Welche Werte Gibt Es?

Welche Werte Gibt Es
Wie wirken sich Ihre Werte auf Sie bei der Arbeit oder in Ihrem Unternehmen aus? – Ihre Werte beschreiben, was Ihnen wichtig ist, in der Art und Weise, wie Sie Ihr Leben führen. Sie geben Ihrem Leben Orientierung, stiften Sinn, sind die Grundlage für Ihre Überzeugungen.

  1. Darüber hinaus beeinflussen sie Ihre Entscheidungen, Handlungen und Verhaltensweisen und prägen das Leben, das Sie führen möchten.
  2. Beispiele für Werte sind: Respekt, Offenheit, Unabhängigkeit, Privatsphäre, finanzielle Sicherheit, Kreativität, Optimismus, Glück, Familienorientierung, Erfolg, Gesundheit, Mitgefühl, Freundlichkeit, Ausdauer, Spontaneität, Vertrauen, Perfektion, Bescheidenheit, Treue, Spaß, Professionalität und Genauigkeit.

Jeder Mensch hat einen anderen Wertekanon, wobei jedem Wert auch ein unterschiedlicher Grad an Bedeutung zugemessen wird. Viele Menschen können ihre Werte nur unklar äußern, weil sie sich zu wenig damit beschäftigt haben. Die prägendsten Werte in unserer Persönlichkeit stammen aus dem Elternhaus und den Erfahrungen, die wir dort gemacht haben.

Hier einige Beispiele, auf wie verschiedene Weise Ihre Werte Ihre Arbeit beeinflussen: Werte können Ihre Arbeit unterstützen und erleichtern. Wenn Ihre Werte auf Ihre Arbeit oder Ihr Unternehmen ausgerichtet sind, werden Sie feststellen, dass sie Ihre Arbeit unterstützen und anregen. Zum Beispiel wenn „ Vertrauen ” ein hoher Wert für Sie ist, und Sie von vielen Menschen im Job als vertrauenswürdig erlebt werden und Sie andererseits den anderen vertrauen können.

Werte können Ihre Arbeit erschweren. Wenn einige oder alle Ihre Werte im Widerspruch zu Ihrer Arbeit stehen, werden Sie sich wahrscheinlich sehr verunsichert oder gestresst fühlen. Wenn Sie Wert auf „ Genauigkeit ” leben, aber feststellen, dass Sie aufgrund des schnellen Wachstums Ihres Unternehmens zu viel zu tun haben und die Dinge nicht rechtzeitig abgeschlossen werden, werden Sie sich wahrscheinlich sehr unwohl fühlen.

Werte können Ihnen Stress machen. Wenn Sie sich bei der Arbeit gestresst fühlen, ist es wichtig, die Ursache des Stresses zu verstehen, indem Sie die Situation untersuchen. Wenn „ finanzielle Sicherheit ” ein Wert für Sie ist, Sie aber als Selbständiger immer wieder um Aufträge bangen, werden Sie sich häufig unwohl und unsicher fühlen.

Werte können die Beziehungen bei der Arbeit beeinflussen. Ihre Beziehungen bei der Arbeit können beeinträchtigt werden, weil Ihre Werte und die der Person, mit der Sie es zu tun haben, unterschiedlich sind. Wenn zum Beispiel Wert auf „ Privatsphäre ” legen, kann es Sie stören, dass es in Ihrer Abteilung üblich ist, viel über seine Wochenende- oder Urlaubserlebnisse zu erzählen und man auch Ihnen Fragen zu Ihrem persönlichen Leben stellt.

Werte können den Sinn, den Sie in Ihrer Arbeit sehen, beeinflussen. Ihre Werte zeigen Ihnen, ob Sie in der richtigen Rolle oder in der richtigen Branche sind oder nicht. Wenn Sie „ Kreativität ” über alles schätzen, aber Ihre Rolle oder das Unternehmen als Ganzes verlangen, dass Sie Prozesse und Verfahren mit wenig Spielraum für Kreativität und neue Ideen befolgen, sind Sie wahrscheinlich in der falschen Rolle oder arbeiten für das falsche Unternehmen.

Werte können für Konflikte zwischen Privat- und Berufsleben sorgen. Wenn Sie „ Erfolg ” schätzen und dies mit langen Arbeitszeiten verbunden ist, aber Sie auch das „ Familienleben ” lieben, was heißt, dass Sie mehr Zeit mit Ihrer Familie verbringen wollen, dann werden Sie eine Diskrepanz zwischen Ihrem Privat- und Geschäftsleben haben.

Wenn Ihre Werte „ Karriere ” und „ Gesundheit ” sind und Sie sich aufgrund der langen Arbeitszeiten sehr gestresst sind und zu einem ungesunden Lebensstil neigen, haben Sie einen Wertekonflikt. Werte können Ihren Führungsstil beeinflussen. Wenn Sie z.B. „ Authentizität ” schätzen, werden Sie wahrscheinlich auf authentische Weise führen wollen.

Das muss aber auch von der Kultur im ganzen Unternehmen getragen werden. Wenn Sie mit Ihrem offenen Führungsstil dann immer wieder anecken, wird es schwer, diesen Wert an dieser Position zu leben. Aus den obigen Ausführungen wird klar, welch großen Einfluss Ihre Werte bei der Arbeit und in Ihrem Privatleben spielen. Zurück zu meinem Klienten, der ein 3-h-Coaching bei mir gebucht hatte: Sein Krawattenknoten saß perfekt, die Schuhe wie nochmal poliert, zweimal vor unserem Termin hatte er sich über die Uhrzeit vergewissert – seine Selbstdiagnose mit dem Perfektionismus war wohl zutreffend.

Er sah sich im Raum um. Unwillkürlich dachte ich, ob ihm wohl auffallen würde, dass meine Sessel schon einige Jahre alt war, dass die Bücher im Regal ziemlich unordentlich dort standen und meine Schuhe nicht frisch geputzt waren. Aber meinen Klienten beschäftigten wichtigere Sachen. „Ich war schon bei zwei Coaches, aber das hat mir wenig gebracht.

