwören auf die lange Haltbarkeit der Nordmanntanne. Doch wie lange hält sie eigentlich? Und wie teuer ist so eine Nordmanntanne überhaupt? In unserem Ratgeber findest du die Antwort auf die 10 häufigsten Fragen zur Nordmanntanne. Was kostet eine Nordmanntanne? Eine Nordmanntanne kann je nach Größe und Qualitätsstufe verschiedene Preise haben. Die Frage nach den Kosten einer Nordmanntanne lässt sich also pauschal nicht so leicht beantworten.In der Regel setzt sich der Preis eines Weihnachtsbaums aus der Höhe und der Qualität zusammen. Eine Tanne, die 2 Meter hoch und rundum schön gewachsen ist, kostet normalerweise mehr, als ein unsymmetrischer Baum, der nur einen Meter hoch ist. Laut der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald beläuft sich der aktuelle Preis für eine Nordmanntanne mit ausgesuchter Qualität zwischen 18 und 25 Euro pro laufendem Meter. Weihnachtsbäume mit einer schlechteren Qualität sind günstiger. Lokale Wetterereignisse wie Trockenheit oder Spätfröste können den Preis der Nordmanntanne dabei beeinflussen. Natürlich macht es auch einen Unterschied, ob der Weihnachtsbaum direkt von einem regionalen Erzeuger oder bei einem Discounter gekauft wird. Wo kann man eine Nordmanntanne kaufen? Du kannst deine Nordmanntanne an den verschiedensten Orten kaufen. Bereits ab November bieten die ersten regionalen Landwirte und Baumschulen frisch geschlagene Nordmanntannen an, aber auch in den hiesigen Baumarktketten und Gartencentern kannst du schon einen Weihnachtsbaum erwerben. Des Weiteren gibt es auch verschiedene Anbieter im Internet, die den geschlagenen Weihnachtsbaum bis vor die Haustür liefern. Unser Online-Shop bietet zum Beispiel frische Nordmanntannen an.Möchtest du einen Weihnachtsbaum im Topf oder mit einer intakten Wurzel zum auspflanzen kaufen, kannst du dich im Frühjahr ebenfalls an eine Baumschule wenden oder im Gartencenter vor Ort nachfragen.Hier findest du eine Übersicht aller Weihnachtsbaum-Anbieter:• Regionale Baumschulen/Landwirte• Straßenverkauf vor Supermärkten und Verkehrsknoten• Baumärkte und Gartencenter• Discounter • Online-Shops Wie schneidet man eine Nordmanntanne? Grundsätzlich muss eine Nordmanntanne nicht geschnitten werden, da sie auch von alleine eine relativ symmetrische Form ausbildet. Möchtest du dem natürlichen Wuchs dennoch etwas auf die Sprünge helfen, hast du folgende Möglichkeiten:• Doppelspitzen entfernen• Kranke oder tote Triebe entfernen• Formschnitt an den äußeren TriebenVon einem Formschnitt mit der Heckenschere solltest du absehen, da sich nach dem Schnitt hässliche Schnittkanten bilden können. Viel besser ist dagegen ein Schnitt mit der Rosenschere indem du einzelne weit herausstehende Triebe einzeln entfernst. Bei jeder Schnittmaßnahme, die du an deinem Baum vornimmst solltest du zudem bedenken, dass eine Nordmanntanne nur am einjährigen Holz austreibt. Hast du bereits viele Triebe entfernt, wird die Tanne an der beschnittenen Stelle nicht erneut in voller Kraft neue Zweige bilden können. Achte also beim Schneiden stehts auf die Knospen an den Trieben und überlege, ob du den Ast wirklich entfernen möchtest. Wie pflanzt man eine Nordmanntanne? Hast du dich dazu entschieden eine Nordmanntanne in deinem Garten zu pflanzen, solltest du diese Schritte für ein erfolgreiches Anwachsen beachten:• Richtigen Standort auswählen• Pflanzloch ausheben• Nordmanntanne einsetzen• Pflanzloch auffüllen und Düngen• Nordmanntanne angießenZunächst solltest du dir genau überlegen welchen Standort du für deinen grünen Freund auswählst. Eine Nordmanntanne bevorzugt schattige bis halbschattige Orte und humose Böden, die nicht zu sauer sind. Einen pH-Wert von 6 sollte dabei nicht unterschritten werden. Zusätzlich dazu darf der neue Standort des Baumes nicht zu nass, aber auch nicht zu trocken sein. Bei dauerhafter Staunässe wird sich deine Nordmanntanne schnell hellgrün bis gelb verfärben und schließlich eingehen. Deswegen musst du vorher genau prüfen, ob die Wasserversorgung des Bodens für deine Tanne angemessen ist.Ist der richtige Standort gefunden, kannst du deine Nordmanntanne einpflanzen. Damit deine Tanne anwächst, sollte sie einen ausreichend großen Wurzelballen aufweisen. Bei kleineren Exemplaren (bis 50 cm) reicht auch sogenannte wurzelnackte Ware aus. Diese Tannen haben keinen klassischen Wurzelballen, der mit Erde umgeben ist, sondern nackte Wurzeln, die nicht zu lange im freien liegen dürfen. Benötigst du beim Anpflanzen etwas Zeit solltest du die Wurzeln daher stehts vor direkter Sonneneinstrahlung schützen. Du kannst die Pflanze bereits jetzt ein erstes Mal mit Wasser versorgen.Anschließend kannst du das Pflanzloch ausheben. Als Faustregel gilt, dass das Loch ungefähr doppelt so groß wie der Ballen bzw. die Wurzel deines Baumes sein sollte. Dadurch stellst du sicher, dass deine Tanne in der Anfangszeit keine Probleme mit schwer zu durchwurzelnden Erdschichten hat. Nachdem du das Loch ausgehoben hast kannst du deinen Baum ganz einfach in das Loch stellen und den ausgehobenen Boden wieder anfüllen. Achte darauf, dass du die verschiedenen Bodenschichten nicht vermischt und die helle, untere Bodenschicht wieder zuerst in das Loch einfüllst. Der Wurzelhals des Baumes, also der Übergang zwischen dem unterirdischen Teil und dem oberirdischen Teil der Tanne, muss dabei mit Erde abgedeckt sein.Wenn du magst kannst du jetzt noch gerne etwas Pflanzendünger in die obere Bodenschicht hinzugeben. Ein einfacher Koniferen-Dünger sollte ausreichen. Jetzt kannst du noch einen kleinen kreisförmigen Erdwall aus dem überschüssigen Boden um den Stamm des Baumes formen. Dies erleichtert dir das spätere Gießen der Pflanze. Im ersten halben Jahr nach der Anpflanzung solltest du im Abstand von 2 bis 3 Tagen regelmäßig gießen. In der trockenen Sommerzeit etwas mehr. Wie lange hält eine Nordmanntanne? Bei guter Pflege hält eine frisch geschlagene Nordmanntanne bis zu 4 Wochen. Zur guten Pflege deines Weihnachtsbaumes zählen das regelmäßige Gießen und die Auswahl eines geeigneten Standortes. Du solltest zum Beispiel unbedingt Plätze mit einer Fußbodenheizung oder einem warmen Kamin vermeiden, damit deine Tanne nicht unnötig viel Feuchtigkeit verliert. Zusätzlich hilft es, wenn