Woher Kommen Die Affenpocken?

Woher Kommen Die Affenpocken
Was sind Mpox? — Mpox sind eine Zoonose, d.h. eine von infizierten Tieren auf den Menschen übertragbare virale Infektionskrankheit. Übertragungen von Mensch zu Mensch sind vor allem bei engem Kontakt ebenfalls möglich. Die Erkrankung wird ausgelöst durch das Monkeypox Virus (MPXV) aus der Gattung Orthopoxvirus,

Das Virus ist verwandt mit den klassischen Pockenviren (Variola-Virus) und den ebenfalls als Zoonose bekannten Kuhpockenviren (siehe auch die FAQ » Was ist der Unterschied zwischen klassischen Pocken, Mpox, Kuhpocken und Windpocken? «). Im Gegensatz zu den seit 1980 als ausgerottet erklärten Menschenpocken (Variola, engl.

smallpox ) verlaufen Mpox in der Regel deutlich milder und heilen von alleine ab. Es können aber auch schwere Verläufe und selten Todesfälle auftreten (insbesondere bei Kindern oder Personen mit geschwächtem Immunsystem). Mpox-Viren sind ursprünglich bei Nagetieren in West- und Zentralafrika verbreitet (endemisch).

  • Vor 2022 wurden humane Fälle von Mpox selten und mit geringen Fallzahlen außerhalb von west- und zentralafrikanischen Ländern gemeldet.
  • Die zentralafrikanische Virusvariante (die sog.
  • Lade I) ist deutlich virulenter (krankmachender) als die westafrikanische Virusvariante (Klade II).
  • Die seit 2022 weltweit zirkulierenden Mpox-Viren sind eng mit Viren der Klade II verwandt.

Siehe auch RKI -Ratgeber zu Mpox, Stand: 31.05.2023

Wo kommt die Affenpocken her?

Bei Affenpocken handelt es sich um eine seltene Viruserkrankung, die durch das Affenpockenvirus verursacht wird. Affenpockenviren sind mit den klassischen Menschenpockenviren und den Kuhpockenviren verwandt. Bisher waren die Affenpocken in West- und Zentralafrika verbreitet. Von Tier zu Mensch In Gebieten, in denen Affenpocken verbreitet (endemisch) sind, erfolgt die Übertragung auf den Menschen vor allem durch Kontakt zu infizierten Tieren beziehungsweise deren Ausscheidungen und durch den Verzehr von nicht ausreichend erhitztem Fleisch infizierter Tiere. Von Mensch zu Mensch Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist selten und erfolgt in der Regel nur bei engem Kontakt (z.B. auch im Rahmen von Sexualkontakten). In den Pocken (typische Hautbläschen und Pusteln) befinden sich besonders hohe Virusmengen. Insbesondere bei Kontakt (z.B.

von nicht intakter Haut oder Schleimhäuten) mit dem Bläscheninhalt der Pocken oder dem Schorf (Krusten) auf der Haut ist eine Ansteckung möglich. Bei Geschwüren oder Wunden im Mund kann das Virus außer durch direkten Kontakt auch über den Speichel der Betroffenen übertragen werden. Ob Affenpocken durch Sperma oder Vaginalsekret verbreitet werden können, ist derzeit noch nicht abschließend geklärt, scheint aber möglich.

Bereits beim Auftreten der ersten unspezifischen Krankheitszeichen, können sich Personen bei sehr nahem Kontakt auch durch Tröpfchen in der Atemluft oder Speicheltröpfchen anstecken. Über Kleidung oder Gegenstände Eine Übertragung des Virus kann zudem über Kleidung, Bettwäsche, Handtücher oder Gegenstände wie Essgeschirr und Smartphones erfolgen, die in Kontakt mit einer infizierten Person waren. Zu einer Ansteckung kommt es, wenn das Virus an die Schleimhäute von Auge, Mund, Nase, Genitalien oder Anus gelangt.

Möglicherweise sind auch die Atemwege eine Eintrittspforte. Zudem kann das Virus über kleinste Hautverletzungen in den Körper eindringen. Bei Schwangeren kann das Virus über die Plazenta auf das ungeborene Kind übertragen werden. Infizierte Eltern können das Kind während oder nach der Geburt durch Hautkontakt anstecken.

Im Gegensatz zu den seit 1980 ausgerotteten Menschenpocken verlaufen Affenpocken mit ähnlichen Krankheitszeichen in der Regel deutlich milder. Schwere und auch tödliche Verläufe sind aber möglich. Allgemeine Krankheitszeichen können vorwiegend Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen sowie geschwollene Lymphknoten sein.