Dort habe ich verschiedene Tests ausgefüllt, die haben mit freundlich zugehört und was vom Paretoprinzip erzählt. Das kenne ich natürlich. Was ich nicht weiß, ist, warum für mich Perfektionismus einen so hohen Wert darstellt, ich aber jeden Tag erlebe, wie hinderlich das in meiner Arbeit ist.” In meinem tiefenpsychologischen Ansatz des Coachings gehe ich davon aus, dass ein entscheidender Teil unserer Werte aus unserer Herkunftsfamilie stammt.

  • Meist ist uns das nicht bewusst, aber ein Blick auf Kindheit und Jugend macht das schnell deutlich.
  • Erzählen Sie mir etwas von Ihren Eltern.
  • Wie waren die so? Haben Sie Geschwister?”, fragte ich deshalb meinen Klienten.
  • Meine Eltern waren beide Ärzte.
  • Mein Vater Chirurg, meine Mutter Anästhesistin.
  • Sie waren beide voll berufstätig, um uns hat sich meistens unsere Oma, die Mutter meiner Mutter, gekümmert, die bei uns im Haus lebte.

Ich habe noch eine Schwester, drei Jahre jünger.” „Chirurg und Anästhesistin, da war bestimmt Sauberkeit in Ihrem Elternhaus oberstes Gebot”, vermutete ich. „Oh ja,” lachte Sebastian K. etwas verkniffen „das Geschirr musste zweimal mit der Hand abgespült werden, weil mein Vater jeder Geschirrspülmaschine misstraute.

  1. Vor dem Zubettgehen wurden wir abgeduscht, auch wenn wir mal den ganzen Tag nur zu Hause waren.
  2. Brot wurde jeden Tag frisch gekauft, weil meine Mutter überzeugt war, dass es nach einem Tag schon Schimmel haben könnte, dessen unsichtbaren Sporen man aber nicht sähe.” Ich bekam ein leicht enges Gefühl bei der Schilderung aus dem Elternhaus des Klienten.

Mir schien, dass der elterliche Perfektionismus schon leicht zwanghafte Züge hatte. „Wie war das mit Ihrer Schwester damals?”, wollte ich wissen. „Die ersten zehn Jahre ganz gut, wir haben viel miteinander gespielt, weil unser Haus in einem Wald stand, weitab vom nächsten Dorf.

  1. Aber mit zwölf entwickelte sie eine starke Magersucht, was für meine Eltern die Hölle war.
  2. Sie begann erst wieder normal zu essen, als sie mit 17 Jahren ein Austauschjahr in Amerika machte.
  3. Heute geht’s ihr gut.” Die Werte, die man im Elternhaus erlebt, prägen einen immer.
  4. Einfach, weil man täglich damit zu tun hat und man ihnen nicht ausweichen kann.

Auch kann man als Kind nicht die Familie verlassen oder die Eltern austauschen. Man muss mit den Werten und den Familienmitgliedern täglich leben und seinen Umgang damit finden. Entweder indem man sich an die anpasst und sie übernimmt – oder dagegen rebelliert, so wie es die Schwester wohl mit Ihrer Magersucht unbewusst versucht hatte.

  1. Waren Sie denn als Junge auch schon so perfektionistisch?”, fragte ich.
  2. Ich glaube, ich bin schon so auf die Welt gekommen”, lachte Sebastian K.
  3. Etwas verkniffen.
  4. Jedenfalls schwärmte meine Mutter immer von meiner perfekten Geburt, ganz leicht und ganz schnell sei ich geboren worden.
  5. Ich war auch immer Klassenbester, weil mir der Stoff und das Lernen leichtfiel.

Und auch, wenn ich mal eine 1/2 nach Hause brachte, die übliche Frage kam „Und warum keine Eins?” Menschen, die in mein 3-h-Coaching kommen, wissen, dass ihr Problem auf eine rationale Weise nicht zu lösen ist. Sie haben schon genug darüber gelesen, vielleicht auch ein Seminar dazu besucht, Freunde gefragt, sich Gedanken gemacht – gebracht hat es wenig.

  1. Denn Probleme, die sich ernsthaften Veränderungsversuchen widersetzen, haben meist eine andere Ursache.
  2. Das störende Verhalten, so sehe ich es zumindest, ist die Spitze eines Konflikts, der unter der Oberfläche, im Unbewussten liegt.
  3. Deswegen helfen auch übliche Informationen oder Einsicht, dass das Verhalten doch Quatsch ist, nichts.

Meine Hypothese über die Ursache des übertriebenen Perfektionismus von Sebastian K. war, dass er auf einer inneren Ebene sich noch nicht genug von den Werten seiner Eltern gelöst hatte. Äußerlich schon, er war 43 Jahre, ein erfolgreicher Jurist, verheiratet, drei Kinder, eigenes Haus.

Denn zum Erwachsensein gehört nicht nur, dass man älter wird, das passiert ja von allein, sondern dass man sich innerlich auch von den Eltern gelöst hat. Das schien mir bei meinem Klienten noch nicht ganz vollzogen. Hinweise darauf waren, dass er regelmäßig Heiligabend bei seinen Eltern verbrachte, während seine Familie allein zu Hause feierte.

„Meine Schwester hat dazu keine Lust und meinen Eltern ist es aber enorm wichtig “, lautete seine Begründung für dieses Arrangement, Danach fuhren alle gemeinsam zehn Tage in den Winterurlaub, den der Vater finanzierte. Die Ehefrau von Sebastian K. fand das zwar zu Anfang seltsam, fügte sich aber in das unveränderliche Ritual,

  1. Das ist Tradition bei uns, seit den Kindertagen”, war die Erklärung gewesen,
  2. Meine Hypothese, dass mein Klient mehr die Werte seiner Eltern als seine eigenen lebte, wollte ich mit ihm gemeinsam überprüfen.
  3. Das mache ich in Form eines kleinen Experiments, in dem ich den Klienten einen positiven Satz sagen lasse.

Er soll dabei nicht über den Satz nachdenken, sondern achtsam, mit geschlossenen Augen, beobachten, was an inneren Reaktionen in ihm abläuft. Also welche Körperempfindungen, Gefühle oder Gedanken der Satz auslöst. Als Sebastian K. bereit war, sagte ich zu ihm: „Ich bitte Sie, mal den Satz zu sagen «Mein Leben gehört mir.« Nach ein paar Sekunden schlug der Klient wieder die Augen auf: „Ein seltsamer Satz.