du dir ein möglichst frisches Exemplar in dein Wohnzimmer stellst, da diese Tannen meist noch viel Feuchtigkeit in sich tragen und so länger ihre schöne, grüne Nadelfarbe behalten. Wo kommt eine Nordmanntanne ursprünglich her? Ursprünglich stammt die Nordmanntanne aus dem westlichen Kaukasus und dem ostpontischen Gebirge, also aus Georgien, der Türkei, Russland oder Aserbaidschan. Aus den dortigen Waldbeständen werden die Zapfen geerntet, aus denen später die Samen für unsere Weihnachtsbäume gewonnen werden.Die Samen werden nach Europa importiert und in Baumschulen in Deutschland bzw. den Nachbarländern wie z.B. Dänemark ausgesät. Die Baumschulen ziehen dann innerhalb von zwei bis drei Jahren kleine Tannen-Setzlinge heran, die kaum mehr als 20 Centimeter groß sind. Im nächsten Schritt werden die kleinen Setzlinge auf den größeren Feldern eines Weihnachtsbaum-Anbauers ausgepflanzt. Der Weihnachtsbaumproduzent kümmert sich dann sechs bis zehn Jahre um die Nordmanntannen, bis sie eine stattliche Größe von bis zu 2,5 Metern erreicht haben. Wir bauen unsere Nordmanntannen ebenfalls selber an. Wie alt kann eine Nordmanntanne werden? In freier Wildbahn kann eine Nordmanntanne ein enorm hohes Alter erreichen. Wie viele andere Baumarten auch, wird die Nordmanntanne bei unberührter Entwicklung bis zu 500 Jahre alt. Während dieser Zeit kann sie eine Höhe zwischen 40 und 60 Metern erreichen und einen Stammdurchmesser von bis zu 2 Metern ausbilden. Diese gigantischen Ausmaße haben die Tannen bereits in Ihrer natürlichen Heimat in Nord-West-Asien erreicht.Als echter Weihnachtsbaum erreicht eine Nordmanntanne dieses enorme Alter allerdings nicht. Trotzdem kommen die Nordmanntannen bei uns in Mitteleuropa auch auf ein bemerkenswertes Alter, wenn man bedenkt, dass sich ein Landwirt all die Jahre um die Tannen kümmern muss.Je nach Größe der Tanne, kann es durchaus vorkommen, dass ein Weihnachtsbaum bis zu 25 Jahre alt ist. Allerdings weist er dann auch eine stattliche Größe von 6 bis 8 Metern auf. Gerade auf Weihnachtsmärkten oder an repräsentativen Plätzen findest du solch gigantische Nordmanntannen.Die klassischen, kleineren Nordmanntannen, die du auch im Wohnzimmer antreffen kannst, sind etwas jünger. Ein kleiner Baum von einem Meter Höhe ist zwischen 3 und 5 Jahre alt. Eine mannshohe Nordmanntanne von 2 Metern Höhe kann ein Alter von 8 bis 12 Jahren aufweisen. Falls du das genaue Alter deines Weihnachtsbaums herausfinden möchtest, kannst du nach dem Weihnachtsfest einfach mal die Jahresringe am Stamm zählen. Diese geben dir einen Aufschluss über das genaue Alter deines Weihnachtsbaums. Wie schnell wächst eine Nordmanntanne im Jahr? Je nach Alter wächst eine Nordmanntanne unterschiedlich schnell. Im zarten Alter von 2 bis 3 Jahren bildet eine junge Tanne bereits einen Neuaustrieb von 2 bis 10 cm aus. Ist der Baum etwas älter, wächst er aufgrund seines größeren Wurzelwerks auch schneller heran. Im Alter von 10 Jahren kann sich das jährliche Wachstum auf bis zu 50 cm belaufen. Im Durchschnitt wächst ein Weihnachtsbaum in seinen ersten 10 Jahren auf eine Größe von ungefähr 2,5 Metern heran. Pro Jahr wären das demnach 25 Centimeter. Bezieht man dieses Wachstum auf die unterjährige Vegetationsperiode von Anfang Mai bis Ende Juli wären das dann bei 12 Wochen Wachstumsphase im Schnitt circa 2,08 Centimeter pro Woche. Wie erkennt man eine Nordmanntanne? Eine echte Nordmanntanne lässt sich an ihrem charakteristischen, symmetrischen Wuchs und den sattgrünen, gleichmäßig angeordneten Nadeln erkennen. Doch der Reihe nach:Die Nordmanntanne ist eine immergrüne Pflanze, die geradlinig wächst und bereits im jungen Alter einen pyramidalen Habitus ausbildet. In der freien Natur wird sie bis zu 60 Meter hoch und kann ein stattliches Alter von bis zu 500 Jahren erreichen.Die Nadeln sind 1 bis 3 Centimeter lang und 2 bis 3 Millimeter breit. Sie sind verhältnismäßig weich und pieken kaum. Auf der Oberseite sind sie dunkelgrün und leicht glänzend. Den Glanz verdanken sie einer dünnen Wachsschicht, die sie vor einer zu starken Sonneneinstrahlung schützt. Unterseitig weisen die Nadeln zwei charakteristische, helle Längsstreifen (Stomata-Streifen) auf.Die Zweige wachsen meist symmetrisch vom inneren des Baumes nach außen und bilden gleichmäßige Abzweigungen. Je nach Zweigposition sind die Nadeln entweder zweiseitig oder rundum ganzseitig an den Zweigen angeordnet.An den einjährigen Trieben bildet die Nordmanntanne neue Knospen. Meist 3 bis 5 Knospen an den Zweigenden und einige verteilte Knospen entlang der einjährigen Zweige. Die Wachstumsphase dieser Tannenart verläuft von Anfang Mai bis Mitte August. In dieser Zeit bilden sich hellgrüne Austriebe, die im Verlauf einiger Monate zu neuen Zweigen heranwachsen und sich ebenfalls dunkelgrün einfärben. In der restlichen Zeit des Jahres wächst eine Nordmanntanne nicht. Warum riecht eine Nordmanntanne nicht? Der Weihnachtsbaum ist aufgestellt und alles ist perfekt. Doch irgendetwas scheint zu fehlen. Der klassische Weihnachtsduft von früher vielleicht? Das liegt an deiner Tannensorte.Wenn du eine Nordmanntanne ausgewählt hast, wirst du keinen Tannenduft riechen, da die Nordmanntanne an sich relativ geruchsneutral ist. Das liegt daran, dass diese Tannenart nicht besonders viel intensiv riechenden Baumharz absondert und auch an den Zweigen harzfrei ist.Möchtest du trotzdem nicht auf den harzigen Weihnachtsduft verzichten, solltest du dir im nächsten Jahr vielleicht eine Blaufichte oder Rotfichte ins Wohnzimmer stellen. Diese Baumarten sondern besonders viel duftenden Harz ab. Doch Achtung! Die Nordmanntanne hat sich in den deutschen Wohnzimmern nicht umsonst durchgesetzt. Fichtenarten verlieren nämlich bereits nach kurzer Standzeit viele ihrer Nadeln und werden unansehnlich. Du musst dich also zwischen einem von beiden entscheiden. Wenn du trotzdem nicht auf die lange Haltbarkeit der Nordmanntanne und den tollen Fichtenduft verzichten möchtest haben wir einen Tipp für dich: Lege einfach ein paar frische Fichtenzweige auf ein Stück Zeitung unter deine Nordmanntanne. Auf diese Weise hast du trotz neutral riechender Nordmanntanne einen intensiven Weihnachtsgeruch in deinem Wohnzimmer. : Nordmanntannen

