Woher Kommen BlattlUse?

Woher Kommen BlattlUse
Sind Blattläuse auch in der Erde? — Woher kommen Blattläuse? – Blattläuse auf Zimmerpflanzen sind wahrscheinlich mit der Pflanze oder Pflanzenerde ins Haus gekommen. Oft befinden sich Blattlauseier in der Erde, wo sie auch überwintern können. In freier Natur können Blattläuse insbesondere bei Nahrungsmangel Nachwuchs mit Flügeln hervorbringen, obwohl die meisten Blattläuse keine Flügel besitzen.

Warum bekommt man Blattläuse?

Wie leben Blattläuse? — Fast alle Blattlaus-Arten überwintern im Eistadium auf den Wirtspflanzen und vermehren sich nach dem Schlüpfen im Frühjahr zunächst ungeschlechtlich. Auf diese Weise entstehen binnen kurzer Zeit zahlreiche Nachkommen – es dauert in der Regel nur eine Woche, bis die Bildung einer neuen, geschlechtsreifen Generation abgeschlossen ist.

Nach mehreren Generationen entstehen dann die ersten flugfähigen Nachkommen, die neue Pflanzen der gleichen Art besiedeln oder – wie im Fall der wirtswechselnden Schwarzen Bohnenlaus – erst zum Saisonende auf ihre Winterwirte Gemeiner Schneeball (Viburnum opulus) und Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus) übersiedeln.

Die geflügelten Blattläuse können sich in der Regel nur geschlechtlich fortpflanzen. Die beste Vorbeugung gegen Blattläuse ist, seinen Garten naturnah zu bewirtschaften und größere Ansammlungen gleichartiger Pflanzen zu vermeiden. Kombinieren Sie beispielsweise Ihre Rosen mit unterschiedlichen Stauden und legen Sie Ihren Gemüsegarten als Mischkultur an.

  • Generell gilt: Eine gesunde, ausreichend mit Nährstoffen, Wasser und Licht versorgte Pflanze ist weniger anfällig.
  • Eine überdüngte, am falschen Platz stehende oder kränkelnde Pflanze dagegen wird gerne von Blattläusen besiedelt.
  • Vermeiden Sie daher grundsätzlich eine Überdüngung mit Stickstoff, denn vom gehaltvollen Pflanzensaft profitieren auch die Blattläuse.

Hilfreich ist auch, auf Ziersträucher zu verzichten, die häufig von Läusen befallen werden, wie zum Beispiel Geißblatt (Lonicera) oder Bauernjasmin. Sorgen Sie dafür, dass die natürlichen Feinde der Blattläuse wie Florfliegen, Marienkäfer, Schlupfwespen, Schwebfliegen und andere Nützlinge in Ihrem Garten genügend Nistmöglichkeiten finden, indem Sie beispielsweise Totholzhecken anlegen sowie Florfliegenkästen oder ein Insektenhotel installieren.

  1. Wenn sich die Blattlausjäger in Ihrem Garten wohlfühlen, ebbt der Blattlausbefall nach einer ersten Invasion im späten Frühling oder Frühsommer meist spürbar ab.
  2. Grund: Wegen des guten Nahrungsangebots vermehren sich auch die Nützlinge stark.
  3. Im Sommer stellt sich ein Gleichgewicht ein, mit dem man als Hobbygärtner gut leben kann.

Um einem Blattlausbefall vorzubeugen, hat sich außerdem die sogenannte Austriebsspritzung von Obstbäumen und anderen Gehölzen bewährt. Sobald die Knospen schwellen und die ersten Blattspitzen zu sehen sind, werden die Pflanzen gründlich mit einem nützlingsschonenden Pflanzenschutzmittel wie beispielsweise Promanal behandelt.

Was hilft sofort gegen Blattläuse?

#7: Seifenlauge (Kaliseife) hilft gegen Blattläuse — Bei einem besonders hartnäckigen Blattlausbefall hilft Schmierseife plus Alkohol. Lösen Sie 20 Gramm Seife in einem Liter lauwarmem Wasser auf, geben Sie 1 Teelöffel Alkohol oder Spiritus dazu und füllen Sie die Seifenlauge in eine Sprühflasche.

Dann die betroffenen Pflanzen mit dem Gemisch besprühen. Verwenden Sie unbedingt Kaliseife: Sie ist frei von Mikroplastik und anderen Zusatzstoffen – und biologisch abbaubar. Größeren Insekten schadet die Seifenlauge nicht. Am besten an einer kleinen Stelle ausprobieren, denn die Seifenlauge bekommt nicht allen Pflanzen.

Auch das Umweltbundesamt und der Naturschutzbund (Nabu) empfehlen Kaliseife, um Blattläuse loszuwerden.

Was mögen Blattläuse gar nicht?

Unsere Tipps bei Blattlausbefall: — 1. Ruhe bewahren Blattläuse sind kein Drama, denn nur sehr selten schaffen sie es, eine Pflanze zu Fall zu bringen. Denn bevor sie irreparable Schäden durch ihren Appetit anrichten können, werden sie selbst gefressen.

  1. Blattläuse übernehmen eine wichtige Rolle im Ökosystem, als Nahrung zahlreicher Tiere.
  2. Daher lautet das oberste Gebot: erst einmal entspannt beobachten.
  3. Wenn die kleinen Tierchen dann aufgrund fehlender Fressfeinde doch einmal überhand nehmen, kann man immer noch einschreiten.2.
  4. Nützlinge fördern Blattläuse stehen auf der Speisekarte zahlreicher Tiere: Vögel, Marienkäfer und Florfliegen freuen sich über die nahrhaften Krabbler.

Heißen wir die nützlichen Gartenbesucher willkommen, sind wir bald von den Plagegeistern befreit. Ein Meisenkasten im Apfelbaum, eine Insektennisthilfe an der Schuppenwand und viele heimische Pflanzen – bieten Sie den Nützlingen ein schönes Zuhause – sie werden sich schnell revanchieren.3.

Blattläuse per Hand entfernen Viele Blattläuse lassen sich sehr einfach mit einem harten Wasserstrahl oder mit Bürste oder Pinsel von den Pflanzen entfernen. Dies erfordert etwas Mühe und muss auch mehrfach wiederholt werden. Regelmäßig durchgeführt, stellt sich jedoch bald Erfolg ein.4. Zwischenpflanzungen setzen Wer Knoblauch oder Zwiebeln zwischen seine Kulturpflanzen setzt vertreibt nicht nur Blattläuse, sondern auch Wühlmäuse,

Auch Lavendel ist bekannt als Blattlausabwehr. Eine Umpflanzung der geliebten Gartenpflanzen hält die Krabbler ab. Kapuzinerkresse hingegen zieht sie an und lenkt sie von der Lieblingspflanze ab. Schon bei der Planung des Gemüsegartens können solch positive Aspekte berücksichtigt und nützliche Pflanzen eingeplant werden.5.

Natürliche Mittel anrühren Einige Pflanzen, die in Gärten oder auch am Wegesrand wachsen, helfen sehr gut gegen Blattläuse. Das Seifenkraut beispielsweise kann klebrige Blattläuse ablösen, da es einen seifenähnlichen Stoff enthält, der die Klebestoffe auflöst. Rainfarn enthält giftige Stoffe, welche Blattläuse abtöten.

Als Aufguss auf die Pflanze gesprüht, entfalten diese beiden Pflanzen schon nach kurzer Zeit ihre Wirkung. Bei der Anwendung giftiger Pflanzen sollte man immer sehr zielgerichtet arbeiten, da sonst auch nützliche Insekten in Gefahr geraten. Brennnessel, Ackerschachtelhalm und Knoblauch – als Jauche oder als Sud – eignen sich ebenfalls als natürliches Mittel gegen Blattläuse,

Rainfarn Adlerfarn Rhabarber Rosskastanie Efeu

Fotos: Helge May

Was passiert wenn man nichts gegen Blattläuse macht?

Blattläuse: Unbeliebte Gartenbesucher Blattlaus an Rosenknospe Unter den zahlreichen Blattlausarten ist die Große Rosenblattlaus eine der bekanntesten. Quelle: Vera Kuttelvaserova / Fotolia.com

Im Gegensatz zu einigen anderen Ländern gibt es in Deutschland derzeit noch keine Nützlingsverordnung, nach der angebotene Arten auf einen etwaig invasiven Charakter getestet werden müssen. Eine solche Verordnung wird mittelfristig aber mit hoher Wahrscheinlichkeit kommen, denn prinzipiell ist es richtig, dass nicht-heimische Tier- oder Pflanzenarten invasiv werden und heimische Arten verdrängen k Der aus den Samen des Neembaums (Melia azadirachta) gewonnene Wirkstoff Azadirachtin ist vergleichsweise umweltschonend und wirkt gegen zahlreiche saugende, beißende und blattminierende (also im Blattinneren fressende) Insekten, zudem gegen Weiße Fliegen und Trauermücken. Allerdings schädigt er leider auch Schwebfliegen und damit wertvolle Blattlausvertilger. Bevorzugen Sie daher möglichst Produkt Nein! Mittel, die neben Rapsöl weitere Wirkstoffe enthalten, können dadurch wesentlich negativer in ihren Umweltauswirkungen sein. Erkundigen Sie sich daher beim Kauf eines Produkts nach Mitteln, die Rapsöl als sogenannte Monoformulierung enthalten.Nützliche Praxisinformationen zum Thema finden Sie auch hier: Blattläuse: Unbeliebte Gartenbesucher. Ja, es gibt keine Pflanzenschutzmittel, die gegen Viren helfen, weder im Hobbybereich noch im Erwerbsgartenbau, umso wichtiger sind vorbeugende Maßnahmen. Die folgenden Tipps gelten dabei sowohl für Viruskrankheiten als auch für Krankheiten, die durch Pilze oder Bakterien verursacht werden:Resistente Sorten wählen – also solche, die nicht oder nur selten von typischen Krankheitserregern der jeweil Die vom Pilz Phragmidium mucronatum an Rosen hervorgerufene Krankheit ist an gelblichen Punkten auf den Blattoberseiten und orangefarbenen, später dunkelbraunen Sporenlagern auf den Unterseiten zu erkennen. Pflanzen Sie nach Möglichkeit nur ADR-Rosen, da diese Sorten besonders widerstandsfähig sind und selten befallen werden. Wählen Sie einen sonnigen Standort und sorgen Sie für eine gute Durchlüf

Gestalten Sie Ihren Garten naturnah, um anzulocken.Siedeln Sie im gezielt Nützlinge an.Wählen Sie, die bei Blattläusen unbeliebt sind.Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen regelmäßig, um einer Massenvermehrung frühzeitig vorbeugen zu können.Entfernen Sie Blattläuse per Hand oder,

Blattläuse (Aphidina) zählen neben wohl zu den bekanntesten unerwünschten Gartenbesuchern. Sie stechen die Pflanzen an, auf denen sie sich angesiedelt haben und saugen den zuckerhaltigen Pflanzensaft. Nebenher vermehren sie sich in einer beeindruckenden Geschwindigkeit.

