Woher Kommt Der Strom In Deutschland?

Woher Kommt Der Strom In Deutschland
Für die Gewinnung von Energie werden bisher in Deutschland zu einem wesentlichen Teil konventionelle bzw. fossile Energiequellen wie Kohle, Erdgas und Erdöl eingesetzt. Das heißt, sie werden in Strom oder Wärme umgewandelt oder als Kraftstoff im Verkehr genutzt.

Woher bezieht Deutschland Strom aus dem Ausland?

Importe aus verschiedenen Ländern — Der Großteil des importierten Atomstroms stammte aus Tschechien mit 2,7 TWh, was etwa 0,5 Prozent der deutschen Stromerzeugung entspricht. Frankreich lieferte 2,1 TWh Atomstrom nach Deutschland. Der Rest kam aus der Schweiz, Belgien, den Niederlanden und Schweden.

Wo kauft Deutschland den Strom?

Ein Strommarkt für die Energiewende — Um unser Klima zu schützen wird Strom aus Wind, Sonne und anderen erneuerbaren Energien in Deutschland zukünftig den Hauptanteil der Energieversorgung übernehmen. Bis 2030 soll ihr Anteil am Bruttostromverbrauch mindestens 80 Prozent betragen, für 2035 streben wir ein weitgehend klimaneutrales Stromsystem an.

  1. Die erneuerbaren Energien müssen daher kontinuierlich und möglichst schnell in das Stromversorgungssystem integriert werden, damit sie die fossilen Energieträger, nicht zuletzt die Braun- und Steinkohle, und die Atomkraft wie beschlossen ersetzen.
  2. Der Stromsektor muss in Zukunft auch einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, die Sektoren Gebäude, Industrie und Verkehr klimaneutral zu machen, z.B.

über Elektromobilität oder Wärmepumpen für Gebäudewärme. Aufgrund der zunehmenden Elektrifizierung in den Sektoren Verkehr und Wärme wird der Strombedarf außerdem weiter steigen: von etwa 560 TWh im Jahr 2021 auf 750 TWh bis 2030. Das Ziel der Treibhausgasneutralität im Jahr 2045 wurde im Energiewirtschaftsgesetz verankert.

Netzentwicklungsplanungen orientieren sich am Zielbild eines Klimaneutralitätsnetzes. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz startet ab 2023 die Plattform Klimaneutrales Stromsystem (PKNS). In dieser Plattform diskutieren Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, wie das Stromsystem nicht nur technisch auf Klimaneutralität umgerüstet werden kann, sondern auch mit entsprechenden Regeln und Strukturen so ausgestattet wird, dass weiterhin eine verlässliche und kosteneffiziente Versorgung gewährleistet ist.

Vom Strommarkt unabhängig agieren im aktuellen System Kapazitäts- und Netzreserven. Dies sind Kraftwerke, die nur einspringen, wenn absehbar in bestimmten Gebieten in Deutschland nicht genug Strom über die am Markt handelnden Kraftwerke bereitgestellt werden kann und die schnell ihre Leistung zur Verfügung stellen können.

In einem zukünftigen Stromsystem sollen sie mit klimaneutral hergestelltem Wasserstoff (Grüner Wasserstoff) betreiben werden. Die Energiewende kann nur gelingen, wenn sie europäisch gedacht und EU -rechtskonform ausgestaltet wird. Deutschland liegt inmitten eines vernetzten europäischen Stromsystems, reguliert durch einheitliche Regeln des Binnenmarktes.

Durch diese Vernetzung stärken wir unsere Versorgungssicherheit. Mit der Europäischen Kommission, den EU -Mitgliedstaaten und unseren Nachbarländern sind wir in einem ständigen Austausch über die Weiterentwicklung des Strommarktes, da wir überzeugt sind, dass die Energiewende effizient nur im Rahmen des Binnenmarktes gelingen kann.

Hat Deutschland Strom gekauft?

Strom — Deutscher Import nach Ländern 2022 Im Jahr 2022 betrug der physikalische Stromfluss in das deutsche Netz aus Dänemark und den Niederlanden jeweils über 9 Milliarden Kilowattstunden. Deutlich weniger Strom importierte Deutschland aus den Nachbarstaaten Polen, Luxemburg, der Schweiz und Belgien.

Woher bekommt Deutschland den meisten Strom?

Der im 1. Quartal 2023 in Deutschland erzeugte und in das Stromnetz eingespeiste Strom stammte dabei zu knapp einem Drittel (32,2 %) aus Windkraft (1. Quartal 2022: 30,0 %).

Wird in Deutschland Strom mit Gas hergestellt?

Stromerzeugung 2021: Anteil konventioneller Energieträger deutlich gestiegen

Kohle war 2021 der wichtigste Energieträger in der Stromerzeugung Stromerzeugung aus Windkraft wetterbedingt um 13,3 % zurückgegangen Insgesamt stammten 57,6 % des eingespeisten Stroms aus konventionellen und 42,4 % aus erneuerbaren Energieträgern Im Jahr 2021 wurden 2,6 % mehr Strom ins Netz eingespeist als im Vorjahr

WIESBADEN – Der in Deutschland erzeugte und in das Stromnetz eingespeiste Strom stammte im Jahr 2021 mehrheitlich aus konventionellen Energieträgern. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, stieg die Stromerzeugung aus konventioneller Energie gegenüber dem Jahr 2020 um 11,7 % und machte einen Anteil von 57,6 % an der gesamten Stromerzeugung aus (2020: 52,9 %).