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Was ist der beste Weihnachtsbaum?

Die Nordmanntanne — Abies nordmanniana Spitzenreiter unter den Weihnachtsbaum-Arten ist die Nordmanntanne, auch Nordmanns Tanne genannt. Knapp 80 Prozent entscheiden sich für sie. Das hat gute Gründe, denn diese Sorte wächst sehr gerade und gleichmäßig.

Sie ist eine Tanne wie aus dem Bilderbuch, kegelförmig und geschlossen. Dazu ist die Nordmanntanne sehr robust und haltbar. Ihre stabilen Äste tragen auch schwereren Schmuck gut. Sie eignet sich ideal, um auch mehrere Wochen im Wohnzimmer zu stehen, ohne zu nadeln. Dabei bringt sie einen angenehmen Tannenduft mit.

Die kräftig grünen Nadeln der Nordmanntanne sind dick, glänzend und relativ weich. Deswegen ist der Baum gerade bei Familien beliebt. Woher Stammt Die Nordmanntanne

Warum gibt es zu Weihnachten einen Tannenbaum?

Woher kommt die Tradition des Christbaums? — Schon die Römer haben in der Winterzeit ihre Häuser mit immergrünen Pflanzen geschmückt und sich so Symbole der Lebenskraft und Vitalität in ihre Behausungen geholt. Vor 500 Jahren entwickelte sich der Brauch, einen Tannenbaum zu Weihnachten ins Haus zu stellen.

Ist die Nordmanntanne eine Tanne oder eine Fichte?

Der Klassiker unter den Weihnachtsbäumen. Die Tanne kann bis zu 500 Jahren alt werden. Nach der Nordmanntanne auf Platz zwei der beliebtesten Weihnachtsbäume. Kommt in Deutschland als einzige Fichtenart natürlich vor und war vor dem Siegeszug der Nordmanntanne der klassische Weihnachtsbaum.

Wie alt kann eine Nordmanntanne werden?

Die Nordmanntanne stammt ursprünglich aus dem westlichen Kaukasus, aber auch bei uns ist sie in Parks zu sehen. Diese stattliche Tanne kann bis zu 30 Meter hoch werden, dabei wächst sie nur zehn bis zwölf Zentimeter im Jahr. Auch die Lebensdauer dieser Bäume ist beachtlich, sie können bis zu 500 Jahre alt werden.

Hat eine Nordmanntanne Harz?

Die Nordmanntanne Die Nordmann-Tanne (Abies nordmanniana), standardsprachlich Nordmanntanne, auch Nordmanns Tanne und Kaukasus-Tanne genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Tannen (Abies) in der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae). Benannt wurde sie nach dem finnischen Biologen Alexander von Nordmann (1803−1866).

Die Nordmann-Tanne ist ein mächtiger, geradstämmiger, immergrüner Baum, der Wuchshöhen von bis zu 40 bis 60 Meter und Stammdurchmesser bis 2 Meter erreicht. Sie kann ein Höchstalter von 500 Jahren erreichen. Die dicht beastete Baumkrone ist pyramidenförmig und reicht in geschlossenen Beständen bis auf halbe Baumhöhe herab.

Ältere Bäume können, ähnlich wie die Weißtanne (Abies alba) eine so genannte „Storchennestkrone» ausbilden. Frei stehende Bäume sind bis zum Boden hin beastet. Die Nordmann-Tanne bildet 3 bis 4 Millimeter lange, dunkel- bis rotbraun gefärbte, länglich-eiförmige Knospen aus.

  1. Die Knospen sind stets harzfrei.
  2. Sie stehen meist einzeln, aber auch zu zweit oder zu dritt an den Triebspitzen.
  3. Die Nordmann-Tanne besitzt starre, nicht stechende, 10 bis 30 Millimeter lange und 2 bis 3 Millimeter breite Nadeln.
  4. Sie sind oberseits glänzend dunkelgrün, unterseits hellgrün mit zwei markanten weißen Stomatastreifen.

Die Nadelstellung hängt von der jeweiligen Position des Zweiges in der Krone ab. Untere, beschattete Zweige besitzen scheinbar zweizeilige Nadeln. Zweige an höheren, lichtexponierteren Positionen haben spiralig angeordnete Nadeln. Diese decken die Trieboberfläche komplett ab und sind dachziegelartig angeordnet.

Die Nadeln verbleiben zwischen sechs und sieben Jahren am Baum ehe sie abfallen. In der am 25. November 2006 ausgestrahlten Folge der Fernsehsendung „Frag doch mal die Maus» wurden an einer Nordmann-Tanne von 1,63 m Höhe, der durchschnittlichen Größe eines deutschen Weihnachtsbaumes, 187.333 Nadeln gezählt.

Die Borke der Zweige ist dünn und grau bis braun gefärbt. Die Borke des oberen Stammes ist glatt und weist eine gräuliche Färbung auf während die rissige Borke der Stammbasis dunkelgrau gefärbt und deutlich dicker ist. Sämlinge bilden eine tiefreichende Pfahlwurzel die im Alter durch kräftige Seitenwurzeln ergänzt wird.

Selbst auf seichtgründigen Böden bleibt die Pfahlwurzel am Leben. Aufgrund dessen ist die Nordmann-Tanne äußerst sturmfest. Es liegen keinerlei Informationen über Mykorrhiza-Partner vor. Das weiche und sehr biegefeste Holz der Nordmann-Tanne weist eine weißliche bis gelbliche Färbung auf. Es besteht keinerlei Farbunterschied zwischen Kern- und Splintholz.

Die Jahresringe sind gut zu erkennen. Das Holz weist normalerweise keine Harzkanäle auf. Nach Verletzungen entstehen kurzlebige, nur wenig Harz produzierende, traumatische Harzkanäle. Aufgrund ihres kleinen Verbreitungsgebietes hat die Nordmann-Tanne in ihrer Heimat kaum eine wirtschaftliche Bedeutung.

Ihr Holz wird zur Herstellung von Zellstoff und Papier verwendet. In Mitteleuropa wird die Nordmann-Tanne kaum forstlich angebaut, da sie unter strengen Wintern und Spätfrost leidet. Sie ist aber ein beliebter Parkbaum und wird plantagenmäßig als Weihnachtsbaum angebaut. Wichtigster Weihnachtsbaumproduzent ist Dänemark mit rund 4.000 (Groß-)Produzenten und einem Bestand von gut 100 Millionen Nordmann-Tannen, von denen jährlich etwa 5 Millionen exportiert werden.

: Die Nordmanntanne

Warum riecht die Nordmanntanne nicht?

Warum riecht meine Nordmanntanne nicht? — Der Weihnachtsbaum ist aufgestellt und alles ist perfekt. Doch irgendetwas scheint zu fehlen. Der klassische Weihnachtsduft von früher vielleicht? Das liegt an deiner Tannensorte. Wenn du eine Nordmanntanne ausgewählt hast, wirst du keinen Tannenduft riechen, da die Nordmanntanne an sich relativ geruchsneutral ist.

Das liegt daran, dass diese Tannenart nicht besonders viel intensiv riechenden Baumharz absondert und auch an den Zweigen harzfrei ist. Möchtest du trotzdem nicht auf den harzigen Weihnachtsduft verzichten, solltest du dir im nächsten Jahr vielleicht eine Blaufichte oder Rotfichte ins Wohnzimmer stellen.

Diese Baumarten sondern besonders viel duftenden Harz ab. Doch Achtung! Die Nordmanntanne hat sich in den deutschen Wohnzimmern nicht umsonst durchgesetzt. Fichtenarten verlieren nämlich bereits nach kurzer Standzeit viele ihrer Nadeln und werden unansehnlich.

Welcher Weihnachtsbaum riecht am meisten?

Douglasie : haltbar mit intensiven Zitrusduft — Die dünnen Nadeln der Douglasie sind weich und duften nach Zitrus. Sie hält ungefähr so lange wie Blaufichten, ist aber etwas günstiger. Für die Douglasie ist leichter Baumschmuck geeignet.

Welche Tanne riecht am stärksten?

Einen ausgesprochen starken Tannenduft versprüht die Edeltanne, auch Nobilistanne genannt. Er erinnert an Orangen. Die Sibirische Fichte soll ein besonderes starkes Wald-Aroma verbreiten. Blaufichten bieten ebenfalls einen Duft, der nach einem Spaziergang im Wald riecht.

In welchem Land begann die Tradition einen Weihnachtsbaum aufzustellen?

Geschichte: Warum einen Weihnachtsbaum aufstellen? — Viele Mythen ranken sich um die Geschichte des Weihnachtsbaumes, der genaue Ursprung ist unklar. Der Weihnachtsbaum ist ursprünglich ein heidnischer Brauch, denn immergrüne Pflanzen galten in vorchristlichen Religionen als Fruchtbarkeits-Symbol.