Verschlechtern sich die Bedingungen auf einer Pflanze entstehen in der nächsten Generation geflügelte Blattläuse, die nach neuen Futtergründen suchen. Allein im Mitteleuropa sind rund 850 Blattlausarten bekannt – und in manchen Jahren kann man sich des Gefühls nicht erwehren, sie alle im eigenen Garten versammelt zu sehen.

Grundsätzlich sind Blattläuse wichtige Glieder der Nahrungskette: Vielen Vogelarten dienen sie ebenso als Beute wie zahlreichen, zum Beispiel Spinnen, Florfliegenlarven, Schlupfwespenlarven, Raubwanzen, Schwebfliegenlarven, dem Marienkäfer und seinen Larven sowie zahlreichen anderen Käferarten.

Ein Garten ganz ohne Blattläuse wäre insofern ein schlechtes Zeichen – und umgekehrt müssen ein paar Blattläuse im Garten nicht zwangsläufig bekämpft werden. Selbst wenn sich zu Beginn der Gartensaison insbesondere an Obst- und Ziergehölzen scheinbar über Nacht erste Kolonien ansiedeln, haben die zahlreichen Fressfeinde die Blattläuse nach wenigen Wochen meist gut in den Griff bekommen – umso schneller, je abwechslungsreicher ein Garten gestaltet ist und je mehr Versteck- und Nistmöglichkeiten die Nützlinge dort finden.

Insbesondere an ausgewachsenen Ziergehölzen ist ein Blattlausbefall in der Regel ohnehin nur ein optisches Problem – noch dazu meist ein vorübergehendes – das toleriert werden kann. Dennoch können Blattläuse zum Problem werden. Wenn sie über einen längeren Zeitraum in großer Zahl an einer Pflanze saugen, schwächen sie diese und Blätter, Blüten, Triebe und Früchte können verkrüppeln.

  1. Die zuckerhaltigen Ausscheidungen der Blattläuse – der sogenannte Honigtau – sind außerdem ein idealer Nährboden für Rußtaupilze.
  2. Diese Pilze bilden einen tatsächlich wie schwarzer Ruß aussehenden Belag, wodurch die Photosyntheseleistung der Pflanze sinkt.
  3. Eine wichtige Rolle spielen Blattläuse nicht zuletzt als Überträger von Viruskrankheiten, beispielsweise von in Tomaten-, Gurken- und Paprikakulturen oder des Scharka-Virus an Steinobst: Hat eine Blattlaus an einer infizierten Pflanze gesaugt und wechselt dann auf eine gesunde Pflanze, kann sie das Virus beim Anstechen und Saugen übertragen.

Sonnenhungrige Pflanzen kümmern im Schatten, schattenliebende Pflanzen schwächeln in der Sonne – und haben Blattläusen und anderen Schadinsekten wenig entgegenzusetzen. Achten Sie also schon bei der Gartenanlage darauf, die Pflanzen passend zu den Lichtverhältnissen auszusuchen.

  1. Das gleiche gilt für die Ansprüche der Pflanzen an die ⁠⁠ und die Nährstoffversorgung: Rosen beispielsweise sind am vitalsten und damit auch am widerstandsfähigsten, wenn sie in mäßig feuchtem, nährstoffreichem Boden wachsen – Lavendel hingegen mag es eher trocken und nährstoffarm.
  2. Insbesondere ein Zuviel an Dünger macht viele Pflanzen zum gefundenen Fressen für Blattläuse und andere Schadinsekten, denn überdüngte Pflanzen bilden nur ein weiches Gewebe aus und sind damit leicht angreifbar.

Neben dem passenden Standort und einer können Sie noch eine weitere Maßnahme ergreifen, um Ihre Pflanzen gezielt zu stärken: Sie können ⁠⁠ einsetzen. Regelmäßig gespritzt regen sie die Pflanzen dazu an, ein besonders festes Gewebe zu bilden und/oder Abwehrstoffe zu bilden, dank derer sich Pflanzensaftsauger und andere Schadinsekten lieber umorientieren.

Empfehlenswert sind zudem Pflanzenextrakte, denen aufgrund ihrer Inhaltsstoffe eine abschreckende Wirkung nachgesagt wird, beispielsweise aus Knoblauch (50 Gramm zerquetschte Zehen je Liter kochendes Wasser, Ziehzeit 30 Minuten), Brennnessel (100 Gramm frisches Kraut je Liter kaltes Wasser, Ziehzeit 12-24 Stunden) oder Rainfarn (30 Gramm frisches Kraut je Liter kaltes Wasser, Ziehzeit 12-24 Stunden).

Sie werden nach der Ziehzeit durch ein Sieb abgeseiht und auf die zu behandelnden Pflanzen gespritzt. Viele Obst- und Gemüsearten gedeihen an einem warmen, sonnigen Standort am besten. Doch auch, wenn sie nicht gerade im ständigen Zug stehen sollten: Im Zweifelsfall ist ein Platz mit etwas Luftbewegung meist besser geeignet als eine besonders geschützte Lage.

  • Denn wo der Wind durch die Reihen streichen kann, haben es fliegende Schadinsekten wie zum Beispiel die geflügelten Individuen der Blattläuse oder die verschiedenen schwerer von A nach B zu gelangen.
  • Zusätzliches Plus: Nach einem Regenschauer oder dem Gießen trocknen feuchte Pflanzenteile schneller ab, und das beugt Pilzkrankheiten vor.

Macrosiphum rosae auf einer Rosenblüte Quelle: Karl432 | www.wikimedia.org | English: Macrosiphum rosae alate i.e. winged form on a rose bud | https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0 Bei einigen Obst- und Gemüsearten können Sie gezielt resistente beziehungsweise tolerante – also immer noch ziemlich widerstandsfähige – Sorten anbauen und sich dadurch potenziellen Blattlausärger sparen.

Bataviasalat: ‘Leny’Eissalat/Eisbergsalat: ‘Barcelona’, ‘Bennie’, ‘Fortunas’, ‘Minas’Kopfsalat: ‘Caddo’, ‘Casanova’, ‘Dynamite’, ‘Estelle’, ‘Fiorella’, ‘Irina’, ‘Jiska’, ‘Mafalda’, ‘Osaka’Kraussalat: ‘Bentley’, ‘Sirmai’, ‘Smile’Lollo Bionda: ‘Barman’, ‘Lorenzo’, ‘Onyx’Lollo Rossa: ‘Solsun’, ‘Solmar’

Hinweis: In einigen Regionen sind die Blattlausresistenzen in den vergangenen Jahren zusammengebrochen, die Pflanzensaftsauger haben also ihre Abneigung gegenüber den betroffenen Sorten verloren. Im Zweifelsfall lohnt es sich, verschiedene Sorten auszuprobieren.

Bei Himbeeren sind folgende Sorten resistent oder tolerant gegen die Große und/oder Kleine Himbeerblattlaus: ‘Rumiloba’ ‘Rutrago’, ‘Malling Orion’, ‘Rucami’, ‘Rumla’, ‘Rusilva’, ‘Willamette’ Die ⁠⁠ ‘Bellamira’ wird ebenfalls kaum von Blattläusen befallen. Blattlausbekämpfung im Anfangsstadium ist wortwörtlich Handarbeit: Werden beispielsweise beim Gießen im Gewächshaus erste (auch geflügelte) Blattläuse entdeckt, können Sie diese mit den Fingern zerquetschen oder abstreifen.

Auch das Abspritzen mit einem härteren Wasserstrahl hat sich bewährt, insbesondere bei Gehölzen und robusten Stauden. Vorsicht beim Einstellen des Wasserstrahls, steigern Sie die Intensität erst nach und nach, damit nicht versehentlich Pflanzen zerstört werden.

Stärker befallene Triebspitzen können Sie auch einfach abschneiden. In naturnah gestalteten Gärten mit einer großen Artenvielfalt an Pflanzen und vielen Versteckmöglichkeiten für Nützlinge stellt sich in der Regel rasch ein Gleichgewicht zwischen «Schädlingen» wie der Blattlaus und «Nützlingen» wie dem Marienkäfer ein, sodass die Pflanzen keinen übermäßigen Schaden nehmen.

In die naturferne Umgebung eines Gewächshauses verirren sich hingegen meist nur wenige Nützlinge – obwohl sie hier mitunter das reinste Buffet vorfinden würden. Was Sie tun können: Inzwischen hat sich eine Reihe von Firmen auf die Vermehrung von Nützlingen spezialisiert, die ein schlagkräftiges Team gegen viele Schadinsekten bilden — und im Gegensatz zu vielen Pflanzenschutzmitteln auch versteckt sitzende Schädlinge bekämpfen.

  1. Gegen Blattläuse können Sie beispielsweise folgende Nützlinge einsetzen: Larven der Florfliege ( Chrysoperla carnea ) gehen schon ab 12 Grad Celsius auf Beutefang und vertragen auch trockene Luft recht gut.
  2. Praktischerweise vertilgen sie nahezu alle im Gewächshaus anzutreffenden Schädlinge, neben diversen Blattlaus- und Wolllausarten beispielsweise auch und,

Allerdings verlassen die erwachsenen Tiere meist das Gewächshaus, weshalb regelmäßig wieder neue Larven eingesetzt werden müssen. Das geschieht am einfachsten über Pappkärtchen, an denen die Florfliegeneier kleben, oder über handliche Pappwaben, in denen sofort einsatzbereite Larven sitzen.

