Welche Medikamente KNnen Lichen Ruber AuslöSen?

Welche Medikamente KNnen Lichen Ruber AuslöSen
Lichenoide Dermatosen: ähnliche Krankheiten – Es gibt viele andere Hautkrankheiten, bei denen juckende Knötchen auftreten. Man spricht von “lichenoiden Dermatosen”, weil sie ähnlich wie Lichen ruber wirken. Fast nie findet man dabei allerdings die typischen Wickham- Schleimhautveränderungen.

Häufig sind sogenannte lichenoide Arzneimittelexantheme. Sie entstehen oft erst Monate nach der Einnahme von Medikamenten. Typische Auslöser sind zB: Goldsalze, D-Penicillamin, Antibiotika, Anti-Diabetesmittel, Antimalariamittel, Dapson, ACE-Hemmer, Neuroleptika, Harntreibende Medikamente, Chinin, Betablocker, Tuberkulosemedikamente.

Auch Farbentwickler (p-Phenylendiamin) und Methacrylate (Autoindustrie, Zahnwerkstoffe) sind mögliche Ursachen. Hier ist immer ein Allergietest sinnvoll, um die Ursache ev. zu finden. Die Behandlung erfolgt vor allem durch Absetzen des Medikamentes bzw Meiden der ursächlichen Chemikalie.

Wir hoffen, dass Sie Ihre Hautkrankheit jetzt besser verstehen. Viele weitere Informationen finden Sie in unseren Patientenratgebern, die im Buchhandel erhältlich sind. Ihr Praxisteam Dr.H. Bresser Peschelanger 11 81735 München 089-677977 www.drbresser.de Diese Seiten dienen ausschliesslich der Information unserer Patienten.

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Was löst Lichen aus?

Überblick: Was ist Oraler Lichen planus? – Der Begriff „Lichen” stammt aus der Botanik und bezeichnet Pflanzen, die als Flechten bekannt sind. „Planus” kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Oberfläche. Oraler Lichen planus ist eine chronisch entzündliche Erkrankung der Mundschleimhaut.

Neben der Mundschleimhaut können auch die Haut oder Genitalschleimhäute betroffen sein. Auffällig ist bei oralem Lichen planus die netzartige, weisse Struktur, die auf den Schleimhäuten zu sehen ist. Die weissen Linien werden nach ihrem Entdecker auch Wickham-Streifen genannt. Was genau diese Krankheit verursacht, ist bisher nicht vollständig geklärt.

Es wird jedoch eine autoimmune Ursache angenommen. Die Beschwerden treten meistens in Schüben auf und verschwinden nach einigen Monaten. Bei chronisch verlaufendem Lichen planus besteht die Sorge, dass sich aus den Knötchen Krebs entwickelt. Deshalb ist eine engmaschige Kontrolle wichtig.

Welche Vitamine bei Lichen ruber?

Bei einem Lichen ruber mit großflächigem Hautbefall kann eine innerliche Behandlung sinnvoll sein. Der Arzneistoff Acitretin (Vitamin-A Präparat) fördert die normale Entwicklung und Abschuppung der Oberhautzellen. Daher kann er für die Behandlung des Lichen ruber eingesetzt werden.

Warum bekommt man Lichen ruber?

Von: Onmeda-Redaktion Letzte Aktualisierung: 21.09.2020 Lichen ruber planus (Knötchenflechte) ist eine schubartig verlaufende, entzündliche Hautkrankheit, die durch Hautveränderungen und Juckreiz gekennzeichnet ist. Lichen ruber planus tritt überwiegend im mittleren Alter (bei 30- bis 60-Jährigen) auf und zählt in dieser Altersgruppe zu den häufigen Hauterkrankungen; häufig verschwindet die Flechte nach längerer Zeit von selbst wieder.

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Mediziner*innen geprüft. Neben der Haut kann die Knötchenflechte auch die Schleimhaut (Mukosa) befallen – dies bezeichnet man als Lichen ruber mucosae, Ein Lichen ruber im Mund betrifft vor allem die Wangenschleimhaut; Lichen ruber an den Genitalien betrifft meist die Schleimhäute von Scheideneingang und Eichel des Penis.

Die Ursache für die Knötchenflechte ist unbekannt. Vermutlich handelt es sich beim Lichen ruber planus um eine Autoimmunerkrankung, Typische Anzeichen für den Lichen ruber planus sind einzelne blassblau-rötliche Knötchen (Papeln) auf der Haut, die sich als Folge der Entzündung bilden – entweder überwiegend im Bereich der Handgelenke sowie der Unterschenkel-, Fuß- und Knöchelregion oder ausschlagartig am gesamten Körper.

An der Oberfläche der Knötchen befindet sich eine weißliche netzartige Zeichnung (sog. Wickham-Streifen). Die Hautveränderungen jucken unterschiedlich stark. Kratzen oder andere Reize, wie zum Beispiel Infektionen, können die Knötchenflechte verstärken und die Entwicklung von neuen Knötchen auf gesunder Haut auslösen.

Beim Lichen ruber der Schleimhäute (Lichen ruber mucosae) ist im Bereich der betroffenen Stellen (Läsionen) die typische weißliche netzartige Streifung deutlicher ausgeprägt. Diese Stellen können völlig symptomfrei bis stark schmerzhaft sein. In der Regel verläuft ein Lichen ruber der Genital- oder Mundschleimhaut hartnäckiger als eine Knötchenflechte der Haut.

  1. Die Therapie bei Lichen ruber besteht meist darin, kortisonhaltige Präparate wie Cremes und Salben örtlich anzuwenden, um die Abheilung zu beschleunigen und den Juckreiz zu lindern.
  2. Auch andere örtliche Verfahren – wie die Lichttherapie (Bade-PUVA-Therapie), Kältetherapie (Kryotherapie) oder Lasertherapie – können bei einer Knötchenflechte zur Behandlung zum Einsatz kommen.

Die Behandlungsmethoden führen jedoch nicht immer zum Erfolg. In den meisten Fällen aber verschwindet der Lichen ruber planus nach längerem Bestehen von selbst wieder, ohne Spuren zu hinterlassen. Allerdings kann sich aus einem jahrelang bestehenden Lichen ruber der Schleimhaut in seltenen Fällen Krebs entwickeln.

Knötchen (Papeln), die auf der Haut einzeln (solitär) oder dicht zusammenstehend (lichenoid) auftreten Wickham-Streifen, die eine milchig-weißliche netzartige Zeichnung an der Oberfläche von Haut und Schleimhaut bilden

Lichen ruber planus kann in verschiedenen Formen auftreten, die sich in den befallenen Körperregionen und im Verlauf unterscheiden:

Beim Lichen ruber planus der Schleimhaut (bzw. Lichen ruber mucosae ) ist meist die Mundschleimhaut betroffen (oraler Lichen ruber planus); daneben können auch die Schleimhäute der Geschlechtsorgane und des Afters von der Knötchenflechte befallen sein. Besonders wenn sich durch lange bestehende Entzündungen immer wieder offene Stellen bilden (sog. Lichen ruber mucosae erosivus), gilt diese Form als Krebsvorstufe (bzw. Präkanzerose), da hieraus ein Plattenepithelkarzinom entstehen kann.Der Lichen ruber planus der Haut kann auch ausschlagartig am gesamten Körper auftreten (sog. Lichen ruber exanthemicus ), wobei die gesamte Haut gerötet sein kann.Eine Sonderform des Lichen ruber planus betrifft die Kopfhaut (sog. Lichen ruber follicularis capillitii ). Diese Form von Knötchenflechte besteht eher chronisch und kann durch Zerstörung der Haarfollikel und nachfolgendem Haarausfall zu kahlen Stellen führen.Der Lichen ruber planus der Nägel führt zu verschiedenen Veränderungen am Nagel (z.B. Verdünnung, Rillenbildung, Aufspaltung) oder Nagelbett (Vernarbung mit nachfolgendem Ausfall des Nagels).Beim Lichen ruber hypertrophicus oder verrucosus, der meist die Schienbeine, Knöchel und Fußrücken befällt, bilden sich beidseitig symmetrische Hautsymptome aus, die besonders stark ausgeprägt sind. Daher ist der Verlauf dieser Form von Knötchenflechte oft langwierig.Der Lichen ruber atrophicans zeigt beim Abheilen – anders als die anderen Formen – einen Gewebeschwund: Die betroffenen Hautstellen sind scharf begrenzt, weißlich und verdünnt. Diese Form befällt meist den Unterschenkel.

Bis zu einer von 100 Menschen in der Gesamtbevölkerung ist von Lichen ruber planus (Knötchenflechte) betroffen, wobei die Erkrankung bei Männern und Frauen gleichermaßen vorkommt, Überwiegend findet sich der Lichen ruber planus bei Menschen im mittleren Lebensalter (30- bis 60-Jährige).

  1. In seltenen Fällen kommt es auch bei Kleinkindern zu Formen mit Ausschlag (Exanthem), zum Beispiel nach einer Grippe,
  2. Die Ursachen für einen Lichen ruber planus (Knötchenflechte) sind noch nicht geklärt,
  3. Auslöser für die kennzeichnenden Hautveränderungen ist die Hautentzündung: Hierfür sind bestimmte Zellen des Immunsystems (vor allem sog.

T-Lymphozyten ) verantwortlich, die beim Lichen ruber planus unterhalb der Oberhaut (Epidermis) zu finden sind. Diese Abwehrzellen greifen die unterste Schicht der Oberhaut an und zerstören die unterste Zellschicht (Basalzellen). Warum diese Entzündungsreaktion bei der Knötchenflechte entsteht, ist unbekannt.

  • Es ist anzunehmen, dass Lichen ruber planus eine Autoimmunerkrankung ist.
  • Bei der Entstehung des Lichen ruber planus können erbliche Ursachen eine Rolle spielen, denn: Bei vielen Menschen mit Knötchenflechte finden sich in der Familie weitere Betroffene.
  • Weitere mögliche Ursachen für die Knötchenflechte sind: Außerdem können – wie bei anderen Hautkrankheiten (z.B.

Schuppenflechte ) – mechanische oder andere Reizungen (Infektionen) die Entwicklung von Lichen ruber planus auslösen oder verschlimmern (Köbner-Phänomen, isomorpher Reizeffekt). Lichen ruber planus (Knötchenflechte) kann Symptome an

der Haut,den Hautanhangsgebilden ( Haare, Nägel )und den Schleimhäuten verursachen.

Typische Symptome eines Lichen ruber planus der Haut sind blassblau-rötliche, zwei bis zwölf Millimeter große, vieleckige Knoten (Papeln). Wenn die zunächst kleinen Papeln dicht zusammenstehen, können sie sich bei zunehmender Größe miteinander vereinen und so ganze Papelbeete oder größere, erhabene Hautflecken (Plaques) bilden.