  1. So war es bei den Germanen üblich, zum Fest der Wintersonnenwende Tannenzweige vor den Häusern und an öffentlichen Plätzen zu platzieren.
  2. Im Mittelalter schmückte man Bäume zu bestimmten Anlässen, beispielsweise den Maibaum oder bei Richtfesten.
  3. Die älteste Überlieferung eines geschmückten Weihnachtsbaums geht auf das Jahr 1419 zurück: In Freiburg im Breisgau soll die Zunft der Bäckerknechte einen mit Lebkuchen, Nüssen und Äpfeln geschmückten Baum aufgestellt haben.1539 stellten Zünfte im Straßburger Münster einen großen Tannenbaum auf, 1570 dürfen Kinder in einem Bremer Zunfthaus einen mit Äpfeln, Nüssen, Brezeln und Papierblumen behängten Baum zum Fest «abschütteln».

Tannenbäume waren im 18. Jahrhundert in Mitteleuropa sehr wertvoll, so dass sich fast nur wohlhabende Bürger einen Baum leisten konnten. Da die katholische Kirche die Weihnachtskrippe für symbolisch wichtiger hielt und der Weihnachtsbaum für viele Christen als Ersatz für religiöse Inhalte galt, kämpfte sie lange gegen diesen «heidnischen» Brauch.

Ist der Weihnachtsbaum ein christliches Symbol?

Bräuche der Weihnachtszeit: Der Weihnachtsbaum Prof. Bärsch erklärt in Morgenandachten des Deutschlandfunks Bräuche zu Weihnachten. Hier geht es um den Weihnachtsbaum. Sie finden den Text zum Lesen und für KU-Angehörige zum Anhören. An Baumärkten, auf den Parkplätzen der Discounter und an vielen Straßenecken wird er jetzt wieder angeboten: der Weihnachtsbaum.

  • Allein im letzten Jahr wurden rund 29 Millionen davon in Deutschland verkauft.
  • Und wohl auch in diesem Jahr werden wieder 90 Prozent der Deutschen sich einen Weihnachtsbaum in die Wohnung stellen.
  • Bäume gelten in vielen Kulturen und Religionen als ein geheimnisvolles Symbol.
  • Mit ihrer Wurzelkraft und den grünen Blättern weisen sie hin auf das Leben.

In den Bäumen, die in den Himmel zu ragen scheinen, vermutet man den Sitz der Götter. Und die Dorflinde ist der Mittelpunkt für Versammlungen, um Beschlüsse zu fassen und Recht zu sprechen. Mit all dem hat der Weihnachtsbaum allerdings nichts zu tun. Sein Brauch ist originär christlichen Ursprungs.

  • Der mancherorts noch gebräuchliche, ältere Name «Christbaum» erinnert daran.
  • Um 1600 haben wohl evangelische Christen im Elsass begonnen, einen Tannenbaum im Haus aufzustellen und ihn mit Äpfeln und Oblaten zu schmücken.
  • Am Fuß des Baumes legten sie in einem Rechteck Moos aus und setzten ein kleines Gitter darum.

So sollte eine Art Miniaturgarten entstehen. Gemeint war damit ein bestimmter Garten: der Paradiesgarten, von dem das erste Buch der Bibel erzählt. In seine Mitte hatte Gott den Baum des Lebens gesetzt (vgl. Gen 2,9). Aber nach dem Sündenfall war dem Menschen der Zugang zum Baum des Lebens versperrt (vgl.

  • Gen 3,24).
  • Die Konsequenz: ein Leben in Mühsal und Angst, in Gewalt und Tod.
  • Auf den letzten Seiten der Bibel taucht dann das Bild vom Lebensbaum wieder auf.
  • Da lässt die Offenbarung des Johannes Christus sprechen: «Wer siegt, dem werde ich zu essen geben vom Baum des Lebens, der im Paradies Gottes steht» (Offb 2,7).
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Zwischen dem Lebensbaum des Anfangs und dem Lebensbaum der Vollendung steht das Ereignis von Krippe, Kreuz und Auferstehung. Der Weihnachtsbaum erinnerte also ursprünglich an den biblischen Lebensbaum. Darauf weisen auch Äpfel und Oblaten hin, der älteste Christbaumschmuck.

  1. Die Äpfel spielen, wie Sie schon ahnen, auf die Frucht vom Paradiesbaum und den Sündenfall an.
  2. Und die Oblaten, die ja wie die Hostien bei der Kommunion aussehen, sprechen vom Baum des Lebens, von dem Jesus den Menschen das Brot des Lebens reicht.
  3. Die Botschaft war klar: Die große Sehnsucht der Menschen nach gelungenem, unzerstörbarem Leben erfüllt sich in Jesus Christus, der sich selbst bezeichnet als «das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist» (Joh 6,51) und der Mensch wurde in Betlehem, das übersetzt heißt: «Haus des Brotes».

Der Weihnachtsbaum wollte seinen Betrachtern demnach die große Geschichte Gottes mit den Menschen vor Augen führen. Diese Geschichte hat mit der Geburt Jesu eine neue Wende genommen. Eine neue Zeitrechnung hat begonnen, denn dieses Kind in der Krippe wird die Dunkelheiten der Welt mit dem göttlichen Leben hell machen.

Es dauerte darum auch nicht lange und man ergänzte den Apfel- und Oblatenschmuck des Christbaums mit dem Symbol des Lichtes. Erstmals sollen 1621 fromme Stiftsherren aus Neustift bei Brixen auf die Idee gekommen sein, kleine Kerzen auf die immergrünen Zweige zu stecken und diesen Lichterbaum an den Altar der Stiftskirche zu stellen.

So illustrierten sie das Weihnachtsgeschehen, bei dem das «wahre Licht» in diese Welt gekommen ist. Später hängte man zusätzlich Nüsse, Spekulatius, Plätzchen und Zuckerzeug als Früchte des Paradiesbaumes an die Tanne; um sie als besondere Gaben herauszuheben, eingewickelt in Goldpapier.

Christbaumkugeln und Lametta sollten später deren Nachfolger werden. Am Ende der Weihnachtszeit war es das Recht der Kinder, die «Früchte» des Baumes zu «pflücken», den Weihnachtsbaum zu plündern. Lange Zeit blieb der Weihnachtsbaum ein Brauch vornehmer protestantischer Häuser, erst im 19. Jahrhundert eroberte er auch die Wohnzimmer katholischer Familien.

Heute gehört er ganz selbstverständlich zum Fest wie der Christstollen und die Geschenkpakete. Das kann aber leicht vergessen lassen, dass in ihm eigentlich ein alter christlicher Weihnachtsbrauch fortlebt: die großer Erinnerung daran, dass mit der Menschwerdung des Gottessohnes der Weg der Erlösung beginnt.

Wann kam der Weihnachtsbaum nach Deutschland?

Zur Geschichte des Weihnachtsbaumes Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt Was wäre Weihnachten ohne Weihnachtsbaum! Er gehört einfach dazu. Sicher haben auch Sie sich schon Gedanken über die Geschichte des Christbaums gemacht. Der Ursprung dieses Brauchtums geht in die vorchristliche Zeit zurück.

Damals verkörperten immergrüne Pflanzen wie Fichte, Tanne, Kiefer, Eibe, Stechpalme, Mistel, Wacholder oder Efeu Lebenskraft, und das Grün gab im dunklen Winter Hoffnung auf die Wiederkehr des Frühlings. Immergrüne Bäume und Zweige, ins Haus gebracht zur Zeit der Wintersonnenwende, galten als Sinnbild des Lebens und der Fruchtbarkeit.

