Woher Kommen Affenpocken?

Woher Kommen Affenpocken
Was sind Mpox? — Mpox sind eine Zoonose, d.h. eine von infizierten Tieren auf den Menschen übertragbare virale Infektionskrankheit. Übertragungen von Mensch zu Mensch sind vor allem bei engem Kontakt ebenfalls möglich. Die Erkrankung wird ausgelöst durch das Monkeypox Virus (MPXV) aus der Gattung Orthopoxvirus,

Das Virus ist verwandt mit den klassischen Pockenviren (Variola-Virus) und den ebenfalls als Zoonose bekannten Kuhpockenviren (siehe auch die FAQ » Was ist der Unterschied zwischen klassischen Pocken, Mpox, Kuhpocken und Windpocken? «). Im Gegensatz zu den seit 1980 als ausgerottet erklärten Menschenpocken (Variola, engl.

smallpox ) verlaufen Mpox in der Regel deutlich milder und heilen von alleine ab. Es können aber auch schwere Verläufe und selten Todesfälle auftreten (insbesondere bei Kindern oder Personen mit geschwächtem Immunsystem). Mpox-Viren sind ursprünglich bei Nagetieren in West- und Zentralafrika verbreitet (endemisch).

  1. Vor 2022 wurden humane Fälle von Mpox selten und mit geringen Fallzahlen außerhalb von west- und zentralafrikanischen Ländern gemeldet.
  2. Die zentralafrikanische Virusvariante (die sog.
  3. Lade I) ist deutlich virulenter (krankmachender) als die westafrikanische Virusvariante (Klade II).
  4. Die seit 2022 weltweit zirkulierenden Mpox-Viren sind eng mit Viren der Klade II verwandt.

Siehe auch RKI -Ratgeber zu Mpox, Stand: 31.05.2023

Wie ist das Affenpockenvirus entstanden?

Affenpocken werden durch das Affenpockenvirus ausgelöst, das mit dem Pockenvirus verwandt ist und eine ähnliche, aber in der Regel mildere Erkrankung hervorruft.

Affenpocken werden durch das Affenpockenvirus ausgelöst, das mit dem Pockenvirus verwandt ist. Das auffälligste Symptom ist ein Ausschlag. Die Diagnose von Affenpocken wird in der Regel mithilfe einer Probe von einer Hautläsion und durch eine Untersuchung auf das genetische Material (DNS) des Virus gestellt. Es gibt eine Schutzimpfung für Affenpocken. Die Behandlung von Affenpocken zielt hauptsächlich auf die Linderung der Symptome ab, und antivirale Medikamente können hilfreich sein.

Affenpocken und Pocken sind Teil einer Gruppe von Viren, die Orthopockenviren genannt werden. Sie sind nicht mit den Windpocken verwandt, die durch das Varizella-Zoster-Virus verursacht werden, das einer anderen Gruppe von Viren angehört. Trotz seines Namens steckt man sich mit dem Affenpockenvirus nicht bei Affen an.

Obwohl das Reservoir (ein Tier, das die Infektionsquelle ist) unbekannt ist, sind die wahrscheinlichsten tierischen Infektionsquellen kleine Nagetiere (z.B. Eichhörnchen), die in den Regenwäldern Afrikas, hauptsächlich in West- und Zentralafrika, leben. Im November 2022 führte die Weltgesundheitsorganisation den Namen „Mpox», der die Bezeichnung „Affenpocken» ablösen soll (siehe WHO empfiehlt einen neuen Namen für die Affenpockenkrankheit ).

Im Jahr 2022 wurden Fälle von Affenpocken in etwa 70 Ländern gemeldet, in denen es normalerweise keine Affenpocken-Infektionen gibt, darunter in mehreren europäischen Ländern und in den Vereinigten Staaten. Dies stellt eine neue Situation dar, da die fortwährende Übertragung der Affenpocken von Mensch zu Mensch vorher hauptsächlich in Afrika stattgefunden hat.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Ausbruch der Affenpocken im Jahr 2022 zu einer gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite erklärt (siehe WHO: Affenpocken-Ausbruch 2022 ). Medizinische Organisationen untersuchen derzeit, wie die Menschen während des Ausbruchs 2022 mit dem Virus in Kontakt gekommen sind und wie sich die Infektion ausbreitet.

Viele Fälle sind bei Männern aufgetreten, die Sex mit Männern haben, aber es ist nicht bekannt, ob sich dieses Muster fortsetzen wird und ob die Infektion sexuell übertragen wird. Geschichtlich gesehen wurde eine Infektion des Menschen mit Affenpocken hauptsächlich bei vereinzelt auftretenden Fällen in Afrika und bei gelegentlichen Epidemien beobachtet.

Gegenden, in denen tierische Träger des Virus leben, werden durch Menschen besiedelt.

Vor 2022 wurden Fälle außerhalb Afrikas direkt mit Reisen nach West- und Zentralafrika in Verbindung gebracht, oder mit Tieren, die aus dieser Region importiert wurden. In den USA kam es 2003 zu einem Ausbruch von Affenpocken, als infizierte Nagetiere als Haustiere aus Afrika importiert wurden.

Direkter Kontakt mit dem infektiösen Ausschlag, dem Wundschorf oder mit Körperflüssigkeiten Atemwegssekrete, bei längerem, engen persönlichen Kontakt oder bei intimem körperlichen Kontakt, wie Küssen, Kuscheln oder Geschlechtsverkehr Berührung von Gegenständen (wie Kleidung oder Bettwäsche), die zuvor mit dem infektiösen Ausschlag oder mit infektiösen Körperflüssigkeiten in Kontakt gekommen sind Über die Plazenta (von der Schwangeren auf den Fötus)

Affenpocken können sich ausbreiten, wenn Menschen mit infizierten Tieren in Kontakt kommen, wahrscheinlich durch Bisse oder Kratzer dieser Tiere, oder durch die Zubereitung und den Verzehr von infiziertem Tierfleisch. Affenpocken verursachen Symptome, die an Pocken Pocken Pocken bezeichnet eine hoch ansteckende, tödliche Krankheit, die vom Pockenvirus verursacht wird. erinnern. Wie bei Pocken nimmt der durch Affenpocken hervorgerufene Ausschlag seinen Anfang auch als flache rote Flecken. Die Flecken verwandeln sich dann in Blasen, die mit Eiter gefüllt sind (es bilden sich Pusteln). Nach mehreren Tagen bilden die Pusteln eine Kruste.

Vor dem Ausbruch 2022 begann der Ausschlag oftmals im Gesicht und breitete sich auf andere Körperteile aus, einschließlich der Handflächen und der Fußsohlen. Im Verlauf des weltweiten Ausbruchs 2022 begann der Ausschlag jedoch oft an den Genitalien oder im Mund, war oft schmerzhaft und breitete sich nicht aus oder durchlief nicht die typischen weiteren Krankheitsstadien.

Die Erkrankung beginnt mit Fieber, Schüttelfrost, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen, extremer Erschöpfung und, im Gegensatz zu den Pocken, deutlich erkennbaren geschwollenen Lymphknoten. Diese Symptome können vor, während oder nach dem Auftreten des Ausschlags auftreten.

  • Von Affenpocken Betroffene erwerben mit erhöhter Wahrscheinlichkeit weitere Infektionen.
  • Bei manchen Patienten mit Affenpocken kommt es zu bakteriellen Infektionen von Haut und Lunge.
  • Die Krankheit nimmt in der Regel einen milderen Verlauf als Pocken, kann aber auch zum Tod führen.
  • Während des Ausbruchs im Jahr 2003 in den USA waren keine Todesfälle zu verzeichnen.

Bei dem Ausbruch im Jahr 2022 gab es unter Tausenden von Krankheitsfällen einige Todesfälle. Die Symptome können 1 bis 2 Wochen nach der Infektion einsetzen, aber es kann auch bis zu 3 Wochen dauern, bis die Symptome auftreten. Die Betroffenen sind von dem Zeitpunkt an infektiös (d.h., sie können das Virus auf eine andere Person übertragen), an dem die Symptome einsetzen, bis zu dem Zeitpunkt, an dem alle Läsionen verkrustet und die Wundschorfe abgefallen sind, sodass gesunde Haut zum Vorschein kommt.

  1. Dies dauert in der Regel 2 bis 4 Wochen.
  2. Ärzte ziehen die Affenpocken bei jeder Person als mögliche Ursache in Betracht, die einen Ausschlag zeigt, der wie die typischen Hautläsionen bei Affenpocken aussieht.
  3. Die Diagnose von Affenpocken wird in der Regel mithilfe einer Probe von einer Hautläsion und durch eine Untersuchung auf das genetische Material (DNS) des Virus gestellt.

Bei anderen Tests, die zur Feststellung der Affenpocken bei möglicherweise Betroffenen dienen, werden Proben des infizierten Gewebes an ein Labor geschickt, um das Virus dort zu züchten (zu kultivieren) und zu analysieren. Blutproben werden auf Antikörper gegen das Affenpockenvirus getestet und eine Probe des infizierten Gewebes wird unter dem Mikroskop untersucht.

JYNNEOS ist ein abgeschwächtes (attenuiertes) Lebendimpfstoffvirus, das sich in der Person, die es erhält, nicht vermehrt. Es wird zur Vorbeugung von Affenpocken (und Pocken) bei Erwachsenen ab 18 Jahren verwendet, die ein hohes Risiko für Affenpocken (oder Pocken) aufweisen. JYNNEOS kann auch Menschen verabreicht werden, die ein hohes Risiko haben, sich während lokalen Ausbrüchen bei anderen Personen mit dem Affenpockenvirus anzustecken (siehe CDC: Grundlagen der Affenpockenimpfung; Wer sollte geimpft werden? ).

Der Impfstoff ACAM2000 enthält Lebendviren, die mit dem Pockenvirus verwandt sind und eine Kreuzimmunität gegenüber das Affenpocken- und das Pockenvirus aufbauen. Es wird Menschen verabreicht, die ein hohes Risiko haben, sich mit Affenpocken (oder Pocken) anzustecken.

Geschwächtes Immunsystem (z.B. Personen, die AIDS haben oder Immunsuppressiva einnehmen) Hauterkrankungen (insbesondere atopische Dermatitis ) Augenentzündung Herzerkrankung Kinder unter 1 Jahr Schwangerschaft

Menschen mit Affenpocken, die nicht ins Krankenhaus eingewiesen werden, sollten sich wie folgt verhalten:

Bleiben Sie zu Hause in Isolation, bis die Läsionen abgeklungen sind und der Wundschorf abgefallen ist und sich eine frische Schicht intakter Haut gebildet hat. Direkten körperlichen Kontakt mit anderen Menschen und mit Tieren vermeiden Benutzen Sie potenziell kontaminierte Gegenstände wie Bettwäsche, Handtücher, Kleidung, Trinkgläser oder Essbesteck nicht gemeinsam mit anderen Personen. Reinigen und desinfizieren Sie Oberflächen und Gegenstände, die häufig berührt werden. Tragen Sie eine Maske, wenn zu Hause ein enger Kontakt mit anderen Personen notwendig ist.

Die Behandlung von Affenpocken zielt hauptsächlich auf eine Linderung der Symptome ab. Es gibt keine bewährte, sichere Behandlung bei einer Infektion mit dem Affenpockenvirus. Die Virostatika Tecovirimat, Cidofovir oder Brincidofovir könnten nützlich sein, sind aber als Behandlungsmethode von Affenpocken noch nicht wissenschaftlich untersucht worden.

Wie lassen sich Affenpocken übertragen?

Wie werden Mpox/„Affenpocken» übertragen? — Abbildung verschiedener Affenpocken-Pusteln (Foto: UKHSA) Als Hauptübertragungsweg für Mpox-Viren („Affenpockenviren») gilt enger und längerer Haut-zu-Haut-Kontakt (z.B. beim Kuscheln oder Sex), vor allem Kontakt mit den Hautveränderungen (Ausschlag, Bläschen, Pusteln, Wunden, Schorf).

  1. Besonders ansteckend ist die Flüssigkeit in den Bläschen und aus den Wunden, die nach dem Aufplatzen der Bläschen entstehen, sowie der Schorf, der sich darüber bildet.
  2. Das Virus ist auch durch Gegenstände übertragbar, die beim Sex benutzt werden (z.B.
  3. Sexspielzeug), oder durch Kontakt mit Textilien (zum Beispiel Kleidung, Bettwäsche, Handtücher), an denen Schorfreste haften, die Mpox-Viren enthalten.

Haupteintrittspforten für das Virus in den Körper sind die beim Sex beteiligten Schleimhäute (Analregion, Penis, Mundhöhle). Sie können aber auch durch enge andere soziale Kontakte wie Kuscheln oder Stillen übertragen werden.

Welche Tiere übertragen die Affenpocken?

Chefredakteurin vetline.de — Telefon 0511 8550-2518 Verfasste Artikel Das Affenpockenvirus ( Orthopoxvirus simiae, Monkeypox virus) ist ein klassischer Zoonoseerreger, doch allzu viel wissen wir über die tierischen Wirte nicht. Nachgewiesen wurden Antikörper gegen das Affenpockenvirus bisher bei verschiedenen Nagern (Hörnchen, Ratten, Bilche) sowie Spitzmäusen in West- und Zentralafrika.

  1. Dort ist das Virus endemisch und auch Humaninfektionen treten regelmäßig auf. Prof. Dr.
  2. Fabian Leendertz, Direktor des neu gegründeten Helmholtz-Instituts für One Health und Tierarzt, sagte dem Science Media Center: „Zum Tierreservoir ist noch erstaunlich wenig bekannt.
  3. Affen selbst, von denen ja die Affenpocken ihren Namen haben, sind ebenfalls Opfer wie wir selbst, nicht Reservoir.