  1. Die Kärtchen oder Waben werden an die mit Schädlingen befallenen Pflanzen gehängt, sodass die Larven bequem ihren «Arbeitsplatz» einnehmen können.
  2. Fünf Kärtchen mit je 120 Florfliegeneiern sind ausreichend für 20 Quadratmeter Gewächshausfläche und kosten etwa 10 Euro, zehn Kärtchen gibt es für rund 15 Euro.
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der Arten Macrolophus caliginosus und Macrolophus pygmaeus und ihre hungrigen Larven fühlen sich auf den behaarten Stängel- und Blattoberflächen von und Auberginen am wohlsten. Praktischerweise machen sie neben Blattläusen auch, und den Garaus. Schlupfwespen ( Aphidius colemani, A.

  1. Ervi ) nutzen Blattläuse als lebende Speisekammer für ihren Nachwuchs: Die Weibchen legen ihre Eier in die Blattläuse, in deren Inneren die nach ein bis zwei Tagen schlüpfenden Larven fressen und sich verpuppen.
  2. Nach rund 15 Tagen schlüpfen die erwachsenen Schlupfwespen.
  3. Jedes einzelne Weibchen kann wiederum bis zu 200 Blattläuse anstechen.

Schlupfwespen sind bereits ab 15 Grad Celsius aktiv. Im Handel werden in der Regel Röhrchen mit einer Mischung aus erwachsenen Schlupfwespen und Schlupfwespenpuppen angeboten, die in die Gemüse- oder Obstpflanzen gehängt werden. Bei Gehölzen kann es empfehlenswert sein, die Stämme zusätzlich mit Leimringen zu versehen, um Ameisen fernzuhalten.

Ameisen schätzen die zuckerhaltigen Ausscheidungen der Blattläuse und würden sie daher gegen die Schlupfwespen verteidigen. Eine Packung mit 500 Puppen sowie mitunter einigen bereits geschlüpften Tieren ist für rund 20 Euro zu bekommen und ausreichend für eine Fläche von 250 Quadratmetern. Marienkäfer und ihre Larven sind bekannte Blattlausfresser.

Eine Larve vertilgt während ihrer ein- bis zweimonatigen Entwicklungszeit bis zu 400 Blattläuse, ein ausgewachsener Käfer im Lauf seines meist einjährigen Lebens bis zu 5.000 Blattläuse. Zur gezielten Blattlausbekämpfung wird gerne der Zweipunkt-Marienkäfer eingesetzt ( Adalia bipunctata ; 30 Larven kosten rund 10 Euro und reichen für etwa 10 Quadratmeter, 60 Larven sind für 15 Euro zu haben) aber auch der Siebenpunkt-Marienkäfer ( Coccinella septempunctata ; 150 Eier reichen für zehn Quadratmeter und kosten etwa 12 Euro).

  • Gegen können Sie mithilfe des Australischen Marienkäfers ( Cryptolaemus montrouzieri ) vorgehen (25 Larven reichen für etwa 25 Quadratmeter und sind ab 12 Euro erhältlich).
  • Die Käfer und ihre Larven werden meist in Tütchen geliefert und über den Pflanzen ausgeklopft beziehungsweise in den Pflanzen aufgehängt.

Sind sie für den Einsatz im Freiland bestimmt, sollten sie an einem trockenen und windstillen Tag freigesetzt werden. Die Larven der räuberischen Gallmückenart Aphidoletes aphidimzya sind – möglichst sofort bei Befallsbeginn eingesetzt – ebenfalls effektive Blattlausvertilger und vermehren sich fleißig, solange sie ausreichend Beute finden.

  1. Sie können im Freiland und im Gewächshaus eingesetzt werden, benötigen allerdings eine hohe Luftfeuchte und sind nur aktiv, wenn sie mehr als 14 Stunden Licht pro Tag erhalten.
  2. Aufgrund dessen ist der Einsatz im Gewächshaus oft erfolgversprechender – hier herrscht meist ohnehin eine höhere Luftfeuchte und es kann gegebenenfalls Zusatzlicht gegeben werden.

Der Packungsinhalt, bestehend aus Puppen und mitunter bereits geschlüpften Tieren, wird an mehreren schattigen, vor Gießwasser geschützten Stellen auf die leicht feuchte Erde geschüttet.200 Puppen reichen für zehn Quadratmeter und kosten etwa 10 Euro.

Schwebfliegen ( Episyrphus balteatus ) werden aufgrund ihres gelb-schwarzen Streifenmusters oft mit Wespen verwechselt, sind aber deutlich kleiner und an ihrer zackigen Flugweise mit dem scheinbaren Stillstand in der Luft erkennbar. Die erwachsenen Tiere ernähren sich von Blütennektar und betätigen sich dabei als Bestäuber.

Die Larven hingegen verleiben sich innerhalb von ein bis zwei Wochen je bis zu 1.000 Blattläuse und andere potenzielle Schädlinge wie und ein und sind daher bei Gartenfans sehr beliebt. Sie gehören im Frühling zu den ersten aktiven Blattlausvertilgern, da sie die Futtersuche bereits ab 15 Grad Celsius aufnehmen.

Schlupfwespe Blattlausmumie mit Schlupfwespe. Schlupfwespen stechen mit ihrem Legeorgan lediglich Blattläuse und andere Schädlinge an, für den Menschen sind sie vollkommen ungefährlich. Quelle: Martin Hommes Marienkäferlarve Leider werden Marienkäferlarven oft selbst für Schädlinge gehalten, dabei gehören sie zu den effektivsten Blattlausvertilgern unter den Insekten. Quelle: Arnaud Durrieu / Fotolia.com Gallmücke Manche Mücken sind auch beim Menschen beliebt: Die Larven räuberischer Gallmücken vertilgen bis zu 50 Blattläuse, ehe sie sich verpuppen und als erwachsene Tiere für weiteren Nachwuchs sorgen. Quelle: Katz Biotech AG Schwebfliege Schwebfliegen sind harmlos und ausgesprochen nützlich: Ihre Larven (Foto) verspeisen innerhalb von ein bis zwei Wochen bis zu 1.000 Blattläuse. Quelle: Ursula Hetterling | DLR Rheinpfalz | Neustadt an der Weinstraße | www.greencommons.de | Larve der Schwebfliege vertilgt Blattlaus | http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0

Auf chemische Pflanzenschutzmittel gegen Blattläuse verzichten viele Gartenfans ganz bewusst. Zum einen, da sich etwaige Schäden oft in einem gut tolerierbaren Rahmen bewegen und insbesondere bei Zierpflanzen meist lediglich ein optisches «Problem» darstellen.

  1. Zum anderen, da sie Obst und Gemüse oft gerade deshalb selbst anbauen, weil sie ungespritzte Früchte ernten möchten.
  2. Nicht zuletzt erkennen immer mehr Menschen, dass die überwältigende Mehrheit der chemischen Pflanzenschutzmittel auch Nützlinge trifft und auf diese Weise verhindert, dass sich ein Gleichgewicht zwischen Schädlingen und ihren natürlichen Gegenspielern einstellen kann.

Genaugenommen ist sogar das Gegenteil der Fall, denn da auch Nützlinge getötet werden, gerät das Gleichgewicht immer stärker aus der Balance, sodass sich die Schädlingszahl nach dem Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel langfristig oft sogar erhöht.

Eine erfolgreiche chemische Bekämpfung von Blattläusen ist für Freizeitgärtner zudem weniger einfach, als es auf den ersten Blick erscheint: Die Spritzungen müssen zum richtigen Zeitpunkt erfolgen, es sind häufig mehrere Spritzungen innerhalb weniger Wochen notwendig und es müssen meist sämtliche Pflanzenteile benetzt werden, was sich insbesondere bei hohen Gehölzen schwierig gestaltet.

Darüber hinaus siedeln sich Blattläuse ganz bewusst an Stellen an, wo sie sich gut verstecken können, beispielsweise an den Triebspitzen, an den Blattunterseiten und, im Fall von Wurzelläusen, an den Wurzeln. Viele Arten speisen beim Saugen sogar Substanzen in die Blätter ein, die diese dazu bringen sich zu kräuseln – sie basteln sich also aktiv ein noch besseres Versteck.

  1. Im Gegensatz zu vielen Pflanzenschutzmitteln erreichen Nützlinge auch solche versteckt sitzende Blattläuse.
  2. Zudem besteht bei chemischen Pflanzenschutzmitteln stets das Risiko von,
  3. Die vertretbaren Auswirkungen für Umwelt und Gesundheit, die den zugelassenen Mitteln im Rahmen des bescheinigt wurden, werden nämlich nur dann eingehalten, wenn die Produkte ordnungsgemäß gehandhabt werden.

Wenn ein Mittel jedoch zum Beispiel häufiger, in höherer Konzentration, zu einem anderen Zeitpunkt oder an anderen Pflanzen angewendet wird als im Beipackzettel vorgeschrieben, können unvertretbare Nebenwirkungen nicht ausgeschlossen werden. In diesen Fällen können beispielsweise deutlich mehr durch die ausgebrachten Mittel geschädigt oder getötet werden.

Beim Sprühen gegen Schädlinge besteht generell die Gefahr, dass der Sprühnebel auf benachbarte blühende Pflanzen verweht wird und dadurch Bienen oder andere Bestäuber unbeabsichtigt in Mitleidenschaft gezogen werden. Einige Wirkstoffe können sich auch im Boden anreichern oder sich in der Nahrungskette ansammeln, wenn kontaminierte Insekten oder Pflanzenteile von Vögeln, Igeln oder anderen Tieren gefressen werden.

Durch plötzlich aufkommenden Wind, der den Sprühnebel verweht, ⁠⁠, Abschwemmungen in Hanglagen oder schlicht durch Versickern kann sogar eines der wichtigsten Güter überhaupt betroffen sein: das Grundwasser. Dies ist besonders kritisch, wenn man bedenkt, dass es in Deutschland etwa 20 Millionen Hausgärten und eine Million Kleingärten gibt.