Charakteristisch ist ein Hautausschlag in Form von Flecken bis Pusteln, die mit der Zeit verkrusten und abfallen. Der Ausschlag tritt in der Regel vor allem im Gesicht, auf Handflächen und Fußsohlen auf. Die Haut- und Schleimhautveränderungen können aber auch an und im Mund, Genitalien, Anus und Augen gefunden werden.

Bei den aktuell auftretenden Fällen wird häufig ein Ausschlag an den Genitalien und Anus beobachtet. Die Krankheitszeichen halten in der Regel zwischen zwei und vier Wochen an und verschwinden in den meisten Fällen ohne Behandlung von selbst. Die ersten Krankheitszeichen treten etwa 5 bis 21 Tage nach Ansteckung auf. Neugeborene, Kinder, Schwangere, alte Menschen und Menschen mit Immunschwäche sind besonders gefährdet, schwer an den Affenpocken zu erkranken. Für Personen mit einer nachgewiesenen Affenpocken-Infektion wird in der Regel eine Isolierung angeordnet. Bitte beachten Sie die Vorgaben des Gesundheitsamtes. Während einer häuslichen Isolierung sollten Sie unter anderem folgende Maßnahmen beachten:

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Sie sollten jede Art von engem Kontakt – besonders Sexualkontakt – mit anderen Menschen vermeiden, bis der Ausschlag abgeklungen und der letzte Schorf abgefallen ist. Dies kann bis zu vier Wochen dauern.Insbesondere Personen mit Risikofaktoren sollten nach Möglichkeit nicht mit Ihnen im gleichen Haushalt untergebracht sein. Dazu gehören Personen mit geschwächtem Immunsystem, Schwangere, Kinder unter 12 Jahren und alte Menschen.Wenn Sie mit anderen Personen zusammenleben, sollten Sie, solange Sie den Ausschlag haben, möglichst in einem separaten Zimmer bleiben, idealerweise mit Zugang zu einem eigenen Badezimmer.Bettzeug, Handtücher und andere Dinge wie Geschirr sollten Sie nach Möglichkeit nicht mit anderen Personen teilen. Bettwäsche sollte nicht aufgeschüttelt werden, um die Freisetzung von Virusteilchen in die Luft zu vermeiden. Die Wäsche sollte bei mindestens 60°C und mit Vollwaschmittel gewaschen werden.Achten Sie auf eine gute Händehygiene. Waschen Sie sich Ihre Hände gründlich mit Wasser und Seife.Häufig berührte Oberflächen wie Nachttische, Smartphones oder Tablets sollten sorgfältig und mindestens einmal täglich gereinigt werden.Bad- und Toilettenoberflächen sollten nach jeder Benutzung gereinigt werden.Vermeiden Sie direkten Kontakt zu Haustieren, um eine Übertragung von Mensch zu Tier zu vermeiden.Informieren Sie bei einer Verschlechterung Ihres Gesundheitszustands umgehend den behandelnden Arzt oder die behandelnde Ärztin, damit gegebenenfalls eine unterstützende Therapie eingeleitet wird. Zur gezielten Behandlung der Affenpocken ist das Medikament Tecovirimat zugelassen.

Da eine Ansteckung mit Affenpocken nur bei engem Kontakt zu Infizierten sowie über gemeinsam genutzte Gegenstände und Oberflächen möglich ist, sollte der Kontakt zu Erkrankten oder zu Kontaktpersonen vermieden werden. Wenn ein enger Kontakt mit einer infizierten Person stattgefunden hat, sollte das lokale Gesundheitsamt kontaktiert werden ( https://tools.rki.de/plztool/ ).

Impfung Impfstoffe, die zum Schutz vor Menschenpocken entwickelt wurden, schützen auch vor Affenpocken. In der EU und damit auch in Deutschland ist seit 2013 ein Pocken-Impfstoff zugelassen, der besser verträglich ist als ältere Pockenimpfstoffe. Dieser kann bei Personen ab 18 Jahren eingesetzt werden.

Eine Impfung wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) vor allem für Menschen empfohlen, die engen Kontakt zu einer erkrankten Person oder den entsprechenden Laborproben hatten (Postexpositionsprophylaxe). Die Impfung sollte so früh wie möglich nach erfolgtem Kontakt, spätestens nach 14 Tagen, erfolgen. Antworten auf häufig gestellte Fragen – allgemeinverständlich, verlässlich und auf Basis des aktuellen Kenntnisstandes – finden Sie auf der Seite https://bzga-k.de/affenpocken, Für Information und Beratung steht Ihnen das örtliche Gesundheitsamt zur Verfügung.