An der Oberfläche weisen die Papeln typischerweise eine feine netzförmige Zeichnung (sog. Wickham-Streifen) auf. Trägt man einen Tropfen Speiseöl auf, sind diese Streifen unter einer Lupe sichtbar. Die Knoten gehen mit einem unterschiedlich stark ausgeprägten Juckreiz einher. Lichen ruber planus kommt vorwiegend im Bereich der Handgelenksbeugen, der Unterschenkel, der Fußknöchel und des Kreuzbeins vor.

Nur wenn die Knötchenflechte ausschlagartig auftritt, bilden die kleinen juckenden Knötchen einen Hautausschlag (Exanthem) am gesamten Körper (exanthematischer Lichen ruber planus). Manchmal sind bei der Knötchenflechte in Reihe stehende Knötchen (sog.

  1. Ratzstraße ) zu beobachten, die durch Kratzen beziehungsweise Scheuern entstanden sind.
  2. Dabei handelt es sich um das Köbner-Phänomen (isomorpher Reizeffekt): Wie bei anderen Hautkrankheiten (z.B.
  3. Schuppenflechte ) können mechanische oder andere Reizungen (Infektionen) die Entwicklung von Lichen ruber planus auslösen oder die Symptome verschlimmern.

In etwa einem von zehn Fällen führt Lichen ruber planus dazu, dass die Nägel sich

verdünnen,verkürzen,Längsrillen bilden,sich längs aufspaltenund in seltenen Fällen dauerhaft ausfallen.

Im Bereich der Haare kann die Knötchenflechte zunächst dazu führen, dass sich die Haut verstärkt abschuppt. Außerdem ist es möglich, dass Ausführungsgänge der Haare verkrusten und durch Haarausfall haarlose Bezirke entstehen, die im Verlauf der Hauterkrankung vernarben können.

  1. Bei etwa einem Drittel der Fälle von Lichen ruber planus sind auch die Schleimhäute (Mundschleimhaut, Genitalschleimhaut) betroffen.
  2. Auch hier findet sich die typische netzartige, weißliche Wickham-Streifung – allerdings deutlicher ausgeprägt als bei der Knötchenflechte der Haut; es können sich auch diffuse, gleichmäßig weißliche Stellen bilden.

Besonders häufig befällt ein Lichen ruber planus im Mund die Wangenschleimhaut; die Zunge, das Zahnfleisch, die Wangentaschen und die Lippen können jedoch auch befallen sein. Eine Knötchenflechte im Genitalbereich führt beim Mann zu Schleimhautveränderungen im Bereich der Eichel des Penis, bei der Frau im Bereich des Scheideneingangs,

  • Lichen ruber planus (Knötchenflechte) diagnostiziert ein Arzt häufig schon anhand der äußeren Symptome der Haut oder Schleimhaut: Auf der Haut liegen blassblau-rötliche, vieleckige Knoten (Papeln).
  • An deren Oberfläche befindet sich typischerweise eine feine netzförmige Zeichnung (sog.
  • Wickham-Streifen), die unter einer Lupe erkennbar ist, wenn man Speiseöl auf die Papeln tropft.

Auch befallene Schleimhaut weist diese netzartige, weißliche Streifung bis hin zu gleichmäßig weißlichen Stellen auf. Um die Diagnose beim Lichen ruber planus zu sichern, kann der Arzt ein Knötchen entnehmen und feingeweblich untersuchen: Bei einer Knötchenflechte zeigt diese Untersuchung typischerweise eine Verdickung der oberen Hautschicht (Hyperkeratose) und in der Körnerschicht fleckförmige Verdickungen (fokale Granulose), die dann zweidimensional die weißliche Streifung bilden.

  • Bei einer Knötchenflechte finden sich außerdem unterhalb der Oberhaut Abwehrzellen, die für die Hautentzündung verantwortlich sind.
  • Spezielle Färbungen ermöglichen es, in diesem Bereich auch abgelagerte Antikörper (Immunglobuline) nachzuweisen.
  • Dies legt nahe, dass es sich beim Lichen ruber planus um eine Autoimmunerkrankung handelt: Der Körper bildet also Abwehrstoffe (z.B.

Immunglobuline) gegen sich selbst oder auch gegen Viren, die wiederum mit Bestandteilen des Körpers reagieren. Daher sind Blutuntersuchungen (z.B. Hepatitisserologie ) zur Diagnose eines Lichen ruber planus hilfreich. Bei Anzeichen eines Lichen ruber planus der Haut ist es wichtig Medikamente als Ursache für die Hautveränderungen auszuschließen,

  1. Außerdem muss man die Knötchenflechte von anderen Hautkrankheiten mit ähnlichen Symptomen (wie Schuppenflechte, Röschenflechte oder Tinea ) abgrenzen,
  2. Dazu können, je nach klinischem Bild, zum Beispiel ein Abstrich der betroffenen Hautstellen oder ein Test auf das sogenannte Auspitz-Phänomen sinnvoll sein.

Beim Lichen ruber planus (Knötchenflechte) ist eine Therapie oft nicht nötig: Nur in einem von fünf Fällen bestehen Beschwerden wie starker Juckreiz, sodass entsprechende Gegenmaßnahmen sinnvoll sind. In den meisten Fällen bildet sich die Hauterkrankung innerhalb von etwa einem Jahr von selbst (spontan) zurück.

Ist der Auslöser des Lichen ruber planus bekannt, besteht die Therapie nach Möglichkeit darin, diesen auszuschalten: Lösen beispielsweise Arzneimittel bei Ihnen eine Knötchenflechte aus, ist es wichtig, dass Sie diese (und in ihrer Zusammensetzung vergleichbare) Medikamente absetzen und zukünftig vermeiden.

Dies sollten Sie jedoch unbedingt mit dem behandelnden Arzt absprechen. Meist zielt die Behandlung der Knötchenflechte jedoch auf die Symptome der Hautkrankheit ab. Um einzelne Hautstellen zu behandeln, kommen bei der Therapie eines Lichen ruber planus der Haut meist kurzfristig Kortisoncremes oder Kortisonpflaster zum Einsatz.

Bei Hautpartien mit sehr ausgeprägtem Befall kann der Arzt die betroffenen Stellen mit Kortison-Kristalllösungen unterspritzen. Auch teerhaltige Präparate sind zur Behandlung einer Knötchenflechte geeignet. Gegen starken Juckreiz, der bei Lichen ruber planus auftreten kann, helfen meist kühlende Umschläge, kaltes Wasser, Eiswürfel oder Gelkissen.

Außerdem können Antihistaminika bei Knötchenflechte dazu beitragen, Ihre Beschwerden zu lindern. Wichtig ist, dass Sie versuchen, an betroffenen Hautstellen nach Möglichkeit nicht zu kratzen oder zu reiben: Durch diese Einwirkungen können sich Ihre Beschwerden noch verschlimmern.

  • Verläuft der Lichen ruber planus der Haut großflächig oder ausschlagartig, können eine kurzfristige Therapie mit Kortison-Tabletten oder spezielle Vitamin-A-Säurepräparate (Retinoide) seine Abheilung beschleunigen.
  • Die Einnahme darf nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen.
  • Auch die örtliche Lichttherapie (z.B.

Bade-PUVA) kann bei Knötchenflechte hilfreich sein und den Juckreiz lindern. PUVA (Psoralen + UVA) ist eine Photo-Chemotherapie, der auch bei der Behandlung von Schuppenflechte erfolgreich ist. In seltenen Fällen ist es notwendig, andere Präparate gegen einen Lichen ruber planus einzusetzen – wie zum Beispiel Ciclosporin : Dieses Medikament unterdrückt das Immunsystem und zählt somit zu den Immunsuppressiva.

  • Beim Lichen ruber planus der Mundschleimhaut (oraler Lichen ruber planus) erschwert der Speichelfluss die örtliche Therapie.
  • Zur Behandlung können – wie bei der Knötchenflechte der Haut – auch im Mund spezielle Kortisonpräparate oder Vitamin-A-Säurepräparate zum Einsatz kommen.
  • Abtragungen der erkrankten Schleimhaut (z.B.

durch Laser) sind nur bedingt zu empfehlen, da sie häufig dazu führen, dass der orale Lichen ruber planus an der gleichen Stelle erneut auftritt. Außerdem ist für einen Behandlungserfolg zu bedenken, ob Karies, Zahnprothesen oder Zahnprothesenmaterial die Mundschleimhaut reizen, da sie die Entwicklung von Lichen ruber planus auslösen oder verschlimmern können (sog.

Öbner-Phänomen). Wenn die Knötchenflechte lang anhaltend (chronisch) verläuft, kann sich die Therapie langwierig und schwierig gestalten. Vor allem bei befallener Schleimhaut kann ein Lichen ruber planus trotz Therapie jahrelang bestehen und immer wieder zu offenen, schmerzhaften Stellen führen. Häufig verläuft der Lichen ruber planus (Knötchenflechte) günstig: Die entzündlichen Veränderungen der Haut bilden sich meist spontan (also ohne Behandlung) innerhalb von 8 bis 18 Monaten zurück, ohne dass sich Narben bilden.

In etwa jedem fünften bis zehnten Fall kann die Hauterkrankung jedoch noch nach Jahren erneut auftreten. Ein Lichen ruber planus im Mund verläuft oft hartnäckiger: Hier beträgt die durchschnittliche Dauer der Hautkrankheit etwa 5 Jahre. Der Lichen ruber planus (Knötchenflechte) kann je nach Form verschiedene Komplikationen verursachen.

  1. So führt ein starker Juckreiz auf der befallenen Haut bisweilen dazu, dass die Betroffenen einzelne Knoten (Papeln) aufkratzen.
  2. An diesen Stellen kann sich die Haut entzünden, was unter Narbenbildung abheilen kann.
  3. Ansonsten heilen die Knötchen in den meisten Fällen narbenlos ab.
  4. Bei einem Lichen ruber planus im Bereich des behaarten Kopfs kann die örtliche Entzündung die Haaranlagen (Haarfollikel) zerstören.

Im weiteren Verlauf kann sich ein narbig abgeheilter, haarloser Bezirk (vernarbende Alopezie) entwickeln. Auch der Verlust von Nägeln ist in seltenen Fällen bei der Knötchenflechte möglich. Bei einer Knötchenflechte der Haut ist nicht damit zu rechnen, dass bösartige Hautveränderungen entstehen.

Der Lichen ruber planus im Schleimhautbereich gilt allerdings als mögliche Krebsvorstufe (sog. Präkanzerose): Nach langjährigem, chronischen Verlauf besteht bei einem Lichen ruber planus im Mund- oder Genitalbereich ein erhöhtes Risiko, einen bösartigen Tumor, ein sogenanntes spinozelluläres Karzinom, zu entwickeln.

Daher ist es für Betroffene, die im Schleimhautbereich immer wieder offene Stellen haben, ratsam, regelmäßig einen Hautarzt oder Zahnarzt aufzusuchen. Dieser kann gegebenenfalls eine Gewebeprobe aus einem verdächtigen Hautbereich entnehmen und diese auf bösartige Veränderungen hin untersuchen.