Erst hatte ich Mühe, ihn rauszubringen als ob es da eine Sperre gäbe. Und dann, als ich ihn gesagt hatte, war da ein Gedanke: «Wirklich?« Dass Sebastian K. Widerstand gegen den Satz entwickeln würde, hatte ich erwartet und verstand seine skeptische Reaktion als Bestätigung meiner Hypothese, dass er mehr die Werte seiner Eltern lebt statt seiner eigenen.

Denn der Satz beschreibt ja eine Tatsache. Hätte ich ihn sagen lassen „Ich bin Jurist”, hätte er wohl kein Problem damit gehabt, den Satz zu sagen und als stimmig zu erleben. „Mir kommt der Satz so egoistisch vor “, sagte Sebastian K., jetzt. „Ich erinnere mich, dass mein Vater hin und wieder sagte «Mein Leben gehört der Medizin und meinen Patienten«.

Und meine Mutter hätte vielleicht gesagt: «Mein Leben gehört meiner Familie«.” „ Wie würde Ihre Frau auf den Satz «Mein Leben gehört mir «? reagieren” fragte ich den Klienten. „Die würde ganz gleichmütig sagen: «Ja sicher, wem denn sonst?« Der Satz, mit dem wir arbeiteten, macht deutlich, wie selbstbestimmt jemand sein Leben empfindet.

Im Fall meines Klienten, der innerlich noch zu sehr an seine Eltern gebunden ist, kommt ihm der Satz fremd vor, sogar egoistisch. Doch nur wenn man innerlich davon überzeugt ist, dass einem das eigene Leben gehört, kann man es auch ganz gestalten. Kann man seine eigenen Werte und Einstellungen wählen und muss nicht unbewusst die Werte der Eltern fortführen.

Perfektionismus – und fast schon eine übertriebene Ordnungssucht – war im Leben der Eltern des Klienten vorherrschend. Sicher durch den Beruf bedingt, aber wohl auch durch die unbewusste Angst vor dem Unplanbaren, dem Chaotischen, dem Spontanen. Wir sprachen noch eine Weile über Erinnerungen, die meinem Klienten kamen, wie sehr er Ordnung, Struktur und Genauigkeit brauchte, weil sie ihm eine vermeintliche Sicherheit versprachen.

Aber er wusste auch vom Leben mit seinen Kindern, dass man nie ein idealer Vater sein kann, höchstens ein „good enough father”. Gegen Ende des 3-h-Coachings stellte in meinem Klienten noch eine Umsetzungsfrage: „Angenommen, wie durch ein Wunder würden Sie ab morgen realisieren, dass Ihr Leben wirklich Ihnen gehört.

  1. Was würden sie anders machen – und was würden Sie nicht mehr machen?” Sebastian K.
  2. Musste nur drei Sekunden nachdenken, dann kamen schon seine Einfälle: „Ich würde nicht mehr jeden Tag um acht am Schreibtisch sitzen, sondern mindestens zweimal die Woche mit meiner Familie frühstücken und später im Büro auftauchen.
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Außerdem würde ich nicht jede Mail, jeden Brief zweimal durchlesen, sondern nur noch einmal. Und ich würde mit meinen Eltern reden, dass ich nächste Weihnachten ganz mit meiner Familie feiern werde.” Nach vier Wochen erhielt ich eine Mail von Sebastian K. Es ginge ihm sehr gut. Das mit dem Familienfrühstück habe er umgesetzt. Den Anruf bei den Eltern wegen Weihnachten schiebe er noch vor sich her, wolle aber daran festhalten. Aber das Wichtigste wäre, dass er jetzt wisse, dass absolute Genauigkeit in seinem Arbeitsfeld gar nicht möglich sei.

Vieles in seinem Beruf als Personaler sei doch Einschätzungssache, habe mit Gefühlen und Interpretationen zu tun, ließe sich oft nicht objektivieren. Ich schrieb ihm zurück, dass er ähnlich wie seine Eltern ja auch viel mit Menschen arbeite. Nur dass seine Klientel nicht bewusstlos sei. Nachtrag der Redaktion: Wann Coaching nachhaltig wirken kann und was die Basis guter Führung ist, darüber sprach Roland bei uns im Podcast 2.

Nachtrag der Redaktion: Wie Werte als Karriereanker wirken, das beschreibt Martin Permantier im Artikel – ein Auszug aus unserem Buch, : Persönliche Werte prägen Karriere und Leben.

Was sind die wichtigsten Werte?

Zu weit verbreiteten Werten zählen z.B. Liebe, Sicherheit, Macht, Ordnung, Toleranz, Disziplin, Ehrlichkeit, Erfolg, Nächstenliebe, Freiheit, sinnliche Befriedigung, Gesundheit, Zuverlässigkeit, Gerechtigkeit, Selbstbestimmung, Freundschaft, Weiterentwicklung, Treue, innerer Frieden und Harmonie.

Was sind positive Werte?

Welche Werte Gibt Es Werte sind die Dinge im Leben, die Ihnen wirklich wichtig sind, was Sie antreibt und Sie glücklich macht. Damit sind wir wieder mitten in der Positiven Psychologie. Werte sind Grundüberzeugungen, Persönlichkeitszüge, in welche wir bereits in der Kindheit hinein gewachsen sind.

Jedoch können sie sich auch mit der Zeit verändern, so wie Prioritäten, welche sich je nach Lebensphase verschieben. So wie bei den Charakterstärken hat jeder von uns andere Prioritäten. Bestimmte Kernwerte, die ganz besonders wichtig sind und für die wir sogar negative Konsequenzen in Kauf nehmen würden.

Auch wenn zwei Menschen sich sehr ähnlich sind, sind sie doch nicht identisch. Je nachdem wie stark die verschiedenen Werte ausgeprägt sind, wie sie in Verbindung mit den Charakterstärken stehen und vor allem – wie sehr die Werte im Alltag auch (mehr oder weniger bewusst) gelebt werden, unterscheidet uns das voneinander oder lässt uns einander nahe fühlen.