  1. Die Einspeisung aus erneuerbaren Energien sank dagegen um 7,6 % auf einen Anteil von 42,4 % (2020: 47,1 %).
  2. Insgesamt wurden 2021 knapp 518 Milliarden Kilowattstunden Strom ins Netz eingespeist.
  3. Das waren 2,6 % mehr Strom als im Vorjahr, aber 3,1 % weniger als im von der Corona-Krise unbeeinflussten Jahr 2019.

Knapp ein Viertel mehr Kohlestrom im Jahr 2021 Kohle war im Jahr 2021 der wichtigste Energieträger zur Stromerzeugung in Deutschland. Mit einem Plus von 24,9 % verzeichnete der Strom aus Kohlekraftwerken auch den höchsten Anstieg gegenüber dem Vorjahr.

  • Der Anteil von Kohlestrom an der insgesamt eingespeisten Strommenge betrug damit 30,2 %.
  • Im Vorjahr hatte er noch bei 24,8 % gelegen.
  • Der Kohlestrom in Deutschland stammt zu rund 60 % aus Braunkohle und zu rund 40 % aus Steinkohle.
  • Der Bedarf an Braunkohle wird dabei weitestgehend durch inländische Förderung, der Bedarf an Steinkohle durch Importe gedeckt.

Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zurückgegangen Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung ging 2021 gegenüber 2020 von 47,1 % auf 42,4 % zurück. Dabei nahm die Stromeinspeisung aus Windkraft deutlich um 13,3 % ab, was insbesondere auf das im Vorjahresvergleich windärmere Frühjahr 2021 zurückzuführen ist.

  1. Strom aus Windkraft hatte dadurch nur noch einen Anteil von 21,5 % an der eingespeisten Strommenge.
  2. Im Jahr 2020 war die Windkraft mit einem Anteil von 25,2 % erstmals der wichtigste Energieträger in der Stromerzeugung gewesen.
  3. Die Stromeinspeisung aus Photovoltaik ging dagegen im Jahr 2021 nur leicht um 0,5 % auf einen Anteil von 8,7 % zurück (2020: 9,0 %).

Weniger Strom aus Erdgas infolge stark gestiegener Preise im 2. Halbjahr 2021 Der Anteil von Erdgas an der Stromerzeugung lag im Jahr 2021 bei 12,6 %, nachdem er im Vorjahr bei 13,7 % gelegen hatte. Im Gesamtjahr 2021 war die Stromeinspeisung aus Erdgas 5,8 % geringer als im Vorjahr.

Der Rückgang ist hauptsächlich auf das 2. Halbjahr 2021 und hier vor allem auf das 3. Quartal 2021 zurückzuführen, als die Stromeinspeisung aus Erdgas im Vergleich zum Vorjahresquartal um 38,9 % zurückging. Hauptverantwortlich dafür waren die deutlich gestiegenen Preise für Erdgas. Mehr Strom aus Kernenergie vor Abschaltung dreier Kernkraftwerke Die Stromeinspeisung aus Kernenergie stieg im Jahr 2021 im Vergleich zu 2020 um 7,4 % auf einen Anteil von 12,6 % an der gesamten eingespeisten Strommenge (2020: 12,1 %).

Ende 2021 wurden allerdings im Rahmen des Ausstiegs aus der Atomenergie drei der sechs bis dahin noch im Betrieb befindlichen Kernkraftwerke abgeschaltet, sodass in Zukunft nur noch drei Kernkraftwerke Strom erzeugen und einspeisen. Daher werden sowohl die durch inländisch erzeugte Strommenge aus Kernenergie als auch ihr Anteil an der eingespeisten Strommenge deutlich abnehmen.

  • Importierte und exportierte Strommenge gestiegen Die nach Deutschland importierte Strommenge stieg im Jahr 2021 im Vergleich zu 2020 um 7,7 %.
  • Mit 51,7 Milliarden Kilowattstunden belief sie sich auf genau ein Zehntel der Inlandsproduktion.
  • Wichtigster Stromlieferant war wie bereits in den Vorjahren Frankreich, obwohl die Stromimporte von dort im Vergleich zum Jahr 2020 um 24,7 % abnahmen.

Die aus Deutschland exportierte Strommenge stieg gegenüber dem Vorjahr um 5,0 %. Mit 70,3 Milliarden Kilowattstunden oder 13,6 % des im Inland eingespeisten Stroms exportierte Deutschland weiterhin mehr Strom als es importierte. Stromimporte und -exporte können dabei ausschließlich für direkte Nachbarstaaten Deutschlands erfasst werden.

Im Inland produzierte und ins Netz eingespeiste Strommenge

Netzeinspeisung 2020 (in Mrd. kWh ) Anteile (in %) 2021 (in Mrd. kWh ) Anteile (in %) Veränderung zu 2020 (in %)
Netzeinspeisung insgesamt 504,5 100 517,7 100 2,6
Konventionelle Energieträger 266,8 52,9 298,1 57,6 11,7
darunter:
Kohle 125,2 24,8 156,4 30,2 24,9
Kernenergie 60,9 12,1 65,4 12,6 7,4
Erdgas 69,1 13,7 65,2 12,6 -5,8
Erneuerbare Energieträger 237,6 47,1 219,6 42,4 -7,6
darunter:
Windkraft 128,7 25,2 111,5 21,5 -13,3
Biogas 30,2 6,0 29,9 5,8 -1,1
Photovoltaik 45,4 9,0 45,2 8,7 -0,5
Wasserkraft 19,0 3,8 18,5 3,6 5,3

table> Im- und exportierte Strommenge

Im- und Exporte 2020 (in Mrd. kWh ) 2021 (in Mrd. kWh ) Veränderung zu 2020 (in %) Importierte Strommenge 48,0 51,7 7,7 Frankreich 13,0 9,8 -24,7 Niederlande 8,7 7,6 -11,9 Österreich 6,1 6,5 6,5 Tschechische Republik 3,2 6,1 91,8 Sonstige Länder 17,1 21,7 26,9 Exportierte Strommenge 66,9 70,3 5,0