Es gibt Berichte zu afrikanischen Eichhörnchen, bei denen das Virus gefunden wurde, andere afrikanische Nagetiere stehen ebenfalls in Verdacht das Reservoir zu sein.» Virusreservoire außerhalb von Afrika sind bisher nicht bekannt. Enge Verwandte des Affenpockenvirus sind andere Orthopocken-Viren wie das Kuhpockenvirus.

Wo sind die Affenpocken zuerst ausgebrochen?

Das Affenpocken-Virus ist nicht neu, die vermehrte Zahl der Fälle außerhalb Zentral- und Westafrikas aber ungewöhnlich. Die Karte zeigt, wo das Virus seit Anfang Mai gemeldet wurde – und wie viele Fälle in den Ländern aktuell bestätigt sind oder unter Verdacht stehen. —

Fälle bestätigt Westafrikanische Variante endemisch Zentralafrikanische Variante endemisch Keine Daten

Anzahl der bestätigten Fälle und Verdachtsfälle, Quelle:, Zuletzt aktualisiert: 22.09.2022 Hinweis: Karte und Tabelle basieren auf der Datensammlung von Global Health, einem internationalen Netzwerk von Wissenschaftlern. Die Daten zeigen Fälle des aktuellen Ausbruchs, die seit Anfang Mai außerhalb Afrikas bekannt geworden sind.

Seit Anfang Mai haben immer mehr Länder außerhalb Afrikas Infektionen mit dem Affenpocken-Virus gemeldet. Die Krankheit kam bisher vor allem in Zentralafrika und in Westafrika vor. Doch offenbar hat sich der Erreger bereits längere Zeit unbemerkt in anderen Ländern ausgebreitet. Mittlerweile wurden in mehr als 100 Ländern weltweit Fälle von Affenpocken bestätigt.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte deshalb im Juli einen weltweiten Gesundheitsnotstand ausgerufen. Der erste deutsche Fall ist am 19. Mai in München nachgewiesen worden, weitere Nachweise folgten nur kurze Zeit später. Das Robert Koch-Institut geht davon aus, dass der Ausbruch begrenzt bleibt.

Eine Gefährdung für die Gesundheit der breiten Bevölkerung in Deutschland wird nach derzeitigen Erkenntnissen als gering eingeschätzt», teilte das RKI mit. Die Behörde wies aber zugleich darauf hin, dass das RKI die Situation weiter sehr genau beobachte und ihre Bewertung dem jeweils aktuellen Kenntnisstand anpasse.

Das Virus ist nicht neu. Der Erreger wurde erstmals 1958 in einem dänischen Labor bei Affen nachgewiesen — daher der Name Affenpocken. Fachleute vermuten allerdings, dass der Erreger eigentlich in Hörnchen und Nagetieren zirkuliert, Affen gelten als sogenannte Fehlwirte.

Das Affenpockenvirus ist auch auf den Menschen übertragbar. Die Zahl der Nachweise in westlichen Ländern ist aber zurzeit ungewöhnlich hoch. Frühere Infektionen waren nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO in der Regel auf Reisen in Gebiete in West- und Zentralafrika zurückzuführen, in denen das Virus bekannt ist.

Die Viren wurden laut WHO vereinzelt durch Reisende exportiert unter anderem in die USA, nach Israel und auch schon 2018 nach Großbritannien. Der erste Fall in diesem Jahr wurde am 7. Mai bei einem britischen Reiserückkehrer aus Nigeria festgestellt. Nach den nun vermehrten Fällen weltweit rief die WHO zu einer rigorosen Verfolgung aller Kontakte der Betroffenen.

Kann man Affenpocken bekommen wenn man gegen Pocken geimpft ist?

Trotz der mit der Zeit nachlassenden Wirkung der Pockenimpfung schätzt man auf der Basis von Studienergebnissen, dass eine vorangegangene Pockenimpfung einen Schutz von 85 Prozent gegenüber Affenpocken vermittelt. Vor schweren Krankheitsverläufen ist der Schutz noch höher.

Was passiert wenn man Affenpocken hat?

Affenpocken Woher Kommen Affenpocken © Andrea Männel, Andrea Schnartendorff / RKI Seit Mai 2022 treten in Europa und auch in Deutschland Fälle von Mpox/Affenpocken auf. Die Betroffenen erkranken in der Regel nicht schwer. Aktuelle Informationen über Ansteckung, Symptome, Schutz und Impfung gibt es hier.

Affenpocken (Mpox) sind eine seltene Virusinfektion. Die Erkrankung wird durch das Mpox-/Affenpockenvirus verursacht, das mit den Menschenpockenviren und den Kuhpockenviren verwandt ist. In den Ländern, in denen Mpox/Affenpocken verbreitet sind, können sich Menschen durch Kontakt zu Tieren anstecken, die das Virus in sich tragen.

Dazu zählen insbesondere Nagetiere. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist vor allem bei engem Kontakt möglich. Besonders ansteckend kann der Bläscheninhalt sein, ebenso der Schorf der Hautveränderungen von infizierten Personen (für weitere Informationen siehe Frage „ «).

Allgemeine Anzeichen einer Ansteckung mit Mpox/Affenpocken können Fieber-, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen sowie geschwollene Lymphknoten sein. Es entwickeln sich teilweise sehr schmerzhafte Hautveränderungen in Form von Flecken und Pusteln, die mit der Zeit verkrusten und abfallen. Der Ausschlag tritt vor allem an Gesicht, an der Brust, an Handflächen und Fußsohlen sowie im Genital- und Analbereich auf.

Haut- und Schleimhautveränderungen an Mund und Augen sind ebenfalls möglich (für weitere Informationen siehe Frage „ «). Nach Kontakt zu Personen, die mit Mpox/Affenpocken infiziert sind, sollte das kontaktiert werden. Es gibt die Möglichkeit einer Impfung gegen Mpox/Affenpocken (siehe „»).

  • für Personen, die engen Kontakt zu einer infizierten Person oder dem Erreger hatten (Postexpositionsprophylaxe) sowie
  • für Personen, bei denen ein erhöhtes Risiko besteht, sich bei Kontakt zu einer infizierten Person oder zu infektiösen Laborproben anzustecken (Indikationsimpfung).

Einzelheiten finden Sie unter „ «. Rund um das Thema Mpox/Affenpocken gibt es aufgrund der Infektionen in Europa und auch in Deutschland viele Fragen. Nachfolgend finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen – allgemeinverständlich, verlässlich und auf Basis des aktuellen Kenntnisstandes.

  • Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) aktualisiert ständig ihre Informationen zum Thema Mpox/Affenpocken.
  • Eine Einbettung der FAQs auf Ihrer eigenen Seite mittels iFrames ist möglich. Nutzen Sie zur Einbettung der FAQs zur Infektion und Erkrankung mit den Mpox/Affenpocken bitte den Link
  • Zur Einbettung der FAQs zur Schutzimpfung gegen Mpox/Affenpocken nutzen Sie bitte den Link
  • Eine ausführliche Anleitung finden Sie unter,

Seit dem 28.11.2022 empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die englische Bezeichnung „Monkeypox» (Affenpocken) in „Mpox» zu ändern (siehe ). Da die Bezeichnung der Affenpocken als rassistisch oder stigmatisierend wahrgenommen werden kann, hat die WHO gebeten, die Erkrankung umzubenennen.

  • Das Robert-Koch-Institut (RKI) und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) schließen sich der Empfehlung an.
  • Der Verständlichkeit halber werden beide Begriffe (Mpox/Affenpocken) verwendet.
  • Stand: 12.12.2022 (#5488) Affenpocken (Mpox) sind eine Zoonose, das heißt eine von infizierten Tieren auf Menschen übertragbare Infektionskrankheit.

Die Übertragung von Mensch zu Mensch ist vor allem bei engem Kontakt ebenfalls möglich. Mpox/Affenpocken werden durch das Mpox-/Affenpockenvirus (Orthopoxvirus simiae) verursacht, das mit den Menschenpockenviren (Variola) und den Kuhpockenviren verwandt ist.

  1. Eine Erkrankung an Mpox/Affenpocken verläuft meist mild und heilt in der Regel von alleine ab.
  2. Es können aber auch schwere Verläufe und selten Todesfälle auftreten, insbesondere bei Kindern oder Personen mit geschwächtem Immunsystem.
  3. Stand: 06.12.2022 (#5386) Mpox-/Affenpockenviren sind in West- und Zentralafrika bei Nagetieren verbreitet.

Auch Affen können das Virus in sich tragen. Durch Tiere, die mit dem Virus infiziert sind, oder durch den Verzehr von nicht ausreichend erhitztem Fleisch kann werden. Mpox/Affenpocken beim Menschen wurden erstmals 1970 in der Demokratischen Republik Kongo bei einem 9 Monate alten Jungen dokumentiert.

Seitdem wurden Fälle von Mpox/Affenpocken beim Menschen vor allem in west- und zentralafrikanischen Ländern gemeldet, darunter in Nigeria, Kamerun, der Demokratischen Republik Kongo, der Republik Kongo und weiteren Ländern der Region. Außerhalb des afrikanischen Kontinents wurden bis zum Frühjahr 2022 nur einzelne Fälle von Mpox/Affenpocken beim Menschen nachgewiesen.

Angesteckt hatten sich die Personen aber auf dem afrikanischen Kontinent, insbesondere in Nigeria. Seit Mai 2022 wurden erstmals in verschiedenen Ländern außerhalb Afrikas und auch in Deutschland Fälle registriert, bei denen die Ansteckung nicht auf Reisen stattgefunden hat.

Stand: 06.12.2022 (#5387) Seit Mai 2022 werden in zahlreichen Ländern außerhalb Afrikas Fälle von Mpox/Affenpocken registriert, darunter auch in Deutschland. Das Besondere ist, dass die Betroffenen nicht, wie bei Fällen in der Vergangenheit üblich, Rückkehrende aus afrikanischen Ländern sind. Außerdem ist auffällig, dass viele Übertragungen offenbar im Rahmen von sexuellen Aktivitäten erfolgt sind.

Aktuelle Fallzahlen und eine Einschätzung der Situation in Deutschland sind beim abrufbar. Eine Einschätzung der internationalen Situation, Risikobewertungen und internationale Fallzahlen sind auf den Internetseiten der und des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (European Centre for Disease Prevention and Control, ) zu finden.

Stand: 12.05.2023 (#5388) Seit Mai 2022 werden auch in Deutschland Fälle von Mpox/Affenpocken entdeckt. Die Übertragungen erfolgen in diesem Ausbruch nach derzeitigen Erkenntnissen in erster Linie im Rahmen von sexuellen Aktivitäten, aktuell insbesondere bei Männern, die sexuelle Kontakte mit anderen Männern (MSM) haben.

Basierend auf der des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (European Centre for Disease Prevention and Control, ECDC) wird die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Mpox-/Affenpockenvirus weiterverbreitet, bei Personen mit mehreren Sexualpartnern (einschließlich einiger MSM-Gruppen) in Europa als hoch angesehen.

  1. Da die Erkrankung in der Regel von allein ausheilt, wird das Gesamtrisiko für Personen mit mehreren Sexualpartnern (einschließlich einiger MSM-Gruppen) als moderat eingeschätzt.
  2. Eine Gefährdung für die Gesundheit der breiten Bevölkerung in Deutschland schätzt das Robert-Koch-Institut (RKI) nach derzeitigen Erkenntnissen als sehr gering ein.

Das RKI beobachtet die Situation weiter sehr genau und passt seine Einschätzung dem aktuellen Kenntnisstand an. Weitere Informationen, aktuelle Fallzahlen und eine sind beim Robert-Koch-Institut (RKI) abrufbar. Unter sind alle Informationen und Empfehlungen des RKI zu finden, unter anderem zum Krankheitsbild und zur Übertragung, zur Impfung, zu Hygienemaßnahmen, zum Kontaktpersonenmanagement und zur Isolation von Erkrankten.

Stand: 12.05.2023 (#5403) Im aktuellen Ausbruch wird die Übertragung der Mpox/Affenpocken von Mensch zu Mensch vor allem bei engen Kontakten beobachtet, insbesondere im Rahmen sexueller Aktivitäten. Die Übertragung erfolgt durch den direkten Kontakt von Haut oder Schleimhaut mit Körperflüssigkeiten oder den typischen Hautveränderungen (Pocken).

Im Bläscheninhalt der Pocken finden sich besonders hohe Viruskonzentrationen. Aber auch der Schorf der Pocken ist infektiös. Veränderungen im Mund und auf Schleimhäuten und in der Folge auch der Speichel enthalten ebenfalls infektiöses Virus. Dabei ist zu beachten, dass Schleimhautveränderungen von außen meist nicht sichtbar sind.

  1. Mpox/Affenpocken können ab Beginn der Symptome übertragen werden.
  2. Erkrankte sind ansteckend, bis die Haut- und Schleimhautveränderungen vollständig abgeheilt sind.
  3. Dies erfolgt in der Regel nach zwei bis vier Wochen.
  4. Die Eintrittspforte für das Mpox-/Affenpockenvirus sind häufig kleine Hautverletzungen sowie die Schleimhäute von Auge, Mund, Nase, Genitalien und Anus.

Möglicherweise kann das Virus auch über die Schleimhäute der Atemwege in den Körper eindringen. Eine Übertragung über kontaminierte Gegenstände wie Kleidung, Bettwäsche, Handtücher oder über Oberflächen, die mit dem Virus verunreinigt wurden, ist bisher vor allem in Gebieten beschrieben worden, in denen die Mpox/Affenpocken verbreitet sind (Endemiegebiete).