Was bringen uns Werte? Werte geben uns Halt, Sicherheit und Orientierung im Leben. Werte stellen die Basis dafür dar, dass wir uns gut mit gleichgesinnten Personen verstehen. Außerdem werden Ziele, welche in Einklang mit unseren Werten stehen, viel häufiger und besser erreicht. Kurz gefasst: Wenn wir nach unseren Werten leben, trägt das dazu bei, dass wir uns glücklich fühlen.

Wenn wir unser Leben an unseren Wertvorstellungen ausrichten und wir hinter unseren Zielen, Bedürfnissen und Prioritäten stehen, können wir unser Leben und das was wir tun als sinnvoll bewerten. Diese Effekte können aber nur dann eintreten, wenn wir auch in Einklang mit unseren Werten leben.

Dafür müssen wir sie aber zunächst einmal kennen. Was gibt es an Werten? In der Selbstdeterminations-Theorie (Deci & Ryan) werden die folgenden drei psychologischen Grundbedürfnisse benannt, die für Menschen grundlegend sind: Autonomie, Kompetenz und Beziehungen In der Persönlichkeitspsychologie (KOP, Sachse) werden folgende Beziehungsmotive benannt.

Bei jedem von uns ist eines oder sind einige der Motive besonders bedeutsam: Anerkennung, Wichtigkeit, Solidarität, Verlässlichkeit, Autonomie und Unverletzlichkeit der Grenzen. Anerkennung: umfasst den Wunsch von anderen positives Feedback zu bekommen Wichtigkeit: beinhaltet das Motiv, im Leben einer nahestehenden Person eine wichtige Rolle zu spielen und eine Bedeutung zu haben.

Solidarität: es besteht der Wunsch nach Unterstützung, Hilfe oder Schutz durch eine andere Person, wenn man es benötigt. Verlässlichkeit: beinhaltet den Wunsch danach, sich auf andere verlassen zu können. Von Beziehungen wird erwartet, dass sie stabil sind, überdauern und auch belastbar sind. Autonomie: beschreibt das Motiv nach Selbstbestimmung und die Erwartung, dass andere Personen respektieren, dass man eigene Entscheidungen trifft.

Motiv nach Grenzen: beinhaltet den Wunsch, dass andere Personen die eigenen Grenzen akzeptieren und nicht ohne Erlaubnis in diese Domänen eindringen zu versuchen. Die verschiedenen Persönlichkeiten unterscheiden sich darin, welche Motive besonders im Vordergrund stehen. Welche Werte Gibt Es Das sind nur einige Beispiele. Es gibt noch viel mehr. Was für unser Glück wichtig ist, ist dass wir uns unserer Werte bewusst werden und herausfinden, wie wir unser Leben in Einklang mit unseren Werten bringen können. Vielleicht haben Sie bemerkt, dass einige der Werte Charakterstärken bzw.

Tugenden sind. Wenn Sie sich unsicher dabei sind, was Ihre Werte sind, so können Sie sich über die Kenntnis Ihrer Signaturstärken behelfen. Denn wenn wir unsere Stärken anwenden, handeln wir auch automatisch nach unseren persönlichen Werten. Ein Beispiel: Anna hat als Charakterstärke Freundlichkeit. Wenn sie sich freundlich gegenüber ihren Mitmenschen verhält, jemandem eine Freude macht, indem Sie ihm z.B.

aufmerksam zuhört oder ihm ein Lächeln schenkt, fühlt sich Anna wohl. Sie merkt, dass das Freundlichsein einfach zu ihr dazu gehört. Freundlichkeit ist gleichzeitig einer ihrer Werte. Was sie gar nicht leiden kann sind unfreundliche Kollegen, jemand der so gut wie nie ein nettes Wort verliert oder Kritik verletzend verpackt.

  • Würde Anna ihren Wert nicht leben, indem sie sich z.B.
  • An das Verhalten ihres ständig nörgelnden Kollegen Achim anpassen würde, wäre sie nicht glücklich.
  • Oder nehmen wir Tom.
  • Unter Toms Stärken findet sich das Führungsvermögen wieder.
  • Er weiß einfach genau, wenn er in einer Führungsposition ist, geht er so richtig auf, hat Freude bei der Arbeit und ist erfolgreich.

Erfolg ist ihm wichtig. Erfolg treibt ihn an. Für ihn ist der Wert so zentral, dass er jedes erreichte Ziel als Erfolg verbucht und sich dabei gut fühlt. Es ist ganz egal, welche Werte Sie haben. Wichtig ist nur, dass Sie sie leben. Jeder der schon einmal seinen Werten entgegen gehandelt hat weiß, dass sich das nicht gut anfühlt.

Für Hanna z.B. ist Ehrlichkeit ein ganz zentraler Wert. Kürzlich wurde sie in der Arbeit dabei ertappt, dass sie etwas zu spät in die Arbeit gekommen war (sie hatte verschlafen). Es war ihr furchtbar peinlich, sodass sie sich in eine Notlüge flüchtete und sagte es sei ein Notfall gewesen, ihr Hund hätte zum Tierarzt gemusst.

Im Anschluss daran fühlte sie sich furchtbar, hatte ein schlechtes Gewissen und bereute ihre Notlüge. Schließlich legt sie selbst immer den größten Wert auf Ehrlichkeit. Michael hingegen ist Ehrlichkeit nicht ganz so wichtig und er findet eine gelegentliche Notlüge durchaus vertretbar.

Hauptsache sie ist kreativ, denn kreativ sein kann er wirklich gut. Wenn Sie sich also nicht so ganz sicher sind, was Ihre Werte wirklich sind, nehmen Sie sich einmal die Zeit die obigen Werte in Ruhe anzuschauen und sich 5 heraus zu suchen, die Ihnen am allerwichtigsten sind. Am leichtesten ist es, wenn Sie erst einmal alle Werte heraussuchen, die Sie im Allgemeinen ansprechen.

Dann nehmen Sie diese Werte und suchen sich die 5 heraus, die Ihnen ganz besonders am Herzen liegen. Alleine das Bewusstsein über die persönlichen Werte, kann bereits etwas zum Positiven verändern. Herzlichst Ihre, Psychologin in Innsbruck

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Was sind geistige Werte?