Methodische Hinweise: In der Statistik erfasst werden alle Kraftwerke und Erzeugungsanlagen in Deutschland, die Strom in das Netz für die allgemeine Versorgung einspeisen. Nicht enthalten ist Strom, der in Industriekraftwerken erzeugt und direkt in den Industriebetrieben wieder verbraucht wird.

Bei Stromimporten und -exporten ist eine Aufteilung nach zur Stromerzeugung eingesetzten Energieträgern nicht möglich. Weitere Informationen:

Weitere methodische Hinweise und Ergebnisse bieten die Themenseite „» sowie die (www.destatis.de/klima) im Internetauftritt des Statistischen Bundesamtes. Weitere Daten und lange Zeitreihen zur Monatserhebung über die Stromein- und -ausspeisung bei Netzbetreibern können in der Datenbank GENESIS — Online über die Tabelle abgerufen werden.

Woher kommt der Strom in Deutschland 2023?

Stromerzeugung im 1. Quartal 2023: Knapp ein Drittel des eingespeisten Stroms stammt aus Windkraft

Windkraft wichtigster Energieträger vor Kohle Insgesamt 7,8 % weniger Stromeinspeisung als im Vorjahresquartal 10,4 % weniger Strom aus konventionellen Energien als im Vorjahreszeitraum

WIESBADEN – Im 1. Quartal 2023 wurden in Deutschland 132,8 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt und in das Netz eingespeist. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, waren das 7,8 % weniger Strom als im 1. Quartal 2022.

  • Gründe für die ungewöhnlich niedrige Stromeinspeisung waren milde Temperaturen, hohe Strompreise und eine konjunkturelle Abschwächung. Der im 1.
  • Quartal 2023 in Deutschland erzeugte und in das Stromnetz eingespeiste Strom stammte dabei zu knapp einem Drittel (32,2 %) aus Windkraft (1.
  • Quartal 2022: 30,0 %).

Damit hatte Windkraft trotz eines Rückgangs um 0,7 % im Vergleich zum Vorjahresquartal zum ersten Mal seit dem 2. Quartal 2020 wieder den höchsten Anteil an der Stromeinspeisung. Die Einspeisung von Strom aus Kohlekraftwerken erreichte mit 30,0 % den zweithöchsten Anteil.

Stromerzeugung aus konventionellen Energieträgern geht um 10,4 % zurück Die insgesamt aus konventionellen Energieträgern erzeugte Strommenge ging im 1. Quartal 2023 um 10,4 % gegenüber dem Vorjahresquartal zurück. Der Anteil des Stroms aus konventionellen Energieträgern war mit 51,4 % nur noch leicht höher als der Anteil des eingespeisten Stroms aus erneuerbaren Energiequellen.

Den größten absoluten Rückgang bei der Stromeinspeisung aus konventionellen Energieträgern verzeichnete die Einspeisung aus Kohle mit einem Minus von 5,5 Milliarden Kilowattstunden (-12,1 %). Den zweitgrößten Rückgang gab es bei der Einspeisung aus Kernenergie, die um 2,8 Milliarden Kilowattstunden abnahm (-32,7 %) – bereits vor der Isar 2, Emsland und Neckarwestheim 2 zum 15.

  1. April 2023.
  2. Die Stromeinspeisung aus Erdgas stieg dagegen im Vergleich zum 1.
  3. Quartal 2022 wieder leicht um 2,4 % und erreichte einen Anteil von 14,6 % (1.
  4. Quartal 2022: 13,2 %) an der gesamten Stromerzeugung, lag aber unter dem Niveau vom 1.
  5. Quartal 2021 (16,2 %).
  6. Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien steigt auf 48,6 % Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ist im 1.

Quartal 2023 gegenüber dem 1. Quartal 2022 um 4,7 % gesunken. Aufgrund der geringeren Gesamtnachfrage nach Strom stieg der Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien dennoch von 47,1 % im 1. Quartal 2022 auf 48,6 % im 1. Quartal 2023. Die Einspeisung aus Photovoltaik sank um 27,1 % auf einen Anteil von 4,9 % (1.

Quartal 2022: 6,2 %). Der starke Rückgang bei der Stromeinspeisung aus Photovoltaik lag hauptsächlich daran, dass diese im 1. Quartal 2022 aufgrund der ungewöhnlich hohen Zahl an Sonnenstunden sehr hoch war. Stromexporte weiterhin höher als Stromimporte, aber geringerer Exportüberschuss Die nach Deutschland importierte Strommenge ist im 1.

Quartal 2023 im Vergleich zum 1. Quartal 2022 um 15,2 % gestiegen. Die insgesamt aus Deutschland exportierte Strommenge sank im 1. Quartal 2023 gegenüber dem 1. Quartal 2022 um 9,8 %. Damit verringerte sich der deutsche Exportüberschuss auf 9,2 Milliarden Kilowattstunden (1.