Haus mit Ziergarten In Deutschland gibt es etwa 20 Millionen Hausgärten und eine Million Kleingärten – da kommt einiges an Pestiziden zusammen. Je mehr Gartenfans auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichten, desto besser für Umwelt, Haustiere, Nützlinge und die eigene Gesundheit. Quelle: pia-pictures/fotolia.com Fällt nach sorgfältigem Abwägen der Vor- und Nachteile dennoch die Entscheidung für eine chemische Bekämpfung, sollten Sie möglichst umweltverträgliche Wirkstoffe wählen.

Sich vom Pflanzensaft ernährende Schädlinge, zu denen neben Blatt-, Schild- und Blutläusen beispielsweise auch,,,, und zählen, können Sie verhältnismäßig umweltschonend mit Produkten bekämpfen, die auf Rapsöl, Fettsäuren oder Kali-Seife basieren.

Achtung: Wählen Sie Produkte, in denen der jeweilige Wirkstoff als Monoformulierung vorliegt, denen also keine weiteren Wirkstoffe außer einem der genannten zugesetzt sind. Führen Sie die Behandlung abends oder an einem bedeckten Tag durch, da insbesondere bei ölhaltigen Produkten die Tröpfchen wie winzige Linsen wirken und Sonnenbrand an den Pflanzen verursachen können, und achten Sie darauf, auch die Blattunterseiten zu benetzen! In Gemüsekulturen und bei Zierpflanzen (mit Ausnahme von Zierkoniferen) kann auch der Wirkstoff Azadirachtin gegen Blattläuse eingesetzt werden.

Er wird aus den Samen des Neembaums ( Melia azadirachta ) gewonnen und ist vergleichsweise umweltschonend, schädigt allerdings leider auch Schwebfliegen und damit wertvolle Blattlausvertilger. Umwelt-Checkliste für chemischen Pflanzenschutz im Hobbygarten Quelle: CC BY-ND 4.0 Umweltbundesamt 2016 Oft treten an einer Pflanze mehrere unterschiedliche Blattlausarten auf.

  • Zur Orientierung erhalten Sie in der folgenden Bildergalerie einen Überblick über wichtige Blattlausarten an,,, und anderen sowie einige artspezifische Empfehlungen.
  • Für Hobbygärtner und Hobbygärtnerinnen ist es allerdings in der Regel weder möglich noch zwingend notwendig, die einzelnen Arten unterscheiden zu können, da die vorbeugenden Maßnahmen und die Strategien zur Befallsminderung im Hobbybereich im Großen und Ganzen übereinstimmen.

Vorweg ein grundsätzlicher Tipp für Obstfans: Obstgehölze werden häufig mit sehr feinmaschigen Netzen umhüllt, um sie vor Schaderregern wie zum Beispiel der Kirschessigfliege zu schützen. Da durch diese Netze auch blattlausvertilgende Nützlinge keinen Zugang zum Gehölz finden, können Sie vorher einige Marienkäfer einsammeln – oder sie im Nützlingsversand bestellen – und in den Baum setzen.

Eine grüne Pfirsichblattlaus (Myzus persicae), eines der Hauptgründe für den Scharka-Virus Die Grüne Pfirsichblattlaus (Myzus persicae) ist im Frühjahr vorwiegend auf Pfirsichbäumen anzutreffen und wechselt im Sommer auf Gemüsepflanzen. Sie ist vor allem als Virusüberträger von Bedeutung. Unkräuter werden auch befallen und sollten daher im Gemüsebeet gejätet werden. Kontrollieren Sie Pfirsichbäume schon zum Blütenaustrieb und spritzen Sie notfalls mit Kali-Seife- oder Rapsöl-Präparaten. Quelle: Scott Bauer | www.wikimedia.org | An alate winged green peach aphid Myzus persicae an important vector of plum pox virus | https://en.wikipedia.org/wiki/public_domain Mehlige Apfelblattlaus (Dysaphis plantaginea) an Apfel, Stammmütter und junge Blattläuse Bei einem starken Befall mit der schwarzen Mehligen Apfelblattlaus (Dysaphis plantaginea) wachsen Triebe verkrümmt, Blätter fallen vorzeitig ab, befallene Früchte bleiben klein. Im Hobbygarten kann ein Befall meist toleriert werden. Wenn sich Schäden zeigen, ist es fürs Spritzen zu spät. Kontrollieren Sie schon zum Blütenaustrieb und spritzen Sie notfalls mit Kali-Seife- oder Rapsöl-Präparaten. Quelle: Uwe Harzer | www.greencommons.de | Mehlige Apfelblattlaus Dysaphis plantaginea an Apfel Stammmütter und junge Blattläuse | http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0 Befall eines Apfelbaumes mit der Apfelfaltenlaus Ein Befall mit Apfelfaltenläusen (Dysaphis anthrisci, D. derecta) ist leicht zu erkennen: Die Ränder der Apfelblätter erscheinen faltenartig aufgeworfen und sind leuchtend rot gefärbt. Dem Baum schaden die meist blaugrau gefärbten Blattläuse aber in der Regel kaum, eine Bekämpfung ist daher nicht notwendig. Befallene Blätter können abgepflückt, stark befallene Triebspitzen abgeschnitten und über den Kompost oder Biomüll entsorgt werden. Quelle: Appaloosa | www.wikimedia.org | Befall eines Apfelbaumes mit der Apfelfaltenlaus | https://en.wikipedia.org/wiki/en:GNU_Free_Documentation_License | https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0 Grüne Apfelblattlaus Die Grüne Apfelblattlaus (Aphis pomi) ist vorwiegend an jungen Bäumen anzutreffen, insbesondere, wenn sie zu viel gedüngt wurden. Dem Baum schadet auch ein stärkerer Befall in der Regel nicht, eine Bekämpfung ist daher im Hobbygarten nicht notwendig. Befallene Blätter können abgepflückt, stark befallene Triebspitzen abgeschnitten und über den Kompost oder Biomüll entsorgt werden. Quelle: Christoph Hoyer Apfelgraslaus Die Apfelgraslaus (Rhopalosiphum insertum) ist vorwiegend an alten Bäumen anzutreffen – meist schon zu Saisonbeginn in größerer Zahl. Sie sollte geschont werden, da sie den Fressfeinden zahlreicher Blattlausarten als erste Nahrung dient und ihnen somit hilft, sich rasch zu vermehren. Quelle: Christoph Hoyer Schwarze Kirschenblattlaus Schwarze Kirschenblattläuse (Myzus cerasi, M. prunavium) sitzen an den Blattunterseiten insbesondere der Triebspitzen und verursachen gekräuselte und eingerollte Blätter. Kontrollieren Sie die Gehölze im Frühjahr, noch ehe sich die Blütenknospen öffnen, regelmäßig auf einen Befall. Im Notfall können Sie mit Rapsölpräparaten spritzen. Quelle: Christoph Hoyer Große Rosenblattlaus Die Große Rosenblattlaus (Macrosiphum rosae) muss in der Regel nicht bekämpft werden. Die etwa vier Millimeter großen grünen Blattläuse werden durch Nützlinge meist gut in Schach gehalten. Sie können Sie auch mit einem harten Wasserstrahl abspritzen oder mit den Fingern abstreifen. Quelle: Vera Kuttelvaserova / Fotolia.com Blutlaus an Apfel Die Blutlaus (Eriosoma lanigerum) verbirgt sich ähnlich wie Wollläuse unter weißen Wachsfäden. Beim Zerdrücken tritt die namensgebende blutrote Flüssigkeit aus. In der Regel genügt es, Blutlauskolonien an der Rinde abzubürsten, den Rest erledigen Nützlinge wie die Blutlauszehrwespe (Aphelinus mali). Quelle: Uwe Harzer | www.greencommons.de | Blutlaus an Apfel | http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0

Oft treten an einer Pflanze mehrere unterschiedliche Blattlausarten auf. Zur Orientierung erhalten Sie in der folgenden Bildergalerie einen Überblick über wichtige Blattlausarten im Gemüsebau sowie einige artspezifische Tipps. Für Hobbygärtner und Hobbygärtnerinnen ist es allerdings in der Regel weder möglich noch zwingend notwendig, die einzelnen Arten unterscheiden zu können: Die vorbeugenden Maßnahmen und die allgemeinen Strategien zur Befallsminderung treffen weitgehend auf alle Arten gleichermaßen zu.

Grüne Pfirsichblattlaus, Myzus persicae Die Grüne Pfirsichblattlaus (Myzus persicae) ist im Frühjahr vorwiegend auf Pfirsichbäumen anzutreffen und wechselt im Sommer auf Gemüsepflanzen. Sie ist vor allem als Virusüberträger von Bedeutung. Unkräuter werden auch befallen und sollten daher im Gemüsebeet gejätet werden. Kontrollieren Sie Pfirsichbäume schon zum Blütenaustrieb und spritzen Sie notfalls mit Kali-Seife- oder Rapsöl-Präparaten. Quelle: James K. Lindsey | www.wikimedia.org | Picture taken in Commanster Belgian High Ardennes Species Myzus persicae | https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5 Schwarze Bohnenblattlaus Bohnenkraut schreckt die Schwarze Bohnenblattlaus (Aphis fabae) ab. Auch auf der Fensterbank oder im Gewächshaus vorgezogene Pflanzen werden seltener befallen. Eine gleichmäßige Wasserversorgung erhöht die Widerstandskraft der Pflanzen. Quelle: Christoph Hoyer Salatblattlaus, Nasonovia ribisnigri An Salat können verschiedene Blattlausarten auftreten, besonders häufig jedoch die Grüne Salatblattlaus (Nasonovia ribisnigri). Bevorzugen Sie beim Salatanbau resistente Salatsorten, können sie einen Befall mit der Salatblattlaus oft vermeiden. Quelle: Stephen Ausmus | www.wikimedia.org | Lettuce aphid Nasonovia ribisnigri | https://en.wikipedia.org/wiki/Public_domain Möhrenwurzellaus Kümmern Möhren und tummeln sich in den Möhrenreihen auffällig viele Ameisen, sollten Sie probeweise den Wurzelhals einiger Pflanzen freilegen – also den Bereich, in dem das Möhrengrün ansetzt – und auf die Möhrenwurzellaus (Dysaphis crataegi) kontrollieren. Regelmäßiges Gießen in Trockenperioden beugt einem Befall vor. Quelle: Christoph Hoyer Grüne Gurkenblattlau Die Grüne Gurkenblattlaus (Aphis frangulae ssp. gossypii) ist die häufigste Blattlausart an Gurken und kann bei starkem Befall zu Wachstumsstockungen oder gar zum Absterben der Pflanze führen. Durch regelmäßige Kontrollen kann man die ersten Tiere beizeiten zerquetschen und/oder durch den Einsatz von Florfliegenlarven, räuberischen Gallmücken und Schlupfwespen in den Griff bekommen, ehe sich die Blattläuse zu stark vermehren. Quelle: Christoph Hoyer Blattlaus an Erbsen Trotz ihres Namens kann die Grüne Erbsenblattlaus (Arctosiphon pisum) auch eine rötliche Färbung besitzen. Befallene Triebe und Erbsenschoten können verkrüppeln. Eine weite Fruchtfolge und ein nützlingsfreundlicher Garten mit vielfältiger Bepflanzung, Versteckmöglichkeiten und Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel sind die besten Gegenmaßnahmen. Quelle: Rainer Wahl DLR RP | www.greencommons.de | Blattlaus an Erbsen | http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0 Mehlige Kohlblattlaus Die Mehlige Kohlblattlaus (Brevicoryne brassicae) kann Wachstumsstockungen verursachen. Bei Blumenkohl wird der essbare Blütenstand mitunter gar nicht erst gebildet oder später der fast erntereife Kopf durch Rußtaupilze verunreinigt. Da sich gerade zwischen den Blumenkohlblättern auch viele Nützlinge verbergen, sollten Sie, wenn überhaupt, unbedingt nützlingsschonende Spritzmittel einsetzen. Quelle: Julius Kühn-Institut (JKI) | Hommes