Was sind Beispiele für Werte? – Bei den immateriellen Werten sind Weisheit und Disziplin Beispiele für geistige Werte. Zu den sittlichen Werten zählen unter anderem Ehrlichkeit und Treue. Religiöse Werte sind beispielsweise Nächstenliebe, Opferbereitschaft und Glaubensfestigkeit.

Was sind persönliche Grundwerte?

Persönliche Werte definieren – Genug mit den Begrifflichkeiten. Das musst du über deine Werte wissen: Umgangssprachlich sind Werte schlichtweg deine Überzeugung. Da wir uns hier nicht in einem Klassenzimmer der Philosophie oder Psychologie befinden, bleiben wir bei dem, was du für deine persönliche Weiterentwicklung wissen musst.

  1. Deine persönlichen Werte sind das, was du für dich als „gut” erachtest.
  2. Das können beispielsweise Ehrlichkeit und Treue sein, aber auch Werte wie „Zeit für mich” oder Großzügigkeit.
  3. Diese Überzeugungen bestimmen dein Verhalten.
  4. Nach ihnen bewertest du Situationen.
  5. Ob dir das bewusst ist, oder nicht.
  6. Es kann sich also durchaus lohnen, dir deine “unbewussten” Werte vor Augen zu führen.

Nach ihnen handelst du. Sie sind nichts anderes als deine Motivation, aus der heraus du dich verhältst, besondere Fähigkeiten entwickelst oder bestimmte Beziehungen eingehst. Und genau darum geht es in diesem Artikel. Deine Werte bestimmen die Rahmenbedingungen deines Lebens.

Sie sind wie ein innerer Kompass, der dich durch die verzweigten Wege des Lebens führt. Deine Werte sind also ganz einfach Entscheidungshilfen und unterstützen dich darin, deine Vorstellung vom Leben zu leben. Zwei praktische Beispiele: Eine Kollegin erzählt dir auf der Arbeit den Klatsch und Tratsch aus der letzten Woche.

Aus ihren Erzählungen wird ganz klar deutlich, dass es darum geht, sich über einen anderen Kollegen lustig zu machen. Du hast nun zwei Entscheidungsmöglichkeiten.

Du steigst voll mit ein, möchtest jedes Detail der Geschichte hören, lachst hinter vorgehaltener Hand und kannst es kaum abwarten, die Geschichte deinem Mann zu erzählen. Du wirst dir deiner Werte bewusst. Du hast zuvor definiert, das Toleranz und Freundlichkeit zu deinen Werten gehören. Du entscheidest dich für deine Werte und gegen den Büroklatsch. Du weist deine Kollegin freundlich darauf hin, dass du nicht Teil der Geschichte sein möchtest und trittst bewusst aus der Situation heraus.

Es ist 17:30 und du begibst dich nach deinem wohlverdienten Feierabend auf den Weg zum Supermarkt, um die Wocheneinkäufe zu erledigen. Dein Tag war stressig und deine Lust, dich von Regal zu Regal zu hangeln und Waschmittel zu kaufen, hält sich in Grenzen.

  1. An der Kasse erwartet dich dann eine lange Schlange von genervten Menschen mit Bergen von Einkäufen.
  2. Während du deine Einkäufe entspannt auf das Fließband legst, bekommt der nette Mann hinter dir einen cholerischen Anfall und beschwert sich über die Geschwindigkeit, mit der du deinen Einkaufswagen ausräumst.

Du hast nun zwei Möglichkeiten, auf die Situation zu reagieren:

Du schimpfst zurück und suchst provokativ langsam nach deinem Portemonnaie. Daraufhin heizt sich die Stimmung noch weiter auf und ihr startet eine wütende Diskussion, die mit hochroten Köpfen und genervten Blicken endet. Du lässt dich nicht auf das Aggressionslevel ein und wirst dir deiner Werte bewusst. Du reagierst mit Freundlichkeit auf die wütenden Sätze deines Hintermanns und versetzt dich in seine Lage. Vielleicht hat er heute einen besonders schlechten Tag erfahren. Du merkst schnell, wie sich durch freundliche Erwiderungen die Situation legt.

Das Beispiel lässt sich auf viele alltägliche Situationen übertragen. Dabei muss es sich nicht immer um Tratsch handeln. Auch die Berufswahl, die Art und Weise zu kommunizieren oder die Serien-Auswahl auf Netflix kann wesentlich durch deine Werte entschieden und verändert werden. Welche Werte Gibt Es

Welche drei Werte sind dir besonders wichtig?

So sollten Sie antworten – Machen Sie sich zunächst klar: Dieselbe Eigenschaft kann im einen Fall positiv, im anderen Fall negativ bewertet werden. Nennt ein Altenpfleger Nachsicht, eine Führungskraft Durchsetzungsvermögen, liegen beide richtig; im umgekehrten Falle hingegen beide falsch.

Was zählt sind die inneren Werte?

Beispiele für innere Werte – Liebe, Freude, Selbstfürsorge, Attraktivität, Sexualität, Verantwortung, Ansehen – all das sind Beispiele für Werte. Richtig, diese Worte sind sehr allgemein und hinter ihnen kann sich im Grunde alles Mögliche verbergen. Das macht innere Werte so wertvoll! Es kann sich bei „Liebe” nämlich um die Liebe zu einem Freund, zur Familie, zu sich selbst oder sogar zu einem Haustier handeln.

Genauso kann Ansehen sich tatsächlich auf das neue Auto beziehen – aber es ist genauso gut möglich, zu Ansehen zu kommen, indem wir anderen helfen. Der Punkt der „Allgemeinheit” ist so wichtig, da Werte uns die Möglichkeit geben, sie auf ganz vielfältige Weise in unser Leben zu bringen. Angenommen, es ist uns nicht möglich, Verantwortung für eine eigene Familie zu übernehmen, weil wir keinen geeigneten Partner oder eine Partnerin finden oder unser Kinderwunsch unerfüllt bleibt.

Doch können wir den inneren Wert „Verantwortung” anders leben, zum Beispiel durch berufliche oder ehrenamtliche Verantwortung. Klar, oft verknüpfen wir unsere Werte unbewusst mit ganz bestimmten Bedingungen, zum Beispiel: Ich möchte unbedingt eine eigene Familie haben, um sinnvolle Verantwortung zu tragen.