Im Inland produzierte und ins Netz eingespeiste Strommenge

Netzeinspeisung 1. Quartal 2022 (in Mrd. kWh ) Anteile (in %) 1. Quartal 2023 (in Mrd. kWh ) Anteile (in %) Veränderung zum 1. Quartal 2022 (in %)
Netzeinspeisung insgesamt 144,0 100 132,8 100 -7,8
Konventionelle Energieträger 76,3 52,9 68,3 51,4 -10,4
darunter:
Kohle 45,3 31,5 39,8 30,0 -12,1
Kernenergie 8,6 5,9 5,8 4,3 -32,7
Erdgas 18,9 13,2 19,4 14,6 2,4
Erneuerbare Energieträger 67,8 47,1 64,6 48,6 -4,7
darunter:
Windkraft 43,1 30,0 42,8 32,2 -0,7
Biogas 7,7 5,4 7,4 5,5 -4,7
Photovoltaik 8,9 6,2 6,5 4,9 -27,1
Wasserkraft 4,6 3,2 4,3 3,2 -6,5

table> Im- und exportierte Strommenge

Im- und Exporte 1. Quartal 2022 (in Mrd. kWh ) 1. Quartal 2023 (in Mrd. kWh ) Veränderung zum 1. Quartal 2022 (in %) Importierte Strommenge 10,5 12,1 15,2 Frankreich 0,7 1,1 50,9 Niederlande 1,2 1,8 46,6 Österreich 1,2 1,5 28,4 Tschechische Republik 1,9 2,2 18,6 Sonstige Länder 5,6 5,6 0,1 Exportierte Strommenge 23,6 21,3 -9,8

Methodische Hinweise: In der Statistik erfasst werden alle Kraftwerke und Erzeugungsanlagen in Deutschland, die Strom in das Netz für die allgemeine Versorgung einspeisen. Nicht enthalten ist Strom, der in Industriekraftwerken erzeugt und direkt in den Industriebetrieben wieder verbraucht wird. Die im Inland erzeugte und ins Netz eingespeiste Strommenge ist auch deshalb nicht gleichzusetzen mit dem Stromverbrauch, da auf dem Weg zu den Verbrauchsstellen sogenannte Netzverluste auftreten sowie der Saldo aus Stromimporten und -exporten berücksichtigt werden muss. Weitere methodische Hinweise und weitere Ergebnisse bietet der Themenbereich unter www.destatis.de> Themen > Branchen und Unternehmen > Energie > Erzeugung. Weitere Informationen: Weitere Daten und lange Zeitreihen zur Monatserhebung über die Stromein- und -ausspeisung bei Netzbetreibern können in der Datenbank GENESIS- Online über die Tabelle stromeinspeisende Anlagen () abgerufen werden. Demokratie braucht Daten – Daten brauchen Demokratie: Seit 75 Jahren bietet das Statistische Bundesamt verlässliche Informationen zu Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt – für eine faktenbasierte Berichterstattung und demokratische Willensbildung. : Stromerzeugung im 1. Quartal 2023: Knapp ein Drittel des eingespeisten Stroms stammt aus Windkraft

Wem gehört der Strom in Deutschland?

Die Einflussgebiete der großen Vier (vor der Entflechtung von Übertragungsnetzbetrieb und Stromerzeugung) Die großen Vier waren die vier größten Energie- / Elektrizitätsversorgungsunternehmen (EVU) in Deutschland: E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall, Zu den «großen Vier» gehörten auch zahlreiche Tochterunternehmen, wie z.B.

  1. Eprimo und E wie einfach (jeweils zu 100 Prozent im Besitz von E.ON), Naturenergie plus und Yello Strom (zu 100 Prozent im Besitz von EnBW).
  2. Im Rahmen der Liberalisierung der Energiemärkte in der Europäischen Union wurden in Deutschland im Laufe der 1990er- bis Anfang der 2000er-Jahre aus ehemals acht großen Energiekonzernen nur noch vier.

„Die großen Vier» hielten in den ersten Jahren der Liberalisierung ein Oligopol in der Stromerzeugung mit beträchtlicher Marktmacht. So urteilte der Monitoringbericht 2007 von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt:,, dass E.ON und RWE ca.52 Prozent der Stromerzeugungskapazitäten in 2003 und 2004 zur Verfügung stehen.

Die vier größten Stromversorgungsunternehmen kommen in diesem Zeitraum auf einen gemeinsamen Anteil von über 82 Prozent. Auch bei der in diesen Jahren erzeugten Nettostrommenge zeigt sich eine ähnliche Verteilung der Anteile auf geringfügig höherem Niveau.E.ON und RWE halten einen gemeinsamen Anteil von rund 60 Prozent in diesen Jahren, der Anteil der vier größten Stromversorgungsunternehmen liegt bei rund 90 Prozent.

Der Anteil Erneuerbarer Stromerzeugung, im Jahr 2007 bei 14,2 % vom Stromverbrauch, wird bei diesen Prozenten außen vorgelassen.

Wem gehört Strom in Deutschland?