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: Blattläuse: Unbeliebte Gartenbesucher

Wie lange dauert es bis Blattläuse verschwinden?

Welche biologischen Mittel kann man kaufen? — Es gibt viele Mittel, die für den biologischen Anbau frei gegeben sind. Nicht alle davon würde ich im Hausgarten verwenden.

Mittel auf Pyrethrum-Basis, wie z.B. Spruzit. Der (heute meist synthetisch hergestellte) Pyrethrum-Wirkstoff ist ein Nervengift und für Mensch und Nützlinge nicht unbedenklich. Produkte auf Kaliseifen-Basis Neemöl Gelbsticker / Gelbtafeln Weißöl (Paraffin)

Die Mittel von der Firma Neudorff sind inzwischen praktisch überall im Handel zu haben und in der Regel empfehlenswert bis auf das genannte Spruzit. Viele Mittel, die als DAS ultimative Mittel gehandelt werden, haben ihren Ruf nur dadurch erworben, dass sie Wasser als Trägerbasis verwenden.

Ja, auch reines Wasser, behagt Blattläusen gar nicht, wenn es gut netzt. Aber es geht noch besser: Blattläuse verschwinden sowieso oft nach 14 Tagen von alleine. Es war also nicht das (Haus-)Mittel, sondern einfach der Gang der Natur, der sie zum Verschwinden gebracht hat. Das ist wie mit einem Schnupfen, der geht unbehandelt nach 7 Tagen vorbei.

Mit Behandlung dauert er eine Woche. Bei Blattläusen ist es ähnlich, nur musst Du Dich schon etwas länger gedulden. Aber diese Erkenntnisse haben mir alle dazu verholfen, dass ich Blattläuse nicht mehr bekämpfe. -editiert am 18.06.- Als Folge der Blattlaus-Schwemme gibt es nun in den Gruppen jeden Tag mehrmals die Frage, was das für komische Tiere seien, die da überall rum krabbeln. Man sieht, das mit den Nützlingen funktioniert. Die Larve für das Vorschaubild habe ich in der Gärtnerei Gaißmayer fotografiert. Das ist eine riesige Staudengärtnerei, die biologisch wirtschaftet. Der Schaugarten ist ein einziges Insekten-Paradies. Bei mir auf dem Salbei habe ich auch diverse Tiere entdeckt, die zwischen den Blattläusen krabbeln.

Was bewirkt Spülmittel bei Blattläusen?

So setzen Sie Spülmittel gegen Blattläuse ein — Als Hausmittel im Kampf gegen Blattläuse hat sich handelsübliches Spülmittel bewährt. Durch die Spülmittelschicht werden Oberflächen rutschig, was bewirkt, dass sich die Läuse nicht mehr darauf halten können. Die Herstellung der Mischung ist denkbar einfach:

Füllen Sie einen Liter Wasser in eine Sprühflasche oder einen Drucksprüher mit verstellbarer Düse, Geben Sie zehn Milliliter unkonzentriertes Spülmittel dazu und schütteln die Mischung im Anschluss kräftig durch. Achten Sie unbedingt auf das vorgenannte Mischungsverhältnis. Bei zu wenig Spülmittel werden Sie die Schädlinge nicht los. Verwenden Sie zu viel, kann Ihre Pflanze absterben. Falls möglich, sollten Sie die befallene Pflanze zunächst abduschen, um vorab so viele Läuse wie möglich zu entfernen. Zimmerpflanzen können Sie in der Badewanne abduschen. Im Außenbereich hilft Ihnen bei dieser Aufgabe ein Gartenschlauch. Sprühen Sie anschließend alle Blätter und Stängel der Pflanze gründlich mit dem Spülmittelgemisch ein. Vergessen Sie auch die Unterseiten der Blätter nicht. Abschließend ist es wichtig, überschüssiges Spülmittel zu entfernen, damit die Pflanze über die Blätter wieder atmen kann. Feuchten Sie dafür Küchenpapier an und ziehen sämtliche Blätter damit ab. Tipp: Es schadet im Anschluss nicht, Ihre Pflanze zu düngen. So erholt sie sich besser von der Behandlung mit Spülmittel.

Spülmittel gegen Blattläuse ist ein wirksames Hausmittel imago images / Ardea Außerdem interessant:

Was macht Essig mit Blattläusen?

Wirkung von Essig gegen Blattläuse — Blattläuse sterben nicht, sobald sie mit der Säure in Kontakt kommen – im Gegensatz zu chemischen Schädlingsbekämpfungsmitteln. Vielmehr werden die Ungeziefer durch die Essigbehandlung vertrieben. Warum? Blattläusen ist das Hausmittel zu sauer.

Was macht Schwarzer Tee mit Blattläusen?

Schwarzer Tee gegen Blattläuse: Es gibt auch Nachteile — Das Hausmittel bringt auch einige, minimale Nachteile mit sich: Der Tee hinterlässt unschöne Flecken auf den Pflanzen. Und: Es ist oft schwer, alle Stellen der befallenen Gewächse – beispielsweise Pflanzenachsen, dichtes Blattwerk – mit Schwarzem Tee zu behandeln.

Können Blattläuse von alleine weggehen?

Wie lange dauert es bis Blattläuse weg sind? — Welche biologischen Mittel kann man kaufen? – Es gibt viele Mittel, die für den biologischen Anbau frei gegeben sind. Nicht alle davon würde ich im Hausgarten verwenden. Mittel auf Pyrethrum-Basis, wie z.B.

  • Spruzit. Der (heute meist synthetisch hergestellte) Pyrethrum-Wirkstoff ist ein Nervengift und für Mensch und Nützlinge nicht unbedenklich.
  • Produkte auf Kaliseifen-Basis Neemöl Gelbsticker / Gelbtafeln Weißöl (Paraffin) Die Mittel von der Firma Neudorff sind inzwischen praktisch überall im Handel zu haben und in der Regel empfehlenswert bis auf das genannte Spruzit.

Viele Mittel, die als DAS ultimative Mittel gehandelt werden, haben ihren Ruf nur dadurch erworben, dass sie Wasser als Trägerbasis verwenden. Ja, auch reines Wasser, behagt Blattläusen gar nicht, wenn es gut netzt. Aber es geht noch besser: Blattläuse verschwinden sowieso oft nach 14 Tagen von alleine.

  • Es war also nicht das (Haus-)Mittel, sondern einfach der Gang der Natur, der sie zum Verschwinden gebracht hat.
  • Das ist wie mit einem Schnupfen, der geht unbehandelt nach 7 Tagen vorbei.
  • Mit Behandlung dauert er eine Woche.
  • Bei Blattläusen ist es ähnlich, nur musst Du Dich schon etwas länger gedulden.
  • Aber diese Erkenntnisse haben mir alle dazu verholfen, dass ich Blattläuse nicht mehr bekämpfe.

-editiert am 18.06.- Als Folge der Blattlaus-Schwemme gibt es nun in den Gruppen jeden Tag mehrmals die Frage, was das für komische Tiere seien, die da überall rum krabbeln. Man sieht, das mit den Nützlingen funktioniert. Die Larve für das Vorschaubild habe ich in der Gärtnerei Gaißmayer fotografiert.

Was vernichtet Blattläuse?

Der Klassiker: Kali- und Schmierseife — Das wohl bekannteste Hausmittel im Kampf gegen Blattläuse, ist die sogenannte Schmierseife oder Kaliseife, die auch Hauptbestandteil vieler Rasierseifen ist. Die Seife kommt ohne Fettüberschuss aus und enthält zudem keine Duft- und Farbstoffe oder Verdickungsmittel.

  1. Duschgels und andere Körperpflegeprodukte auf Seifenbasis hingegen enthalten oft Mikroplastik und andere Zusatzstoffe, die schädlich für die Umwelt sind und unter Umständen auch von einigen Pflanzen nicht gut vertragen werden.
  2. Sie eignen sich daher nicht zur Bekämpfung von Blattläusen und anderen Pflanzenschädlingen.

Für ein effektives Hausmittel gegen Blattläuse, lösen Sie 50 Gramm Schmierseife in einem Liter warmem Wasser auf und füllen Sie die abgekühlte, flüssige Seifenlösung in eine geeignete Sprühflasche. Besprühen Sie nun die betroffenen Pflanzen. In unserem Praxis-Video zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihre Pflanzen mit Kaliseife vor Blattläusen schützen.

Woher kommen Blattläuse im Garten?