So begrünten bereits die Römer zum Jahreswechsel ihre Häuser mit Lorbeerzweigen. Im Mittelalter hatte sich das Schmücken ganzer Bäume zu bestimmten Anlässen entwickelt (z.B. und ). Ein wichtiger Schritt hin zur Verwendung von Christbäumen im heutigen Sinne liegt im mittelalterlichen Weihnachtsspiel. Woher Stammt Die Nordmanntanne Abb.1 — Kalenderbild aus dem 19. Jahrhundert (Schweizer Museum für Volkskunde, Basel). Abb.2 — Finnische Kinder schmücken den Weihnachtsbaum Foto: Konrad Häne Die erste Erwähnung eines Weihnachtsbaums, der dem heutigen schon sehr nahekommt, stammt möglicherweise aus dem Jahr 1419. Die Bäcker von Freiburg im Breisgau sollen nach dieser unbelegten Angabe einen Baum mit allerlei Naschwerk, Früchten und Nüssen behängt haben, den die Kinder an Neujahr abernten durften.

  • Zahlreiche gesicherte Quellen aus Ortschaften am Oberrhein berichten im 16.
  • Jahrhundert vom Schmücken der Wohnstube mit grünen Tannenzweigen, den sogenannten «Weihnachtsmeien».
  • Das Elsass und die Gebiete auf der gegenüberliegenden Seite des Rheins gelten deshalb als Wiege des Christbaums.
  • Zunächst waren Tannenbäume selten und teuer, und nur die reicheren Bevölkerungsschichten konnten sich einen Weihnachtsbaum leisten.

Die Beschaffung der Christbäume, damals hauptsächlich Weisstannen, wurde auch für die Forstleute zu einem Problem. Gegen das «Überhandnehmen der alljährlich wiederkehrenden nachhaltigen Waldverwüstungen durch Aushauen der Christbäume» findet man in alten Forstverordnungen einschränkende Vorschriften oder Verbote mit Strafandrohung.

Zum Beispiel sah sich die Stadt Freiburg bereits 1554 gezwungen, gegen das Abhauen einzuschreiten: «Dweil yetz mit den weyhenacht meyen, so abgehawen werden, grosser schad beschieht, so ist erkhannt, uf morgen sollichs zu verbieten und ußzeruefen bei straff 10 Rappen». Die frühesten Belege für einen geschmückten Tannenbaum im Inneren des Hauses stammen von 1570.

In einer Zunftchronik der Stadt Bremen wird von einem kleinen Tannenbaum berichtet, der mit Datteln, Äpfeln, Nüssen, Brezeln und Papierblumen behängt und im Zunfthaus zur «allgemeyniglichen Freude» aufgestellt wurde. Anfang des 17. Jahrhunderts werden dann erstmals Weihnachtsbäume als gesellschafts- und familiengebundene Geschenkbäume urkundlich erwähnt, allerdings noch ohne Kerzen.

So heisst es 1605 in einer Chronik: «Auff Weihenachten richtett man Dannenbäume zu Straßburg in den Stuben uff, daran hencket man Rosen aus vielfarbigem Papier geschnitten, Äpfel, Oblaten, Zischgolt, Zucker, u.a.» Erste Weihnachtsbäume mit Lichtschmuck sind für den Hannoverschen Hof um 1660 belegt. Mit den Kerzen werden Weihnachtsfeiern im 17.

und 18. Jahrhundert zunehmend zu häuslichen Familienfesten. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts setzte sich der lichtergeschmückte Nadelbaum endgültig als Weihnachtsbrauch durch, zunächst in reformierten, später auch in katholischen Familien. Nachdem sich die Kirche lange gegen die «heidnische Tradition» gesträubt hatte, musste sie sich schliesslich der grossen Beliebtheit des Weihnachtsbaums beugen und bindet ihn seitdem in ihre Festlichkeiten mit ein. Abb.3 — Foto: Ruth Reich Heute sind Christbäume Massenware und generieren beachtliche Umsätze. Gemäss einer Schätzung der Interessengemeinschaft Schweizer Christbaum wird in der Schweiz an Weihnachten jährlich eine Million Christbäume verkauft, was einen Umsatz von 40-50 Millionen Franken generiert (Stand: 2004).

Allerdings stammt nur etwa Drittel davon aus unserem Land selber. Der Rest, nach Auskunft der Oberzolldirektion etwas über 4000 Tonnen (Stand: 2004), gelangt aus dem Ausland zu uns. Marktleader dieses Imports ist Dänemark mit etwa 70 % Anteil, gefolgt von Deutschland mit 15 %; der Rest verteilt sich auf Frankreich und Belgien.

Von den in der Schweiz produzierten Christbäumen kommt nur etwa jeder Vierte aus unseren Wäldern. Die bei der normalen Jungwuchs- und Dickungspflege anfallenden Bäume – praktisch ausschliesslich Fichten – erfüllen die Qualitätsanforderungen, die heute an Weihnachtsbäume gestellt werden, nur zum Teil.

Christbäume werden deshalb vorwiegend auf maschinell bewirtschafteten Landwirtschafsflächen produziert, oft auch unter Einsatz von Dünger und Schädlingsbekämpfungsmitteln. Die Produktionsfläche ausserhalb des Waldes beträgt 550 Hektaren (Stand: 2004). Abb.4 — Christbaumplantage auf Landwirtschaftsland.

Foto: Thomas Reich (WSL) 45 % aller Christbäume werden direkt beim Produzenten gekauft, d.h. an einem Christbaum- oder Weihnachtsmarkt, ab Hof oder im Wald. Grossverteiler setzen ein Drittel der Bäume ab. Fachmärkte und Gartencenter verkaufen etwa 15 %, der Rest entfällt auf die landwirtschaftlichen Genossenschaften (Landi).

  1. Mittlerweile ist auf dem Markt eine grosse erhältlich, wenngleich in sehr unterschiedlichen Stückzahlen.
  2. Mit Abstand ab beliebtesten sind Nordmanntannen, die 60 % aller verkauften Bäume ausmachen.
  3. Dahinter folgt die Fichte mit einem Anteil von einem Viertel.
  4. Ein Zehntel der Christbäume sind Blaufichten.

Die restlichen 5 % verteilen sich auf alle übrigen Baumarten. Abb.5 — Dank LED-Technik kommen Christbäume heutzutage auch im Aussenbereich gut zur Geltung. Foto: Thomas Reich (WSL)

Mantel, K. (1973): Baum und Holz im weihnachtlichen Brauchtum. Der Forst- und Holzwirt 28, 23: 461-467.Hamberger, J. (2003): Eine Kulturgeschichte des Weihnachtsbaumes. LWF aktuell 42, 47-50.Wikipedia: WeihnachtsbaumIG Schweizer Christbaum

(TR) Die Christbaumproduktion ist ein Stiefkind der Schweizer Forstwirtschaft. Dabei gäbe es hier Geld zu verdienen – allerdings nur, wenn es der engagierte Waldbesitzer oder Förster richtig anpackt. Christbäume sind Modeschwankungen unterworfen und treffen auf eine anspruchsvolle Kundschaft.

Neben dem Gespür für die Kundenwünsche der Zukunft muss der Christbaumproduzent bei seiner Baumartenwahl auch die natürlichen Standortfaktoren berücksichtigen. Es gibt eine grosse Auswahl an verschiedenen Tannen- und Fichtenarten für die Christbaum- und Reisigproduktion. Das bietet die Möglichkeit, auch schwierige Standorte sinnvoll zu nutzen oder neue Kunden anzusprechen.

Der Jahresumsatz der Christbaumbranche entspricht etwa 15 % des Jahresumsatzes der Forstindustrie und stellt damit eine wichtige Sonderkultur dar. Europaweit zurückgehende Anbauflächen trotz ungebrochenem Bedarf eröffnen ausgezeichnete Aussichten für die verbleibenden Produzenten.

  1. Schafe mitten in einer Christbaumkultur? Keine Angst, die Kultur ist nicht in Gefahr.
  2. Denn obwohl Schafe oft zur Landschaftspflege eingesetzt werden um Flächen durch Verbeißen von Baumbewuchs freizuhalten, werden die Bäume hier verschont und sogar gepflegt.
  3. Viele Bräuche geraten in unserer hektischen Zeit immer mehr in Vergessenheit.