Energieversorgung in Deutschland — Warum vier Unternehmen den Markt beherrschen Im deutschen Energiesektor liegen große Marktanteile immer noch in den Händen von vier Konzernen: E.ON, EnBW, RWE und Vattenfall. Die verschliefen lange die Energiewende — und schafften es trotzdem, ihr Oligopol weitgehend aufrecht zu erhalten. Von Mischa Ehrhardt | 04.08.2022

Gründlich recherchierte und sorgfältig aufbereitete Analysen: Im «Hintergrund» werden die wichtigsten Themen aus dem In- und Ausland behandelt. Dazu gehören auch besonders relevante wirtschaftliche und soziale Entwicklungen oder prägende gesellschafts- und kulturpolitische Debatten. Die Sendung vermittelt Vorgeschichte und Zusammenhänge, liefert Einblicke und Ausblicke – ein wichtiger Wegweiser in einer immer komplexeren Welt.

Woher Kommt Der Strom In Deutschland Die Stromversorgung hängt in Deutschland mehrheitlich an wenigen Konzernen (picture alliance / dpa / Nietfeld) Zum Jahresende gehen die Lichter aus. Das ist nicht der Beginn einer dystopischen Erzählung inmitten der schwersten Energiekrise, die dieses Land gerade erlebt.

  1. Sondern bezogen auf die Tatsache, dass die letzten drei Atomkraftwerke zum Jahresende vom Netz gehen sollen.
  2. Wenn es mit dem geplanten Atomausstieg weitergeht. Wenn.
  3. Denn auch diese Pläne stehen auf dem Prüfstand.
  4. Mit dem Krieg Russlands in der Ukraine geraten Gewissheiten ins Wanken.
  5. Themen wie der Atomausstieg, das Hochfahren ausrangierter Kohlekraftwerke und die fragil gewordene Gasversorgung werfen die Frage auf, wie es um die Energieversorgung in diesem Land bestellt ist – und in Zukunft bestellt sein wird.

„Wir sind schon in einer ernsten Energiekrise, die Lage ist auch gravierend. Wir sollten aber jetzt nicht in Angst und Panik und Schrecken verfallen, sondern Wege da raus finden», sagt Claudia Kemfert, Professorin und Energiefachfrau am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung.

„Es wurden sehr, sehr viele energiepolitische Fehlentscheidungen in den letzten 15 Jahren gemacht. Insbesondere auch die hohe Abhängigkeit von Russland. Wir hatten davor immer gewarnt. Jetzt ist der schlimmste Fall eingetreten. Es ist bitter, wir sind in einer ernsten Lage, aber wir müssen da jetzt raus».

Wer die Lage und Probleme der Energiebranche verstehen will, muss noch weiter zurückgehen als 15 Jahre – mindestens 30. Da war die Energiebranche eher als bodenständig, fast langweilig anzusehen. An der Börse galten die Unternehmen mit stabilen Einnahmen und Gewinnen als „konservative» Anlagemöglichkeit.

Franz-Josef Leven, stellvertretender Geschäftsführer des Deutschen Aktieninstitutes in Frankfurt: „Die Versorger-Aktien galten damals, neben einigen anderen Papieren, als die sogenannten ‚Witwen-und-Waisen-Papiere‘, ohne große Risiken. Die haben sich dadurch ausgezeichnet, dass sie keine großen Kurssprünge vollführten, weder in positive noch in negative Richtung, dass sie aber eine relativ stabile Dividendenrendite erbrachten – und dadurch eine Beteiligung am Produktivkapital mit begrenztem Risiko ermöglichten.» Volkswirtschaftlich möglich war dies durch Oligopolstrukturen.

Wenige Großkonzerne produzierten die Energie für die gesamte Nation. Es gab festgelegte Lieferregionen, auf die Konkurrenten keinen Zugriff hatten – geschweige denn, Konkurrentinnen aus dem Ausland. Und unter dem Strich der Geschäftsbilanzen der großen Energieerzeuger und Energieimporteure standen für sie erfreulich hohe Gewinne. Woher Kommt Der Strom In Deutschland Im November 2009 sahen 86 Prozent der Befragten nicht ausreichend Transparenz und freien Wettbewerb auf dem Energiemarkt in Deutschland (Statista/YouGov) „Grenzüberschreitenden Wettbewerb gab es nicht. Und es war auch im Land selbst nicht so, dass zum Beispiel der Privathaushalt wählen konnte, wer sein Stromlieferant oder Gaslieferant sein soll.

Die Liberalisierung ist erst zu einem späteren Zeitpunkt eingetreten und hat dann zu etwas mehr Wettbewerb geführt», so Thomas Deser, Portfoliomanager bei Union Investment. Seit 23 Jahren analysiert er in der genossenschaftlichen Investmentgesellschaft den Energiesektor. Der Umbruch, von dem er spricht, kam 1998: In die Energielandschaft hielten marktwirtschaftliche Prinzipien Einzug.

Reformvorgaben der EU führten zu einer Liberalisierung des deutschen Energiemarkts. Gregor Kungl hat über diese Wendepunkte in der Energiewirtschaft seine Doktorarbeit verfasst. „Da wurden quasi über Nacht 1998 eigentlich alle Regeln abgeschafft und freier Wettbewerb auf dem Strommarkt etabliert Und der hat letztlich dazu geführt, dass die Unternehmen, die davor schon gut situiert waren, die Kontrolle übernehmen konnten über den Stromsektor.» Zunächst hielt sich – trotz formaler Öffnung des Marktes – neue Konkurrenz in Grenzen.

Die Produktion von Strom erfolgte durch riesige Kraftwerke. Solche Rieseninvestitionen konnten mögliche Konkurrenten nicht so schnell stemmen. Aber durch die Liberalisierung wurden Unternehmenszusammenschlüsse einfacher möglich. So entstanden nach vielen Fusionen die vier, heute noch existierenden großen Spieler am Markt: E.ON, EnBW, RWE und Vattenfall.