See also:  Woher Kommt Dacia?

Bisher liegen keine Hinweise vor, dass dieser Übertragungsweg im aktuellen Ausbruch eine größere Bedeutung hätte. Auch eine Übertragung durch Tröpfchen mit Atemwegssekreten ist in Gesprächssituationen denkbar. Dies könnte unter Umständen auch schon beim Auftreten unspezifischer Symptome wie Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen und noch vor Entwicklung der Hautveränderungen möglich sein.

Zweifelsfrei belegt sind solche Tröpfcheninfektionen bislang nicht. Eine Übertragung über ausgeatmete Aerosole über größere Entfernungen erscheint unwahrscheinlich, bisher finden sich dafür keine Hinweise. Ob Mpox-/Affenpockenviren auch durch Samenflüssigkeit oder Vaginalsekret übertragen werden können, ist derzeit noch nicht abschließend geklärt, scheint aber möglich.

Daher sollten Personen, die an Mpox/Affenpocken erkrankt sind, auch nach Abheilen aller Haut- und Schleimhautveränderungen acht Wochen lang beim Sex ein Kondom verwenden. Ausschläge, wie sie bei einer Mpox-/Affenpockenerkrankung auftreten können, können einigen sexuell übertragbaren Krankheiten ähneln, wie zum Beispiel Herpes und Syphilis.

In Endemiegebieten, in denen das Mpox-/Affenpockenvirus verbreitet ist, kann es auch zur Übertragung vom Tier auf den Menschen kommen, vermutlich insbesondere durch Nagetiere. Die Übertragung kann beispielsweise durch Bisse, Körperflüssigkeiten und Ausscheidungen der Tiere oder bei der Handhabung von Fleisch infizierter Tiere erfolgen.

  • In diesen Gebieten sind auch Übertragungen bei infizierten Schwangeren auf das ungeborene Kind beschrieben worden.
  • Stand: 06.12.2022 (#5389) Mpox/Affenpocken können durch engen körperlichen Kontakt von einer Person zur anderen übertragen werden.
  • Dazu können auch sexuelle Kontakte gehören.
  • Unter anderem kann direkter Kontakt mit den Pockenbläschen während sexueller Aktivitäten zu einer Ansteckung führen.

Der durch Mpox/Affenpocken ausgelöste Ausschlag kann auch an den Genitalien, im After und im Mund auftreten. Das trägt wahrscheinlich zum Ansteckungsrisiko bei sexuellem Kontakt bei. Auch Mund-zu-Haut-Kontakt kann zu einer Übertragung führen. Ob Mpox/Affenpocken durch Samenflüssigkeit oder Vaginalsekret verbreitet werden können, ist derzeit noch nicht abschließend geklärt, scheint aber möglich.

Daher sollten Personen, die an Mpox/Affenpocken erkrankt sind, auch nach Abheilen aller Haut- und Schleimhautveränderungen acht Wochen lang beim Sex ein Kondom verwenden. Ausschläge, wie sie bei einer Mpox-/Affenpockenerkrankung auftreten können, können einigen sexuell übertragbaren Krankheiten ähneln, wie zum Beispiel Herpes und Syphilis.

Das Risiko, sich mit Mpox/Affenpocken anzustecken, ist jedoch nicht auf sexuell aktive Menschen beschränkt. Jeder Mensch, der engen körperlichen Kontakt mit einer ansteckenden Person hat, kann sich infizieren. Deshalb sollte man bei Anzeichen, die auf Mpox/Affenpocken hindeuten, enge körperliche Kontakte vermeiden und sich sofort von medizinischem Fachpersonal beraten lassen.

Stand: 06.12.2022 (#5398) Kondome können das Risiko einer Ansteckung mit Mpox/Affenpocken verringern, indem sie den direkten Kontakt mit Schleimhautveränderungen im After oder in der Scheide verhindern. Es gibt zudem Hinweise, dass auch in der Samenflüssigkeit vermehrungsfähiges Virus vorkommen kann.

Daher sollten Personen, die an Mpox/Affenpocken erkrankt sind, auch nach Abheilen aller Haut- und Schleimhautveränderungen acht Wochen lang beim Sex ein Kondom verwenden. Allerdings kann jede Berührung des Mpox-/Affenpockenausschlags zu einer Übertragung führen, unabhängig davon, an welcher Stelle des Körpers sich dieser befindet.

  1. Insofern können Kondome das Risiko einer Ansteckung zwar verringern, aber nicht ausschließen.
  2. Stand: 14.02.2023 (#5431) Im aktuellen Ausbruch sind Mpox-/Affenpockeninfektionen weit überwiegend bei Männern aufgetreten, die gleichgeschlechtliche sexuelle Kontakte (MSM) mit häufig wechselnden Partnern hatten.

Da Mpox/Affenpocken durch engen Körperkontakt übertragen werden, ist das Risiko nicht auf Personen beschränkt, die sexuell aktiv sind oder auf Männer, die Sex mit Männern haben (MSM). Wer engen körperlichen Kontakt mit einer infektiösen Person hat, kann sich anstecken.

Bei Krankheitszeichen, die auf Mpox/Affenpocken hinweisen, sollten enge körperliche Kontakte vermieden und ein Arzt oder eine Ärztin kontaktiert werden. Vor dem Hintergrund gesunkener Fallzahlen schätzt das (European Centre for Disease Prevention and Control, ECDC) das Gesamtrisiko für Männer, die gleichgeschlechtliche sexuelle Kontakte mit Männern haben (MSM), als moderat und für die breite Bevölkerung als gering ein.

Stand: 14.02.2023 (#5399) Vor dem Hintergrund des aktuellen Mpox-/Affenpocken-Ausbruchs gibt das Robert Koch-Institut (RKI) für den Öffentlichen Gesundheitsdienst und Organisierende von Veranstaltungen. In einem haben Robert Koch-Institut (RKI) und Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) die wichtigsten Botschaften zum Thema Mpox/Affenpocken und Hinweise zur Vorbeugung für die Allgemeinbevölkerung zusammengestellt (auch auf verfügbar).

Stand: 06.12.2022 (#5428) In der Literatur wird als Inkubationszeit (Dauer von der Ansteckung bis zum Auftreten von Krankheitszeichen) der Mpox/Affenpocken ein Zeitraum von 4 Tagen bis maximal 21 Tage angegeben. Im aktuellen Ausbruch wurden jedoch auch kürzere Inkubationszeiten von 1 bis 3 Tagen beobachtet, der Median lag bei 7 Tagen (der Median ist der Wert, der in der Mitte der Datenreihe liegt, also gleich viele Werte sind größer und kleiner).

Stand: 14.02.2023 (#5390) Im Gegensatz zu den seit 1980 ausgerotteten Menschenpocken (Variola) verlaufen Mpox/Affenpocken in der Regel deutlich milder. Allerdings können bei einigen Betroffenen auch schwere Verläufe auftreten. Die Erkrankung beginnt häufig mit allgemeinen Krankheitszeichen wie Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen, geschwollenen Lymphknoten, Frösteln oder Abgeschlagenheit.

  1. Solche Beschwerden können auch den weiteren Verlauf der Erkrankung begleiten.
  2. Einige Menschen entwickeln jedoch keine allgemeinen Krankheitssymptome.
  3. Charakteristisch sind die teilweise sehr schmerzhaften Hautveränderungen.
  4. Diese durchlaufen mehrere Stadien von Flecken über Knötchen und Bläschen bis zu Pusteln, die letztlich verkrusten und abfallen (siehe ).

Der Ausschlag kann im Genital- oder Analbereich, aber auch anderen Stellen wie an den Händen, Füßen, der Brust oder dem Gesicht auftreten. Haut- und Schleimhautveränderungen im Mund und an den Augen sind ebenfalls möglich. Die Hautveränderungen halten in der Regel zwischen zwei und vier Wochen an und heilen ohne Behandlung von selbst ab.

  • Dabei kann es jedoch zu Narben kommen.
  • Omplikationen durch zusätzliche bakterielle Infektionen der Hautveränderungen sind möglich.
  • Aufkratzen oder Aufstechen der Pocken sollte vermieden werden, da dies das Risiko von bakteriellen Infektionen sowie einer Ansteckung anderer erhöhen kann.
  • In Ländern, in denen die Mpox/Affenpocken verbreitet (endemisch) sind, gehören auch Hirnentzündung, bakterielle Hautinfektionen, Flüssigkeitsverlust, Bindehaut-, Hornhaut- und Lungenentzündung zu den Komplikationen.

Schwere Krankheitsfolgen können entstellende Narben und bleibende Hornhautschäden bis hin zum Sehverlust und Tod sein. Im aktuellen Ausbruch sind weltweit nur sehr wenige Todesfälle (unter 0,1 % der Fälle) verzeichnet worden (siehe ). Stand: 14.02.2023 (#5391) Bei sexuellen Kontakten ist die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung von Mpox/Affenpocken deutlich erhöht.

Personen können ihr Risiko einer Ansteckung mit Mpox/Affenpocken senken, wenn sie die Zahl der Sexpartner und/oder Sexpartnerinnen reduzieren. Hautausschläge oder Wunden sollten nicht berührt werden. Orte, an denen wenig oder gar keine Kleidung getragen wird und Körperkontakte stattfinden wie Darkrooms, Saunen oder Sex-Clubs bergen ebenfalls ein erhöhtes Infektionsrisiko.

Kondome können das Infektionsrisiko verringern, indem sie den direkten Kontakt mit Schleimhautveränderungen, insbesondere im Anus oder in der Vagina, verhindern. Personen, die sich mit dem Mpox-/Affenpockenvirus infiziert haben, sollten auf jeglichen Sex (oral, anal, vaginal) verzichten, solange ein Übertragungsrisiko besteht.

  • Darüber hinaus sollten nach Abheilen aller Haut- und Schleimhautveränderungen für acht Wochen Kondome beim Sex benutzt werden, da das Virus noch eine Zeitlang in der Samenflüssigkeit vorhanden sein könnte.
  • Stand: 06.12.2022 (#5441) Das höchste Risiko der Übertragung von Mpox/Affenpocken geht von Haut- und Schleimhautveränderungen aus.

Betroffene, die sich mit Mpox/Affenpocken angesteckt haben, sollten die Hautveränderungen deshalb so weit wie möglich mit Kleidung oder Verbänden abdecken. Falls dies nicht möglich ist (zum Beispiel bei Hautveränderungen im Gesicht oder an den Händen) und solange allgemeine Krankheitssymptome bestehen, kann das örtliche Gesundheitsamt eine häusliche Isolierung anordnen.

Weitere Hinweise finden Sie in der Frage „ «) und im (auch auf verfügbar) des Robert Koch-Instituts (RKI) und Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sowie in einem des RKI zur häuslichen Isolierung bei bestätigter Mpox-/Affenpocken-Infektion. Enger Körperkontakt mit anderen Menschen sollte vermieden werden, bis der Ausschlag und allgemeine Krankheitssymptome abgeklungen und der letzte Schorf abgefallen ist.

Das kann bis zu vier Wochen dauern. Auch auf geschützte sexuelle Kontakte sollte während dieser Zeit verzichtet werden. Nach Abheilen aller Hautveränderungen sollte acht Wochen lang beim Sex ein Kondom benutzt werden, da das Virus auch noch eine Zeit lang in der Samenflüssigkeit vorhanden sein könnte.

  • Wer mit anderen Personen zusammenlebt, sollte sich, solange der Ausschlag anhält und sich nicht mit Kleidung oder Verbänden abdecken lässt, möglichst in einem separaten Zimmer aufhalten.
  • Bettzeug und Haushaltsgegenstände sollten nicht mit anderen Personen geteilt werden, da das Mpox-/Affenpockenvirus über lange Zeiträume (Tage bis Monate) auf Oberflächen oder Stoffen überleben kann.

Stand: 14.02.2023 (#5392) Für Personen, die nachweislich einet Mpox-/Affenpocken-Erkrankung nachgewiesen worden ist und bei denen Hautveränderungen nicht abgedeckt werden können (zum Beispiel bei Hautveränderungen im Gesicht oder an den Händen) oder allgemeine Krankheitssymptome bestehen, kann das örtliche Gesundheitsamt eine häusliche Isolierung anordnen.

  1. Die Isolation endet sobald der Ausschlag im Alltag mit Kleidung oder Verband abgedeckt werden kann oder der Ausschlag vollständig abgeheilt ist und alle Krusten abgefallen sind.
  2. Es dürfen auch keine neuen Hautveränderungen auftreten und keine Allgemeinsymptome mehr bestehen.
  3. Stand: 13.02.2023 (#5433) Wer engen Kontakt mit einer Person hatte, die sich mit Mpox/Affenpocken angesteckt hat, sollte sich an das wenden und sich für 21 Tage beobachten.

In dieser Zeit sollten Kontakte gemieden werden. Es sollte auch zeitnah die Möglichkeit einer Impfung (siehe „») überdacht werden. Hierzu kann das örtliche Gesundheitsamt beraten. Entwickeln sich – auch unspezifische Symptome – sollte der Kontakt zu anderen Menschen vermieden, auf sexuelle Kontakte verzichtet und eine Arztpraxis kontaktiert werden.

  1. Vor dem Aufsuchen der Arztpraxis sollte das Praxisteam vorab telefonisch oder, falls dies nicht möglich ist, sofort bei Eintreffen über den Verdacht auf Mpox/Affenpocken informiert werden.
  2. Einer an Mpox/Affenpocken erkrankten Person sind auf den Internetseiten des Robert Koch-Instituts (RKI) zusammengestellt.