Achten Sie darauf, Ihre Haut nicht stark mechanisch zu reizen (z.B. durch Kratzen).Sorgen Sie im Bereich der Mundschleimhaut für eine entsprechende Mundhygiene,Lassen Sie regelmäßig den Zustand Ihrer Zähne kontrollieren und Zahnfehlstellungen oder schlecht sitzende Prothesen korrigieren.

Letzte Aktualisierung: 21.09.2020 Autor*in Onmeda-Redaktion Quellen

Lichen planus. In: Altmeyer, P.: Die Online-Enzyklopädie der Dermatologie, Venerologie, Allergologie und Umweltmedizin. www.enzyklopaedie-dermatologie.de (Stand: 2015) Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch, 266. Auflage. De Gruyter, Berlin 2014 Sterry, W., Burgdorf, W., Paus, R.: Checkliste Dermatologie. Thieme, Stuttgart 2014 Battegay, E. (Hrsg.): Siegenthalers Differenzialdiagnose. Thieme, Stuttgart 2012 Sterry, W. (Hrsg.): Kurzlehrbuch Dermatologie. Thieme, Stuttgart 2011 Bork, K., Burgdorf, W., Hoede, N.: Mundschleimhaut- und Lippenkrankheiten: Klinik, Diagnostik und Therapie. Atlas und Handbuch. Schattauer, Stuttgart 2008 Meves, A. (Hrsg.): Intensivkurs Dermatologie. Urban & Fischer, München 2006 Kerl, H., Garbe, C., Cerroni, L., Wolff, H. (Hrsg.): Histopathologie der Haut. Springer, Berlin 2003.

Was löst Knötchenflechte aus?

Die Ursache der Krankheit ist bis heute noch unbekannt, man geht jedoch davon aus, dass es sich um eine Autoimmunerkrankung handelt. Dabei attackiert das eigene Immunsystem in Form von zytotoxischen T-Lymphozyten aus unbekannten Gründen die eigenen Hautzellen.

Wer bekommt Lichen ruber?

Lichen Ruber (Knötchenflechte) Bei der Knötchenflechte (lat. Lichen ruber planus) handelt es sich um eine entzündliche, nicht ansteckende Hauterkrankung, die insbesondere im mittleren Erwachsenenalter auftritt. Kinder und ältere Menschen sind nur selten betroffen.

Was ist eine Knötchenflechte? Bei der Knötchenflechte kommt es zu meist stark juckenden, flachen, rötlich-bläulichen Knötchen, die oft eine weiße, netzartige Zeichnung an ihrer Oberfläche aufweisen. Häufig befallene Hautareale sind die Beugeseiten der Handgelenke, die Lenden- / Kreuzbeinregion und der Fußknöchelbereich.

Bei schweren Verlaufsformen kann jedoch der ganze Körper betroffen sein (lat. Lichen ruber exanthematicus). Abheilende Knötchen führen oft zu einer lang anhaltenden braunen Pigmentierung der Haut. Vor allem im Unterschenkel-, Knöchel- und Fußrückenbereich können warzenartige, bräunlich-rote Knötchen und Knoten entstehen, die meist nur schlecht auf die Therapie ansprechen und lange bestehen bleiben (lat.

  • Lichen ruber verrucosus).
  • In seltenen Fällen kommt es nicht zu den typischen Hautveränderungen, sondern zu stecknadelkopfgroßen rötlichen Knötchen im Bereich der Haarfollikel, so dass sich die Haut wie ein Reibeisen anfühlt (lat.
  • Lichen ruber follicularis).
  • Bei dieser Form sind häufig die Gelenkbeugen, der obere Stamm, die Oberschenkelinnenseiten sowie die Kreuzbeinregion betroffen.

Bei dieser wie auch anderen Lichen ruber -Formen ist ein Befall der Kopfhaut möglich, bei der es durch Zerstörung und Vernarbung der Haarfollikel zu einem dauerhaften Haarverlust kommt. Im Rahmen einer Knötchenflechte an der Haut treten bei 25-70 % der Patienten auch Schleimhautveränderungen auf, die sich durch eine weißliche Verfärbung (lat.

  • Lichen ruber mucosae) oder schmerzhafte offene Stellen (lat.
  • Lichen ruber erosivus mucosae) an der Schleimhaut auszeichnen.
  • Seitliche Wangenschleimhäute und die Seitenflächen der Zunge sind am häufigsten befallen, seltener das Lippenrot, die Genital- und Analschleimhäute.
  • Verlaufsformen, bei denen es nur zu einem Schleimhautbefall und nicht zu den typischen Hautveränderungen kommt, sind nicht selten.

Bei einem Teil (ca.10 %) der Patienten kommt es ebenfalls zu Veränderungen an meist mehreren Nägeln (z.B. Riffelung, Spaltung, Grübchen, Wachstumsstörungen), die eventuell dauerhaft sein können. In seltenen Fällen ist auch das Auftreten von Blasen bzw.

die blasige Umwandlung bestehender Hautveränderungen möglich (lat. Lichen ruber pemphigoides). Die Ursachen der Knötchenflechte Die Gründe für die Entstehung einer Knötchenflechte sind noch nicht genau geklärt. Bei manchen Patienten werden Begleiterkrankungen (z.B. Stoffwechselerkrankungen wie Zuckerkrankheit, ein erhöhter Cholesterinspiegel oder ein erhöhter Harnsäurespiegel, Lebererkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Lymphome) gefunden.

Die Bedeutung dieser Erkrankungen für die Knötchenflechte bleibt jedoch meist fraglich. Es ist ferner unklar, ob psychische Faktoren und Stress mitursächlich für die Knötchenflechte sind oder ob sie nur Folgen der teils belastenden Hauterkrankung sind.

Bitte beachten Sie, dass durch Irritation der Haut (z.B. durch Kratzen, in alten Narben, bei Bestehen andere Hauterkrankungen) die Knötchenflechte provoziert werden kann und sich neue Hautveränderungen entwickeln können (sog. Köbner-Phänomen). Genau abgeklärt werden sollten die von Ihnen eingenommenen Medikamente, da bestimmte Medikamente der Knötchenflechte ähnliche Hautausschläge provozieren können.

Insbesondere ist auf nachfolgende Wirkstoffe ist zu achten:

Rheumamittel wie Goldsalze, Penicillamin Antibiotika wie Streptomycin, Tetrazykline Antidiabetika wie Tolbutamid, Sulfonylharnstoffe Antimalariamittel wie Chloroquin, Hydroxychloroquin, Chinin, Chinidin Psychopharmaka wie Phenothiazine, Levomepromazin Diuretika (“Wassertabletten”) wie Chlorothiazid, Hydrochlorothiazin Tuberkulostatika, Ethambutol ACE-Hemmer wie Captopril, Enalapril Blutdruckmittel wie Methyldopa, Propanolol Dapson.

Zudem können derartige Hautreaktionen nach Kontakt zu Farbfilmentwicklern (z.B. Paraphenylendiaminsalze) auftreten. Bei dem so genannten Lichen ruber verrucosus wird gehäuft ein Krampfaderleiden der Beine gefunden, weshalb eine Untersuchung der Beinvenen bei dieser Form des Lichen ruber sinnvoll ist.

Zur Sicherung der Diagnose wird normalerweise in örtlicher Betäubung eine kleine Hautprobe entnommen, die anschließend mikroskopisch untersucht wird. Zur Abklärung von eventuellen Begleiterkrankungen werden u.a. Blutentnahmen notwendig. Die Behandlung Die Behandlung wird individuell festgelegt, insbesondere in Abhängigkeit von der Ausdehnung der Hautveränderungen, dem Juckreiz, der Beeinträchtigung im täglichen Leben und kosmetischer Probleme wie Haarverlust.

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Soweit möglich werden Begleiterkrankungen (siehe oben) behandelt. Zur Juckreizlinderung können Antihistaminika in Tablettenform (z.B. Loratadin, Cetirizin, Hydroxyzin), im Rahmen eines stationären Aufenthaltes auch als Infusion (z.B. Dimetinden) eingenommen werden.

  1. Da es bei der Knötchenflechte zu einer Entzündung in der Haut kommt, werden entzündungshemmende Medikamente wie Kortison erfolgreich eingesetzt.
  2. Umschriebene Hautveränderungen bessern sich häufig unter einer mehrere Wochen bis Monate dauernden äußerlichen Behandlung mit Kortisonpräparaten.
  3. Insbesondere bei warzenartigen Hautveränderungen an den Unterschenkeln (Lichen ruber verrucosus) wird diese Kortisontherapie als Okklusivtherapie mit Folienabdeckung oder durch Einspritzen einer Kortisonlösung in die Hautveränderungen durchgeführt.

Bei einem ausgedehnten Hautbefall werden neben einer Salbentherapie Bestrahlungstherapien mit ultraviolettem Licht (z.B. UVB und/oder UVA) angewendet. Sollte auch dies noch nicht zum Erfolg führen, kommen Medikamente in Tablettenform zum Einsatz. Häufig wird hierbei eine Zeit lang mit Kortison behandelt.

  1. Zusätzlich wird dann das Retinoid Acitretin (ein Vitamin-A-Säure-Abkömmling) gegeben, welches unter Umständen längerfristig einzunehmen ist.
  2. Die Kortisontabletten werden dafür so schnell wie möglich wieder reduziert und abgesetzt.
  3. Eine Kombination von Retinoid und PUVA-Therapie (sog.
  4. RePUVA) ist möglich und sehr wirksam.

Bei einer Retinoidtherapie wie auch bei anderen, seltener bei der Knötchenflechte eingesetzten Systemtherapien (z.B. Azathioprin, Ciclosporin A) müssen regelmäßig die Laborwerte kontrolliert werden. Bei Mundschleimhautveränderungen sollten Sie den Genuss von sauren, heißen oder scharfen Speisen und Getränken, von Nikotin und Alkohol meiden, eine sorgfältige Zahn- und Mundhygiene betreiben und schlecht sitzende Prothesen vom Zahnarzt korrigieren lassen, um die Provokation neuer Mundschleimhautveränderungen zu vermeiden und bestehende Veränderungen nicht weiter zu irritieren.

Zudem kann anfänglich eine lokale Kortisontherapie mit Mundspülungen oder mittels spezieller Haftpasten versucht werden. Bei schwerem Befall mit schmerzhaften offenen Schleimhautveränderungen wird jedoch häufig eine Tablettentherapie (siehe oben) notwendig. Bei Befall des Genital- und Analbereiches sind Sitzbäder (z.B.

mit Schwarztee) sowie niedrig konzentrierte Kortisonpräparate in Pasten- oder Cremeform sinnvoll. Die Nagelveränderungen sprechen in der Regel nur schlecht auf eine Therapie an. Versucht werden können kortisonhaltige Tinkturen sowie Unterspritzungen mit Kortisonpräparaten.