Nach Daten der Bundesnetzagentur produzierten diese vier Giganten im Jahr 2007 rund 90 Prozent des Stroms in Deutschland. Dieses Jahrzehnt des Oligopols mit wenigen kleineren Konkurrenten nach der Liberalisierung bis zum Jahr 2008 war wirtschaftlich die Blütezeit der vier Energiegiganten: Milliardengewinne sprudelten, ihre Finanzmacht schlug sich im Höhenflug von Aktienkursen und Börsenwerten nieder.

  1. Die Milliardengewinne suchten die Konzerne in dieser Zeit gewinnbringend unterzubringen.
  2. Analyst Thomas Deser von Union Investment: „Die Gewinne mussten irgendwo, na ja, nicht nur verteilt – in Form von Dividenden verteilt werden – sondern mussten fast schon versteckt werden oder wieder investiert werden.

Es kamen ja auch wenige Jahre später, im Nachhinein ganz abstrus anmutende Wagnisse wie der Versuch von E.ON, die spanische Endesa zu übernehmen, und ähnliche Maßnahmen. Also man hat da schon gemerkt, die Ertragslage ist mehr als üppig. Und das hat entsprechend die Phantasie des Managements auch beflügelt». Woher Kommt Der Strom In Deutschland Umsatz der größten Energieversorger in Deutschland 2020 und 2021 (Deutschlandradio / Andrea Kampmann) Nicht nur dieser kostspielige Übernahmeversuch scheiterte nach langem Hin und Her. Die Kehrseite dieser Abenteuerlust auf der Suche nach neuen Geschäftsfeldern und Expansionsmöglichkeiten waren eigentümlich blinde Flecken in der Wahrnehmung der Veränderung in der eigenen Branche.

  • Und die sollten die Konzerne teuer zu stehen kommen.
  • Das lag vor allem daran, dass die Energiekonzerne die im Jahr 2000 eingeleitete Energiewende über Jahre verschliefen.
  • Damals hatte die rot-grüne Bundesregierung das Erneuerbare-Energien-Gesetz eingeführt, das den staatlich geförderten regenerativen Energien in den Strommarkt Vorfahrt einräumte.

Das zeigte Wirkung: Der Anteil der Erneuerbaren Energien schoss in den darauffolgenden Jahren bis 2015 von nicht einmal zwei auf knapp 30 Prozent in die Höhe. Doch dafür sorgten nicht die Oligopolisten, sondern Privatpersonen mit Solaranlagen, Landwirte mit Biogasanlagen und neue Unternehmen im Bereich der Windkraft — während die großen Energiekonzerne sich weiterhin auf ihr Kohle-, Gas- und Atomkraftgeschäft konzentrierten.

  1. Hinzu kam der ab der Jahrtausendwende von der rot-grünen Regierung beschlossene Atomausstieg.
  2. Auch hier bereiteten die Konzerne sich weniger darauf vor, das Ende der Kernkraft mitzugestalten, analysiert Gregor Kungl: „Die Unternehmen haben tatsächlich relativ viel Lobbyarbeit geleistet, und auch viel erfolgreiche Lobbyarbeit.

Und da gab es durchaus ein paar Geschichten, wo man rückblickend sagen würde: Das ist ihnen dann auf die Füße gefallen.» So hob das zweite Regierungskabinett unter Angela Merkel im Jahr 2010 den 2002 beschlossenen Atomausstieg wieder auf und entschied – ganz im Sinne der Atomkraftwerksbetreiber – eine Laufzeitverlängerung der meisten noch vorhandenen Meiler.

  • Erst die Kernschmelze in den japanischen Reaktoren in Fukushima 2011 bewog Bundeskanzlerin Angela Merkel dann doch, auf den Pfad des Atomausstieges zurückzuschwenken.
  • So oder so jedenfalls kommt der Wissenschaftler Gregor Kungl zu dem Schluss, das weder das Erneuerbare-Energien-Gesetz, noch der Atomausstieg die Energiekonzerne in ihre Krise geführt hat.

Es waren vor allem die Unternehmen selbst. „Die Branche war im Prinzip davor bereits in der Krise. Und die beiden wesentlichen Gründe, weswegen sie das war, war zum einen der gestiegene Konkurrenzdruck durch erneuerbare Energien, wo die Unternehmen zu spät erkannt haben, was da für ein Drive dahinter ist, und was für Auswirkungen das haben wird.

  • Und das hat dazu geführt, dass die Großhandelspreise sinken und einfach Kohle- und Gaskraftwerke weniger rentabel waren.
  • Das ist das eine.
  • Und dann haben die Unternehmen, viele Geschäfte gemacht, die rückblickend sich nicht rentiert haben und wo es wirklich milliardenschwere Abschreibungen gab.» Energiewende und Atomausstieg, so resümiert Gregor Kungl in seiner Doktorarbeit über die Energiekonzerne und die Energiewende, hätten zwar große Vermögenswerte der Konzerne minimiert.