Weitere Informationen und Empfehlungen finden Sie in einem von Robert Koch-Institut (RKI) und Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zum Thema Mpox/Affenpocken (auch auf verfügbar) sowie in einem des RKI zur häuslichen Isolierung bei bestätigter Mpox-/Affenpocken-Infektion.

Stand: 14.02.2023 (#5393) Ja. In der Europäischen Union (EU) ist seit 2013 ein Pocken-Impfstoff zugelassen (Imvanex), der besser verträglich ist als ältere Pockenimpfstoffe. Der Impfstoff ist seit Juli 2022 für Personen ab 18 Jahren auch zum Schutz vor Mpox/Affenpocken zugelassen. In den USA ist der identische Impfstoff unter dem Namen Jynneos und in Kanada unter dem Namen Imvamune bereits seit mehreren Jahren gegen Mpox/Affenpocken zugelassen.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) bei erhöhtem Ansteckungsrisiko bis zu 14 Tage nach Kontakt zu infizierten Personen sowie für Personen, die ein erhöhtes Risiko haben, in ihrem privaten oder beruflichen Umfeld in Kontakt mit dem Erreger zu kommen. Eine generelle Impfung wird nicht empfohlen.

  • Weitere Informationen zur Impfung finden Sie in unseren,
  • Stand: 06.12.2022 (#5394) Die Ärztin oder der Arzt weist eine Infektion mit dem Mpox-/Affenpockenvirus über einen Abstrich nach, zum Beispiel von nässenden Hautveränderungen.
  • Eine entsprechende Probe wird im Labor untersucht.
  • Die Bestimmung von Antikörpern gegen das Mpox-/Affenpockenvirus ist nur unter bestimmten Umständen sinnvoll und wird nicht routinemäßig durchgeführt.

Denn nachgewiesene Antikörper könnten von einer vorausgegangenen Infektion auch mit anderen Pockenviren oder von einer Impfung stammen, selbst wenn diese bereits lange zurückliegen. Stand: 06.12.2022 (#5396) Die meisten Menschen erholen sich innerhalb von mehreren Wochen von selbst von einer Infektion.

Mit der Behandlung werden bei schweren Verläufen die Beschwerden gelindert. Außerdem soll verhindert werden, dass es neben der Virusinfektion zusätzlich zu einer schweren, bakteriellen Infektion kommt. Zur Behandlung der Mpox/Affenpocken ist das Medikament Tecovirimat zugelassen. Die Ärztin oder der Arzt wird im Einzelfall entscheiden, welche Behandlung sinnvoll ist.

und für Ärztinnen und Ärzte zur Therapie von Mpox/Affenpocken bietet der Ständige Arbeitskreis der Kompetenz- und Behandlungszentren für Krankheiten durch hochpathogene Erreger (STAKOB). Stand: 06.12.2022 (#5395) Das Mpox-/Affenpockenvirus kann viele verschiedene Wirtstiere befallen.

In Afrika vermehrt sich das Virus vor allem in Nagetieren und Spitzmäusen, ohne dass sie Anzeichen einer Erkrankung zeigen. Sie gelten somit als Reservoir des Mpox-/Affenpockenvirus. Affen sind – wie der Mensch – Fehlwirte. Das bedeutet, dass sie zwar nicht das eigentliche Reservoir sind, aber befallen werden können.

Belastbare Daten zur Empfänglichkeit von Haustieren wie Hunden oder Katzen für das Mpox-/Affenpockenvirus fehlen bisher. Übertragungen auf Haustiere sind insbesondere denkbar, wenn es zu einem sehr engen Kontakt zu erkrankten Menschen beziehungsweise zu stark virushaltigem Krustenmaterial kommt.

Um Mensch-zu-Tier-Übertragungen zu vermeiden, sollten an Mpox/Affenpocken erkrankte Personen auf den direkten Kontakt mit Haustieren verzichten. Außerdem sollten Hygienemaßnahmen wie gründliches Händewaschen sowie die Reinigung und/oder Desinfektion von Oberflächen beachtet werden. Bislang gibt es keine Hinweise, dass sich landwirtschaftliche Nutztiere wie Schweine oder Rinder mit Mpox/Affenpocken anstecken können.

Auch aus Zentral- oder Westafrika, wo Mpox/Affenpocken verbreitet sind, ist dies nicht bekannt. Das Risiko, dass sich das Mpox-/Affenpockenvirus in einer Tierpopulation in Europa etabliert, ist nach derzeitigem Kenntnisstand als sehr gering zu beurteilen.

Weitere Informationen zu Mpox/Affenpocken und anderen Pockenarten bei Tieren, auch bei heimischen Haus- und Nutztieren, finden Sie auf der Website des, Stand: 14.02.2023 (#5404) Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen Affenpocken aktuell nur bestimmten Personengruppen. Eine Impfung anderer Personen wird nicht empfohlen.

Die STIKO empfiehlt den Pockenimpfstoff Imvanex/Jynneos (Modified Vaccinia Ankara, Bavaria-Nordic ). a) nach Kontakt zu einer infizierten Person oder dem Erreger ( Postexpositionsprophylaxe ) für Personen (ohne Krankheitszeichen) ab einem Alter von 18 Jahren.

  • enge körperliche Kontakte über nicht intakte Haut oder über Schleimhäute (beispielsweise sexuelle Kontakte) mit einer an Affenpocken erkrankten Person oder längerer ungeschützter Kontakt zu einem Gegenüber beispielsweise in Gesprächssituationen in einem Abstand von weniger als einem Meter (zum Beispiel Haushaltskontakte),
  • enger Kontakt ohne ausreichende persönliche Schutzausrüstung (Handschuhe, FFP2-Maske / medizinischer Mund-Nasenschutz und Schutzkittel) zu einer an Affenpocken erkrankten Person, ihren Körperflüssigkeiten oder zu kontaminiertem, möglicherweise infektiösem Material (zum Beispiel Kleidung oder Bettwäsche von Erkrankten) in der medizinischen Versorgung,
  • zufälliger ungeschützter Kontakt von Personal in Laboratorien zu Laborproben, die nichtinaktiviertes Affenpockenmaterial enthalten; insbesondere, wenn Virusanreicherungen in Zellkulturen vorgenommen werden.

Die erste Impfung sollte frühestmöglich in einem Zeitraum bis zu 14 Tagen nach Kontakt erfolgen, aber nur solange die Person noch keine Krankheitszeichen aufweist. b) als sogenannte Indikationsimpfung von Personen mit einem erhöhten Kontakt- und Ansteckungsrisiko (Expositions- und Infektionsrisiko), zum Beispiel während eines Affenpockenvirus-Ausbruchs. Hierzu zählen

  • derzeit Männer ab 18 Jahren, die gleichgeschlechtliche sexuelle Kontakte (MSM, Männer, die Sexualverkehr mit Männern haben) mit wechselnden Partnern haben,
  • Personal in Speziallaboren, das mit infektiösen Laborproben Kontakt hat, und wenn es nach individueller Risikobewertung durch den Sicherheitsbeauftragten als infektionsgefährdet eingestuft wird.

Die Grundimmunisierung erfolgt mit zwei Impfstoffdosen in einem Abstand von mindestens 28 Tagen. Der derzeit verfügbare Impfstoff reicht jedoch nicht aus, um allen Personen, für die eine Impfempfehlung vorliegt, die Impfung anzubieten. Daher rät die STIKO dringend, alle verfügbaren Impfstoffdosen für die erste Impfung einzusetzen und die Gabe der zweiten Impfstoffdosis auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben, wenn ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht.

  1. Bei Personen, die in der Vergangenheit bereits gegen Pocken geimpft wurden, ist eine Impfstoffdosis ausreichend.
  2. Die Impfung soll auch bei Personen mit Immunschwäche (Immundefizienz) erfolgen; sie sollen jedoch zwei Auffrischimpfungen erhalten, auch wenn sie früher bereits gegen Pocken geimpft wurden.
  3. Mehr dazu lesen Sie im sowie unter,

Stand: 27.07.2022 (#5415) Der Impfstoff Imvanex ist seit 2013 zum Schutz vor Pocken und seit Juli 2022 in der Europäischen Union (EU) und damit auch in Deutschland zudem für den Schutz vor Affenpocken zugelassen. In den USA ist der Impfstoff unter dem Namen Jynneos und in Kanada unter dem Namen Imvamune bereits seit mehreren Jahren gegen Affenpocken zugelassen.

Es handelt sich um einen Lebendimpfstoff mit Viren, die im Menschen nicht vermehrungsfähig sind. Der Impfstoff beruht auf einem abgeschwächten Kuhpockenvirus (modifiziertes Vaccinia-Virus Ankara, MVA-Impfstoff). Derzeit steht in Deutschland der Impfstoff Jynneos zur Verfügung. Der derzeit verfügbare Impfstoff reicht nicht aus, um allen Personen, für die eine Impfempfehlung vorliegt, die Impfung anzubieten.

Daher rät die STIKO dringend, alle verfügbaren Impfstoffdosen für die erste Impfung der Grundimmunisierung einzusetzen und die Gabe der zweiten Impfstoffdosis der Grundimmunisierung auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Bereits die erste Impfstoffdosis bietet einen guten Basisschutz gegenüber Affenpocken.

  1. Die zweite Impfstoffdosis dient hauptsächlich dazu, die Dauer des Impfschutzes zu verlängern.
  2. So zeigen Studien, dass der durch die erste Impfung vermittelte Immunschutz nach zwei Jahren nachlässt und dann eine zweite Impfstoffdosis für einen dauerhaften Impfschutz erforderlich ist.
  3. Daher kann die zweite Impfung auf einen Zeitpunkt verschoben werden, wenn ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht.

Stand: 16.08.2022 (#5416) Der Impfstoff ist ab dem Alter von 18 Jahren zugelassen. Die Grundimmunisierung besteht für Personen, die in der Vergangenheit keine Pockenimpfung erhalten haben, aus zwei Impfstoffdosen Imvanex/Jynneos (MVA-BN) im Abstand von mindestens 28 Tagen.

  1. Auch wenn der Impfabstand von 28 Tagen überschritten wurde, muss die Impfserie nicht neu begonnen werden.
  2. Der derzeit verfügbare Impfstoff reicht nicht aus, um aktuell allen Personen, für die eine Impfempfehlung vorliegt, die Impfung anzubieten.
  3. Um die Ausbreitung der Affenpocken zu verlangsamen beziehungsweise den Ausbruch zu beenden, ist eine hohe Impfquote bei diesen Personengruppen erforderlich.

Daher rät die Ständige Impfkommission (STIKO) dringend, alle verfügbaren Impfstoffdosen für die erste Impfung einzusetzen und die Gabe der zweiten Impfstoffdosis auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben, wenn ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht.

Dies ist insofern unproblematisch, als bereits die erste Impfdosis einen Basisschutz gegenüber Affenpocken bietet. Die zweite Impfung dient dazu, die Dauer des Impfschutzes zu verlängern. Studiendaten haben gezeigt, dass nach zwei Jahren der Immunschutz nachlässt und dann eine zweite Impfstoffdosis für einen dauerhaften Impfschutz erforderlich ist.

Die zweite Impfung kann daher auch etwas später erfolgen. Bei Personen, die in der Vergangenheit bereits gegen Pocken geimpft worden sind, reicht eine Impfstoffdosis aus. Die Impfung soll auch bei Personen mit Immundefizienz (Immunschwäche) erfolgen. Immungeschwächte Personen, die zuvor bereits gegen Pocken geimpft wurden, sollen zwei Auffrischimpfungen erhalten.

Die zweite Auffrischungsimpfung darf frühestens 28 Tage nach der ersten Impfstoffdosis erfolgen. Die Impfung erfolgt in das Unterhautgewebe (subkutan). Stand: 27.07.2022 (#5417) Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt Personen eine nachträgliche Impfung (postexpositionelle Prophylaxe) mit dem Impfstoff Imvanex/Jynneos möglichst frühzeitig in einem Zeitraum von bis zu 14 Tagen nach Kontakt.

Die Impfung sollte jedoch nicht mehr erfolgen, wenn bereits Krankheitszeichen aufgetreten sind. Bis zu 4 Tage nach Kontakt kann durch die Impfung wahrscheinlich eine Infektion verhindert werden. Wird die erste Impfstoffdosis erst im Zeitraum von mehr als 4 bis 14 Tagen nach Kontakt verabreicht, kann die Infektion zwar nicht verhindert, aber die Schwere der Erkrankung reduziert werden.

  1. Sind bis 14 Tage nach Kontakt keine Symptome aufgetreten (Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen, geschwollene Lymphknoten und Hautveränderungen), die auf eine Affenpockeninfektion hinweisen, ist davon auszugehen, dass es nicht zu einer Ansteckung gekommen ist.
  2. Es ist zu diesem Zeitpunkt gegebenenfalls sinnvoll, mit Imvanex/Jynneos gegen Affenpocken zu impfen, wenn die Person zu einer der Gruppen gehört, für die eine Impfung empfohlen wird.

Stand: 27.07.2022 (#5418) Treten bei einer Person im Zeitraum von bis zu 14 Tagen nach Kontakt mit einer erkrankten Person Krankheitszeichen auf, die auf eine Affenpockeninfektion hinweisen, sollte keine nachträgliche Impfung mit Imvanex/Jynneos durchgeführt werden.

Generell sollten Impfungen bei akuten behandlungsbedürftigen Erkrankungen unterbleiben. Die Impfung mit Imvanex/Jynneos hat keinen therapeutischen Effekt und ist daher in diesen Fällen nicht sinnvoll. Treten Krankheitszeichen unmittelbar oder innerhalb weniger Tage nach der Impfung auf, so hat die Impfung keinen Nutzen, aber auch keinen Schaden.