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Wie kommen die Affenpocken nach Deutschland?

Wie wird das Affenpockenvirus übertragen? — Die Übertragung auf den Menschen erfolgte bislang (vor 2022) vornehmlich durch enge Kontakte mit Affen und Nagern (Wildtiere, aber auch Labortiere) – etwa durch Bisse. Beim gegenwärtigen Ausbruch erfolgt die Übertragung offenbar von Mensch zu Mensch.

  • Diese ist nur bei engem Kontakt möglich, etwa bei Kontakt mit Körperflüssigkeiten und den typischen Hautveränderungen ( z.B.
  • Bläscheninhalt der Pocken oder Schorf).
  • Die Viruskonzentration ist in den Hautveränderungen besonders hoch.
  • Ebenfalls möglich ist eine Übertragung durch Tröpfchen.
  • Diese kann bereits beim Auftreten unspezifischer Symptome wie z.B.

Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen und noch vor Auftreten der Hautveränderungen durch ausgeschiedene Atemwegssekrete erfolgen. Affenpocken werden durch engen Körperkontakt von Mensch zu Mensch übertragen. Jeder, der engen körperlichen Kontakt mit einer ansteckenden Person hat, kann sich infizieren.

Wer hat die Affenpocken erfunden?

Erreger und Vorkommen — Schemazeichnung eines Virions der Familie Poxviridae Der Erreger der Affenpocken, das Monkeypox virus (auch mit MPXV abgekürzt), ist ein Virus aus der Gattung Orthopoxvirus in der Unterfamilie Chordopoxvirinae der Pockenviren, Wie alle Pockenviren zählt das Affenpockenvirus zu den DNA-Viren, die DNA liegt als Doppelstrang mit einer Länge von 197 kb vor.

  • Das Virion hat eine ei- oder backsteinförmige Gestalt mit einer Größe von 200 bis 250 nm.
  • Eine infizierte Zelle stellt MPXV im Cytoplasma her, das Genom enthält hierfür alle nötigen Enzyme zur DNA-Replikation, Transkription, Zusammenbau des Virions und für die Freisetzung aus der Zelle.
  • Die hierfür nötigen Gene sind hochkonserviert, während die Gene für die Virus-Wirt-Interaktion weniger stark konserviert sind.

Das Virus kann einzelne Gene vervielfachen, um die Immunmechanismen zu drosseln, und zeigt Anzeichen einer Anpassung an Menschen. Die von den Viren verursachte Erkrankung wurde erstmals 1958 bei Laboraffen ( Javaneraffen ) mit pockenähnlichen Symptomen beobachtet, daher bezeichnete man sie als „Affenpocken».

Der dänische Virologe Preben von Magnus isolierte im selben Jahr das Virus. Seit der Ausrottung der Echten Pocken ( Variola major ) in den 1970ern beobachtet man in West- und Zentralafrika sporadische Epidemien dieser Zoonose. Die Übertragung von Mensch zu Mensch ist möglich, wenngleich selten. Hierbei ist ein enger Kontakt nötig.

Darüber hinaus kann eine Übertragung bei Kontakt mit Körperflüssigkeiten oder Schorf der Affenpocken-Infizierten stattfinden (wahrscheinlich auch im Rahmen sexueller Handlungen). Humanpathogene Viren kommen vor allem in tropischen Regenwaldgebieten Zentralafrikas und Westafrikas vor, man unterscheidet zwischen zwei genetisch unterschiedlichen Kladen : die Kongobecken — (auch Zentralafrika-) und die Westafrikaklade. Virenvarianten aus der Kongobeckenklade sind virulenter: Die Fatalitätsrate beträgt dort etwa 10,6 %, bei Viren der Westafrikaklade etwa 3,6 %.

  1. Affen sind Fehlwirte des Virus.
  2. Das natürliche Erregerreservoir bilden Nagetiere in West- und Zentralafrika, möglicherweise Hörnchen ( Thomas-Rotschenkelhörnchen ),
  3. Einige Ausbrüche gab es auch in Gefangenschaftshaltungen von Rhesusaffen und Javaneraffen,
  4. Die Infektion des Menschen wird durch Bisse dieser Tiere oder von Affen ausgelöst, durch Kontakt mit Sekreten, als Tröpfcheninfektion oder Verzehr von Affenfleisch – die Ansteckungsgefahr ist allerdings nur gering.

Die Erkrankung kommt vor allem in Afrika vor. Dort ist nach Schätzungen seit Beendigung der Pockenschutzimpfung 1980 die Anzahl der Erkrankungen um das Zwanzigfache gestiegen. In den frühen Jahren von 1970 bis 1989 waren vor allem Kinder im Alter von 4 bis 5 Jahren betroffen.