Warum nicht wieder einmal einen solchen alten Brauch aufleben lassen? Denn mit wenig Aufwand zeigen sich Barbarazweige, gesammelt am 4. Dezember, zur Weihnachtszeit in ihrer schönsten Blütenpracht.

Dokumenteninfos Autoren Redaktion waldwissen.net WSL, Koni Häne Redaktion

Kontakt Koni Häne Jurastrasse 19 CH — 8966 Oberwil-Lieli Tel: +41 56 633 65 29 Originalartikel Häne, K. (2001): Zur Geschichte des Weihnachtsbaumes. — Bündnerwald 54, 6: 38-39. Download Online-Version 16.11.2004 : Zur Geschichte des Weihnachtsbaumes

Wie sah der erste Weihnachtsbaum aus?

Geschichte des Weihnachtsbaumes Wo kommt er eigentlich her, der Weihnachtsbaum?Na klar, Ihren Weihnachtsbaum bekommen Sie bei uns. Und wir haben ihn von draußen, von einem unserer Felder. Aber wer hat einst damit angefangen, kurz vor Heiligabend einen Tannenbaum ins Wohnzimmer zu schleppen, ihn feierlich und festlich mit der Familie zu schmücken und die Geschenke unter ihm auszubreiten? Und warum eigentlich? Wenn es um alte christliche Traditionen geht, werden schnell unsere heidnischen Vorfahren, die Germanen verdächtigt, aus übersinnlichem Aberglauben ein generationenüberdauerndes Brauchtum zusammengebastelt zu haben.

So liest man oft, dass die Germanen zur Wintersonnenwende Tannenzweige in ihren Dörfern verteilten. Denn sie verehrten den Tannenbaum als Symbol ewiger Lebenskraft – warum auch nicht? Schließlich bleibt er immergrün, auch in bitterster Kälte, wenn die Blätter seiner Laubbaumkollegen längst jeglichen Halt verloren haben.

Aber erst etwas später, nämlich im Mittelalter, tauchten die ersten geschmückten Tannenbäume auf. So war es eine Zunft, die nach entsprechenden Erwähnungen in Überlieferungen 1419 einen Nadelbaum aufstellte: Die Freiburger Bäcker schmückten die Zweige mit Nüssen und Früchten, an denen sich die Kinder allerdings erst an Neujahr gütlich tun durften.

  1. Dass sich Menschen Tannenbäume kauften, um sie ins heimischen Wohnzimmer zu tragen, wurde hingegen erst 1535 das erste Mal für die Nachwelt dokumentiert.
  2. So wurde in Straßburg mit kleinen Eiben, Stechpalmen und Buchsbäumchen gehandelt, die sich die Leute in ihre Stuben hängten.
  3. Allerdings erleuchtete der Baum damals noch nicht im flackernden Kerzenschein.

Bei uns hier im Norden stand der erste Tannenbaum – jedenfalls laut Aufzeichnungen – 1570 im Zunfthaus zu Bremen. Laut Zunftchronik war der kleine Baum mit Äpfeln Nüssen, Datteln, Brezeln und Papierblumen bestückt. Zu Weihnachten durften sich die Kinder der Zunftangehörigen ordentlich über die Leckereien hermachen, als sie den Weihnachtsbaum „abschüttelten», wie man diesen spaßigen Brauch nannte.Auch andere Zünfte hatten ihren Christbaum, so liest man von den Schneidern aus Basel, die 1597 mit einem immergrünen Baum, mit Äpfeln und Käse behängt, unterwegs waren.

Die katholische Kirche übrigens zeigte sich nicht ganz so glücklich damit, dass die Leute sich Weihnachtsbäume in die Häuser holen wollten. Ihrer offiziellen Meinung nach reichte die kirchliche Weihnachtskrippe mit ihrem Tannenbaum voll und ganz für die Symbolik. Der Weihnachtsbaum wurde als heidnischer und gefährlicher Brauch abgetan.

Tatsächlich ging es den Kirchenvertretern wohl eher um ganz weltliche Interessen: Da große Waldgebiete im Besitz der Kirche waren, fürchtete man die Gläubigen, die auf der Suche nach dem perfekten Christbaum die Wälder kahlschlugen. Tatsächlich wurden geschmückte Weihnachtsbäume erst ab Mitte des 20.

  1. Jahrhunderts in katholischen Kirchen erlaubt.
  2. Von den kirchlichen Verboten ließen sich die Menschen indes so gar nicht beeindrucken: der neue Brauch verbreitete sich im Laufe des 17.
  3. Jahrhunderts in den Zünften von Stadt zu Stadt und gelangte schließlich in die Privathäuser.
  4. Dort waren dann der Phantasie kaum noch Grenzen gesetzt, wenn es ums Schmücken ging.

Da sich zunächst vor allem hohe Beamte und wohlhabende Familien Tannenbäume in die Stube stellten, war der Christbaumschmuck so eine Art Statussymbol. Man liest von Papierrosen, Äpfeln, Oblaten und „Zischgold». Zischgold, das waren dünne Flitterplättchen aus gewalztem vergoldeten Metallblech, die im Luftzug raschelten und zischten.

  1. Genau, der Urgroßvater unseres heutigen Lamettas.
  2. Die ersten Christbaumkerzen flackerten dann ab 1730, allerdings zunächst nur bei evangelischen Familien.
  3. Zu Beginn des 19.
  4. Jahrhunderts trat der Weihnachtsbaum seinen großen Siegeszug an und überschritt sowohl Standes- als auch Religionsgrenzen.
  5. Er wurde zu einer Art Sinnbild des Deutschtums und ein integraler Bestandteil des hiesigen Weihnachtsfests.

Deutsche Adelsfamilien schließlich verbreiteten den weihnachtlichen Brauch vor allem durch ihre verwandtschaftlichen Bindungen in ganz Europa, Auswanderer und deutsche Soldaten auf der ganzen Welt. So wurde 1891 der erste Weihnachtsbaum vor dem Weißen Haus in Washington aufgestellt.

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Warum Weihnachtsbaum erst am 24?

Traditionell wird der Weihnachtsbaum am 24. Dezember aufgestellt — Doch ab wann gehört der Christbaum eigentlich ins Haus? Darüber scheiden sich heute die Geister. Traditionell wurde der Weihnachtsbaum in Deutschland erst am 24. Dezember im Wohnzimmer aufgestellt und umgehend geschmückt, damit er pünktlich zur Bescherung bereit stehen konnte.

Was haben die roten Kugeln am Weihnachtsbaum zu bedeuten?

Welche Farben kommen heutzutage am häufigsten vor? — Die klassischen Farben für Christbaumkugeln sind sicher Gold, Silber und Rot. Viele Menschen schmücken ihren Weihnachtsbaum noch immer mit den traditionellen Farben und lassen sich von aktuellen Trends da nicht beeinflussen.

  1. Tatsächlich wirken die dunkelroten Kugeln am Tannenbaum einfach am besten, weil das dunkle Rot die Komplementärfarbe zum Tannengrün ist.
  2. Gerade für natürliche Kombinationen mit Pfeffernüssen und Holzschmuck ist die dunkelrote Farbe gut geeignet.
  3. Zudem passt es gut zum eleganten und feierlichen Gold sowie zum kühlen, edlen Silber.

Es gibt aber auch Menschen, die mit der Zeit gehen und sich jedes Jahr neue und angesagte Glaskugeln für den Weihnachtsbaum kaufen. Sie entscheiden sich beispielsweise für Christbaumkugeln in Blautönen, in reinem Weiß oder in Cremeweiß. Darüber hinaus werden heutzutage auch viele weitere Farben wie Pastelltöne, Gelb, Pink oder Grün angeboten.

Wo war der erste Weihnachtsbaum in Deutschland?