Zudem sollten die Nägel kurz geschnitten werden, um eine Irritation des Nagelbettes durch mechanische Belastungen zu verhindern. Um den vernarbenden Haarverlust im Rahmen eines Lichen ruber aufzuhalten, müssen meist Tabletten (z.B. Kombination von Prednisolon und Acitretin) über längere Zeit eingenommen werden Örtlich können begleitend noch kortisonhaltige Tinkturen oder Unterspritzungen angewendet werden.

Der Erkrankungsverlauf ist individuell sehr unterschiedlich. So kann die Hauterkrankung innerhalb mehrerer Monate abheilen, eventuell mit noch länger sichtbaren braunen Hautpigmentierungen. Sie kann jedoch auch über Jahre bestehen bleiben. Bei solchen sehr langwierigen Verläufen (mit sehr dicken warzenartigen Hautveränderungen) oder bei Schleimhautbefall sollten Ihre Haut und Schleimhäute regelmäßig von Ihrer Hautärztin kontrolliert werden, da sich in seltenen Fällen bösartige Geschwülste entwickeln können.

Wann geht Lichen ruber wieder weg?

Quellen zum Thema Dieser wiederkehrende juckende Hautausschlag ist durch kleine, zunächst einzeln auftretende rote oder purpurne Papeln gekennzeichnet, die später zu rauen, schuppenden Hautflecken (Plaques) zusammenlaufen.

Ihre Ursache kann eine Reaktion auf bestimmte Medikamente oder infektiöse Organismen sein. Zu den typischen Symptomen zählen ein juckender Ausschlag roter und purpurner Papeln, die sich zu schuppenden Plaques an verschiedenen Stellen des Körpers formieren, manchmal auch im Mund oder an den Genitalien. Diese Krankheit kann mehr als ein Jahr andauern und wieder auftreten. Jedes Medikament, das Ursache für den Lichen ruber planus sein kann, soll vermieden werden. Lichen ruber planus heilt ohne Behandlung, die Symptome aber werden mit Kortikosteroiden, Bestrahlung mit UV-Licht oder Mundspülungen, die Lidocain enthalten, behandelt.

Die Ursache von Lichen ruber planus ist unbekannt; dieser kann aber eine Reaktion des Immunsystems auf eine Vielzahl von Medikamenten (insbesondere Betablocker, nichtsteroidale Antirheumatika, Angiotensin-konvertierende Enzym-Hemmer, Sulfonylharnstoff, Malariamittel, Penicillamin und Thiazide) sein. ). Der Ausschlag von Lichen ruber planus juckt fast immer, manchmal sogar heftig. Die Papeln sind gewöhnlich violett und haben kantige Konturen. Wenn seitlich Licht auf die Papeln fällt, entsteht ein charakteristischer Schimmer. Neue Papeln können überall da entstehen, wo man sich kratzt oder leichte Hautverletzungen vorkommen.

Manchmal bleiben dunkle Hautverfärbungen (eine sogenannte Hyperpigmentation) bestehen, nachdem der Ausschlag abgeheilt ist. Die Hauterscheinungen treten normalerweise symmetrisch auf, meist am Rumpf, an den Beugeseiten der Handgelenke, an den Beinen und in der Genitalregion. Das Gesicht ist weniger oft betroffen.

An den Beinen ist der Ausschlag oft besonders ausgedehnt, dick und schuppig. Der Ausschlag führt manchmal zu fleckenartig kahlen Stellen auf der Kopfhaut. Lichen ruber planus kommt selten bei Kindern vor. Bei etwa der Hälfte der Patienten mit Lichen ruber planus ist die Mundschleimhaut mitbefallen.

  1. Lichen ruber planus im Mund führt meistens zu bläulichweißen Geschwüren, die in einer Linie (Wickham-Streifen) und Verästelungen angeordnet sind.
  2. Die Art von Mundplaques schmerzen meist nicht und die betreffende Person weiß mitunter nichts von ihrer Existenz.
  3. Manchmal bilden sich schmerzhafte wunde Stellen, die oft die Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme behindern.

Lichen ruber planus befällt die Nägel in bis zu 10 % aller Fälle. Manche Menschen haben nur leichte Symptome, wie die Verfärbung der Nagelbette, Ausdünnen der Nägel und Bildung von Nagelrillen. Andere verlieren ihre Nägel komplett und haben eine Narbenbildung von der Nagelhaut an der Nagelbasis (Nagelfalte) bis zur Haut unter dem Nagel (dem Nagelbett).

Untersuchung durch den Arzt Hautbiopsie

Gewöhnlich klingt Lichen ruber planus nach ein bis zwei Jahren von selbst wieder ab; sie kann jedoch, besonders wenn der Mund mitbetroffen ist, länger andauern. Die Symptome treten bei 20 % der Betroffenen erneut auf. Während des Ausbruchs des Ausschlags kann eine längere Behandlung erforderlich sein.

Maßnahmen zur Linderung des Juckreizes Kortikosteroidinjektionen, -tabletten oder -lotionen Phototherapie Maßnahmen zur Linderung der Schmerzen im Mund

Menschen ohne Symptome brauchen keine Behandlung. Jedes Medikament, das Ursache für den Lichen ruber planus sein kann, soll vermieden werden. Kortikosteroide können in die Papeln gespritzt, auf die Haut aufgetragen oder eingenommen werden, manchmal zusammen mit anderen Medikamenten, wie Acitretin oder Griseofulvin oder Cyclosporin.

  1. Apremilast wird oral eingenommen und wird als Behandlung für Frauen geprüft, die Lichen ruber planus in der Scheide haben.
  2. Bei schmerzhaften Mundgeschwüren können vor den Mahlzeiten Mundspülungen mit dem Anästhetikum Lidocain angewendet werden, die eine Art schmerzstillende Beschichtung bilden.
  3. Mundspülungen mit Lidocain sollten nicht häufiger als verschrieben verwendet werden.

Tacrolimus-Salben oder Kortikosteroid-Mundspülungen, Injektionen oder Tabletten können ebenfalls bei der Behandlung von Mundgeschwüren hilfreich sein. Oral eingenommenes Dapson, orales Cyclosporin oder Cyclosporin als Mundspülung können ebenfalls helfen. Copyright © 2023 Merck & Co., Inc., Rahway, NJ, USA und seine verbundenen Unternehmen. Alle Rechte vorbehalten.

Welches Öl bei lichen Ruber?

Gibt es Hausmittel gegen Lichen sclerosus (LS)? Der ist eine chronische Erkrankung der Haut. Er betrifft vor allem die Schleimhäute im Intimbereich und stellt somit eine unangenehme und starke Belastung für die Patienten und Patientinnen dar. Die Erkrankung tritt bei Frauen häufiger auf als bei Männern.

Zu den Begleitbeschwerden zählen Brennen, Jucken, Verschorfungen, Vernarbungen und Schmerzen. Mit der Zeit verringert sich das Gewebe. Dies kann auch zu funktionellen Einschränkungen führen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind daher sehr entscheidend. Es gibt verschiedene Therapiemöglichkeiten, die individuell an die Patienten und Patientinnen angepasst werden.

Eine der schonenden Methoden ist die Laserbehandlung mit, Gibt es auch Hausmittel, die gegen Lichen sclerosus angewandt werden können? Was kann ich selbst gegen Lichen sclerosus tun? Längere Zeit galt die OP bei der Behandlung von Lichen sclerosus als das einzige Wirksame Mittel.

In der modernen Medizin gibt es jedoch auch einige minimalinvasive Therapien, die die Symptome und Beschwerden nachhaltig lindern können. Des Weiteren stehen verschiedene Hausmittel und Tipps zur Verfügung, die den Betroffenen Linderung verschaffen können. Hierbei handelt es sich in der Regel jedoch eher um eine kurzzeitige Hilfe, die bei akuten Problemen eingesetzt wird.

Diese bewährten Hausmittel stellen somit keine alleinige Behandlung dar, sondern können zusätzlich zur weiteren Therapie vorgenommen werden. Vielen Frauen helfen sanfte Ölmischungen zum Auftragen, um die trockene Haut im Intimbereich und damit das juckende und brennende Gefühl zu reduzieren.

  • Bewährt haben sich vor allem Mixturen mit kaltgepresstem Mandelöl, Lavendelöl, Sandelholzöl und ein wenig naturbelassenem Teebaumöl.
  • Auch das Einfetten des Bereichs mit beispielsweise Kokosöl oder Jojobaöl kann das Wohlbefinden unterstützen.
  • Am besten tragen die Patientinnen die Öle in dünner Schicht mit einem Wattestäbchen vor dem Schlafengehen auf.

Über Nacht entfalten die Wirkstoffe dann ihren Effekt. Wichtig ist es, nach ein paar Tagen eine Pause einzulegen, damit sich die Haut auch wieder erholen und regenerieren kann. Vor allem bei der Verwendung von Teebaumöl ist Vorsicht geboten, da es in größeren Mengen reizend wirken kann.

Stellen Sie eine Unverträglichkeit fest, brechen Sie die Kur am besten wieder ab und besprechen Sie sich mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Chronische Erkrankungen stehen häufig im Zusammenhang mit einer Fehlfunktion des Immunsystems. Daher kann es auch hilfreich sein, die körpereigene Immunabwehr in die richtige Balance zu bringen.

Hierfür eignen sich beispielsweise Omega-3-Fettsäuren und vitaminreiche Lebensmittel. Als wohltuend empfinden zudem viele der Betroffenen kühlende Sitzbäder. Als Extrakt in den Bädern eignet sich unter anderem Salbei, da es das Wundgefühl lindert und sich beruhigend auf den Intimbereich auswirkt.

Als unterstützende Heilkräuter und Heilpflanzen haben sich zudem unter anderem Aloe Vera und Schafgarbe bewährt. Sie wirken entzündungshemmend sowie schmerzlindernd. Kann Lichen sclerosus geheilt werden? Weder die zuvor genannten Tipps noch minimalinvasive oder operative Behandlungen können den Lichen sclerosus nach derzeitigem Erkenntnisstand vollständig heilen.

Die Therapie zielt darauf ab, die Beschwerden und Symptome bestmöglich zu reduzieren und ein Voranschreiten der Erkrankung auszubremsen. Mit einer entsprechenden Therapie lassen sich die Ausbrüche in ihrer Häufigkeit und Intensität sehr gut minimieren.

Auch wenn eine Heilung nicht möglich ist, führt die Lichen-sclerosus-Therapie vielfach zu mehr Wohlbefinden und einem Plus an Lebensqualität bei den Betroffenen. Die Laserbehandlung gegen Lichen sclerosus Eine der modernen Behandlungsoptionen bei Lichen sclerosus ist die intime Laserbehandlung. In meiner Praxis verwende ich dafür das MonaLisa Touch®-Gerät.