Allerdings nur Vermögenswerte, die ohnehin keine sichere Zukunft mehr versprachen. Das analysiert Wissenschaftlerin Claudia Kemfert ähnlich – und schlägt die Brücke zur heutigen Energiekrise: „Der Lobby-Einfluss war wirklich sehr stark. Er wurde lange vorbereitet, er wurde auch orchestriert gemacht – mit der klaren Intention, die Energiewende auszubremsen. Woher Kommt Der Strom In Deutschland Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch in Deutschland (Deutschlandradio / Andrea Kampmann) Zwar investierten auch die Großunternehmen in den Jahren nach 2008 vergleichsweise große Summen in erneuerbare Energien. Allerdings flossen die überwiegend ins Ausland, wo sie wiederum lukrativere Gewinne versprachen, während hierzulande andere, meist kleinere Spieler für den Ausbau an erneuerbaren Energien sorgten.

Einerseits sanken so die Großhandelspreise für Strom und verringerten die Profite der Konzerne. Andererseits etablierten sich aber auch neue, kleinere Stromerzeuger und -versorger. Denn in Folge der Liberalisierung konnten Verbraucherinnen und andere Kunden die Anbieter frei wählen. Diese Entwicklung war prinzipiell positiv für Verbraucher, meint Thomas Engelke, Energieexperte beim Verbraucherzentrale Bundesverband: „Grundsätzlich hat die Liberalisierung auch tatsächlich viel für die Verbraucherinnen und Verbraucher gebracht, weil nämlich seit damals die privaten Haushalte relativ einfach zu einem günstigeren Strom- und Gasanbieter wechseln können.

Und es ist auch tatsächlich so, dass sich die Wechselbereitschaft der privaten Verbraucherinnen und Verbraucher stark erhöht hat. Trotzdem hat sich der Strompreis nicht nachhaltig verringert, sondern im Gegenteil. Zwischen dem Jahr 2000 und 2020 hat er sich mehr als verdoppelt – und das war ja vor der jetzigen Energiekrise schon.» Um die heutige Situation zu verstehen, sind insbesondere zwei Entscheidungen aus dem Jahr 2016 hervorzuheben: RWE gliederte seine Tochter für erneuerbare Energien aus dem Konzern aus und brachte Innogy an die Börse.E.ON wiederum spaltete Uniper ab und wagte ebenfalls im gleichen Jahr den Börsengang.

  1. In Uniper steckt die konventionelle Stromerzeugung von E.ON, vor allem die Geschäfte mit Kohle-, Gas- und Wasserkraft und der internationale Energiehandel des Konzerns.
  2. Nicht wenige Beobachter an der Börse sprachen damals von der – wenig zukunftsträchtigen – fossilen Resterampe des Konzerns.
  3. Das entpuppt sich ja leider auch als wahr.

Denn in der Tat muss man jetzt einen Konzern retten, der mit Energiewende nicht viel am Hut hat. Und das ist das bittere an dieser ganzen Geschichte. Also insofern hoffe ich einfach mal, das geht jetzt in die richtige Richtung, man schafft die Rahmenbedingungen für die Energiewende und wickelt die Unternehmen ab, die da nicht mehr zugehören», analysiert Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung die aktuelle Rettung des Energiekonzerns Uniper durch die Bundesregierung heute.

Einmal mehr ist ein Unternehmen nach Ansicht der Regierung „too big to fail», systemisch also zu groß und zu wichtig, als dass es scheitern dürfte. Der deutsche Staat steigt mit 30 Prozent in das Unternehmen ein und rettet es mit zusätzlichen Milliardenkrediten seitens der staatlichen Förderbank KfW vor dem Konkurs.

In der durch den Ukraine-Krieg ausgelösten Energiekrise werden die Unternehmen mit dem Geschäftsmodell fossiler Energien erneut länger am Leben gehalten. So hat die Bundesregierung beschlossen, fehlendes Gas aus Russland mit bereits deaktivierten Kohlekraftwerken zu kompensieren.

Zudem ist die Diskussion neu entbrannt, Atomkraftwerke doch noch länger am Netz zu lassen. Bislang sehen die Ausstiegspläne vor, die Lichter in drei Kernkraftwerken Ende des Jahres auszuschalten: im Emsland im Nordwesten der Republik, im Süden bei Isar 2 und in Neckarwestheim bei Heilbronn. Der Fraktionschef der FDP, Christian Dürr, hält das im Interview mit dem Deutschlandfunk für keine gute Idee: „Ich habe die große Sorge, dass wir am Ende des Tages, vor allem im Winter und nach dem 31.

Dezember, also dann, wenn diese Kraftwerke vom Netz gehen sollen, dass wir dann Gas benutzen müssen, um Strom zu produzieren in Deutschland, und das wäre sicherlich gänzlich falsch.» Selbst bei den Grünen gibt es inzwischen eine Debatte darüber, unter welchen Umständen sie einer Laufzeitverlängerung zustimmen könnten.

Allerdings führen Kritikerinnen wie Claudia Kemfert mehrere Argumente dagegen an: Betriebsgenehmigungen würden erlöschen und seien auf die Schnelle nicht reaktivierbar; Brennstäbe müssten beschafft und sicherheitstechnisch überprüft werden, was Zeit erfordere. Zudem zeigten Studien, dass eine Verlängerung der Laufzeiten insgesamt nur ein Prozent des Gasausfalls kompensieren kann.

Denn Gaskraftwerke produzieren auch Wärme, das ist bei Atomkraftwerken im Gegensatz zu anderen Energieerzeugungsarten nicht der Fall. Claudia Kemfert: „Das heißt: Riesenlärm um nichts und viel Aufwand für wenig Ertrag. Daher würde ich mir wünschen, wir führen die Debatten endlich darüber, wo wir hinwollen».