Die Geschichte des Weihnachtsbaumes Oh Tannenbaum, Oh Tannenbaum, Der Weihnachtsbaum gehört an Weihnachten einfach dazu. Dabei ist die Geschichte des geschmückten Tannenbaumes nur wenige Jahrhunderte alt. Und erst im 19. Jahrhundert entwickelte er sich breitflächig zum Mittelpunkt des Weihnachtsfestes.

Reich geschmückt und hell erleuchtet von kleinen Lichtern steht er heute in vielen Wohnzimmern und trägt zur festlichen und besinnlichen Stimmung bei. In Gärten werden zusätzlich alle möglichen Koniferen mit Lichterketten bestückt. Auch kaum ein Weihnachtsmarkt oder Einkaufzentrum verzichtet im Advent auf einen Christbaum.

Über die Grenzen des christlichen Kulturkreises hinaus, verbreitet sich der Tannenbaum seit Mitte des 20. Jahrhunderts als internationales Symbol des Weihnachtsfestes. Die Geschichte des Weihnachtsbaumes beginnt im 16. Jahrhundert. Einige Ursprünge, die zu seiner Entwicklung beitragen, liegen aber in vorchristlicher Zeit.

Schon bei den Römern und anderen frühen Kulturen quer über den Globus galten immergrüne Pflanzen und Bäume im Allgemeinen als Symbol für Lebenskraft, Gesundheit und Fruchtbarkeit. Die Römer schmückten zum Neujahrsfest ihre Häuser mit Lorbeerzweigen. Die Germanen hielten während des Mittwinterfests mit Nadelholz böse Geister fern.

Die immergrünen Pflanzen versinnbildlichten in den dunklen Wintermonaten außerdem die Rückkehr des Lebens im Frühling. Diese Traditionen und Bräuche hielten sich teilweise bis ins Mittelalter hinein. In vielen Lebensbereichen des Alltags übernahmen Bäume symbolische Aufgaben oder waren, wie zum Beispiel, zentraler Ankerpunkt des dörflichen Lebens.

  1. Mit dem Maibaum und Richtbaum gab es bereits Bäume, die an wichtigen Feiertagen des Jahres festlich geschmückt wurden.
  2. Zu Weihnachten erfreute sich im Mittelalter das Paradiesspiel wachsender Beliebtheit. Der 24.
  3. Dezember war noch der Gedenktag von Adam und Eva und das Spiel brachte den vielen Analphabeten die Geschichte näher.

Zentrales Element dieser Aufführungen: der Sündenfall und der mit Äpfeln behangene Paradiesbaum. Das sich aus dem Paradiesbaum, dem Maibaum und den heidnischen Traditionen der Weihnachtsbaum entwickelte, ist umstritten. Auch der Zeitpunkt für den ersten echten Weihnachtsbaum ist unklar.

  1. Eine nicht belegbare Legende besagt, dass 1419 die Bäckerschaft in Freiburg zum ersten Mal einen Baum mit Gebäck, Nüssen und Früchten schmückte und aufstellte.
  2. Dennoch lassen sich in Dokumenten und alten Forstverordnungen Hinweise und Andeutungen finden, die auf eine Wiege des Christbaumes im Elsass und die angrenzenden Gebiete deuten.

Dabei wurden die Stuben nicht mit ganzen Bäumen, sondern nur mit Tannenzweigen geschmückt. Andere urkundliche Quellen aus Straßburg (1539) und Stockstadt am Main (1527) sprechen zwar von Weihnachtsbäumen, aber ohne Angaben, ob diese geschmückt waren. Quellen für Weihnachtsbäume in Lettland und Estland gelten ebenfalls als nicht gesichert.

Als frühester Beleg für einen Weihnachtsbaum im heutigen Sinne gilt eine Bremer Zunftchronik von 1570. Diese berichtet von einem kleinen Tannenbaum der im Zunfthaus stand und mit Früchten, Nüssen und Papierblumen geschmückt war. Über die Zunfthäuser und die Familien der Mitglieder verbreiteten sich die Christbäume von Stadt zu Stadt.

Beamte und Bürger der Städte griffen im 17. und 18. Jahrhundert die Mode auf und überboten sich im kunstvollen Ausschmücken der Bäume. Über die Adelshäuser und deren Heiratspolitik gelangte der Weihnachtsbaum schließlich nach ganz Europa. Zu dieser Zeit entdeckte auch die Literatur den Weihnachtsbaum: Unter anderem beschreibt Goethe in seinem „Werther» einen „aufgeputzten Baum».

  1. Im 19. Jahrhundert wanderte der Brauch der geschmückten Bäume von den Häusern der Reichen in die Stuben der restlichen Bevölkerung.
  2. Von der Kirche zunächst als heidnischer Brauch abgelehnt, fand der Christbaum dank seiner steigenden Beliebtheit auch in die christlichen Riten Einzug.
  3. Durch Auswanderer und den späteren immer intensiveren, globalen Austausch erreichte der Tannenbaum letztendlich auch andere Kontinente.

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  1. Noch Fragen? Dann nehmen Sie direkt zu uns Kontakt auf.
  2. Wir gestalten gerne Ihre Zukunft mit! Die Weihnachtsbäume waren zu Beginn mit Äpfeln, Oblaten, Nüssen, Zuckerwaren und Puppen behängt.
  3. Auch eine Art Lametta war in Form von Zischgold – feine dünne goldglänzende Metallplättchen – bekannt. Im 17.
  4. Jahrhundert setzte der Adel den Bäumen die ersten Kerzen auf.

Die ersten Glaskugeln fanden Mitte des 19. Jahrhundert ihren Weg an die Weihnachtsbäume. Ende desselben Jahrhunderts kommen in den USA die ersten elektrischen Weihnachtsbaumlichter auf. Was in Zukunft mit dem Brauchtum rund um den Weihnachtsbaum passiert, wird sich zeigen.

Aktuell erfreut er sich einer uneingeschränkten Beliebtheit. Fast 30 Millionen Bäume werden jedes Jahr verkauft. Aber auch der Zeitgeist zu einem bewusstem und ressourcenschonenden Konsum, macht vor dem Tannenbaum nicht halt. Fair gehandelte und ökologisch aufgewachsene Weihnachtsbäume sind bereits auf dem Markt zu finden.

Der Autor: Die Redaktion : Die Geschichte des Weihnachtsbaumes

Wo begann die Tradition einen Weihnachtsbaum aufzustellen?

Geschichte: Warum einen Weihnachtsbaum aufstellen? — Viele Mythen ranken sich um die Geschichte des Weihnachtsbaumes, der genaue Ursprung ist unklar. Der Weihnachtsbaum ist ursprünglich ein heidnischer Brauch, denn immergrüne Pflanzen galten in vorchristlichen Religionen als Fruchtbarkeits-Symbol.

  1. So war es bei den Germanen üblich, zum Fest der Wintersonnenwende Tannenzweige vor den Häusern und an öffentlichen Plätzen zu platzieren.
  2. Im Mittelalter schmückte man Bäume zu bestimmten Anlässen, beispielsweise den Maibaum oder bei Richtfesten.
  3. Die älteste Überlieferung eines geschmückten Weihnachtsbaums geht auf das Jahr 1419 zurück: In Freiburg im Breisgau soll die Zunft der Bäckerknechte einen mit Lebkuchen, Nüssen und Äpfeln geschmückten Baum aufgestellt haben.1539 stellten Zünfte im Straßburger Münster einen großen Tannenbaum auf, 1570 dürfen Kinder in einem Bremer Zunfthaus einen mit Äpfeln, Nüssen, Brezeln und Papierblumen behängten Baum zum Fest «abschütteln».

Tannenbäume waren im 18. Jahrhundert in Mitteleuropa sehr wertvoll, so dass sich fast nur wohlhabende Bürger einen Baum leisten konnten. Da die katholische Kirche die Weihnachtskrippe für symbolisch wichtiger hielt und der Weihnachtsbaum für viele Christen als Ersatz für religiöse Inhalte galt, kämpfte sie lange gegen diesen «heidnischen» Brauch.