Über eine spezielle Sonde werden Energieimpulse an das Scheidengewebe abgegeben, wodurch dieses zur Regeneration angeregt wird. Infolgedessen verbessern sich unter anderem die Durchblutung und die Versorgung des Bereichs, andererseits werden auch neues Kollagen sowie neue Zellen gebildet.

Des Weiteren wird die Feuchtigkeitsversorgung optimiert. Beim Lichen sclerosus sorgt die Behandlung dafür, dass der Juckreiz und das brennende Gefühl reduziert werden. Außerdem wird dem Geweberückgang entgegengewirkt. Eine Behandlung dauert nur fünf bis zehn Minuten und verläuft komplett nichtinvasiv. Zu Beginn bieten sich drei bis fünf Behandlungen in kleinen Abständen an.

Danach reichen meist regelmäßige Widerholungssitzungen aus, um die positiven Effekte beizubehalten. Die Anzahl und Abstände werden individuell mit der Patientin abgestimmt. Mehr Informationen zur LS-Behandlung Sie möchten mehr zur komplexen Behandlung bei Lichen sclerosus erfahren? Gern klären mein Praxisteam und ich Sie persönlich über die Möglichkeiten und Abläufe sowie zur Behandlung mit MonaLisa Touch® auf.

Was essen bei Lichen?

Der Alltag mit Lichen sclerosus (LS) Chronische Erkrankungen wie der Lichen sclerosus beeinflussen Betroffene sehr stark. Dies gilt nicht nur für die akuten Schübe, die die Erkrankung mit sich bringt, sondern trifft auch auf den Alltag zu. Die physiologischen Symptome wie Jucken und Brennen der Intimzone wirken sich sehr häufig auch auf die Psyche betroffener Frauen aus.

Doch Patientinnen sollten sich mit ihrem Leidensdruck nicht verstecken. Eine offene Kommunikation sowie bestimmte Verhaltensweisen und Achtsamkeit im Alltag können eine positive Einstellung und damit auch ein gutes Körpergefühl begünstigen. Diagnose und offene Kommunikation Leider zählt der Lichen sclerosus zu den Krankheiten, die Ärzte nicht immer auf Anhieb erkennen oder gar mit anderen Erkrankungen verwechseln.

Zudem scheuen sich viele Frauen, über Symptome wie ein ständiges Jucken der Scheide zu sprechen – selbst mit der Gynäkologin beziehungsweise dem Gynäkologen. Die Scham besteht häufig deshalb, weil Juckreiz an der Vulva mit einer schlechten Hygiene in Verbindung gebracht wird.

Diese Bedenken bestehen jedoch häufig zu Unrecht, denn es gibt viele Erkrankungen mit derartigen Symptomen, die keinesfalls damit zusammenhängen, dass sich Patientinnen nicht richtig waschen würden. Wie bei alles Krankheiten gilt jedoch, dass der Krankheitsverlauf in der Regel besser ist, wenn die Diagnose früh gestellt wird.

Vor allem bei einer chronisch-entzündlichen Erkrankung wie dem Lichen sclerosus kann durch eine frühe Erkennung gut vorgebeugt werden. Eine offene Kommunikation mit dem Arzt oder der Ärztin ist deshalb nicht nur beim Verdacht auf LS besonders wichtig.

  • Eine geeignete Therapie finden Wichtig ist der Entwurf einer geeigneten Therapie zusammen mit dem behandelnden Arzt.
  • Häufig kommen beispielsweise Kortison und Immunsuppressiva zum Einsatz.
  • In fortgeschrittenen Stadien kann auch eine Operation nötig sein, um stark beschädigtes Gewebe zu entfernen.
  • Die genaue Therapie kann jedoch stets nur im individuellen Fall der Patientin festgelegt werden.

Eine langfristige Option zur Behandlung bietet beim Lichen sclerosus zusätzlich die, Ohne OP werden durch eine spezielle Sonde Impulse in das Gewebe der Vagina abgegeben. Dies führt dazu, dass die Versorgung mit Feuchtigkeit verbessert wird. Dies wiederum lindert Symptome wie Juckreiz und Brennen.

  1. Häufig verspüren Patientinnen schon nach der ersten Behandlung eine Besserung der Symptome.
  2. Die schonende Behandlung kann in regelmäßigen Abständen wiederholt werden, um die positiven Effekte aufrechtzuerhalten.
  3. Da das Leben mit Lichen sclerosus für viele Betroffene nicht leicht ist, sollten Patientinnen auch auf ihre mentale Gesundheit Acht geben.

Eine positive Einstellung wirkt sich stets auf die gesamte Gesundheit aus, kann aber manchmal nur schwer durch eigene Kraft aufrechterhalten werden. Es ist deshalb häufig sinnvoll, sich von einem Psychotherapeuten unterstützend begleiten zu lassen. Tipps für die Intimhygiene Hygiene spielt für Patientinnen mit Lichen sclerosus eine wichtige Rolle.

Denn zum einen verspüren viele Betroffene das Bedürfnis, sich sehr regelmäßig zu waschen. Auf der anderen Seite ist eine intensive Hygiene jedoch auch mit Schmerzen verbunden und nicht immer förderlich. Den Intimbereich einmal täglich mit lauwarmem Wasser zu waschen, reicht völlig aus. Zudem sollten Patientinnen unbedingt auf parfümierte Duschgels verzichten.

Am besten lässt sich trockene Haut im Intimbereich mit natürlichen Fetten wie etwa Ringelblumensalbe behandeln. Das Sexualleben mit Lichen sclerosus Auch das Sexualleben von Betroffenen ist manchmal eingeschränkt. Dies kann sowohl mit dem Schamgefühl wegen der Erkrankung zusammenhängen als auch mit möglichen Schmerzen beim Sex.

Auch hier ist eine offene Kommunikation sehr hilfreich. Nur wenn Frauen den Lebenspartner in diese Komplikationen mit einbeziehen, lassen sich auch zusammen Wege finden, um weder einander noch das gemeinsame Sexualleben zu vernachlässigen. Dies verhindert, dass die Partnerschaft unter möglichen Einschränkungen leidet.

Starkes Immunsystem dank richtiger Ernährung Zu einer positiven Einstellung trotz einer chronischen Erkrankung kann auch die Ernährung sowie ausreichend Bewegung an der frischen Luft beitragen. Bei Autoimmunerkrankungen wie dem Lichen sclerosus spielt die Ernährung ohnehin eine besondere Rolle.

  • Denn mit den richtigen Lebensmitteln lässt sich das Immunsystem stärken.
  • Dazu eignen sich am besten viel frisches Obst und Gemüse wie Ananas, Apfel, Möhren, Zucchini und Zitrusfrüchte.
  • Zudem sollten Betroffene auch gute Fette zu sich nehmen.
  • Nüsse als Snack oder kaltgepresstes Olivenöl zum Salat sind gesundheitsfördernd.

Frisches Kochen, Smoothies und Rohkost unterstützen so bestens die Immunabwehr und bieten zudem noch viele weitere Vorteile für die körperliche und geistige Gesundheit. : Der Alltag mit Lichen sclerosus (LS)

Welche Zahncreme Bei lichen Ruber?

Begleitend zur Therapie – Umstellung der Mundpflege. Schonende Hygiene, keine elektrischen Zahnbürsten, weiche Zahnbürsten (z.B. Curaprox Surgical Soft), nur Tenside-freie (SLS free) Zahnpasta ohne Zink, Menthol oder Minze (keine Weleda-Zahnpasta) z.B.

  1. Curaprox Enzycal mit Fluorid, nicht Curaprox Zero.
  2. Eine Interdentalbürsten, besser Zahnseide mit Wachs.
  3. Eine Spülungen mit Salbeitee oder Kamille, das trocknet aus.
  4. Biothène oder Tebodont Spülung oder Aldiamed Gel zum befeuchten.
  5. Tebolip Roller für die Mundwinkel.
  6. Bei Schmerzen Dynexan Gel oder Bucotantum Spray.

Bei zusätzlichem Pilz z.B. Ampho moronal Lutschtabletten.

Wie lange dauert ein Schub bei Lichen?

Frauen und Mädchen – Bei Frauen und Mädchen verläuft Lichen sclerosus chronisch und typischerweise in Schüben. Zwischen den Schüben kann es längere Zeiten ohne Symptome geben. Sie können sogar einige Jahre andauern. Es gibt aber auch untypische Verläufe, bei denen gar keine Beschwerden auftreten.

Welche Vitamine bei Lichen planus?

Geburtshilfe Frauenheilkd 2013; 73 – P68 DOI: 10.1055/s-0033-1347840 B Eberz 1, S Regauer 1, B Obermayer-Pietsch 1 Fragestellung: Der Lichen sclerosus (LS) ist eine gutartige, progressiv meist in Schüben verlaufende T-Lymphocytenmediierte Hauterkrankung unklarer Ätiologie. Er wird heute als eine multifaktorielle Erkrankung im Sinne einer Immundysregulation verstanden, die durch genetische, hormonelle und auch infektiöse Faktoren ausgelöst werden und beide Geschlechter sowie alle Altersgruppen betreffen kann. Eine erhöhte Komorbidität mit systemischen Autoimmunerkrankungen, wie Hashimoto-Thyreoiditis, Autoimmungastritis, Lupus erythematodes, Alopecia areata und Sclerodermie ist beschrieben. Der Lichen planus (LP) ist ebenfalls eine chronisch rezidivierende, ätiologisch nicht sicher geklärte Hauterkrankung mit einem T-Zell-dominanten Entzündungsinfiltrat, wobei eine genetische Prädisposition eine wesentliche Rolle zu spielen scheint. Auch hier können Männer und Frauen aller Altersgruppen mit einer Präferenz ab der 5. Lebensdekade betroffen sein. Zahlreiche Fallberichte beschreiben auch bei LP häufige Assoziationen mit systemischen Autoimmunerkrankungen (AID). In Österreich leiden in Abhängigkeit von der Jahreszeit speziell in den Wintermonaten erhebliche Teile einer nicht institutionalisierten Normalpopulation an einer Vitamin-D-Mangelversorgung. Ein Vitamin D-Mangel wird heute nicht nur als Risikofaktor für die Entwicklung von muskoloskelettalen Erkrankungen, sondern auch von AID wie z.B. Diabetes mellitus Typ I oder multiple Sclerose gesehen. Es existieren bisher keine Untersuchungen über Vitamin-D-Spiegel in LS- und LP-Patientinnen. Methodik: Wir bestimmten in insgesamt 311 Patientinnen, davon 230 mit LS und 81 mit LP mit jeweils bioptisch gesicherter Diagnose einen Serumspiegel des 25-OH Vitamin D. Gleichzeitig schätzten die Frauen ihre aktuelle anogenitale Beschwerdestärke in Form einer 10-teiligen visuellen Analogskala ein (VAS Score 0 – 10). Patientinnen mit nachgewiesenem Vitamin-D-Mangel erhielten eine orale Vitamin-D-Substitution mit dem Ziel, einen Normalwert zwischen 30 – 60 ng/ml zu erreichen. In einer Kontrollvisite nach 6 Monaten wurden Vitamin-D-Werte sowie VAS-Scores reevaluiert. Die Lokaltherapieregimes wurden wie bisher weitergeführt. Ergebnisse: Bei 149/230 LS-Patientinnen (65%) und 57/81 (59%) LP-Patientinnen lagen die 25-OH-Vitamin-D-Spiegel bei der 1. Visite unter 30 ng/ml, davon gaben 91/149 Frauen mit LS und 28/57 Frauen mit LP Beschwerden von VAS-Scores zwischen 1 und 8 an. Bei der Kontrollvisite zeigten 68/91 LS-Patientinnen eine Beschwerdebesserung von durchschnittlich 3 bzw. maximal 8 VAS-Punkten, wobei hier bei 58/68 Frauen die Vitamin-D-Level nun ≥30 ng/ml, bei 4/68 < 30 ng/ml, aber im Vergleich angestiegen und nur in 6/68 unverändert gemessen wurden. Bei den 28 LP-Patientinnen mit Symptomen gaben 16 eine Verbesserung von ebenfalls durchschnittlich 3 und maximal 8 VAS-Punkten an, wobei 11/16 gebesserten Patientinnen Vitamin-D-Normalwerte ≥30 ng/ml, die restlichen 5/16 zumindest einen Anstieg im Vergleich zum Ausgangswert aufwiesen. Schlussfolgerung: In 311 LS/LP-Patientinnen fanden wir eine deutliche Assoziation zwischen der Höhe des 25-OH-Vitamin-D-Spiegels und der Stärke von lokalen Beschwerden, wobei die betroffenen Frauen unabhängig von lokalen Therapiemaßnahmen durch orale Vitamin-D-Substitution einen zusätzlichen Benefit erfuhren. Wir empfehlen daher, auch in Anbetracht der hohen Anzahl von Patientinnen mit primär erniedrigten Vitamin-D-Leveln eine Bestimmung von 25-OH-Vitamin-D in Patientinnen mit LS und LP und eine Substitution bei Bedarf. Weitere Studien zur Bestätigung unserer Ergebnisse wären wünschenswert.