Blattläuse: Ursachen — Blattläuse (Aphidoidea) sind klassische Pflanzenschädlinge, die eine Vielzahl von Gewächsen befallen können. Charakteristisch für Mitteleuropa sind sechs Blattlausarten, die bestimmte Pflanzen als Nahrungsquelle ausgewählt haben.

mit Stickstoff überdüngt falscher Standort schlechte Vitalität Monokultur

Neben diesen Ursachen sind es vor allem die empfindlichen Gewächse, die häufig mit den Läusen zu kämpfen haben. Zu diesen gehören zum Beispiel das Gartengeißblatt, verschiedene Kräuter mit feinen Blättern und der Europäische Pfeifenstrauch. Informieren Sie sich vor der Anschaffung einer Pflanze unbedingt, ob diese empfindlich auf die Aphidoidea sind.

Ist Kaffeesatz gut gegen Blattläuse?

Kaffeesatz gegen Blattläuse — Auch Kaffeesatz kann gegen Blattläuse eingesetzt werden. Gefährdete Pflanzen werden am besten schon rechtzeitig im Frühjahr im Wurzelbereich mit Kaffeesatz gemulcht. Ebenso kann man aus Kaffeesatz eine Brühe zum Besprühen herstellen.

Wo legen Blattläuse ihre Eier ab?

— Bei sinkenden Temperaturen im Herbst legen viele Blattlausarten Eier, nach der Eiablage sterben sie in der Regel ab: Die Eier sind widerstandfähig gegen Nässe, tiefe Temperaturen und Frost. Die Eigelege befinden sich oft an jungen Trieben vom letzten Sommer.

Wie verbreiten sich Blattläuse?

Blattläuse — Infos der AGES Blattläuse sind im Obstbau mit vielen verschiedenen Arten vertreten, die entweder auf eine Wirtspflanze spezialisiert sind oder ein breiteres Wirtspflanzenspektrum besitzen. Große Bedeutung liegt vor allem in ihrer Rolle als Überträger von Pflanzenviren. Woher Kommen BlattlUse Grüne Apfelblattlaus Woher Kommen BlattlUse Kolonie der Holunderblattlaus Blattläuse (Aphidoidea) sind Pflanzensauger und gehören zu den Pflanzenläusen unter den Schnabelkerfen (Hemiptera). Sie sind weichhäutig mit einer rundlich-ovalen Körperform in unterschiedlichsten Größen und Farben, mit und ohne Wachspuder, je nach Art, und besitzen einen Saugrüssel, verschieden ausgebildete Hinterleibsröhren (Siphone) und ein Schwänzchen (Cauda).

Die winzigen, ungeflügelten Larven werden von Häutung zu Häutung immer größer und sehen den adulten Tieren immer ähnlicher (hemimetabole Insekten), bis entweder ungeflügelte oder geflügelte Individuen entstehen.In den einzelnen Obstbaukulturen gibt es eine Vielzahl verschiedener Arten, von denen die wichtigsten Arten zur Familie der Röhrenblattläuse (Aphididae) gehören.Die wichtigsten Arten im Obstbau:Kernobst:

Grüne Apfelblattlaus ( Aphis pomi ) Apfelgraslaus ( Rhopalosiphum insertum ) Mehlige Apfelblattlaus ( Dysaphis plantaginea ) Apfelfaltenlaus ( Dysaphis devecta ) Mehlige Birnenblattlaus ( Dysaphis pyri ) Blutlaus ( Eriosoma lanigerum )

Steinobst:

Grüne Pfirsichblattlaus ( Myzus persicae ) Schwarze Sauerkirschenblattlaus ( Myzus cerasi ) Schwarze Süßkirschenblattlaus ( Myzus prunavium ) Mehlige Pflaumenblattlaus ( Hyalopterus pruni )

Beerenobst:

Knotenhaarlaus ( Chaetosiphon fragaefolii ) Schalottenlaus ( Myzus ascalonicus ) Kleine Himbeerblattlaus ( Aphis idaei ) Große Himbeerblattlaus ( Amphorophora idaei ) Hellgrüne Brombeerblattlaus ( Sitobion fragariae ) Kleine Stachelbeerblatttrieblaus ( Aphis grossulariae ) Bleiche Stachelbeerblattlaus ( Hyperomyzus pallidus ) Kleine Johannisbeerblattlaus ( Aphis schneideri ) Große Johannisbeerblattlaus ( Nasonovia ribis-nigri ) Gänsedistellaus ( Hyperomyzus lactucae ) Johannisbeerblasenlaus ( Cryptomyzus ribis ) Holunderblattlaus ( Aphis sambuci )

Blattläuse leben meist in Kolonien, bestehend aus ungeflügelten und geflügelten adulten Tieren und ihren Larven, an Trieben, vor allem an jüngeren, saftigen Trieben (z.B. Triebspitzen), und häufig auf Blattunterseiten, aber auch an Knospen und in Blüten.

Dort saugen sie Pflanzensaft, indem sie mit Hilfe ihrer stechend-saugenden Mundwerkzeuge (Saugrüssel) in das Pflanzengewebe (meist Schwammparenchym, selten Siebröhren) stechen. Es gibt sowohl Arten mit einem Wirtswechsel (Wechsel von Hauptwirt zu Nebenwirt) als auch Arten, die keinen Wirtswechsel durchführen und immer auf der gleichen Wirtspflanze bleiben.

Das Aufeinanderfolgen zahlreicher Generationen pro Jahr vom Frühling (etwa ab April) bis in den Spätsommer und Herbst hinein ist für Blattläuse sehr bezeichnend, häufig im Wechsel zwischen geschlechtlicher und ungeschlechtlicher Vermehrung durch Parthenogenese (Jungfernzeugung), die oft zu Massenvermehrungen führen kann.

Die Überwinterung erfolgt entweder im Larvenstadium, als adultes Tier oder mit Wintereiern. Ein Auftreten der Blattläuse ist entweder durch die Tiere selbst oder durch die Schäden, die sie verursachen, festzustellen. Die Tiere sind fast immer in mehr oder weniger großen Kolonien mit geflügelten und ungeflügelten Individuen auf den Blattunterseiten, saftigen Trieben und auch an Knospen und in Blüten zu sehen.

Durch den Saftentzug und den dabei von den Blattläusen ausgeschiedenen Giftstoffen reagiert die Pflanze häufig mit Blattverformungen und Wachstumshemmungen, wie z.B.:

gekräuselte, eingerollte Blätter Falten Gallbildungen und andere Wucherungen Verfärbungen Triebstauchungen Bildung von Blattnestern Verkümmern der Triebspitzen Absterben befallener Teile

Zusätzlich siedeln sich an den süßen, klebrigen Kotausscheidungen (Honigtau) verschiedene Rußtaupilze auf Früchten und anderen Pflanzenteilen an, wodurch ein schwärzlicher Belag entsteht. Im Winter findet man die schwarz glänzenden Wintereier (0,5 – 0,6 mm) der wirtswechselnden Blattlausarten meist einzeln an den Trieben, Knospen, in Astlöchern und Rindenritzen und –rissen, oder auch in Massen (wie bei der Grünen Apfelblattlaus). Woher Kommen BlattlUse Saugschäden durch Apfelfaltenlaus Woher Kommen BlattlUse Starker Befall mit Kirschenblattläusen Blattläuse sind an jeder Obstkultur zu finden, entweder mit spezifischen Arten oder mit Arten, die auf mehreren Wirtspflanzen vorkommen. Blattläuse sind weltweit verbreitet. Die Ausbreitung erfolgt aktiv durch die geflügelten Formen, die vor allem der Verbreitung und dem Wirtswechsel dienen, oder passiv durch Windverdriftung.

Sind Blattläuse normal?

Wie erkenne ich Befall mit Blattläusen ? — Blattläuse treten im Freien besonders im Frühling und Frühsommer auf. Das ist ganz normal und nicht besorgniserregend, erklärt Gartenfachberaterin Brigitte Goss. Die Blätter betroffener Pflanzen kräuseln sich, weil die Schädlinge sie aussaugen.

  • Die Blattläuse saugen den süßen Pflanzensaft vor allem aus weichen Pflanzenteilen.
  • Dabei verursachen sie verkrümmte Triebspitzen, eingerollte Blätter und Pflanzenkrankheiten, da die Läuse Viren übertragen können.
  • In der Nähe der Blattläuse sind häufig auch Ameisen unterwegs.
  • Sie melken die süßen Ausscheidungen der Blattläuse und verteidigen sie auch gegen Nützlinge.

Später im Jahr erkennt man den Blattlausbefall auch an der klebrigen Umgebung und den Rußtaupilzen, die wegen der zuckerhaltigen Ausscheidungen auf den Pflanzen zurückbleiben. Blattläuse treten oft in großen Mengen auf. Sie gebären lebend und können so in kurzer Zeit sehr viele Nachkommen zeugen.

Soll man Blattläuse bekämpfen?

Die Frühlingsplage Wann soll man Blattläuse bekämpfen? — 18.04.2019 Lesedauer: 3 Min. Woher Kommen BlattlUse Eine große Menge Blattläuse kann den Pflanzen gefährlich werden. Sie saugen den Pflanzensaft aus. (Quelle: Karl-Josef Hildenbrand./dpa) Berlin (dpa/tmn) — Sprießt das erste Grün im Garten, schlüpfen sie aus ihren Verstecken und aus den Eiern: Blattläuse machen Pflanzen vor allem im Frühling zu schaffen. «Läuse sind immer ein Zeichen dafür, dass eine Pflanze schwächelt», erklärt Olaf Beier vom Bundesverband Einzelhandelsgärtner.

  1. Der Grund dafür kann vielfältig sein: Die Pflanze steht zu dunkel, zu warm oder zu trocken.
  2. Die Folge: Die Zellstruktur wird weich, und die Blattläuse können die Pflanzenhaut leicht durchstechen.
  3. Auch Düngung kann eine Ursache dafür sein, dass eine Pflanze schlapp macht — insbesondere wenn sie zu viel Stickstoff und zu wenig Kalium bekommt.

«Kalium kräftigt die Zellwände und macht sie widerstandsfähiger. Zu viel Stickstoff ist eher kontraproduktiv und macht die Zellen weich», erläutert Beier. Beliebte Orte Da weiche Teile ihnen einen einfachen Zugang zum Pflanzensaft bieten, sind Blattläuse im Frühjahr besonders an jungen Trieben und Blättern, auf Knospen und Blüten zu finden.