Stand: 27.07.2022 (#5419) Das Risiko für Kinder, sich mit dem Affenpockenvirus zu infizieren, ist in Deutschland sehr gering. Bislang (Stand 23. September 2022) wurden in Deutschland im Rahmen des aktuellen Ausbruchsgeschehens drei Fälle bei männlichen Jugendlichen und zwei Fälle bei Kindern unter 14 Jahren registriert.

Erfahrungen aus Ländern, in denen die Affenpocken heimisch (endemisch) sind, zeigen, dass Säuglinge, Kinder unter acht Jahren, Kinder mit Immunschwäche sowie Kinder mit Hauterkrankungen besonders gefährdet sind, nach einer Infektion mit dem Affenpockenvirus schwer zu erkranken. Die Krankheitszeichen sind ähnlich wie bei Erwachsenen (siehe auch „ «).

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Gehirnentzündung, Lungenentzündung, Blutvergiftung (Septikämie), Blutungen und zusätzliche bakterielle Infektionen können den Krankheitsverlauf von Affenpocken komplizieren (siehe auch „ «). Der von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlene MVA-BN (Modified Vaccinia Ankara- Bavaria Nordic)-Impfstoff Imvanex zur Impfung gegen Affenpocken ist in Europa ab dem Alter von 18 Jahren zugelassen.

  • In den USA ist der Impfstoff unter dem Namen Jynneos ab 18 Jahren zugelassen.
  • Bisher gibt es keine Studien zur Wirksamkeit und Sicherheit des Impfstoffs Imvanex bei Kindern.
  • In begründeten Ausnahmefällen ist es jedoch möglich, diesen Impfstoff zur Postexpositionsprophylaxe, das heißt nach Kontakt mit dem Affenpockenvirus, außerhalb der Zulassung (im Off-label-Gebrauch) auch bei Kindern einzusetzen.

Es wurden mehrere Studien bei Kindern zu Tuberkulose- und Malaria-Impfstoffen durchgeführt, bei denen MVA als Vektor eingesetzt wurde. Trotz einer teilweise höheren Dosierung als im Falle des Imvanex-Impfstoffs wurden die Impfstoffe gut vertragen. Nach Einschätzung der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) ist zu erwarten, dass das Nebenwirkungsprofil von MVA-BN mit dem Nebenwirkungsprofil der Tuberkulose- und Malaria-Impfstoffkandidaten vergleichbar ist, der Impfstoff also gut vertragen wird.

  1. Laut EMA soll bei der Anwendung von MVA-BN im Kindesalter das gleiche Impfschema und die identische Dosierung wie bei Erwachsenen verwendet werden (siehe „ «).
  2. Bei der Entscheidung, ob MVA-BN zur Postexpositionsprophylaxe für Kinder angeboten werden sollte, sind das individuelle Expositionsrisiko, das heißt die Art des Kontakts, und das Risiko für eine schwere Erkrankung zu berücksichtigen.

Ebenso sind eine vorherige umfassende Aufklärung und Beratung über Nutzen und Risiken der Impfung und deren Off-label-Einsatz unabdingbar. Dies muss in der Krankenakte umfassend dokumentiert werden. Bei schweren Erkrankungen infolge einer Infektion mit dem Affenpockenvirus oder wenn ein schwerer Krankheitsverlauf zu befürchten ist, kann eine Behandlung mit Tecovirimat (zugelassen ab dem Körpergewicht von 13 kg) erwogen werden.

und für Ärztinnen und Ärzte zur Therapie von Affenpocken bietet der Ständige Arbeitskreis der Kompetenz- und Behandlungszentren für Krankheiten durch hochpathogene Erreger (STAKOB) am Robert Koch-Institut (RKI). Weiterführende Informationen (in englischer Sprache) finden Sie bei der, bei den, bei der und bei der,

Stand: 23.09.2022 (#5435) Da der Impfstoff bislang nur eingeschränkt verfügbar ist, werden die Impfstoffdosen von den Bundesländern verteilt. Die Verteilung ist je nach Bundesland unterschiedlich. Weitere Informationen können die Gesundheitsämter in den jeweiligen Bundesländern geben.

Die Deutsche Aidshilfe hat die öffentlich verfügbaren Informationen zusammengestellt und aktualisiert sie fortlaufend. Die Informationen finden Sie in einer, Stand: 16.08.2022 (#5429) Derzeit ist noch nicht eindeutig geklärt, ob nach einer Infektion mit dem Affenpockenvirus eine lebenslange Immunität besteht.

Dies ist jedoch zu vermuten, da auch eine Erkrankung an den heute ausgerotteten Pocken, die mit den Affenpocken verwandt sind, zu einer lebenslangen Immunität führte. Auch nach einer durchgemachten Erkrankung ist eine Impfung sicher und wird in der Regel gut vertragen.

  1. Für Personen, die im aktuellen Affenpockenausbruch erkranken, ist bis auf weiteres keine Impfung notwendig.
  2. Denn der Immunschutz, der durch die Erkrankung vermittelt wird, bleibt für mehrere Jahre bestehen.
  3. Stand: 29.06.2022 (#5430) Es ist generell davon auszugehen, dass ein guter Basisschutz bereits ab 14 Tagen nach Verabreichung der ersten Impfstoffdosis besteht.

Die zweite Impfstoffdosis dient insbesondere dazu, die Dauer des Impfschutzes zu verlängern. Immunologische Studien haben gezeigt, dass der durch die erste Impfung vermittelte Immunschutz nach zwei Jahren nachlässt und eine zweite Impfstoffdosis für einen dauerhaften Impfschutz erforderlich ist.

Die zweite Impfstoffdosis sollte nachgeholt werden, sobald ausreichend Impfstoff verfügbar ist. Neue Impfstofflieferungen sind für das 3. Quartal 2022 angekündigt. Wichtig ist aber zu beachten, dass eine Impfung keinen 100-prozentigen Schutz vor einer Erkrankung bieten kann. Stand: 27.07.2022 (#5420) Man geht davon aus, dass Personen, die in der Vergangenheit gegen Pocken geimpft wurden, aufgrund einer sogenannten Kreuzimmunität auch einen Schutz gegen Affenpocken aufweisen.

Trotz der mit der Zeit nachlassenden Wirkung der Pockenimpfung schätzt man auf der Basis von Studienergebnissen, dass eine vorangegangene Pockenimpfung einen Schutz von 85 Prozent gegenüber Affenpocken vermittelt. Vor schweren Krankheitsverläufen ist der Schutz noch höher.

  1. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt daher für Personen, die bereits gegen Pocken geimpft sind, in der Regel nur eine einmalige Impfung mit Imvanex/Jynneos.
  2. Diese Impfung boostert den Impfschutz.
  3. Stand: 27.07.2022 (#5421) Die Pockenimpfung war bis in die 1970/1980er-Jahre eine Pflichtimpfung in Deutschland.

In der Regel wurde im frühen Kindesalter unter 2 Jahren und im späten Kindesalter über 12 Jahren gegen Pocken geimpft. Nachdem Ende der 1970er-Jahre der letzte Pockenfall bei einem Menschen in Afrika aufgetreten war, wurde die routinemäßige Pockenimpfung eingestellt.

  • In den westlichen Bundesländern wurde die Impfung 1976 und in den östlichen Bundesländern 1982 eingestellt.
  • Das bedeutet, dass die Mehrheit der Bevölkerung unter 50 Jahren nicht mehr gegen Pocken geimpft wurde.
  • Wer sich nicht sicher ist, ob eine Impfung in der Kindheit stattfand, kann prüfen, ob eine Pockennarbe am Oberarm besteht, die eine erfolgreiche Pockenimpfung nachweist.

Bei Personen, die in der Vergangenheit gegen Pocken geimpft wurden, reicht in der Regel eine einmalige Impfung mit Imvanex/Jynneos zum Schutz vor Affenpocken aus. Stand: 27.07.2022 (#5422) Diese Informationen für Bürgerinnen und Bürger werden in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes e.V.

  • Robert Koch-Institut (RKI)
  • Unter sind alle Informationen und Empfehlungen des RKI zu finden, unter anderem zu Krankheitsbild und Übertragung, Hygienemaßnahmen, Kontaktpersonenmanagement und Isolation von Erkrankten sowie zu Prävention, Diagnostik und Therapie.
  • Das RKI gibt auch eine,

Weitere Informationen und Empfehlungen finden Sie in einem von Robert Koch-Institut (RKI) und Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zum Thema Mpox/Affenpocken (auch auf verfügbar) sowie in einem des RKI zur häuslichen Isolierung bei bestätigter Mpox/Affenpocken-Infektion.

  1. Einzelheiten zur Schutzimpfung sind im sowie in den nachzulesen.
  2. Wichtige Informationen zur Schutzimpfung, wie sie durchgeführt wird und welche Nebenwirkungen auftreten können, sind im zusammengestellt.
  3. Deutsche Aidshilfe

Unter finden Sie weitere Informationen zu Mpox/Affenpocken (auch in englischer Sprache). Die Deutsche Aidshilfe bietet auch Informationen zur an und gibt Hinweise, wo man sich impfen lassen kann.

  • Friedrich-Loeffler-Institut (FLI)
  • Informationen zu Mpox/Affenpocken und anderen Pockenarten bei Tieren, auch bei heimischen Haus- und Nutztieren finden sich auf der,
  • PoxApp der Charité – Universitätsmedizin Berlin

Die ist eine kostenlose Web-App, über die anonym personalisierte Handlungsempfehlungen zum Mpox-/Affenpockenvirus abgerufen werden können. Dazu sollen in der Web-App unter anderem Symptome und möglichen Risikokontakte eingetragen werden. Die PoxApp ist in Zusammenarbeit von ärztlichen Kolleginnen und Kollegen der Charité und mit Unterstützung des Robert Koch-Instituts (RKI), der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) entwickelt worden.

Wie kann ich mich vor Affenpocken schützen?

Welcher Impfstoff kann zum Schutz vor Mpox/Affenpocken angewendet werden? — Der Impfstoff Imvanex ist zum Schutz vor Pocken seit 2013 in Deutschland und seit Juli 2022 auch für den Schutz vor Mpox/Affenpocken zugelassen. In den USA ist der identische Impfstoff unter dem Namen Jynneos und in Kanada unter dem Namen Imvamune bereits seit mehreren Jahren gegen Mpox/Affenpocken zugelassen.

Wie gefährlich sind Affenpocken für den Menschen?

Affenpocken: Gefahr, Symptome, Quarantäne, Behandlung Sie sind hier:

Beschreibung : Seltene Virusinfektion, eng verwandt mit dem menschlichen Pockenvirus Variola Symptome : Ausschlag mit nässenden Pusteln, die später verkrusten; ggf. Allgemeinsymptome wie Fieber und Abgeschlagenheit Gefährlichkeit : Deutlich weniger gefährlich als menschliche, Komplikationen sind möglich. In Afrika Sterberaten von 3 bis 10 Prozent. In Europa bisher weitgehend unproblematische Verläufe und wenige Sterbefälle Ansteckung : Meist über enge körperliche Kontakte, insbesondere über das Sekret der Pusteln und den Schorf, aber auch über ; in Europa derzeit v.a. über sexuelle Kontakte, in Afrika auch über infiziertes Fleisch von Wildtieren. Schutz : Impfung für gefährdete Personen. Ansonsten Isolation, Abstand und Hygienemaßnahmen im Umgang mit (potenziell) Infizierten. Behandlung : Kurz nach der Infektion kann eine Impfung die Ausbreitung des Virus im Körper eindämmen. Ansonsten symptomatische Behandlung. Bei schweren Verläufen und Immungeschwächten hilft das Virostatikum Tecovirimat.

Affenpocken (engl. monkey pox, neu: Mpox) sind eine seltene Virusinfektion, die lange Zeit fast ausschließlich in Afrika aufgetreten ist. Die Ansteckung erfolgt in erster Linie bei engem Körperkontakt über das Sekret der pockentypischen Hautveränderungen (Pockenläsionen).

  • Sie ist aber auch über Speichel und andere Körpersekrete möglich.
  • Seit Mai 2022 treten vor allem auch in Europa ungewöhnliche Ausbrüche auf.
  • Die Erkrankungen betreffen vorwiegend Männer, die Sex mit Männern hatten.
  • In Deutschland sind Affenpocken meldepflichtig.
  • Affenpocken werden von Erregern verursacht, die eng mit den einst gefürchteten, inzwischen aber als ausgerottet geltenden menschlichen (Variola) verwandt sind.

Hauptsymptom ist ein charakteristischer Ausschlag mit Pusteln, die später verkrusten. Die meisten Menschen überstehen die Erkrankung gut. In Afrika, dem Ursprungskontinent, sind aber auch schon Erkrankte gestorben. Bei Affenpocken handelt sich um eine sogenannte Zoonose, also eine Krankheit, die aus dem Tierreich auf den Menschen überspringt.

Sie wurde zuerst bei Affen entdeckt. Tatsächlich bilden aber wohl Nager das Hauptreservoir der Krankheitserreger, mit denen sich Affen ebenso wie Menschen, aber auch andere Säuger infizieren können. Bei den meisten Infizierten heilt die Erkrankung innerhalb weniger Wochen vollständig aus. Zurück bleiben dann mitunter einige,

Aber es gibt auch Patienten, bei denen die Erkrankung tödlich verläuft. In Europa hat es bislang unter den mehreren Tausend Infizierten nur wenige Todesfälle gegeben. Affenpocken sind sehr viel weniger ansteckend als beispielsweise oder die, die vornehmlich über die Luft übertragen werden.