Ist Lichen eine Autoimmunkrankheit?

Lichen sclerosus und Lichen planus der Vulva Lichen planus der Vulva, Foto: Mendling Jucken und Brennen im Bereich der Vulva sind oft keinesfalls von einer Pilzinfektion oder einer bakteriellen Infektion, sondern von einer Hauterkrankung verursacht. Viele Frauen mit solchen Beschwerden haben oft mehrere Ärztinnen und Ärzte aufgesucht, bis gelegentlich nach Monaten oder sogar Jahren erst die richtige Diagnose gestellt wird! Der Lichen sclerosus (die historische Bezeichnung Lichen heißt übersetzt Flechte) ist eine lebenslange, nicht heilbare Autoimmunerkrankung, die bei Männern, Frauen und Kindern am ganzen Körper auftreten kann.

  1. Bei Frauen ist sie meist im Vulvabereich zu finden.
  2. Man schätzt, dass etwa 1% der weiblichen Bevölkerung betroffen ist.
  3. Es ist wichtig, dass Lichen sclerosus früh erkannt wird, da die eingetretenen Hautveränderungen nicht mehr rückgängig gemacht werden können.
  4. Es treten später weisse, pergamentartige Schrumpfungen mit Verdünnung und Empfindlichkeit der Hautschichten auf, so dass die Harnröhre und der Scheideneingang enger werden.

Wenn eine konsequente Therapie erfolgt, kann die Erkrankung gestoppt und unter Kontrolle gehalten werden. Die Vereine Lichen sclerosus ( und ) die sich aus betroffenen Frauen gegründet haben, helfen bei Fragen und Problemen. Der Lichen planus (früher auch Lichen ruber, „Knötchenflechte”) ist ebenfalls eine Autoimmunerkrankung.

  • Er kommt auch im Mund vor.
  • Typisch sind weisse, netzartige feine Zeichnungen (Wickham’sche Streifen) in der Haut neben Rötungen mit weissgrauen Verfärbungen.
  • Auch bei dieser Erkrankung können Schrumpfungen der Schamlippen und des Scheideneinganges auftreten.
  • Bei Fortschreiten kommt es im Scheideneingang/Vestibulum und auch in der Scheide, gelegentlich auch am Zahnfleisch, zu sehr schmerzhaften wunden Flächen (Lichen planus erosivus).
See also:  Welche NSse Zum Abnehmen?

Geschlechtsverkehr ist wegen der brennenden Schmerzen nicht zumutbar. Bei nicht oder schlecht behandeltem Lichen sclerosus und bei Lichen planus ist das Risiko für eine bösartige Erkrankung (HPV-negatives Vulvakarzinom vom sog. Simplextyp) auf etwa 3 – 5% erhöht.

  • Der Lichen simplex chronicus hat mit den oben genannten Erkrankungen nichts zu tun, denn es handelt sich um eine durch Reizung der Haut sekundär entstandene, ebenfalls stark juckende und brennende Hauterkrankung.
  • Bei Hautproblemen im Vulvabereich ist oft eine zeitaufwendige Vorgeschichte zu erfragen, bakteriologische Abstriche sind fast immer sinnlos, und es müssen viele andere Ursachen geprüft werden, z.B.

Diabetes mellitus, Schuppenflechte, Pilzerkrankungen, Herpes genitalis, Ekzeme, atopische Dermatitis (Neurodermitis), Jucken durch Depression u.a. : Lichen sclerosus und Lichen planus der Vulva

Welche Medikamente können Hautausschlag verursachen?

Landkartenzunge, Lichen ruber planus, Leukoplakien und andere Mundschleimhautentzündungen ©

Häufige Nebenwirkung Hautausschlag – Zu den häufigsten Auslösern von Unverträglichkeitsreaktionen an der Haut zählen Antibiotika, Medikamente zur Behandlung von Tumoren, insbesondere Platinverbindungen, Epilepsiemittel, Schmerz- und Rheumamedikamente, manche Mittel gegen Bluthochdruck, Schilddrüsenmedikamente sowie das Gichtmittel Allopurinol.

Die häufigsten unerwünschten Reaktionen an der Haut sind Arzneimittelexantheme in Form eines fleckigen oder knötchenartigen Hautausschlags. Kleinfleckige Hautausschläge treten oft schon in den ersten drei Behandlungstagen, andere erst verzögert zwischen dem siebten bis zwölften Tag auf. Ein Auftreten ist noch bis zu acht Wochen nach Behandlungsbeginn möglich.

In den meisten Fällen klingt der Hautausschlag nach Absetzen des Arzneimittels wieder ab. Fast ebenso häufig ist eine Nesselsucht (Urtikaria) mit stark juckenden Quaddeln, die sich meist nach einigen Stunden wieder zurückbildet. Es kann jedoch auch zu Schwellungen (Angioödeme), vor allem im Lippenund Augenbereich kommen.

  • Bei Schwellungen an Zunge und Kehlkopf, die zu Atemnot führen können, oder bei Zeichen eines lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schocks wie Blutdruckabfall und Herzrasen ist eine notfallmedizinische Behandlung erforderlich.
  • Betroffene sollten unbedingt ärztlich abklären lassen, ob und welche Arzneimittel die Reaktionen ausgelöst haben”, rät Prof.

Merk. Bestätigt sich der Verdacht auf eine Arzneimittelallergie, erhält der Patient einen Allergiepass, in dem vermerkt wird, welche Wirkstoffe möglichst zu meiden sind. Diesen Allergiepass sollte der Patient künftig bei Arzt- oder Apothekenbesuchen vorlegen, damit er alternative Medikamente erhält.

  1. Neben allergischen und pseudoallergischen Reaktionen kann es auch zu unerwünschten Begleiterscheinungen an der Haut kommen, die sich aus dem jeweiligen pharmakologischen Wirkmechanismus des Medikaments erklären lassen, der für ihren therapeutischen Effekt erforderlich ist.
  2. So haben beispielsweise Glukokortikoide nicht nur die erwünschte Wirkung, Entzündungsreaktionen zu hemmen.

Bei einer Langzeittherapie kann es auch zu einer Hautverdünnung kommen, da auch die Aktivität und Reifung von Bindegewebszellen beeinträchtigt wird. Unter der Gabe von gerinnungshemmenden Medikamenten wie Heparin und Cumarinderivaten können Hautblutungen auftreten.

  1. Ein weiteres Beispiel sind Krebsmedikamente, die nicht nur das Wachstum von Tumorzellen, sondern auch von Hautzellen oder die Haarwurzeln beeinflussen.
  2. So kommt es bei einer Chemotherapie meist zu Haarausfall.
  3. Andere Krebsmedikamente können Akne-ähnliche Hautausschläge hervorrufen.
  4. Solche Reaktionen sollten mit dem Arzt besprochen werden, rät Professor Merk.

Eine Dosisanpassung oder Umstellung auf ein anderes Medikament kann Abhilfe schaffen. Manchmal müssen Nebenwirkungen an der Haut jedoch in Kauf genommen werden, weil die Gabe des Medikaments unabdingbar ist und keine Alternative zur Verfügung steht. Quelle: BVDD Dr. med. Johannes Müller-Steinmann ist Facharzt für Dermatologie und Venerologie und ärztlicher Leiter des Hautarztzentrums Kiel.

  1. Guten Abend, Ich bekam auf den Blutdrucksenker Valsartan Nesselsucht. Er wurde abgesetzt und mit Nitripentin ersetzt. Leider geht das Jucken nicht zurück. Ohne Senker wird die Haut wieder besser, aber eher langsam. Gibt es überhaupt Blutdrucksenker, die keine Nesselsucht hervorrufen Können? Viele Grüße
    • Guten Tag, Blutdruck senkende Medikamente lösen nur in sehr seltenen Fällen Jucken und Quaddeln an der Haut aus. Wenn ihr Arzt eine andere Substanztanzgruppe verwenden kann, sollte das Problem normalerweise gelöst sein. Mit freundlichen Grüßen Ihr Dr.med. Johannes Müller-Steinmann ärztlicher Leiter – Hautarztzentrum Kiel Lasermedizin, ästhetische Medizin
  2. Sehr geehrter Herr Dr. ich nehme seit 2 jahre Losartan und Atorvastatin. Ich habe noch nie Hautprobleme bis jetzt. Ich bin 73, Seit kurzem habe ich Psoriasis und Ekzema am Kopf und Körper bekommen. Bin ich allergisch geworden?
    • Guten Tag, Losartan und Atorvastatin sind Medikamente, die eine Psoriasis verschlimmern können. Eine Psoriasis bricht normalerweise zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr zuerst aus. Besprechen Sie doch am besten mit Ihrem Hausarzt, ob Sie auch mit anderen Medikamenten behandelt werden können. Mit freundlichen Grüßen Ihr Dr.med. Johannes Müller-Steinmann ärztlicher Leiter – Hautarztzentrum Kiel Lasermedizin, ästhetische Medizin
  3. Sehr geehrter Herr Dr. Müller-Steinmann, wegen einer rheumatischen Erkrankung bekam ich 2013 eine mehrmonatige Cortisonbehandlung und später Metothrextat. Einige Wochen nach Beginn der MTX-Behandlung bekam ich bei geringsten Anlässen Einblutungen in die Haut, teilweise ziemlich groß.