  1. Rümmen sie sich oder sehen verkrüppelt aus, gilt es genauer hinzusehen.
  2. Auch eine klebrige, silbrig glänzende Schicht auf der Blattoberfläche ist verdächtig.
  3. Den Honigtau scheiden die Blattläuse aus, nachdem sie den Pflanzensaft durch ihren Körper gefiltert haben», sagt Beier.
  4. Durch das Aussaugen des Pflanzensaftes schwächen Blattläuse die Pflanzen nicht nur, sondern können auch Krankheiten übertragen.
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«Blattläuse sind Überträger Nummer eins, wenn es um Viren und Krankheiten geht», sagt Gärtnermeister René Wadas, der sich selbst als «Pflanzenarzt» betitelt. Je nach Wirtspflanze können bestimmte Arten beispielsweise den Tomatenmosikvirus oder Baumkrebs übertragen.

  1. Verbreitete Probleme Ruß- oder Schwarzpilze gehören zu den am weitesten verbreiteten Problemen, die Blattläuse verursachen können.
  2. Die Pilze siedeln sich auf dem Honigtau an, zersetzen den darin enthaltenen Zucker und überziehen nach und nach das Blatt mit einer schwarzen Schicht, die an Kohlestaub erinnert.

«Breitet sich diese Schicht über alle Blätter aus, kann die Pflanze keine Photosynthese mehr betreiben, wodurch sie zusätzlich geschwächt wird», erklärt Beier. Dennoch empfehlen die Fachleute, nicht gleich bei der ersten Blattlaus in Panik zu verfallen.

  1. Meisen, Marienkäfer, Florfliegen und viele andere Tiere ernähren sich von Blattläusen.
  2. Daher sollte man zunächst abwarten, ob die Fressfeinde den Bestand regulieren», sagt Marja Rottleb, Gartenexpertin beim Naturschutzbund Deutschland ( Nabu ).
  3. Auch Wadas rät dazu, erst einzuschreiten, wenn die Läuse so sehr Überhand nehmen, dass sie Pflanzen sichtlich schaden.

Keine chemische Keule Lässt sie die Blätter hängen, verfärben sich diese schwarz oder ist das Gewächs vor lauter Blattläusen kaum noch zu erkennen — das sind für Wadas entscheidende Kriterien. «Die Blattläuse sollte man dann aber nicht mit der chemischen Keule vollständig vernichten.

Auch eher harmlose Hausmittel wie Milch oder Rapsöl können helfen, Blattläuse zu reduzieren.» Sein Tipp: Zehn Milliliter Rapsöl und einem Spritzer Spülmittel mit warmen Wasser vermischen und aufsprühen. Beier setzt auch auf natürliche Ölpräparate. «Unter der Ölschicht ersticken Blattläuse und auch Schildläuse und Wollläuse wird man damit los», erklärt er.

Bei grünen Blattläusen kann auch Seifenlauge helfen. «Die Lauge wäscht den Läusen die Fettschicht vom Körper, wodurch sie in der Sonne austrocknen.» Pinsel, Zahnbürste, Wasser Rottleb empfiehlt, Seifenlauge eher sparsam einzusetzen, denn sie schädigt auch Nützlinge und zerstört irgendwann den Boden.

  1. Ihr Tipp: Die Blattläuse mit Hilfe eines Pinsels, einer Zahnbürste oder Wasser entfernen.
  2. Später kann man neben Pflanzenöl auch einen Sud aus Rainfarn oder Efeu aufbringen.
  3. Eine Brühe aus Ackerschachtelhalm und ein Sud aus Brennnesseln stärken die Pflanzen zusätzlich.» Es gibt aber auch Hausmittel, von denen der Pflanzenarzt entschieden abrät.

Einen Tabaksud zum Beispiel. «Nikotin ist hochgiftig und schadet den Pflanzen.» Auch für Spiritus gilt das. «Das ist wie mit Kanonen auf Spatzen schießen», sagt Wadas. Literatur: René Wadas: Der Pflanzenarzt — Mein großes Praxisbuch für Garten und Balkon, Rowohlt Taschenbuch, 2019, 288 S., 12 Euro, ISBN: 978-3499634581.

Sind Ameisen gut gegen Blattläuse?

Fressen Ameisen Blattläuse? — Ameisen fressen keine Blattläuse, tatsächlich verteidigen sie die Läuse sogar gegen Fressfeinde, um sich den Honigtau zu sichern. Doch auch wenn Läuse nicht auf dem Speiseplan der Ameisen stehen, haben sie einige natürliche Fressfeinde.

Diese Fressfeinde können Ihnen im Garten helfen, eine Massenvermehrung der Blattläuse zu verhindern. Einer der bekanntesten und gefräßigsten Nützlinge gegen Blattläuse ist der Marienkäfer. Blattläuse stehen nicht nur bei den ausgewachsenen Tieren auf dem Speiseplan, sondern vor allem bei den Larven. Eine Larve kann bis zu ihrer Verpuppung zu einem ausgewachsenen Marienkäfer bis zu 500 Blattläuse fressen.

In unserem Online Shop können Sie Eier von Marienkäfern oder bereits geschlüpfte Marienkäfer bestellen, Weitere interessante Fakten zum Thema „ Marienkäfer gegen Blattläuse » und mehr dazu, wie Sie Marienkäfer gezielt fördern können, erfahren Sie in unserem Spezialartikel.

Bei welcher Temperatur sterben Blattläuse?

Wie Schnecken, Blattläuse und Borkenkäfer überwintern Unter den meist eher kälteempfindlichen Blattläusen gibt es Frostspezialisten, die minus 18 Grad überstehen.

Wie viel Spülmittel gegen Blattläuse?

Spülmittel gegen Blattläuse: So geht’s — Für die Herstellung benötigen Sie

  • Eine Sprühflasche
  • Etwas Spülmittel
  • Wasser – die Menge richtet sich nach der Größe der Sprühflasche

Und so gehen Sie vor:

  1. Füllen Sie die Sprühflasche bis zu zwei Drittel mit Wasser.
  2. Je nach Wassermenge geben Sie nun etwas Spülmittel in die Flasche. Pro Liter Wasser können Sie zehn Milliliter unverdünntes Spülmittel beimengen. Das Mischverhältnis sollte unbedingt eingehalten und nicht überschritten werden.
  3. Verschließen Sie die Sprühflasche und schütteln Sie sie. Das Spülmittel sollte sich gut mit dem Wasser vermengen.
  4. Spülen Sie Ihre Pflanze ab. Bei Zimmerpflanzen eignet sich die Dusche, bei Gartenpflanzen der Gartenschlauch. Dadurch entfernen Sie bereits ein paar Blattläuse.
  5. Warten Sie anschließend, bis die Feuchtigkeit getrocknet ist. Würden Sie jetzt die Spüli-Mischung auftragen, würde sich diese verdünnen und unter Umständen in die Erde herunterfließen.
  6. Bedecken Sie bei Zimmerpflanzen die Erde mit einem Küchenpapier. So verhindern Sie, dass (zu viel) Spülmittel in die Erde gelangt.
  7. Besprühen Sie jetzt die Stängel und die Blätter mit der Spülmittel-Mischung. Vergessen Sie dabei die Blattunterseiten nicht.
  8. Warten Sie zwei bis drei Tage und schauen Sie, ob die Blattläuse verschwunden sind.
  9. Mit einem benetzten Küchenpapier können Sie nun das Spüli-Wasser vorsichtig von den Pflanzenteilen entfernen. Dadurch entfernen Sie den Honigtau der Läuse sowie tote, kleben gebliebene Schädlinge.
  10. Zuletzt sollten Sie die Pflanze noch einmal abduschen. Das soll verhindern, dass die Pflanze unter der Behandlung leidet.

Tipp: Die Anwendung sollte nicht bei starker Sonneneinstrahlung erfolgen. Denn sie kann zu chemischen Reaktionen der Reinigungssubstanzen auf den Blättern führen. Wenden Sie das Spülmittel daher vorzugsweise abends an.

Welches Wetter begünstigt Blattläuse?

Hauptnavigation — Navigation öffnen Navigation öffnen Es geht schon wieder los Die warmen und trockenen Tage waren ideale Bedingungen für die Entwicklung von Blattläusen.» Kontrollieren Sie anfällige Pflanzen und vor allem junge Austriebe», warnen die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie.

Wie gefährlich sind Blattläuse?

Blattläuse Unter den zahlreichen Blattlausarten ist die Große Rosenblattlaus eine der bekanntesten. Quelle: Vera Kuttelvaserova / Fotolia.com

Gestalten Sie Ihren Garten naturnah, um Fressfeinde der Blattläuse anzulocken.Siedeln Sie im Gewächshaus gezielt Nützlinge an.Wählen Sie Pflanzensorten, die bei Blattläusen unbeliebt sind.Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen regelmäßig, damit die Läuse sich nicht massenhaft vermehren.Entfernen Sie Blattläuse per Hand oder Wasserstrahl.

Blattläuse zählen neben ⁠⁠ zu den bekanntesten Schädlingen im Garten. Sie stechen die Pflanzen an, auf denen sie sich angesiedelt haben, und saugen den zuckerhaltigen Pflanzensaft. Blattläuse können auch Viruserkrankungen auf die Pflanzen übertragen. Andererseits spielen Blattläuse eine wichtige Rolle in der Nahrungskette. Viele Vogelarten, Spinnen und Marienkäfer ernähren sich von ihnen.

Locken Sie Fressfeinde an, indem Sie den Garten möglichst abwechslungsreich gestalten.Errichten Sie Versteck- und Nistmöglichkeiten für die Nützlinge.