Was sind Werte allgemein?

Was sind Werte? Werte sind allgemein anerkannte Zielvorstellungen, die du oder die Gesellschaft als wertvoll erachten. Jeder Mensch strebt nach bestimmten Werten und nimmt dadurch Ziele unterschiedlich wichtig wahr.

Welche Werte sollte man vermitteln?

Werte geben Orientierung und Halt für das Zusammenleben – Was sind Werte? Autonomie, Achtsamkeit, Ehrlichkeit, Erfolg, Fairness, Fleiss, Freiheit, Nachhaltigkeit, Ordnungssinn, Pünktlichkeit, Respekt, Sicherheit, Teamgeist, Verlässlichkeit und Wertschätzung können Werte sein.

Werte geben Orientierung und Halt. Sie bilden das Fundament für das Zusammenleben innerhalb von Familien und der Gesellschaft. Welche Werte wir haben, hängt oft damit zusammen, in welchem Umfeld wir leben und wie wir aufgewachsen sind. Überlegen Sie sich: Welche Werte habe ich von meinen Eltern mitbekommen? Welche davon möchte ich auch meinen Kindern mitgeben? Welche nicht? Wichtige Werte einer Gesellschaft verändern sich im Laufe der Zeit und die heutige Gesellschaft ist vielfältiger denn je: Täglich treffen wir auf unterschiedliche Beziehungs- und Familienformen, Kulturen und Religionen.

Allgemeingültige Wertvorstellungen können nicht mehr angenommen und als verbindlich angesehen werden. Das macht es umso wichtiger, sich die Fragen zu stellen und sich selbst über die eigenen Werte klar zu werden.

Welche Werte kann man vermitteln?

Für Toleranz, gegen Vorurteile – so kannst du Kindern Werte vermitteln Britta aus dem Leseliebe-Team Welche Werte sind dir wichtig? Toleranz? Respekt? Wir verraten, wie du deinem Kind wichtige Werte vermitteln kannst! Was für ein Mensch soll dein Kind mal werden? Wie soll es sich anderen gegenüber verhalten? Was soll es als falsch, was als richtig wahrnehmen? Darüber entscheiden seine sogenannten Werte, die es vor allem in der Familie als einem Ort der Orientierung lernt.

Bis Kinder etwa drei Jahre alt sind, richten sie sich bei der BeWERTung ihres Handelns so ganz nach ihren Bezugspersonen. Ab vier Jahren fangen sie dann langsam damit an, die moralische Ebene ihres Handels selbst wahrzunehmen. Und dieses innere Wertesystem festigt sich im Grundschulalter so weit, dass Kinder sich auch ohne äußere Kontrolle oder Einflussnahme entsprechend verhalten.

Leseliebe hat nachgeforscht, wie du deinem Kind einen starken Wertekompass mit auf den Weg geben kannst, damit es an das Gute in der Welt glauben und schlechten Impulsen aus seiner Umwelt oder in sich selbst stark entgegentreten kann. Werte sind Einstellungen und Verhaltensweisen, die man als wertvoll betrachtet.

  • Was das ist, kann sich von Kultur zu Kultur und auch von Mensch zu Mensch unterscheiden.
  • Für die einen sind zum Beispiel Ehrlichkeit, Verlässlichkeit und Offenheit wichtige Werte.
  • Für andere stehen Werte wie Pünktlichkeit, Fleiß und Respekt im Vordergrund.
  • Und wieder andere legen besonders viel Wert auf Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und den Familienzusammenhalt.

Die Werte, die du deinem Kind vermittelst, prägen es in der Regel ein Leben lang. Entsprechend groß ist die Bedeutung, die ihnen zukommt. Du weißt nicht, welche Werte dir wichtig sind? Dann überlege einfach mal, was du an anderen Menschen besonders bewunderst.

  • Worüber regst du dich auf? Worauf wurde in deiner Kindheit viel Wert gelegt? Aber auch die Zeit, in der du lebst, stellt bestimmte Werte in den Vordergrund.
  • Angesichts der aktuellen Debatten um Diversität, um Vorurteile und Diskriminierung zeigen sich zum Beispiel Offenheit und Toleranz als ganz besonders wichtige Werte.

Grob unterteilt, gibt es zwei Wege der Wertevermittlung. Der erste Weg ist der indirekte. Er funktioniert vor allem über die Vorbildfunktion und prägt besonders stark. Schon im Kleinkindalter beobachtet dein Kind dein Verhalten ganz genau und übernimmt daraus die Grundeinstellungen für seinen Wertekompass.

Offenheit gegenüber fremden Kulturen und Lebensstilen, d.h. zum Beispiel nicht schlecht über diese fremden Kulturen und Lebensstile reden, Interesse an anderen Lebensweisen zeigen, etc. Vielfalt im Freundes- und Bekanntenkreis zulassen, indem auch unterschiedliche Meinungen akzeptiert werden und Freundschaften aufgrund innerer Werte und des Charakters geschlossen werden Wertschätzung im Miteinander, d.h. für den Umgang mit deinem Kind eine zugewandte Körpersprache, aufmerksames Zuhören, auf Augenhöhe mit ihm reden und es einbeziehen

Der zweite Weg der Wertevermittlung ist der direkte. Du sagst deinem Kind, was dir wichtig ist, lobst richtiges und kritisierst falsches Verhalten. Dieser Dialog über Werte funktioniert etwa ab dem Vorschulalter. Diese Tipps können dir dabei helfen:

Gibt es Widersprüche zwischen deinen Werteforderungen und deinem eigenen Verhalten? Dann begründe sie gegenüber deinem Kind verständlich. Erkläre deinem Kind, dass verschiedene Menschen Werte unterschiedlich bewerten. Wir machen das so, die machen das anders. Erzähle deinem Kind Geschichten aus deinem eigenen Leben, die zeigen, warum dir bestimmte Werte wichtig sind. deines Kindes auf Augenhöhe und in der Ich-Form. Statt „Das macht man so”, sage zum Beispiel „Ich finde es gut, wenn ” Mache die von dir gewünschten Werte für dein Kind erlebbar durch Spiele, in denen sich die Werte wiederfinden. Lies mit deinem Kind Kinderbücher, die die für dich wichtigen Werte transportieren. Eine Auswahl toller haben wir für dich zusammengestellt. Frage dein Kind, wie es selbst gesehen werden möchte und bringe es dadurch zum Reflektieren über sich selbst.