Wie lange ist man mit Affenpocken ansteckend?

Infektionsweg — Eine Übertragung von Affenpockenviren von Mensch zu Mensch wird vor allem bei engen Kontakten beobachtet, insbesondere im Rahmen sexueller Aktivitäten. Die Übertragung erfolgt durch den direkten Kontakt von Haut oder Schleimhaut mit Körperflüssigkeiten oder den typischen Hautveränderungen ( sog.

Läsionen), wobei sowohl Bläscheninhalt als auch Schorf infektiös sind. In den Pockenläsionen befinden sich besonders hohe Viruskonzentrationen. Es ist zu beachten, dass Läsionen auf Schleimhäuten von außen oft nicht sichtbar sind. Ausgehend von Pockenläsionen im Mund kann infektiöses Virus den Speichel und respiratorische Sekrete kontaminieren.

Die Eintrittspforte für das Virus sind häufig kleine Hautverletzungen sowie insbesondere alle Schleimhäute (Auge, Mund, Nase, Genitalien, Anus) und möglicherweise auch der Respirationstrakt. Infizierte sind ansteckend, solange die Läsionen nicht vollständig abgeheilt sind (meist zwei bis vier Wochen).

  • Das Virus wurde mittels PCR auch in der Samenflüssigkeit nachgewiesen (2).
  • Eine Übertragung über kontaminierte Gegenstände wie z.B.
  • Leidung, Bettwäsche, Handtücher oder in speziellen Fällen durch Oberflächen, die durch den Kontakt mit infektiösem Schorf oder Pockenbläscheninhalt einer infizierten Person mit dem Virus kontaminiert wurden, wurde bisher vor allem in Endemiegebieten beschrieben.

Bisher liegen keine Hinweise dafür vor, dass dieser Übertragungsweg im internationalen Ausbruch seit Mai 2022 eine größere Bedeutung hat. Theoretisch ist eine Übertragung durch große respiratorische Tröpfchen bei face-to-face -Kontakt denkbar, u.U. auch schon beim Auftreten unspezifischer Symptome (wie z.B.

  1. Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen) und noch vor Entwicklung von Hautläsionen.
  2. Zweifelsfrei belegt sind solche Übertragungen durch respiratorische Tröpfchen bislang nicht.
  3. Eine Übertragung über ausgeatmete Aerosole über größere Distanzen erscheint unwahrscheinlich und bisher finden sich dafür keine Hinweise.

Ob Affenpockenviren zusätzlich zum reinen Hautkontakt auch auf direktem sexuellen Übertragungsweg (durch Samenflüssigkeit oder Vaginalsekret) verbreitet werden können, ist derzeit noch nicht abschließend geklärt, scheint aber möglich ( Mpox-/Affenpocken-Flyer von RKI und BZgA ).

In Endemiegebieten kann es auch zur Übertragung vom Tier auf den Menschen kommen. Die Übertragung kann durch Kontakte zu infizierten Tieren (Bisse, Sekrete und Exkrete, enger Umgang, Tierkörper bei der Jagd), durch den Umgang mit Fleisch infizierter Tiere oder Material, das mit Viren kontaminiert ist, erfolgen.

In Endemiegebieten sind auch Übertragungen bei infizierten Schwangeren über die Plazenta auf den Fötus oder von infizierten Eltern auf Kinder während oder nach der Geburt durch Hautkontakt beschrieben worden.

Warum heisst es Affenpocken?

Affenpockenvirus
Systematik
Klassifikation : Viren
Realm : Varidnaviria
Reich : Bamfordvirae
Phylum : Nucleocytoviricota
Klasse : Pokkesviricetes
Ordnung : Chitovirales
Familie : Poxviridae
Unterfamilie : Chordopoxvirinae
Gattung : Orthopoxvirus
Art : Monkeypox virus

/td> Taxonomische Merkmale

Genom : dsDNA linear
Baltimore : Gruppe 1
Symmetrie : komplex
Hülle : vorhanden

/td> Wissenschaftlicher Name Monkeypox virus Kurzbezeichnung MPXV Links

NCBI Taxonomy: 10244
ICTV Taxon History: 201854771

/td>

Die Affenpocken bzw. Mpox (auch: Affenpockenkrankheit ) sind eine Erkrankung, die durch das Affenpockenvirus ( offiziell monkeypox virus, MPXV, veraltet Orthopoxvirus simiae ) verursacht wird. Natürliche Wirte dieses Virus sind verschiedene Nagetiere, als Fehlwirt namensgebend auch Affen,

Die Erkrankung ist auch auf den Menschen übertragbar ( Zoonose ) und löst eine fieberhafte, pockenähnliche Erkrankung aus, die aber in der Regel deutlich milder als die Pocken verläuft. Schwerere Krankheitsverläufe können jedoch ebenfalls auftreten. Eine Schutzimpfung ist verfügbar und reduziert das Risiko eines Krankheitsausbruchs bzw.

mildert den Krankheitsverlauf ab.

Können Affenpocken durch Hunde übertragen werden?

In Paris. Inga Kjer/dpa-tmn Ein erster nachgewiesener Fall von Affenpocken, die von Menschen an einen Hund übertragen wurden.

Wie viele Menschen sind an Affenpocken gestorben?

Stand: 12.5.2023 In Deutschland sind im Mai 2022 erstmals Fälle von Mpox identifiziert worden (zur Umbenennung von Affenpocken in Mpox siehe Mitteilung der WHO vom 28.11.2022 ). Bislang wurden rund 3.700 Fälle an das RKI übermittelt. Nach einem starken Anstieg sind die Fallzahlen ab August 2022 infolge intensiver Public-Health -Bemühungen verschiedener Stellen deutlich zurückgegangen, seit Mitte Oktober 2022 wurden nur noch vereinzelt Fälle gemeldet, seit Ende Januar 2023 wurden keine Fälle mehr registriert.

In Deutschland wurden bislang keine Todesfälle registriert. Fallzahlen nach Meldewoche, Ländern, Kreisen, Altersgruppen und Geschlecht sind tagesaktuell über SurvStat https://survstat.rki.de abrufbar. Für eine Übertragung des Erregers ist ein enger körperlicher Kontakt erforderlich. Die Übertragungen sind in erster Linie im Rahmen von sexuellen Aktivitäten erfolgt, insbesondere bei Männern, die sexuelle Kontakte mit anderen Männern haben (weniger als 1% der Fälle betrafen Frauen, Jugendliche oder Kinder).

Trotz der aktuell in weiten Teilen der Welt ruhigen epidemiologischen Lage kann es zu einem erneuten Anstieg der Fallzahlen auch in Deutschland kommen, insbesondere im Rahmen der im Frühjahr beginnenden „ Pride Season » (Veranstaltungen, die sich auch stark an Männer, die Sex mit Männern haben, richten).

Um Ansteckungen zu verhindern, müssen weiterhin angemessene Präventionsmaßnahmen umgesetzt und Infektionen frühzeitig erkannt werden. Informationen zu Symptomen, Übertragungswegen und Schutzmöglichkeiten, u.a. auch die Möglichkeit einer Impfung, sind essentiell. Ärztinnen und Ärzte sollten Mpox bei Personen mit unklaren pockenähnlichen Hauteffloreszenzen (in Abgrenzung von Windpocken etc.) oder Läsionen in die erweiterten differenzialdiagnostischen Überlegungen mit einbeziehen.

Das Auftreten von Mpox in Deutschland steht im Zusammenhang mit einem Mpox-Geschehen, das seit Mai 2022 viele Länder weltweit betrifft. Die meisten Betroffenen erkranken nicht schwer. Weltweit wurden bislang rund 90.000 Fälle and die WHO gemeldet, darunter um die 140 Todesfälle,

Aktuelle internationale Fallzahlen können dem Dashboard und der Mpox -Ausbruchsseite der WHO entnommen werden. Im Sommer 2022 hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Mpox zur «Gesundheitliche Notlage mit internationaler Tragweite» ( Public Health Emergency of International Concern, PHEIC) erklärt.

Nachdem die Fallzahlen weltweit zurückgegangen sind, hat die WHO den PHEIC am 11.5.2023 wieder aufgehoben, betont aber weiterhin die Wichtigkeit von Surveillance — und Präventionsmaßnahmen sowie intensiver Forschung. Eine Gefährdung für die Gesundheit der breiten Bevölkerung in Deutschland schätzt das RKI als sehr gering ein.

Das RKI beobachtet die Situation weiter sehr genau und passt seine Einschätzung ggf. dem aktuellen Kenntnisstand an. Unter www.rki.de/mpox stellt das RKI FAQ zu Mpox und verschiedene Empfehlungen und Hinweise u.a. zu Hygienemaßnahmen, Vorgehen bei Großveranstaltungen, Diagnostik und Therapie zur Verfügung.

Ein Flyer von RKI und BZgA u.a. mit Hinweisen zu Übertragungswegen und Präventionsmöglichkeiten ist unter www.rki-de/mpox-flyer abrufbar. Informationen zur Impfung gegen Mpox, darunter die Impfempfehlung der STIKO und Impf- FAQ, sind unter www.rki.de/mpox-impfung zu finden.

Wie viele Menschen haben Affenpocken?

Was ist eigentlich aus den Affenpocken geworden? In Deutschland gibt es kaum noch neue Fälle von Affenpocken. Doch die Bundesregierung hält neue Infektionen für möglich. Experten mahnen: Jetzt ist die Zeit für Mpox-Impfungen. Affenpocken heißen inzwischen Mpox: Das Bild zeigt eine kolorierte Aufnahme von Partikeln des Virus.

  • Quelle: Niaid/Niaid/Planet Pix via ZUMA Press Wire/dp Tobias hat im vergangenen Sommer viel telefoniert.
  • Mit seiner Hausärztin, dem Hautarzt, mit weiteren Praxen.
  • Doch seine erste Impfung gegen, die inzwischen heißen, bekam er erst im September.
  • Es war schwer, einen Impftermin zu bekommen», sagt Tobias, der eigentlich anders heißt.

Dabei ist er als schwuler Mann besonders betroffen. Inzwischen hat sich das geändert. Impfstoff ist ausreichend da. Wer zum Beispiel in Berlin will, bekommt in der Regel, Allerdings hat der Andrang nachgelassen. Das Bedrohungsgefühl ist gerade in der schwulen Community deutlich geringer.

Die USA haben wegen der Affenpocken den nationalen Gesundheitszustand ausgerufen. Vor allem in den gay commuties in San Francisco, aber auch in New York breitet sich das Virus aus. Denn die Zahlen sinken. Etwa 3.700 Infektionen sind laut Robert Koch-Institut (RKI) bisher in Deutschland aufgetreten, Todesfälle wurden nicht gemeldet.

Für die breite Bevölkerung sei die Gefährdung für die Gesundheit nach wie vor «sehr gering». Das Bundesgesundheitsministerium teilt auf ZDFheute-Anfrage mit: Seit Mitte Oktober werden nur noch wenige, in manchen Wochen gar keine Fälle gemeldet. Anders sieht es aus für Männer, die Sex mit Männern haben.

Affenpocken sind eine Infektionskrankheit, die ursprünglich in erster Linie durch Viren von Tieren auf den Menschen übertragen wurde. In Afrika wurden Affenpocken bei vielen verschiedenen Tieren nachgewiesen, vor allem bei Nagetieren und mehreren Affenarten. Auch von Mensch zu Mensch können die Viren weitergegeben werden.1970 wurden Affenpocken in Zaire, der heutigen Demokratischen Republik Kongo, erstmals beim Menschen festgestellt — in einer Region, in der die Pocken zwei Jahre zuvor ausgerottet worden waren. Im Frühjahr 2003 wurden die ersten Fälle außerhalb Afrikas gemeldet, in den Vereinigten Staaten. Seit Mai breiten sie sich auch in weiteren Ländern aus; vor allem in Westeuropa, darunter auch Deutschland.

Die Symptome ähneln denen der Pocken. Dazu zählen Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Schüttelfrost sowie geschwollene Lymphknoten. Es entwickeln sich teilweise sehr schmerzhafte Hautveränderungen in Form von Flecken und Pusteln, die mit der Zeit verkrusten und abfallen.

  • Der Ausschlag tritt vor allem an Gesicht, Handflächen und Fußsohlen auf.
  • Es sind jedoch auch Haut- und Schleimhautveränderungen an Mund, Genitalien und Augen möglich.
  • Die Hautveränderungen halten in der Regel zwischen zwei und vier Wochen an und heilen ohne Behandlung von selbst ab.
  • Durch den Kontakt mit Blut und anderen Körperflüssigkeiten kranker Tiere können sich Menschen mit dem Virus anstecken.

Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nur bei engem Kontakt möglich. Das Virus wird dabei durch Tröpfcheninfektion, Wunden, den Bläscheninhalt und Schorf auf der Haut oder Körperflüssigkeiten wie Speichel übertragen. Laut einer Studie gehen 95 Prozent der aktuellen Affenpocken-Fälle auf sexuelle Kontakte zurück.

  • Die in Deutschland gemeldeten Fälle betrafen fast ausschließlich Männer, die sexuelle Kontakte mit anderen Männern haben.
  • Nur eine Handvoll Fälle bei Frauen sind hierzulande bekannt.
  • Schwangere, die sich mit Affenpocken angesteckt haben, können das Virus an ihr ungeborenes Kind weitergeben.
  • Eine Ansteckung des Babys ist auch bei der Geburt möglich.

In der Regel halten die Symptome zwei bis vier Wochen an. Infizierte können andere anstecken, solange sie Symptome haben. Im Gegensatz zu den seit 1980 ausgerotteten Menschenpocken verlaufen Affenpocken in der Regel deutlich milder; die meisten Menschen erholen sich innerhalb von mehreren Wochen.