Wie kam der Weihnachtsbaum in die USA?

Popularisierung des Brauchs ab dem 18. Jahrhundert — Ankündigung einer Christbaumfeier in Meran (1876) Seit der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts werden die Nachrichten über den Weihnachtsbaum dann häufiger. Johann Heinrich Jung-Stilling, 1740 im Nassauischen geboren, scheint eine Erinnerung an seine Kindheit zu bringen, wenn er in seinem 1793 veröffentlichten Das Heimweh von dem hell erleuchtenden Lebensbaum mit vergoldeten Nüssen spricht, zu dem das Kind am Morgen des Christtages geführt wird.

In ausländischer Wahrnehmung konnte der Weihnachtsbaum als typisch deutsch und – noch enger gefasst – als typisch lutherisch gelten, gar auf Martin Luther selbst zurückgeschrieben werden. Von Johann Wolfgang von Goethe stammt eine der ersten Erwähnungen des Weihnachtsbaums in der deutschen Literatur.

In dem Briefroman Die Leiden des jungen Werthers (1774) besucht der Protagonist am Sonntag vor Weihnachten die von ihm verehrte Lotte und spricht von den Zeiten, da einen die unerwartete Öffnung der Türe und die Erscheinung eines „aufgeputzten Baumes» mit Wachslichtern, Zuckerwerk und Äpfeln in paradiesisches Entzücken versetzte.

Friedrich Schiller hat in seinen Werken zwar keine Weihnachtsszene geschildert, aber er liebte das Fest unter dem Baum.1789 schrieb er an Charlotte Buff (Lotte), dass er zu Weihnachten nach Weimar komme, und meinte: „Ihr werdet mir hoffentlich einen grünen Baum im Zimmer aufrichten.» Im Jahre 1805 wurde der Weihnachtsbaum einem großen Leserkreis dadurch bekannt, dass ihn Johann Peter Hebel in dem Lied Die Mutter am Christabend aus seinen Alemannischen Gedichten erwähnte.

Am Vorweihnachtsabend 1815 stellte in Weimar Wilhelm Hoffmann für arme Kinder den weltweit ersten öffentlichen geschmückten Weihnachtsbaum auf.E.T.A. Hoffmanns Märchen Nussknacker und Mausekönig aus dem Jahr 1816 ist das erste Berliner Literaturdenkmal, in dem der lichterglänzende, mit goldenen Äpfeln und Bonbons geschmückte Tannenbaum in der Mitte der Weihnachtsbescherung erscheint.

  1. Fichtenbäumchen (Rottannen, Picea) blieben – im Gegensatz zu Weißtannen-Bäumchen (Abies) – in weiten Teilen Mitteleuropas im 18. und 19.
  2. Jahrhundert stets häufig.
  3. Daher bot sich für ärmere Schichten vorrangig die Fichte als Christbaum an.
  4. Trotzdem blieb dieser neue Brauch im Süden Deutschlands und in Österreich zunächst auf das begüterte städtische Bürgertum beschränkt.

Die ärmere Stadtbevölkerung kam zuerst mit Zweigen und anfallendem Grün aus. Erst als ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vermehrt Bäumchen von den Grundbesitzern zur Verfügung gestellt wurden, konnte ein größerer städtischer Bedarf gedeckt werden.

  • Obwohl die katholische Kirche lange Zeit der Weihnachtskrippe den größeren Symbolgehalt zugemessen hatte, übernahm sie mit der Zeit auch den Brauch, einen Weihnachtsbaum aufzustellen.
  • Bis zum Ende des 19.
  • Jahrhunderts ist der Weihnachtsbaum auch in den katholischen Regionen Deutschlands und Österreichs bezeugt.

Der erste nachweislich aufgestellte Weihnachtsbaum in Wien stammt 1814 von Fanny von Arnstein, einer aus Berlin stammenden angesehenen jüdischen Gesellschaftsdame. Damals standen in gutbürgerlichen Wohnstuben von Wien aber wohl schon mehr Christbäume.

In den Wäldern um Wien führte der neue Brauch des städtischen Bürgertums damals offensichtlich bereits zu Missständen: Schon im Oktober 1815 musste die niederösterreichische Landesregierung „das Abstämmeln und Ausgraben der Bäume zum Behuf der Fronleichnamsprozessionen, Kirchenfeste, Weihnachtsbäume und dergleichen» ausdrücklich untersagen.

Mit „dergleichen» waren vielleicht die Nikolausbäumchen gemeint, die 1782 als „grüner Baum mit brennenden Kerzchen bestekket, auf welchem etwelche Pfunde candirtes Zuckerbacht ebenso glänzen wie der vom Reife candirte Kirschenbaum zur Winterszeit schimmert» beschrieben wurden.

  • Bereits 1816, anderen Quellen zufolge 1823 in der Albertina, wurde diese Tradition von Henriette von Nassau-Weilburg, der Gattin Erzherzog Karls, aufgegriffen und breitete sich von da an in allen Gesellschaftsschichten Österreichs aus.
  • Von ca.1800 bis Mitte des 20.
  • Jahrhunderts war der heimlich geschmückte Weihnachtsbaum, der am Heiligabend erstmals entzündet wurde, mit den Geschenken darunter, der Kern der deutschen Weihnacht.

Die ersten Christbaumkugeln wurden um 1830 geblasen. Der aus Bayern stammende König Otto von Griechenland ließ 1833 zwei „königliche» Weihnachtsbäume an öffentlichen Plätzen aufstellen, je einen in Nauplion und einen in Athen. Es bildeten sich Menschenaufläufe, welche die geschmückten Bäume bestaunen wollten. Nach Nordamerika gelangte der Christbaum durch deutsche Auswanderer und Matrosen. Alte US-Zeitungen berichten, Gustav Körner habe die typisch deutsche Sitte des beleuchteten und geschmückten Weihnachtsbaums in den Vereinigten Staaten eingeführt – und dies schon bald nach Ankunft im Bundesstaat Illinois zu seinem ersten Weihnachtsfest in den Vereinigten Staaten im Jahr 1833.

Bereits 1832 stellte allerdings der aus Hessen stammende deutsch-amerikanische Schriftsteller und Harvard -Professor Karl Follen als erster einen Weihnachtsbaum in seinem Haus in Cambridge (Massachusetts) auf und führte so diesen Brauch in Neuengland ein. In den Staaten wurden schon gegen Ende des 19.

Jahrhunderts Christbäume aus Eisen hergestellt. Diese Wunderwerke der Technik waren teilweise schon mit Gas beleuchtet: „Durch die hohlen Äste flutet das Gas und wo sonst Kerzen erstrahlen, zuckt aus schmaler Ritze die Gasflamme empor.» Als sich die englische Königin Viktoria 1840 mit Albert von Sachsen-Coburg und Gotha vermählte, kam der Weihnachtsbaum nach London.

Auch die Niederlande, Russland, besonders Petersburg und Moskau, wo er allerdings nur in den höchsten Kreisen üblich war, und Italien verdanken ihren Weihnachtsbaum den Deutschen.1837 führte Herzogin Helene von Orléans den Weihnachtsbaum in die Tuilerien ein, später machte sich Kaiserin Eugenie um seine Verbreitung verdient.

Zwei Jahrzehnte später wurden in Paris bereits 35.000 Christbäume verkauft.

Wie die Tanne zum Weihnachtsbaum wurde?

Woher kommt die Tradition des Christbaums? — Schon die Römer haben in der Winterzeit ihre Häuser mit immergrünen Pflanzen geschmückt und sich so Symbole der Lebenskraft und Vitalität in ihre Behausungen geholt. Vor 500 Jahren entwickelte sich der Brauch, einen Tannenbaum zu Weihnachten ins Haus zu stellen.