Auch im Gewächshaus befallen Blattläuse die Pflanzen: Kaufen Sie bei Firmen, die sich darauf spezialisiert haben, Nützlinge für das Gewächshaus. Hier sind einige Beispiele:

Larven der Florfliege (Chrysoperla carnea) vertilgen neben Blattläusen und Wollläusen auch Thrips und Spinnmilben. Hängen Sie Pappkärtchen und Pappwaben mit Florfliegeneiern oder Larven an die befallenen Pflanzen. Fünf Kärtchen mit je 120 Florfliegeneiern reichen für 20 Quadratmeter und kosten etwa 10 Euro.Schlupfwespen (Aphidius colemani, A. ervi) legen ihre Eier in die Blattläuse, die schlüpfenden Larven fressen diese auf und verpuppen sich. Nach rund 15 Tagen schlüpfen die Wespen. Jedes einzelne Weibchen kann bis zu 200 Blattläuse anstechen. Eine Packung mit 500 Puppen kostet rund 20 Euro und reicht für etwa 250 Quadratmeter.Marienkäfer und ihre Larven sind auf Blattläuse spezialisiert. Ein ausgewachsener Käfer vertilgt in seinem etwa einjährigen Leben bis zu 5000 Blattläuse. Kaufen Sie Zweipunkt-Marienkäfer (Adalia bipunctata; 30 Larven für rund 10 Euro) oder Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata; 150 Eier für etwa 12 Euro).Die Larven der räuberischen Gallmückenart Aphidoletes aphidimzya vermehren sich schnell, werden aber nur bei mehr als 14 Stunden Licht am Tag aktiv.200 Puppen reichen für zehn Quadratmeter und kosten etwa 10 Euro.

Blattläuse meiden starke Pflanzen: Achten Sie schon beim Kauf eines Gewächses darauf, dass es zu den Lichtverhältnissen in Ihrem Garten passt. Verkümmerte Pflanzen sind ein gefundenes Fressen für Blattläuse. Dasselbe gilt für überdüngte Pflanzen, weil sie ein weiches Gewebe haben.

Setzen Sie ⁠⁠ ein. Gefestigtes Gewebe und Abwehrstoffe schrecken Blattläuse ab.Verwenden Sie Pflanzenextrakte, etwa aus Knoblauch oder Brennnessel.Bauen Sie resistente Sorten an, zum Beispiel Bataviasalat „Leny», Lollo Rossa „Solsun» und die Eisbergsalat-Sorten „Barcelona», „Bennie» und „Fortunas», sowie die Himbeer-Sorten „Rumiloba» und „Rutrago».

Mit Handarbeit gegen Lausbefall:

Achten Sie frühzeitig darauf, ob die Pflanzen befallen sind.Zerquetschen Sie einzelne Läuse mit den Fingern oder streifen Sie sie ab.Verwenden Sie bei Gehölzen und robusten Stauden einen harten Wasserstrahl. Aber Vorsicht – steigern Sie den Wasserdruck erst nach und nach.Schneiden Sie von Blattläusen befallene Triebspitzen einfach ab.

Pflanzenschutzmittel nur im Notfall: Die meisten chemischen Pflanzenschutzmittel schaden auch Nützlingen. Wer sie trotzdem verwendet, gefährdet das Gleichgewicht zwischen Schädlingen und ihren natürlichen Feinden. Bei vielen Präparaten sind mehrere Spritzungen innerhalb weniger Wochen notwendig.

Wählen Sie möglichst umweltverträgliche Wirkstoffe.Verwenden Sie Produkte auf der Basis von Rapsöl, Fettsäuren oder Kali-Seife.Kaufen Sie nur Produkte, denen keine weiteren Wirkstoffe außer einem der genannten zugesetzt sind.Behandeln Sie die Pflanzen abends oder an einem bedeckten Tag, da die Tröpfchen wie winzige Linsen wirken und Sonnenbrand an den Pflanzen verursachen können.

Grüne Pfirsichblattlaus Die Grüne Pfirsichblattlaus (Myzus persicae) ist im Frühjahr vorwiegend auf Pfirsichbäumen anzutreffen und wechselt im Sommer auf Gemüsepflanzen. Sie ist vor allem als Virusüberträger von Bedeutung. Unkräuter werden auch befallen und sollten daher im Gemüsebeet gejätet werden. Quelle: James K. Lindsey | www.wikimedia.org | Picture taken in Commanster Belgian High Ardennes Species Myzus persicae | https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5 Mehlige Apfelblattlaus Bei einem starken Befall mit der schwarzen Mehligen Apfelblattlaus (Dysaphis plantaginea) wachsen Triebe verkrümmt, Blätter fallen vorzeitig ab, befallene Früchte bleiben klein. Im Hobbygarten kann ein Befall meist toleriert werden. Quelle: Uwe Harzer | www.greencommons.de | Mehlige Apfelblattlaus Dysaphis plantaginea an Apfel Stammmütter und junge Blattläuse | http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0 Apfelfaltenlaus Ein Befall mit Apfelfaltenläusen (Dysaphis anthrisci, D. derecta) ist leicht zu erkennen: Die Ränder der Apfelblätter erscheinen faltenartig aufgeworfen und sind leuchtend rot gefärbt. Dem Baum schaden die meist blaugrau gefärbten Blattläuse aber in der Regel kaum, eine Bekämpfung ist daher nicht notwendig. Quelle: Appaloosa | www.wikimedia.org | Befall eines Apfelbaumes mit der Apfelfaltenlaus | https://en.wikipedia.org/wiki/en:GNU_Free_Documentation_License | https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0 Grüne Apfelblattlaus Die Grüne Apfelblattlaus (Aphis pomi) ist vorwiegend an jungen Bäumen anzutreffen, insbesondere, wenn sie zu viel gedüngt wurden. Eine Bekämpfung ist daher im Hobbygarten nicht notwendig. Befallene Blätter können abgepflückt, stark befallene Triebspitzen abgeschnitten und über den Kompost oder Biomüll entsorgt werden. Quelle: Christoph Hoyer Apfelgraslaus Die Apfelgraslaus (Rhopalosiphum insertum) ist vorwiegend an alten Bäumen anzutreffen – meist schon zu Saisonbeginn in größerer Zahl. Sie sollte geschont werden, da sie den Fressfeinden zahlreicher Blattlausarten als erste Nahrung dient und ihnen somit hilft, sich rasch zu vermehren. Quelle: Christoph Hoyer Schwarze Kirschenblattlaus Schwarze Kirschenblattläuse (Myzus cerasi, M. prunavium) sitzen an den Blattunterseiten insbesondere der Triebspitzen und verursachen gekräuselte und eingerollte Blätter. Kontrollieren Sie die Gehölze im Frühjahr, noch ehe sich die Blütenknospen öffnen, regelmäßig auf einen Befall. Quelle: Christoph Hoyer Große Rosenblattlaus Die Große Rosenblattlaus (Macrosiphum rosae) muss in der Regel nicht bekämpft werden. Die etwa vier Millimeter großen grünen Blattläuse werden durch Nützlinge meist gut in Schach gehalten. Sie können Sie auch mit einem harten Wasserstrahl abspritzen oder mit den Fingern abstreifen. Quelle: Vera Kuttelvaserova / Fotolia.com Blutlaus an Apfel Die Blutlaus (Eriosoma lanigerum) verbirgt sich ähnlich wie Wollläuse unter weißen Wachsfäden. Beim Zerdrücken tritt die namensgebende blutrote Flüssigkeit aus. In der Regel genügt es, Blutlauskolonien an der Rinde abzubürsten, den Rest erledigen Nützlinge wie die Blutlauszehrwespe (Aphelinus mali). Quelle: Uwe Harzer | www.greencommons.de | Blutlaus an Apfel | http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0

Umweltsituation: Allein im Mitteleuropa sind rund 850 Blattlausarten bekannt. Meist ist ihr Befall harmlos, allerdings können sie in einzelnen Fällen der Pflanzengesundheit nachhaltig schaden, da sie Viruskrankheiten übertragen. Sie geben zum Beispiel Tabakmosaikviren an Tomaten, Gurken und Paprika und das Scharkavirus an Steinobst weiter.Es gibt Pflanzensorten, die gegen den Befall von Blattläusen resistent sind.

  1. Allerdings wurden in einigen Versuchen regionale Unterschiede nachgewiesen.
  2. In einigen Regionen Deutschlands sind in den vergangenen Jahren die Blattlausresistenzen zusammengebrochen.
  3. Soll heißen, die Schädlinge befallen auch Sorten, die sie vorher verschmäht haben.
  4. Der Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln in deutschen Hobby-Gärten hat stark nachgelassen.

Viele Menschen bauen Obst und Gemüse gerade deshalb selbst an, weil sie es ungespritzt ernten möchten. So unterstützen sie das Gleichgewicht zwischen Schädlingen und ihren natürlichen Gegenspielern. Studien belegen, dass sich die Zahl der Schädlinge dagegen durch den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel in einigen Fällen nicht verringert, sondern sogar erhöht.

  • Beim Sprühen gegen Schädlinge besteht generell die Gefahr, dass der Sprühnebel auf benachbarte blühende Pflanzen weht und dadurch Bienen oder andere Bestäuber beschädigt.
  • Einige Wirkstoffe können sich auch im Boden anreichern oder sich in der Nahrungskette ansammeln, wenn Vögel, Igel oder andere Tiere kontaminierte Tiere und Pflanzenteile fressen.

Durch ⁠⁠ und Versickern können die chemischen Mittel in das Grundwasser gelangen. Das ist besonders kritisch, wenn man bedenkt, dass es in Deutschland etwa 20 Millionen Hausgärten und eine Million Kleingärten gibt. Gesetzeslage: Chemische Pflanzenschutzmittel gegen Blattlausbefall dürfen nur so eingesetzt werden, wie es in der jeweiligen Packungsbeilage steht.

  • Das gesetzliche Zulassungsverfahren sieht vor, dass die Auswirkungen eines Produktes für Umwelt und Gesundheit an den ordnungsgemäßen Gebrauch gekoppelt werden.
  • Wenn es häufiger, in höherer Konzentration oder zu einem anderen Zeitpunkt als empfohlen angewendet wird, können unvertretbare Nebenwirkungen auftreten.

Das Pflanzenschutzgesetz verbietet ausdrücklich den Einsatz von Präparaten, die nicht offiziell als Pflanzenschutzmittel zugelassen, aber dazu geeignet sind, andere Organismen zu schädigen. Das gilt auch für selbstgebraute Hausmittelchen. Weitere Informationen finden Sie hier: : Blattläuse