Allerdings können bei einigen Betroffenen auch schwere Verläufe auftreten. Insbesondere Neugeborene, Kinder, Schwangere, alte Menschen und Menschen mit Immunschwäche können schwer erkranken. Zu möglichen Komplikationen gehören Hautinfektionen, Lungenentzündung, Verwirrtheit sowie Augeninfektionen, die zu Sehverlust führen können.

Auch die Menge an Viren, denen ein Patient ausgesetzt war, spielt eine Rolle für den Krankheitsverlauf. Ja. In Deutschland ist für bestimmte Risikogruppen wie homosexuelle Männer mit häufig wechselnden Partnern eine Impfung mit dem seit 2013 in der EU ab 18 Jahren zugelassenen Pockenimpfstoff Imvanex empfohlen, der besser verträglich ist als ältere Pockenimpfstoffe.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt mit einem Abstand von mindestens mehreren Wochen. Quelle: AFP «Mpox sind da und sie werden bleiben», sagt Holger Wicht von der Deutschen Aidshilfe. Insofern müsse gerade jetzt, wo das Risiko einer Mpox-Infektion niedrig sei, Vorsorge getroffen werden: Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, sich impfen zu lasen.

Wir kommunizieren diese Botschaft im Moment insbesondere in schwule Communitys. Das gelte auch für die Zweitimpfung. Vereinzelt hätten schwule Männer nach einer Erstimpfung auf den zweiten Piks verzichtet — etwa weil die Bedrohungslage inzwischen als gering eingeschätzt wird.

Allerdings sei der Schutz erst nach einer Zweitimpfung komplett und dauerhaft. Die ständige Impfkommission empfiehlt nun den Risikogruppen, sich gegen die Viruserkrankung impfen zu lassen. Bislang sind in Deutschland mehr als 130 Infektionsfälle bekannt. Deutschland hat bisher rund 300.000 Impfdosen bekommen.

Verimpft wurden laut bis Januar 2023 rund 62.000,, Weitere Bestellungen von Impfdosen plant die Bundesregierung nach ZDFheute-Informationen derzeit nicht. Die Deutsche Aidshilfe kritisiert das als wenig vorausschauend. In Deutschland gebe es etwa eine halbe Million Männer, die Sex mit wechselnden männlichen Partnern haben, sagt Holger Wicht: 500.000 Männer brauchen etwa eine Millionen Impfungen. Affenpocken betreffen vor allem schwule Männer, sagt das RKI. Dabei können sich auch Heterosexuelle infizieren. Der Schwulenverband kritisiert stigmatisierende Kommunikation. Zur Merkliste hinzugefügt Zur Merkliste hinzugefügt HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert. Bitte beachten Sie die des ZDF. An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Entweder hast du einen Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert, oder deine Internetverbindung ist derzeit gestört. Falls du die Datenschutzeinstellungen sehen und bearbeiten möchtest, prüfe, ob ein Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus. An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Möglicherweise hast du einen Ad/Script/CSS/Cookiebanner-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert. Falls du die Webseite ohne Einschränkungen nutzen möchtest, prüfe, ob ein Plugin oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus.

Sind Affenpocken noch aktuell?

Mpox — Affenpocken Die Informationen über Mpox-Symptome, Inkubationszeiten und zu Übertragungswegen unterliegen fortlaufender Aktualisierung. Die hier dargestellten Informationen werden beim Vorliegen neuer Erkenntnisse angepasst. Ad | Grafik: MPX-Kampagne Bild: LAGeSo

    Affenpocken/ Mpox? Affenpocken (monkeypox, kurz: Mpox) sind eine Viruserkrankung, ausgelöst durch das Affenpockenvirus (Monkeypox virus, MPXV ). Das Virus ist verwandt mit den klassischen Pockenviren (Variola, Smallpox). Mpox war bisher eine in Europa seltene, vermutlich vor allem von Nagetieren auf den Menschen übertragene Erkrankung. Übertragungen von Mensch-zu-Mensch erfolgen vor allem bei engem Kontakt. Wie ist aktuell die Situation bei den Affenpocken/ Mpox? Bild: LAGeSo In mehreren Ländern wurden seit Mitte Mai 2022 Mpox-Fälle festgestellt. Es handelt sich um ein globales Ausbruchsgeschehen, bei dem vor allem Länder betroffen sind, in denen Mpox bisher nicht vorkam. Am 23.07.2022 erklärte die WHO den Ausbruch als gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite.

    1. Weltweit sind bislang in über 100 Ländern Mpox-Fälle im Rahmen dieses Ausbruchs aufgetreten.
    2. Die USA sind mit über 21.000 Fällen am stärksten betroffen; in Europa sind es Spanien, Portugal, das Vereinigte Königreich und Deutschland.
    3. Berlin hat deutschlandweit mit Abstand die meisten Mpox-Fälle.
    4. Obwohl sich jeder mit MPXV infizieren kann, wurden bisher die meisten Fälle bei schwulen und bisexuellen Männern und anderen Männern, die Sex mit Männern haben, festgestellt.

    In Berlin sind bislang fast nur Männer betroffen. Seit Mitte Juli hat die täglich gemeldete Zahl von Mpox-Fällen in Berlin deutlich abgenommen. Momentan werden nur noch vereinzelt Fälle gemeldet und an das LAGeSo übermittelt (siehe Abbildung), dennoch ist der Ausbruch noch nicht beendet.

    Wie wird das Affenpockenvirus (MPXV) übertragen? MPXV kann durch engen Körperkontakt (Haut-zu-Haut), zum Beispiel beim Sex, übertragen werden. Entscheidend sind hier alle Situationen, bei der die Viren aus betroffenen Hautstellen einer erkrankten Person in Kontakt zu Haut und Schleimhaut einer anderen Person kommen.

    Dies kann auch beim Küssen, Streicheln oder Kuscheln der Fall sein. Bislang scheinen allerdings Sexualkontakte die entscheidende Rolle bei der Übertragung zu spielen, MPXV kann aber auch durch Tröpfchen aus der Atemluft bei längerem direkten Kontakt oder durch kontaminierte Gegenstände (z.B.

    Leidung, Bettzeug und Sextoys) übertragen werden. Eine Übertragung erfolgt wahrscheinlich meist durch direkten Kontakt zu Hautläsionen (Pickel, Bläschen, verschorfte Pusteln, Krusten). haben MPXV bei infizierten Personen aber allerdings auch im Speichel, in der Samenflüssigkeit, im Urin sowie in Stuhlproben und Rektalabstrichen zeigen können.

    Somit kann MPXV auf unterschiedlichen Wegen übertragen werden. Vor einigen, aber nicht allen, dieser Wege bieten Kondome Schutz. Die Ermittlungen der Berliner Gesundheitsämter haben ergeben, dass zu Beginn des Ausbruchs in Berlin, große Events wie die GayPride Maspalomas in Gran Canaria, das Darklands Festival in Antwerpen oder auch die Snax-Party in Berlin bei der Übertragung eine Rolle gespielt haben könnten.

    1. Allerdings stecken sich viele Fälle auch außerhalb großer Events/Partys an.
    2. Während des Peaks des Ausbruchs im Mai und Juni und Anfang Juli haben sich die meisten Fälle in Berlin angesteckt und mehr als die Hälfte haben im angenommenen Infektionszeitraum Sexpartys oder Clubs besucht.
    3. Etwa 20% der Berliner Fälle haben sich aber auch während Aufenthalten außerhalb Deutschlands angesteckt, wo häufig ebenfalls der Besuch von Clubs oder Festivals angegeben wurde.

    Inzwischen können diese Informationen nicht mehr von allen Fällen erhoben werden. Was sind die Symptome/ woran erkenne ich, dass ich mich infiziert habe? Die Zeit zwischen Kontakt mit MPXV und dem Auftreten erster Symptome (Inkubationszeit) beträgt in der Regel zwischen 5 und 21 Tagen.

      Die Krankheit selbst dauert in der Regel zwei bis vier Wochen. Erste Anzeichen sind oft: — Fieber, Schüttelfrost — Muskelschmerzen, Rückenschmerzen — Müdigkeit und Kopfschmerzen

Diese ersten Anzeichen können aber auch fehlen! Wenige (1-3) Tage nach Beginn dieser ersten Anzeichen entwickeln Betroffene einen Ausschlag bzw. kleine Hautläsionen, oft auf oder in der in der Nähe der Genitalien oder am Anus, aber auch an anderen Stellen wie Händen, Füßen, Brust oder im Gesicht.

  1. Diese Hautläsionen durchlaufen mehrere Stadien und können am Anfang aussehen wie Pigmentflecken.
  2. Sie entwickeln sich dann zu Pickeln oder flüssigkeitsgefüllten Bläschen, die später eine schorfige Kruste bilden.
  3. Zum Schluss fallen diese Krusten ab und die Läsionen sind abgeheilt.
  4. Die betroffenen Hautstellen können sehr schmerzhaft sein oder jucken und es können nach Abheilung lebenslang Narben zurückbleiben.

Die Hautläsionen können sich zudem auch auf Schleimhäuten im Körperinneren befinden, z.B. im Mund, in der Vagina oder im Anus. Beispielhafte Bilder von Mpox-Hautläsionen sind hier zu finden: ( ) Die Hautveränderungen können anfangs sehr unauffällig sein und werden, da sie sich häufig im Genitalbereich befinden, oft mit anderen sexuell übertragbaren Krankheiten verwechselt bzw.

  • Nicht sofort als Mpox wahrgenommen.
  • Bitte beachten: Betroffene können alle oder nur einige dieser Symptome haben.
  • Die meisten Menschen mit Mpox bekommen einen Ausschlag oder einzelne Hautläsionen.
  • In einer israelischen wurde kürzlich gezeigt, dass bei mehr als ein Drittel der Mpox-Fälle eine Entzündung des Enddarms (Proktitis) vorlag.

Bei vielen dieser Erkrankten fehlten jedoch die typischen Hautläsionen/ Ausschläge. Auch dies kann also ein Symptom sein, dass ärztlich abgeklärt werden sollte. Einige Menschen haben berichtet, dass sie den Hautausschlag oder die Läsionen entwickeln bevor die grippeähnlichen Anfangssymptome auftreten (oder auch ganz ohne diese).

Man kann auch nur sehr vereinzelte Hautläsionen haben. MPXV kann vom Beginn der ersten Symptome an übertragen werden und zwar so lange bis alle Hautläsionen, einschließlich des Schorfs, abgeheilt sind und sich eine neue Hautschicht gebildet hat. Dies kann mehrere Wochen dauern. Bislang ist noch unklar, ob und wie lange MPXV auch über Sperma/ Vaginalsekrete übertragen werden kann.

Dies wird gerade in Studien untersucht. Um sicherzugehen, sollten Sie auch nachdem alle Hautläsionen vollständig abgeheilt sind, bei sexuellen Kontakten für 8 Wochen nach der Infektion noch Kondome benutzen. Was kann ich selbst tun, um eine Ansteckung mit MPXV zu verhindern? Den besten Schutz vor einer MPXV -Ansteckung bietet eine Impfung, diese wird momentan empfohlen für Kontaktpersonen sowie für Personen mit erhöhtem Expositionsrisiko, u.a.

  1. Für Männer, die Sex mit Männern haben ( MSM ) und dabei häufig den Partner wechseln.
  2. Weitere Informationen zum Impfangebot finden Sie (siehe: Wo kann ich mich impfen lassen? ) Enge sexuelle Kontakte und direkte Hautkontakte spielen bisher bei der Übertragung die größte Rolle.
  3. Enge Hautkontakte und sexuelle Kontakte mit unbekannten Personen, deren Gesundheitsstatus man nicht einschätzen kann, bergen ein großes Ansteckungsrisiko.

Daher kann man das eigene Ansteckungsrisiko reduzieren, wenn man die Zahl der Sexpartner*innen verringert, deren Gesundheitsstatus man nicht einschätzen kann. Unbedingt vermeiden sollte man enge Kontakte zu Personen, bei denen man Hautläsionen oder einen Hautausschlag bemerkt, oder die grippeähnlichen Symptome wie Fieber und Schüttelfrost haben.

Eine Übertragung erfolgt wahrscheinlich meist durch direkten Kontakt zu Hautläsionen (Pickel, Bläschen, verschorfte Pusteln, Krusten). konnte MPXV bei infizierten Personen aber auch im Speichel, in der Samenflüssigkeit, im Urin sowie in Stuhlproben und Rektalabstrichen nachgewiesen werden. Somit kann MPXV auf unterschiedlichen Wegen übertragen werden.

Vor einigen, aber nicht allen, dieser Wege bieten Kondome Schutz. Die Teilnahme an Veranstaltungen und Festivals im Freien erhöht das Risiko einer MPXV -Infektion nicht, aber enger Körperkontakt, einschließlich Sex, erhöht das Risiko einer Ansteckung.

Achten Sie auf die genannten Symptome und suchen Sie frühzeitig einen Arzt auf, wenn bei Ihnen oder einem aktuellen Partner oben genannte Symptome auftreten. Was sollte ich tun, wenn ich Symptome an mir feststelle? Checken Sie Ihren Körper regelmäßig auf Hautveränderungen ab. Wenn Sie Symptome feststellen, suchen Sie am besten frühzeitig einen Arzt/eine Ärztin auf.

Sie sollten nicht auf das Auftreten von Hautveränderungen warten, wenn Sie sich krank fühlen und eine sexuell übertragbare Infektion vermuten. Am besten sprechen Sie vorab telefonisch mit Ihrer Arztpraxis, bevor Sie dort hingehen. Wenn Sie keine Krankenversicherung haben, stehen in einigen Bezirken auch die Zentren für sexuelle Gesundheit zur Verfügung.