  1. Währenddessen geht das Drama der Energiekrise weiter.
  2. Uniper – größter Gasimporteur des Landes – muss nun anstatt aus Russland fehlendes Gas zu hohen Preisen aus anderen Ländern zukaufen.
  3. So türmen sich Verluste in Milliardenhöhe auf.
  4. Zusätzlich kommen auf Verbraucher und Energieabnehmerinnen höhere Kosten zu, weil Unternehmen wie Uniper Preiserhöhungen spätestens ab Oktober weitergeben können.

Ohne die staatlichen Stützungsmaßnahmen aber, so eines der Hauptargumente für die Rettung, drohten auch Stadtwerke in Not zu geraten. Denn auch auf sie werden höhere Beschaffungspreise für Energie zukommen. Bei steigenden Preisen drohen Zahlungsausfälle durch Kunden, die ihre Rechnungen nicht mehr begleichen können. Woher Kommt Der Strom In Deutschland Umfrage von 2019: Ein großer Teil der Bevölkerung fand schon damals, Europa mache sich bei Gaslieferungen zu abhängig von Russland. (ZDF Politbarometer / Forschungsgruppe Wahlen) Das Grundproblem des Energiemarkts – zu viel Konzentration und damit auch zu viel Macht und Abhängigkeit von zu wenigen großen Konzernen – hält an.

  1. So haben vor vier Jahren RWE und E.ON einen weiteren Deal beschlossen: Der Tausch und Verkauf von Geschäften untereinander führte zu einer Aufteilung von Marktbereichen unter ihnen.
  2. Damit konnte jeder Konzern die Marktmacht im jeweils eigenen Bereich vergrößern.E.ON kümmert sich seither vor allem um den Netzbetrieb, während RWE sich vorwiegend in der Energieerzeugung engagiert.

Damit wird Wettbewerb geschwächt. Zwar haben Bundeskartellamt und die Wettbewerbshüter auf EU-Ebene dem Deal zugestimmt. Allerdings klagen einige Stadtwerke dagegen – darunter die Frankfurter Mainova. Zu dem laufenden Verfahren wollte man sich auf Anfrage nicht mündlich äußern.

In einer schriftlichen Stellungnahme aber heißt es: „Aus unserer Sicht entsteht durch den RWE-EON-Deal ein Oligopol aus nationalen Champions mit marktbeherrschender Stellung. Damit verbunden sind klare Vorteile für RWE und E.ON. Aufgrund dieser Marktmacht können diese letztlich auch die Preise bestimmen.

So konterkariert der Deal insgesamt die Erfolge der Liberalisierung – zu Lasten der lokalen und regionalen Energieversorger und vor allem der Verbraucherinnen und Verbraucher.» Die beiden Konzerne sehen das anders.E.ON sieht sich durch die Entscheidung der EU-Kommission bestätigt: Der Wettbewerb in Deutschland sei völlig intakt, auch weil Verbraucherinnen und Verbraucher die Möglichkeit hätten zwischen über hundert Stromanbietern zu wechseln.

  • Auch im Bereich der Netze sei ein funktionsfähiger Wettbewerb gesichert, das überwache schließlich die Bundesnetzagentur.
  • Auch RWE zeigt sich auf Anfrage überzeugt, dass die Freigaben der EU-Kommission Bestand haben werden.
  • Mainova führt dagegen an, bei E.ON habe sich die Zahl der Kunden im Zuge des Deals auf 14 Millionen verdoppelt.

In rund 60 Prozent der deutschen Kommunen sei E.ON nach dem Deal Strom- und in rund einem Viertel der Städte und Gemeinden Gas-Grundversorger. Solche Entwicklungen sehen mittlerweile viele Beobachter, wie auch der Bundesverband der Verbraucherzentralen, kritisch.

Wie viel Strom bezieht Frankreich aus Deutschland?

Im Jahr 2022 erreichte die Stromexportmenge aus Deutschland nach Frankreich mit rund neunTerawattstunden einen neuen Höchstwert.

Wie viel Strom liefern die Atomkraftwerke in Deutschland?

Zahlen Deutsche Kernkraftwerke erzeugten im Jahr 2021 insgesamt 69,130 Milliarden kWh Strom (brutto).2021 waren sechs Kernkraftwerke mit einer Bruttoleistung von 8.545 MWe in Betrieb. Insgesamt betrug die Brutto-Stromerzeugung in Deutschland im Jahr 2021 581,1 Milliarden kWh (2020: 568,1 Mrd.

  1. KWh), der Anteil der Kernenergie daran 11,9 Prozent (2019: 11,3 Prozent).
  2. Im Jahr 2022 erzeugten drei Kernkraftwerke mit einer Bruttoleistung von 4.291 MWe brutto 34,709 Milliarden kWh, entsprechend einem Anteil von 6,0 Prozent an der Bruttostromerzeugung von 571,3 Milliarden kWh.
  3. Seit Beginn der Kernenergienutzung in Deutschland 1961 wurden bis Ende 2021 rund 5.560 Milliarden kWh Strom brutto in Kernkraftwerken erzeugt, bis Ende 2022 rund 5.595 Milliarden Kilowattstunden.

Durch eine Gesetzesänderung wurde die gesetzliche Abschaltung der letzten Anlagen auf den 15. April verschoben. Vom 01.01.2023 bis 15.04.2023 wurden noch einmal rund 5 Milliarden kWh Strom aus Kernenergie erzeugt. Insgesamt hat die Nutzung der Kernenergie in Deutschland die Emission von 5,6 Milliarden Tonnen CO2 vermieden.