    Obwohl ich seit 2017 keine Medikamente mehr nehme, passiert dies immer noch. Kann das eine Nebenwirkung bzw. Spätfolge der Medikamente sein (bei MTX habe ich es auf dem Beipackzettel gelesen) und wird man das je wieder los? Nach Auskunft meines Rheumatologen sei es „nur” ein kosmetisches Problem. Es stört mich aber sehr.

    Ich bin jetzt 70 Jahre alt, hatte immer eine gute Haut und niemals Neigung zu blauen Flecken. Auch bei meiner Mutter, die 94 Jahre alt geworden ist, habe ich so etwas nie erlebt.

    • Guten Tag, Mit den Jahren wird die Haut dünner und verletzlicher. Menschen ab 70 Jahren haben sehr oft dünner Haut, die schon durch leichte Berührung zu Blutergüssen neigt. Das ist medizinisch nicht problematisch. Es hat wahrscheinlich nicht unbedingt etwas mit der MTX Behandlung zu tun. Mit freundlichen Grüßen Ihr Dr.med. Johannes Müller-Steinmann ärztlicher Leiter – Hautarztzentrum Kiel Lasermedizin, ästhetische Medizin
  4. Sehr geehrter Dr. Müller-Steinmann, mein Vater nimmt zwecks schleichener Leukämie ein neues Medikament. xigduo (5 mg / 850 mg) Er hat einen schlimmen blutigen Ausschlag im Gesicht bekommen, war jetzt im Krankenhaus. Nach 5 Tagen sagten Sie Ihm, es ist nicht so schlimm, er kann die Tabletten weiternehmen, der Ausschlag kommt nur einmal.
    • Guten Tag, Meine Empfehlung wäre, sich auf den Rat der behandelnden Ärzte zu verlassen. Zweifellos ist ein Ausschlag im Gesicht nicht besonders ansehnlich. Wenn die Alternative jedoch ein starkes Fortschreiten der Leukämie wäre, wäre das Medikament mit sicher die bessere Lösung. Mit freundlichen Grüßen Ihr Dr.med. Johannes Müller-Steinmann ärztlicher Leiter – Hautarztzentrum Kiel Lasermedizin, ästhetische Medizin
  5. Ich habe durch das Blutdruckmittel Amlodipin tiefe, knochenharte Falten in der Gesichtshaut bekommen. Die Härte ließ sich durch kosmetische Behandlungen mindern, die Tiefe der Falten bleibt!! Hatte Amlodipin ein dreiviertel Jahr, bis meine Hautärztin feststellte, daß ich dagegen hochgratig allergisch bin.
    • Guten Tag, als erste Handlung muss natürlich das Medikament abgesetzt werden und durch ein anderes ersetzt werden, falls erforderlich. Falten kann man mit verschiedenen minimalinvasiven Verfahren behandeln. Für eine Beratung vereinbaren Sie doch gerne einen Termin. Mit freundlichen Grüßen Ihr Dr.med. Johannes Müller-Steinmann ärztlicher Leiter – Hautarztzentrum Kiel Lasermedizin, ästhetische Medizin
  6. Hallo Nehme canfesartan. Und habe massive Nesselsucht. Kann das von dem Medikament kommen ?
    • Guten Tag, eine Vielzahl von Medikamenten können Hautausschläge verursachen. Es wäre ein Versuch wert ein anderes Medikament zu verwenden. Bitte besprechen Sie das mit Ihrem Hausarzt. Mit freundlichen Grüßen Ihr Dr.med. Johannes Müller-Steinmann ärztlicher Leiter – Hautarztzentrum Kiel Lasermedizin, ästhetische Medizin
  7. Geehrter Herr Doktor, seit dem ich Levetiracetam und Lamotrigin nehme, bilden sich an meinen Oberarmen die rötlichen Hautflächen. Ist das möglich diese Nebenwirkungen los kriegen?
    • Guten Tag, Ob es sich um Nebenwirkungen dieser Medikamente handelt ist aus der Ferne schwer zu entscheiden. Am besten besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob man die Medikamente vorübergehend absetzen kann. Dann kann am besten sehen ob die Flecken daher kommen. Mit freundlichen Grüßen Ihr Dr.med. Johannes Müller-Steinmann ärztlicher Leiter – Hautarztzentrum Kiel Lasermedizin, ästhetische Medizin
  8. Sehr geehrter Herr Doktor Müller-Steinmann, ich bin 42 und habe seit 10 Jahren Herzinsuffizienz. Deshalb muß ich leider lebenslang Candesartan 12,5, Torasemid 10, Metoprolol 23,5 und Procorolan 5 einnehmen. Dadurch habe ich eine sehr trockene und schuppige Haut.

    Ausserdem habe ich seit 5 Jahren eine ekzemartige juckende rote Stelle am Scheinbein, die ich mir manchmal sogar blutig kratze. Die Ärzte sagten das ich damit leben muß und verschrieben mir Kortisonsalben. Was kann ich sonst noch machen? Oder statt der Kortisonsalbe irgendeine andere Alternative? Vielen Dank für die Auskunft Mit freundlichen Grüßen S.

    Akcelik

    • Guten Tag, Die häufigste Ursache eines Unterschenkels Ekzemes, so wie Sie es beschreiben, besteht in trockener Haut. Am besten Creme Sie Ihrer Haut mindestens zweimal täglich mit einer sehr guten Pflegecreme ein. Wir empfehlen hierzu normalerweise die Intensivcreme von Miss Vita Intensivcreme, PZN9723711 aus ihrer Apotheke oder im Internet. Mit freundlichen Grüßen Ihr Dr.med. Johannes Müller-Steinmann ärztlicher Leiter – Hautarztzentrum Kiel Lasermedizin, ästhetische Medizin
  9. Guten Tag Herr Dr. Ich nehme L-Thyroxin 50 ein. Der Hersteller ist 1 a Pharma. Kann dieses Medikament schuld an meinem Hautausschlag sein? Ich habe viele kleine Pickelchen, nur im Gesicht, Hals und Dekolleté. Kann ich auf ein anderes Medikament umstellen?
    • Guten Tag, Die Chance, dass das Medikament L-Thyroxin Hautausschlag verursacht, wäre außergewöhnlich selten. Meines Wissens gibt es dafür keine anderen Medikamente. Am besten besprechen Sie das noch einmal mit Ihrem Hausarzt. Mit freundlichen Grüßen Ihr Dr.med. Johannes Müller-Steinmann ärztlicher Leiter – Hautarztzentrum Kiel Lasermedizin, ästhetische Medizin
  10. Geehrter Herr Doktor, ich nehme eliquis und torasemid. Habe juckende Pickel im Gesicht und Halsbereich. Auch Haarausfall. Können o.g. Medikamente Schuld sein?
    • Guten Tag, In seltenen Fällen können Medikamente an ihren geschilderten Beschwerden schuld sein. Am besten besprechen Sie das mit dem verordnenden Hausarzt. Mit freundlichen Grüßen Ihr Dr.med. Johannes Müller-Steinmann ärztlicher Leiter – Hautarztzentrum Kiel
  11. Hallo, ich nehme das Medikament Spironolacton und bekomme juckende Hautausschläge. Medikament absetzen? Welche Alternative? MfG
    • Guten Tag, Spironolacton ist in einigen Fällen für juckende Hautausschläge verantwortlich. Sie sollten das Medikament nach Rücksprache mit Ihrem Hausarzt absetzen. Später kann man noch einmal einen Behandlungsversuch unternehmen. Alternative Medikamente hängen sehr von Ihrer Grunderkrankung ab.
      • Sehr geehrter Herr Dr. Müller – Steinmann! Zur Behandlung einer Thrombophlebitis im Penisvenenbereich habe ich recht großzügig über mehrere Tage dauerhaft Heparinsalbe 30.000 i.E. aufgetragen. Die Phlebitis und die damit verbundene Schwellung ist sozusagen weg.
        • Guten Tag, Heparinsalben hinterlassen normalerweise keine Hautreizungen. Ihre Beschreibung der Haut klingt eher nach einer Verletzung oder auch einer Geschlechtskrankheit. Am besten stellen sich einmal bei Ihrem Hausarzt oder bei ihrem Hautarzt persönlich vor. Mit freundlichen Grüßen Ihr Dr.med. Johannes Müller-Steinmann ärztlicher Leiter – Hautarztzentrum Kiel Lasermedizin, ästhetische Medizin
  12. Sehr geehrter Dr.Johannes Müller Steinmann, aufgrund einer Akne habe ich mehrere Monate Isotretinoin eingenommen. Nach absetzen des Medikaments treten täglich ca 2-3 mal rote Flecken (stark juckend) mit Quaddeln in meinem Gesicht auf. Könnte dies auf eine Nesselsucht hinweisen? Vorab Herzlichen Dank für Ihre Antwort.
    • Eine Quaddelbildung spricht meistens für eine Nesselsucht/Allergie. Wenn Isotretinoin abgesetzt ist, kann dieses eigentlich nicht die Ursache sein. Am besten lassen Sie sich von einem Hautarzt wegen der Nesselsucht untersuchen. Mit freundlichen Grüßen Ihr Dr.med. Johannes Müller-Steinmann ärztlicher Leiter – Hautarztzentrum Kiel Lasermedizin, ästhetische Medizin
  13. Sehr geehrter Herr Doktor, Koennten neuerlich aufgetretene juckende Warzen Nebenwirkungen von Epilepsie-oder anderen Mitteln sein? Mit freundlichen Gruessen H.Markert
    • Guten Tag, die Behandlung mit Medikamenten gegen Epilepsie löst nach bisherigem Wissen keine Warzen aus. Warzen können vor allem Mittel auslösen, die das Immunsystem beeinträchtigen. Mit freundlichen Grüßen Ihr Dr.med. Johannes Müller-Steinmann ärztlicher Leiter – Hautarztzentrum Kiel Lasermedizin, ästhetische Medizin

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Was hilft gegen Lichen ruber?

Weitere Lokalisationen –

  • Bei Frauen kann auch die Scheide (vulvovaginaler Lichen planus) und bei Männern die Eichel angegriffen werden.
  • Außerdem treten bei 10 % der Betroffenen Nagelveränderungen (Längslinien) auf.
  • Bei Befall der Kopfhaut kann auftreten.