Auch der bietet medizinische Beratung und Diagnostik an. Decken Sie auf dem Weg dorthin und in den Einrichtungen die Hautläsionen ab und tragen Sie eine medizinische Maske. Enge körperliche Kontakte (Hautkontakte, Sexualkontakte) sollten unbedingt vermieden werden, solange die Symptome nicht ärztlich abgeklärt wurden.

Besuchen Sie keine Partys, Festivals, Saunen, Darkrooms o.ä. solange Ihre Symptome nicht eindeutig ärztlich abgeklärt wurden. Sollten Sie während eines mehrtägigen Festivals oder Clubbesuchs Symptome an sich bemerken, unterbrechen Sie Ihren Besuch dort und suchen ärztliche Hilfe auf.

  1. Informieren Sie Personen mit denen Sie enge Kontakte hatten über Ihre Symptome.
  2. Was sollte ich tun, wenn bei mir Mpox diagnostiziert wurde oder ich vermute, dass ich infiziert bin? Informieren Sie Ihre engen / sexuellen Kontakte über Ihre Infektion und weisen Sie sie darauf hin, dass sie sich auch nach dem Kontakt noch impfen lassen können.

Das zuständige Gesundheitsamt informiert Kontaktpersonen ebenfalls über wichtige Maßnahmen und alles Weitere zur Impfung, benötigt aber dafür möglichst vollständige Informationen. Zudem sollten Sie unbedingt das Risiko minimieren, das Virus an andere Personen weiterzugeben.

  • Dies können Sie tun, in dem Sie folgende Punkte berücksichtigen, und zwar mind.
  • So lange bis alle Hautläsionen vollständig abgeheilt sind und sich eine neue Hautschicht gebildet hat: — Verzichten Sie auf enge Hautkontakte und sexuelle Kontakte mit anderen Menschen (wenn bei Ihnen eine Mpox-Infektion nachgewiesen wurde, auch schon bevor Sie selbst Hautläsionen an sich entdecken) — Besuchen Sie keine Veranstaltungen, Clubs oder Partys — Meiden Sie öffentliche Verkehrsmittel — Decken Sie die betroffenen Hautstellen ab und tragen Sie eine medizinische Maske, wenn Sie Kontakt mit anderen Personen haben (z.B.

zu Haushaltskontakten, Mitbewohner*innen) oder sich außerhalb Ihrer Wohnung aufhalten — Vermeiden Sie Kontakte zu Personen, die eine eingeschränkte Funktion des Immunsystems haben (z.B. unbehandelte HIV -Patient*innen, zu Schwangeren und kleinen Kindern).

Diese Personen haben ein besonders großes Risiko schwere Mpox-Infektionen zu erleiden und müssen besonders geschützt werden. — Teilen Sie Kleidung, Handtücher, Bettwäsche etc. nicht mit anderen Personen — Achten Sie zu Hause auf eine gute Hygiene, waschen Sie Wäsche und Bettwäsche (mit normalem Waschmittel) regelmäßig — Vermeiden Sie Kontakt zu (Haus-)Tieren.

Mpox ist eine Erkrankung, die sowohl Menschen als auch Tiere betrifft, das heißt Sie können Ihre Haustiere anstecken. Um zu verhindern, dass sich MPXV irgendwann auch in Berlin in Wildtieren wie z.B. Ratten etabliert ist es wichtig, jeden Kontakt zu Tieren zu vermeiden.

— Bislang ist unklar, ob und wie lange MPXV auch über Sperma/ Vaginalsekrete übertragen werden kann. Dies wird gerade in Studien untersucht. Um sicherzugehen, sollten Sie auch nachdem alle Hautläsionen vollständig abgeheilt sind, bei sexuellen Kontakten für 8 Wochen nach der Infektion noch Kondome benutzen.

Pflegen Sie Ihre Haut und halten Sie die betroffenen Hautstellen so sauber wie möglich. Waschen Sie sich mit einer milden Seife und fragen Sie nach Medikamenten, wenn die Stellen schmerzhaft sind oder jucken. Denken Sie daran, sich nach dem Berühren des Ausschlags gründlich die Hände zu waschen.

  • Dies hilft, Infektionen und Komplikationen zu vermeiden.
  • Wenn Sie Schwellungen oder Rötungen um die betroffenen Hautstellen herum bemerken oder wenn Sie plötzlich Fieber bekommen – auch wenn sich Ihre Symptome schon gebessert hatten – suchen Sie ärztliche Hilfe auf.
  • Ratzen oder stechen Sie die Bläschen nicht auf, dies führt zu weiteren Infektionen und Komplikationen und vergrößert das Risiko einer Narbenbildung! Achten Sie auf sich selbst und Ihre mentale/psychische Gesundheit.

Suchen Sie sich Unterstützung, wenn Sie von der Situation so belastet sind, dass Sie sich überfordert fühlen. Für wen ist eine Mpox-Impfung empfohlen? Entsprechend der Ständigen Impfkommission ( STIKO ) gibt es folgende Empfehlungen für eine Impfung gegen Mpox/Affenpocken: • Die Impfung für Kontaktpersonen von Mpox-Fällen (sogenannte Postexpositionsprophylaxe).

Diese Impfung dient der Verhinderung einer Mpox-Infektion nachdem ein Kontakt zu einem Mpox-Fall stattgefunden hat. Sie sollte so früh wie möglich (innerhalb von bis zu 14 Tage) nach dem Kontakt erfolgen. Die Gesundheitsämter informieren betroffene Personen im Rahmen der Kontaktnachverfolgung darüber, dass sie sich impfen lassen können und weisen auf die Impfpraxen hin.

• Impfung für Personen mit einem erhöhten Expositions- und/oder Infektionsrisiko (Indikationsimpfung). Die Indikationsimpfung soll eine Mpox-Infektion bei Personen mit erhöhtem Expositionsrisiko verhindern und wird unter anderem für Männer empfohlen, die Sex mit Männern haben ( MSM ) und dabei häufig den Partner wechseln.

  1. Die Impfung ist für die zu impfenden Personen kostenfrei.
  2. Die Entscheidung für eine Impfung liegt im Ermessen der impfenden Ärztin oder des impfenden Arztes Wo kann ich mich impfen lassen? Mit welchem Impfstoff wird geimpft? In Berlin wird der Impfstoff Imvanex® vereimpft, der in Europa von der Europäischen Arzneimittelagentur EMA zum Schutz vor Pocken autorisiert ist und nach derzeitiger wissenschaftlicher Kenntnislage auch vor einer Infektion mit MPXV schützt.

In den USA ist dieser Impfstoff unter dem Namen JYNNEOS® zugelassen zur Vorbeugung von Pocken- und Affenpockenerkrankungen. Die Grundimpfung beinhaltet zwei Impfdosen, die im Abstand von mind.28 Tagen gegeben werden. Bei bestimmten Personen (z.B. Immungeschwächte) können danach weitere Auffrischimpfungen notwendig sein.

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: Mpox — Affenpocken

Sollte man sich gegen Affenpocken impfen lassen?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch Institut empfiehlt gefährdeten Personen ab 18 Jahren eine Impfung gegen Affenpocken. Die Impfung kann vorbeugend erfolgen oder innerhalb von 14 Tagen nach Kontakt mit einer infizierten Person. Die Impfempfehlung wurde in einem Beschlussentwurf am 9.5.2022 in ein sogenanntes Stellungnahmeverfahren gegeben.

Wer sollte sich gegen Affenpocken impfen lassen? Welchen Impfstoff gibt es? Woran erkenne ich eine Infektion?

In welchem Alter bekam man die Pockenimpfung?

Die Pockenimpfung war bis in die 1970/1980er-Jahre eine Pflichtimpfung in Deutschland. In der Regel wurde im frühen Kindesalter unter 2 Jahren und im späten Kindesalter über 12 Jahren gegen Pocken geimpft.

Wie viele Affenpocken gibt es in Deutschland?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht in dem weltweiten Ausbruch der Affenpocken (Mpox) eine «Notlage von internationaler Tragweite». Mit dieser Einstufung will die WHO die Mitgliedstaaten dazu bewegen, Maßnahmen zur Eindämmung des Ausbruchs zu ergreifen.

  1. In Deutschland wurde das Affenpockenvirus erstmals im Mai 2022 nachgewiesen.
  2. Mittlerweile wurden 3.671 Affenpockenfälle aus allen 16 Bundesländern (Stand 29.11.2022) an das Robert Koch Institut ( RKI ) übermittelt.
  3. Die gemeldeten Infektionen beunruhigen derzeit viele Menschen – gerade auch vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie.

Sie sorgen sich nun vor einer neuen Pandemie. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung ( BMBF ) beantwortet deshalb die wichtigsten Fragen: Hinweis: Die WHO hat die Affenpocken Ende November 2022 umbenannt. Statt Monkeypox benutzt die WHO die Bezeichnung «Mpox».

Hat man bei Affenpocken Juckreiz?

Affenpocken oder Hand-Fuß-Mund-Krankheit? — Ansteckung: Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit wird durch Enteroviren verursacht, Sie sind sehr ansteckend und übertragen sich über den direkten Kontakt von Körperflüssigkeiten. Besonders ansteckend ist die Flüssigkeit in den Bläschen des Ausschlags, entweder durch direkten Kontakt zu den Händen Gesunder oder durch eine Schmierinfektion über Gegenstände. Woher Kommen Affenpocken Ein Kind ist an der Hand-Fuß-Mund-Krankheit erkrankt. © Quelle: Von MidgleyDJ at en.wikipedia, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4000344 Aussehen der Haut: Der Ausschlag befindet sich im Mund, an den Handflächen und an den Fußsohlen.

Er kann auch an Gesäß, im Genitalbereich, an Knie oder Ellenbogen auftauchen. Es handelt sich erst um rote Flecken, aus denen sich schmerzhafte Bläschen entwickeln. Sie jucken normalerweise nicht. Weitere Krankheitszeichen: In den ersten Tagen haben Erkrankte Fieber, weniger Appetit und Halsschmerzen. Ein bis zwei Tage nach dem Einsetzen des Fiebers beginnt der Ausschlag.

Wichtig zu wissen: Laut der BZgA zeigen mehr als 80 Prozent der Menschen, die infiziert sind, keine Krankheitszeichen. Sie können die Viren aber dennoch weiterverbreiten. Weiterlesen nach der Anzeige Weiterlesen nach der Anzeige

Sind Affenpocken mit Eiter gefüllt?

Was sind die Symptome einer Affenpocken-Infektion? — Die Inkubationszeit beträgt sieben bis 17 Tage. Im circa 4-tägigen Frühstadium kommt es zu Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Gelenk- und Gliederschmerzen und seltener trockenem Husten, Nach ein bis drei weiteren Tagen tritt der typische pockenförmige Hautausschlag auf, der meist im Gesicht beginnt.

  • Aus den Knoten entwickeln sich flüssigkeitsgefüllte Bläschen, aus denen sich nach weiteren drei Tagen eitrige Pusteln entwickeln mit zentraler Eindellung.
  • Diese eitrigen Pusteln können zusammenfließen und Borken bilden.
  • Die Borken fallen nach circa zwei Wochen ab und hinterlassen typische Narben.
  • Üblich ist auch eine ausgeprägte Lymphknotenschwellung vor allem in der Hals- und Leistenregion.

„Wer einen vergleichbaren Hautausschlag bekommt, sollte dies umgehend ärztlich abklären lassen», empfiehlt die Chef-Infektiologin. Das Rober Koch-Institut (RKI) mahnt zudem zur Wachsamkeit wegen der vermehrt auftretenden Fälle.

Warum werden die Affenpocken umbenannt?

Gegen Stigmatisierung — WHO will Affenpocken in Mpox umbenennen — Audio: Fritz | 28.11.2022 | Bild: dpa/Press Wire Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will die Krankheit Affenpocken, auf Englisch «Monkeypox», in «Mpox» umbenennen, um einer Stigmatisierung der Betroffenen vorzubeugen. «Nach (.) Beratungen mit globalen Experten wird die WHO damit beginnen, die neue bevorzugte Bezeichnung ‘Mpox’ als Synonym für Affenpocken zu verwenden», hieß es in einer Erklärung der UN-Organisation am Montag.

    dpa/Sven Hoppe

    Wer hat die Affenpocken eingeschleppt?

    Der erste Fall dieses Ausbruchs wurde wahrscheinlich Anfang Mai von Nigeria – wo die Affenpocken bereits seit 2017 dauerhaft zirkulieren – nach Großbritannien eingeschleppt.

    Warum heisst es Affenpocken?

    Was sind die Affenpocken? — Affenpocken sind eine auf ein Virus zurückgehende Erkrankung. Der Erreger wurde erstmals 1958 in einem dänischen Labor bei Affen nachgewiesen — daher der Name Affenpocken. Fachleute vermuten allerdings, dass der Erreger eigentlich in Hörnchen und Nagetieren zirkuliert.

    Affen gelten als sogenannte Fehlwirte. Das Affenpockenvirus ist auch auf den Menschen übertragbar, Zu den Symptomen zählen: plötzlich einsetzendes Fieber, starke Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Halsschmerzen, Husten, häufig auch Lymphknotenschwellungen. Typisch ist zudem ein vom Gesicht auf den Körper übergreifender, pockentypischer Ausschlag,

    Selten treten Erblindung und entstellende Narben als Dauerschäden auf. Behandelt werden die Symptome sowie mögliche bakterielle Sekundärinfektionen, eine spezielle Therapie gibt es nicht.