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Hast du noch mehr Tipps zur Werteerziehung? Worauf legst du bei deinem Kind besonders viel Wert? Welche Werte waren in deinem Elternhaus wichtig? Gibt es tolle Kinderbücher, die du zur Werteerziehung empfehlen kannst? Schreib uns einen Kommentar! : Für Toleranz, gegen Vorurteile – so kannst du Kindern Werte vermitteln

Was sind Werte in der Gesellschaft?

Von Werten, Wertorientierungen und Einstellungen – Werte sind zu verstehen als eine explizite oder implizite, für ein Individuum oder eine Gruppe, charakteristische Vorstellung des Wünschenswerten, die die Auswahl aus den verfügbaren Modi, Mitteln und Zielen des Handelns beeinflussen (Kluckhohn 1951, S.395).

Werte sind nicht direkt sichtbar und treten folglich auch nicht direkt in Erscheinung. Sie sind erstrebenswerte Zielvorstellungen eines Individuums, die sich auch auf einen gesamtgesellschaftlichen Kontext beziehen können. Individuen und Kollektive fungieren als Träger von Werten, die sie einerseits prägen und verändern, andererseits aber auch von diesen geprägt werden.

Schlussendlich beeinflussen Werte das Verhalten von Individuen, beispielsweise das Wahlverhalten oder aber sonstige Formen politischer Partizipation. Gleichzeitig sind Werte von enormer Bedeutung für politische oder soziale Systeme, da nur durch diese eine grundlegende Vorstellung des Politischen definiert werden kann.

Gemeint ist hiermit, ob und inwiefern in einer Gesellschaft grundlegende Werte wie beispielsweise Solidarität, Freiheit oder Gerechtigkeit Zuspruch finden sowie in welchem Verhältnis diese zueinanderstehen. Werte fungieren demnach im menschlichen Zusammenleben als eine Art Richtschnur, an der sich das Politische zu orientieren hat und ohne welche gesellschaftlicher Zusammenhalt unmöglich wäre (Kluckhohn 1951, S.399).

Zwischen Werten und Wertorientierungen wird zumeist keine sprachliche Differenzierung vorgenommen, obgleich unter Wertorientierungen üblicherweise nur jene Werte subsumiert werden, die von Individuen auch schlussendlich verinnerlicht wurden. Deswegen wird im Folgenden in der Regel eher von Werten gesprochen.

  • Als viel essenzieller kann die Abgrenzung zwischen Werten und Einstellungen bewertet werden.
  • Werte werden im Gegensatz zu Einstellungen als sehr stabil und dauerhaft charakterisiert und ermöglichen langfristige Einflüsse auf das politische Verhalten (Pickel 2018, S.958), wohingegen Einstellungen auch Schwankungen unterliegen können.

Grundlegende Werte werden bereits in der Kindheit und Jugend herausgebildet, während Einstellungen auch situativ abgeändert werden können. Zwar können Werte durch Krisenereignisse, beispielsweise eine Wirtschaftskrise, Kriege oder Staatszerfall gleichfalls verändert werden, doch sind Einstellungen in der Regel weitaus kurzlebiger.

Werte müssen als grundsätzliche Leitlinien oder Standards verstanden werden (Pickel 2018, S.958), aus denen Einstellungen erst abgeleitet werden. Während Einstellungen eine primär evaluative Handlung voraussetzen, werden Werte vielmehr durch die Abwägung spezifischer Zielvorstellungen ersichtlich. Einstellungen drücken, wenn man diese aus theoretischer Sicht betrachtet, „nur eine faktisch positive, negative oder indifferente Haltung gegenüber spezifischen Objekten” (Thome 2019, S.57) aus.

Ein normativer Anspruch kann über eine Einstellung nicht ausgedrückt werden. Es entfällt demnach, im direkten Vergleich zu Werten, das Postulat des Wünschenswerten (Kluckhohn 1951, S.423). Ferner sind ausschließlich Individuen Träger von Einstellungen, wohingegen Werte sowohl von einem gesellschaftlichen Kollektiv als auch von Individuen getragen werden können (Thome 2019, S.57).

Was sind hohe ethische Werte?

Der gepflegte gesellschaftliche Umgang – Ethische und moralische Werte sind Grundlagen für einen guten gesellschaftlichen Umgang und ein gepflegtes, respektvolles und rücksichtsvolles Miteinander. „wie du in den Wald rufst – so hallt es auch zurück” oder „wie du mir – so ich dir” „sei freundlich und dir wird Freundlichkeit entgegen gebracht” „seit hilfsbereit und dir wird Hilfe zuteil”.

Was sind Werte für Kinder?

Werte (oder auch: Wertvorstellungen) sind konkrete Vorstellungen da- von, was persönlich und gesellschaftlich wünschenswert ist. Sie prägen die Identität eines Menschen und geben Orientierung für das eigene Handeln, die Lebensführung und den Umgang miteinander.

Wie formuliere ich Werte?

Wie formuliert man einzigartige Unternehmenswerte? – Grundwerte sollten immer so formuliert sein, dass sie zum Unternehmen passen. Außerdem sollten sie klar und verständlich sein. Je spezifischer die Werte sind, umso besser. Gute Unternehmenswerte sind einprägsam, einzigartig und geben klare Handlungsanweisungen.

Was sind Werte bei der Arbeit?

Key Facts –

Der Wandel der Arbeitswelt geht mit Änderungen der zentralen Werte von Arbeit einher Der Wertewandel wiederum beeinflusst das Verhalten der Führungs­kräfte sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Die Corona-Krise als Katalysator der Digitalisierung beschleunigt den Prozess

Die Werte der Arbeit haben sich verändert und verändern sich rasant weiter. Die Erwartungen der Beschäftigten an die Unternehmen und umgekehrt sind andere als bisher. Elf Werte der neuen Arbeitswelt sollen zeigen, wie Führung und Zusammenarbeit in neuen Unternehmens- und Organisationsformen aussehen können und welche Kommunikation und Kultur dafür benötigt werden.