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Kann jeder Affenpocken bekommen?

Besteht für Männer, die Sex mit Männern haben, ein höheres Risiko, sich mit Mpox anzustecken? — In dem Mpox-Geschehen, das 2022 begann, sind Infektionen weit überwiegend bei Männern aufgetreten, die selbst sexuelle Kontakte mit mehreren anderen Männern ( MSM ) angegeben hatten.

  • Aber: Das Risiko ist nicht auf Menschen beschränkt, die sexuell aktiv sind oder auf Männer, die Sex mit Männern haben.
  • MPXV werden durch engen Körperkontakt von Mensch zu Mensch übertragen.
  • Jede Person, die engen körperlichen Kontakt mit einer ansteckenden Person hat, kann sich infizieren.
  • Jede Person, die Symptome hat, die Mpox sein könnten, sollte daher enge körperliche Kontakte vermeiden und sofort einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen.

Dazu gehören insbesondere Menschen, die Verbindungen zu Gruppen haben, in denen gehäuft Fälle gemeldet wurden. Stand: 02.06.2023

Wer hat die Affenpocken erfunden?

Erreger und Vorkommen — Schemazeichnung eines Virions der Familie Poxviridae Der Erreger der Affenpocken, das Monkeypox virus (auch mit MPXV abgekürzt), ist ein Virus aus der Gattung Orthopoxvirus in der Unterfamilie Chordopoxvirinae der Pockenviren, Wie alle Pockenviren zählt das Affenpockenvirus zu den DNA-Viren, die DNA liegt als Doppelstrang mit einer Länge von 197 kb vor.

Das Virion hat eine ei- oder backsteinförmige Gestalt mit einer Größe von 200 bis 250 nm. Eine infizierte Zelle stellt MPXV im Cytoplasma her, das Genom enthält hierfür alle nötigen Enzyme zur DNA-Replikation, Transkription, Zusammenbau des Virions und für die Freisetzung aus der Zelle. Die hierfür nötigen Gene sind hochkonserviert, während die Gene für die Virus-Wirt-Interaktion weniger stark konserviert sind.

Das Virus kann einzelne Gene vervielfachen, um die Immunmechanismen zu drosseln, und zeigt Anzeichen einer Anpassung an Menschen. Die von den Viren verursachte Erkrankung wurde erstmals 1958 bei Laboraffen ( Javaneraffen ) mit pockenähnlichen Symptomen beobachtet, daher bezeichnete man sie als „Affenpocken».

  • Der dänische Virologe Preben von Magnus isolierte im selben Jahr das Virus.
  • Seit der Ausrottung der Echten Pocken ( Variola major ) in den 1970ern beobachtet man in West- und Zentralafrika sporadische Epidemien dieser Zoonose.
  • Die Übertragung von Mensch zu Mensch ist möglich, wenngleich selten.
  • Hierbei ist ein enger Kontakt nötig.

Darüber hinaus kann eine Übertragung bei Kontakt mit Körperflüssigkeiten oder Schorf der Affenpocken-Infizierten stattfinden (wahrscheinlich auch im Rahmen sexueller Handlungen). Humanpathogene Viren kommen vor allem in tropischen Regenwaldgebieten Zentralafrikas und Westafrikas vor, man unterscheidet zwischen zwei genetisch unterschiedlichen Kladen : die Kongobecken — (auch Zentralafrika-) und die Westafrikaklade. Virenvarianten aus der Kongobeckenklade sind virulenter: Die Fatalitätsrate beträgt dort etwa 10,6 %, bei Viren der Westafrikaklade etwa 3,6 %.

Affen sind Fehlwirte des Virus. Das natürliche Erregerreservoir bilden Nagetiere in West- und Zentralafrika, möglicherweise Hörnchen ( Thomas-Rotschenkelhörnchen ), Einige Ausbrüche gab es auch in Gefangenschaftshaltungen von Rhesusaffen und Javaneraffen, Die Infektion des Menschen wird durch Bisse dieser Tiere oder von Affen ausgelöst, durch Kontakt mit Sekreten, als Tröpfcheninfektion oder Verzehr von Affenfleisch – die Ansteckungsgefahr ist allerdings nur gering.

Die Erkrankung kommt vor allem in Afrika vor. Dort ist nach Schätzungen seit Beendigung der Pockenschutzimpfung 1980 die Anzahl der Erkrankungen um das Zwanzigfache gestiegen. In den frühen Jahren von 1970 bis 1989 waren vor allem Kinder im Alter von 4 bis 5 Jahren betroffen.