Werte sind etwas, wonach Menschen streben und woran sie sich orientieren, auch wenn es vielleicht nicht jeden Tag gelingt, danach zu leben, zu arbeiten und zu führen. Werte spiegeln Einstellungen wider und stecken persönliche Ziele ab. Organisationsexperte Sven Franke beschreibt elf Werte einer neuen Arbeitswelt.

Die Unfall- und Krankenversicherung hat diese im Expertendialog der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) gemeinsam mit ihm diskutiert und in elf Werteblättern veröffentlicht (siehe Infokasten). Im Folgenden werden die elf Werte vorgestellt:

Was ist das Wichtigste für den Menschen?

Für mehr als 84 Prozent der befragten Personen waren gute Freunde und enge Beziehungen zu anderen Menschen der wichtigste Aspekt im Leben und damit wie in den Vorjahren Spitzenreiter der Umfrage. Gefolgt von dem Einsatz für die Familie und einer glücklichen Partnerschaft.

Was ist der Unterschied zwischen Moral und Werte?

Werte – Moral – Sitte – Tugend – Ethik – Sinn – © Ralf Besser Vergeblich sucht man eine exakte Definition dieser Begriffe. Je nach Quelle variieren die Erklärungen. Es schält sich aber durchaus heraus, worum es im Kern geht. Der Begriff „Werte” stellt eher eine Sammlung von möglichen Werten dar, gänzlich ohne Bewertung.

Werte sind mögliche Grundhaltungen, Grundausrichtungen in der individuellen Persönlichkeit eines Menschen, eines Teams oder eines Unternehmens. Beispiele dafür sind Gerechtigkeit, Ehrlichkeit, Sparsamkeit, Respekt Altruismus usw. Die „Moral” beschreibt die Werte, die eine Gesellschaft „verbindlich” leben möchte.

Sie prägen die Kultur eines Landes, Volkes. Märchen sprechen von der Moral der Geschichte und weisen darauf hin, dass sie sinnvoller Weise angestrebt werden sollten. Die „Sitte” ist eher das, was von der Moral wirklich gelebt wird. Was als Brauchtum, als Gewohnheit im Alltag anzutreffen ist.

  • Die „ Tugend ” beschreibt im Gegensatz zur Moral die über sie herausragenden Werte, die anzustreben als besonders vorbildhaft gelten.
  • Sie zu erreichen ist eher schwierig, sie gelten aber als Ideale, an denen man sich ausrichten sollte.
  • Tugendhafte Menschen dienen als Vorbilder.
  • Die „Ethik” ist eher die Wissenschaft von den Werten.

Sie betrachtet das Feld der Werte philosophisch, definiert ganze „Sittenlehren”, analysiert und bewertet in der kognitiven Betrachtung. Obwohl die Umschreibung „sich ethisch Verhalten” wieder auf tugendhaftes Verhalten hinweist. Die Begriffe sind in der deutschen Sprache nicht wirklich klar definiert.

  1. Der „Sinn” geht über die bisherigen Begriffe noch weit noch hinaus.
  2. Er fokussiert darauf, was einem einzelnen Menschen, einer Institution, Firma oder Land eine tiefere Bedeutung gibt, für die man stehen möchte, die einen erfüllt, lebendige Ausrichtung ermöglicht oder sich selbst als „wertvoll” erleben lässt.

Werte sind für die Sinnsuche unerlässlich, aber nicht ausreichend. Sinn braucht auch eine Aufgabe, Ziel oder Vision, der man sich widmen möchte, persönlich, gemeinschaftlich oder gesellschaftlich.01.10.2016

Was sind keine Werte?

Weniger bekannt sind Präsenz, Glaubwürdigkeit, Neutralität und Weitsicht. Begriffe wie z.B. Wertschätzung, Erfolg oder Menschlichkeit sind keine Werte.

Was sind Werte Philosophie?

Werte sind tief-verwur­zelte, bedeut­same und durch­dring­liche Über­zeu­gungen, Haltungen (Einstel­lungen), Ideale und Bedürf­nisse, welche gewöhn­lich von den Mitglie­dern einer Gesell­schaft auf unbe­stimmte Zeit indi­vi­duell geteilt werden und zumeist das unver­meid­lich Gute oder Schlechte betreffen.

Welche drei Werte sind dir besonders wichtig?

So sollten Sie antworten – Machen Sie sich zunächst klar: Dieselbe Eigenschaft kann im einen Fall positiv, im anderen Fall negativ bewertet werden. Nennt ein Altenpfleger Nachsicht, eine Führungskraft Durchsetzungsvermögen, liegen beide richtig; im umgekehrten Falle hingegen beide falsch.

Welche Werte sollte man vermitteln?

Werte geben Orientierung und Halt für das Zusammenleben – Was sind Werte? Autonomie, Achtsamkeit, Ehrlichkeit, Erfolg, Fairness, Fleiss, Freiheit, Nachhaltigkeit, Ordnungssinn, Pünktlichkeit, Respekt, Sicherheit, Teamgeist, Verlässlichkeit und Wertschätzung können Werte sein.

  • Werte geben Orientierung und Halt.
  • Sie bilden das Fundament für das Zusammenleben innerhalb von Familien und der Gesellschaft.
  • Welche Werte wir haben, hängt oft damit zusammen, in welchem Umfeld wir leben und wie wir aufgewachsen sind.
  • Überlegen Sie sich: Welche Werte habe ich von meinen Eltern mitbekommen? Welche davon möchte ich auch meinen Kindern mitgeben? Welche nicht? Wichtige Werte einer Gesellschaft verändern sich im Laufe der Zeit und die heutige Gesellschaft ist vielfältiger denn je: Täglich treffen wir auf unterschiedliche Beziehungs- und Familienformen, Kulturen und Religionen.

Allgemeingültige Wertvorstellungen können nicht mehr angenommen und als verbindlich angesehen werden. Das macht es umso wichtiger, sich die Fragen zu stellen und sich selbst über die eigenen Werte klar zu werden.