Die Ursache ist in der Regel unbekannt. Wahrscheinlich liegen Autoimmunreaktionen zugrunde. Es gibt zudem ein erhöhtes Vorkommen bei Patient*innen mit Hepatitis C. Vermutlich besteht auch ein Zusammenhang mit, Allergenen und anderen Auslösern wie Tätowiertinte. Lichen ruber, Nagel

  • Die Diagnose wird auf der Grundlage der typischen Veränderungen der Haut und der Schleimhäute gestellt.
  • Evtl. wird eine Gewebeprobe der befallenen Haut oder Schleimhaut untersucht.
  • Bei einem akut aufgetretenen Lichen ruber der Haut genügt es, die Therapie so lange fortzuführen, bis alle Hautveränderungen abgeheilt sind. Das ist meist nach einigen Wochen der Fall.
  • Andere Formen des Lichen ruber, besonders bei Beteiligung der Schleimhäute, erfordern je nach Verlauf eine monate- bis jahrelange Therapie.
  • Wenn Medikamente die Hautveränderungen verursacht haben, sollten diese abgesetzt werden.
  • Starker Juckreiz kann mit antiallergischen Medikamenten (Antihistaminika) gelindert werden.
  • Lichen ruber der Haut wird mit stark wirksamen Kortisonsalben behandelt.
  • Auf Schleimhautveränderungen wird Kortison als Paste oder Lösung aufgetragen.
  • Wenn Genitalien betroffen sind, können auch sog. Calcineurininhibitoren, die das Immunsystem hemmen, angewendet werden.
  • Bei schwerer Erkrankung können Kortisontabletten verschrieben werden.
  • Wenn andere Behandlungen nur schlecht wirken, können Vitamin-A-ähnliche Mittel (sog. Retinoide) oder Medikamente zur Unterdrückung des Immunsystems (z.B. Ciclosporin A) eingesetzt werden.
  • Bei schwerer Erkrankung kann ggf. zusätzlich eine Lichttherapie eingesetzt werden.
  • Dabei werden die betroffenen Stellen mit UV-A-Licht bestrahlt. Evtl. wird vorher Psoralen zur Photosensibilisierung aufgetragen.
  • Verzichten Sie auf Alkohol und,
  • Achten Sie auf eine gute Mundhygiene. Sie können mehrmals täglich eine Mundspülung mit 15 ml Benzydaminlösung 0,15 % oder 15 ml Lidocain 2-%-Lösung anwenden.
  • Tragen Sie 2-mal täglich Aloe-Vera-Gel auf die betroffenen Stellen im Mund auf.
  • Vermeiden Sie Verletzungen der Mundschleimhaut, z.B. durch schlecht sitzende Zahnprothesen.

Die Prognose ist bei einer spontanen Rückbildung der Symptome innerhalb von 8–12 Monaten meistens gut. Manchmal wird die Erkrankung chronisch und kann dann über Jahrzehnte bestehen. Rückfälle sind bei dieser Erkrankung häufig. Ein Befall der Schleimhäute ist oft hartnäckiger.

Martina Bujard, Wissenschaftsjournalistin, Wiesbaden

Dieser Artikel basiert auf dem Fachartikel, Nachfolgend finden Sie die Literaturliste aus diesem Dokument.

  1. Altmeyer P. Lichen Planus. Enzyklopädie Dermatologie. Springer 2016.
  2. Cooper S, Munidasa D. Lichen planus. BMJ Best Practice. Last reviewed: 8 Jan 2023; last updated: 08 Apr 2020.
  3. Schilling L, Vogt T. Lichen ruber planus: Besser verstehen, besser behandeln! Hautarzt 2018; 69:100-8. PMID: 29330580
  4. Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI): ICD-10-GM Version 2023, Stand 16.09.2022.
  5. Bornstein MM, Navarini AA, Schriber M, Baumhoer D. Therapie des symptomatischen oralen Lichen planus mittels intraläsionaler Kortikosteroidinjektionen. Swiss Dent J 2022; 132: 706-7. PMID: 36200758
  6. Deutsche Dermatologische Gesellschaft. UV-Phototherapie und Photochemotherapie. AWMF-Leitlinie Nr.013-029. S1, Stand 2015 (abgelaufen).
  7. Agha-Hosseini F, Sheykhbahaei N, SadrZadeh-Afshar MS. Evaluation of Potential Risk Factors that contribute to Malignant Transformation of Oral Lichen Planus: A Literature Review. J Contemp Dent Pract 2016; 17: 692-701. PMID: 27659090

: Lichen ruber planus (Knötchenflechte) – DEXIMED – Deutsche Experteninformation Medizin

Welche Ernährung bei Knötchenflechte?

Medikamente und Lichttherapie bei Knötchenflechte – Die medikamentöse Therapie des Lichen ruber basiert in der Regel auf dem Einsatz von Glukokortikoiden (Kortison) in Form von beispielsweise:

Injektion in die PapelnSalbenCremesLotionenTabletten

Interessant! Mit Glukokortikoiden werden Hautbeschwerden wie Ausschläge häufig behandelt. Sie wirken antientzündlich und juckreizstillend.8 Des Weiteren werden möglicherweise immunsuppressive Wirkstoffe wie Cyclosporin eingesetzt. Sie unterdrücken bestimmte Aktivitäten des Immunsystems, beispielsweise die Bildung entzündungsfördernder Botenstoffe.

  • Je nach Erkrankungslage kommt auch eine unterstützende Lichttherapie ( Phototherapie ) mit ultraviolettem Licht (UVA-Licht) für die Behandlung in Frage.
  • Eine Kombination der Lichttherapie mit immunsuppressiven Salben ist oftmals erfolgreich (PUVA-Therapie).
  • In erster Linie sollen die Behandlungsanwendungen lokal, also nur auf den erkrankten Hautstellen, erfolgen, mittels Salben, Cremes und Lotionen.

Bei Bedarf kann der Arzt aber auch eine auf den ganzen Körper wirkende (systemische) medikamentöse Therapie mit Tabletten vorschlagen. Die Behandlung der Schleimhäute läuft etwas anders: Im Mund werden Glukokortikoid-Lösungen zum Spülen oder in Form von Haftpasten oder Lutschpastillen verwendet.

saure, heiße, scharfe Speisen und Getränke sowie Nikotin und Alkohol meiden auf sorgfältige Mundhygiene und Zahnpflege achten den richtigen Sitz von Zahnprothesen beim Zahnarzt prüfen lassen

Da Glukokortikoide bei langer Anwendung die Haut dünner werden lassen, verordnen Ärzte im Bereich der Genitalschleimhäute unter Umständen Calcineurin-Hemmer, Dabei handelt es sich um antientzündliche Substanzen, die sich außerdem für eine längere Therapie eignen.

Hinweis : Dieses Arzneimittel ist jedoch nicht für die Behandlung von Lichen ruber zulässig, der Einsatz ist ein sogenannter „ Off-Label-Use ” und liegt im Ermessen des behandelnden Arztes. Patienten müssen im Beratungsgespräch darüber aufgeklärt werden.9 Zur Linderung des Juckreizes helfen entsprechende Medikamente, zum Beispiel Antihistaminika,

Histamin wird bei entzündlichen, allergischen oder toxischen (giftigen) Prozessen im Körper freigesetzt und bewirkt zahlreiche Folgereaktionen. Beispielsweise weiten sich die Blutgefäße durch den Einfluss von Histamin und werden durchlässiger. Dadurch können Abwehrzellen rascher an den Ort des Geschehens gelangen und für eine Heilung sorgen.

Wie diagnostiziert man Lichen ruber?

Symptome und Anzeichen von Lichen planus – Als typische Läsionen treten juckende, violette, polygonale, abgeflachte Papeln und Plaques auf. Initial haben die Läsionen einen Durchmesser von 2–4 mm, einen angulären Rand und glänzen lackartig. Sie sind meist symmetrisch verteilt, treten überwiegend auf den Beugeseiten der Handgelenke und Beine, am Rumpf, auf der Glans penis sowie auf der oralen und vaginalen Schleimhaut auf, können jedoch auch disseminiert vorliegen.

Das Gesicht ist nur selten betroffen. Der Ausbruch kann abrupt oder allmählich erfolgen. Kinder sind nur selten betroffen. Während der akuten Phase treten neue Papeln oft in Bereichen mit geringfügigen Hautverletzungen auf (Koebner-Phänomen), wie z.B. oberflächlichen Kratzern. Im Lauf der Zeit können die Läsionen verschmelzen oder sich verändern, hyperpigmentieren, atrophieren, hyperkeratotisch (Lichen planus hypertrophicus) oder vesikulobullös werden.

Die Läsionen jucken zwar stark, sind aber nur selten aufgekratzt oder verkrustet. Bei Befall der Kopfhaut kann sich eine fleckige, vernarbende Alopezie entwickeln (Lichen planus follicularis). In etwa 50% der Fälle ist die Mundschleimhaut betroffen, orale Läsionen können auch ohne kutane Veränderungen auftreten.

Hauptmerkmal des oralen Lichen ruber planus sind netz- oder spitzenartige, bläulich-weiße, lineare Läsionen (Wickham-Streifen), v.a. auf der Wangenschleimhaut. Daneben sind oft auch die Zungenränder, das Zahnfleisch und die zahnfreien Bereiche betroffen. Es liegt auch eine erosive Form des Lichen Planus vor, bei der Patienten flache, oft schmerzhafte, rezidivierende orale Ulzera bilden, die bei langem Bestehen selten auch entarten können.

Chronische Exazerbationen und Remissionen sind häufig. Die Schleimhäute der Vulva und Vagina sind häufig betroffen. Bei bis zu 50% aller Frauen mit Befunden auf der Mundschleimhaut findet sich nicht diagnostizierter Lichen Planus an der Vulva. Bei Männern ist genitale Mitleidenschaft häufig, vor allem der Glans penis.

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Klinische Untersuchung Biopsie

Obwohl die Diagnose von Flechtenplanus durch das Auftreten der Läsionen suggeriert wird, können ähnliche Läsionen unter anderem durch eine der papulosquamösen Erkrankungen, Lupus erythematosus Systemischer Lupus erythematodes Der systemische Lupus erythematodes ist eine chronische, multisystemische entzündliche Krankheit mit autoimmuner Ätiologie, die bevorzugt bei jungen Frauen auftritt. und sekundäre Syphilis Sekundäre Syphilis Syphilis wird durch die Spirochäte Treponema pallidum verursacht und ist durch 3 aufeinanderfolgende klinische, symptomatische Stadien charakterisiert, die durch Perioden asymptomatischer. Erfahren Sie mehr, entstehen. Orale oder vaginale Lichen Planus kann Leukoplakie Prä-maligne (dysplastische) Veränderungen Wucherungen können überall im Gewebe in und um den Mund entstehen, einschließlich dem Bindegewebe, den Knochen, Muskeln und Nerven. Am häufigsten bilden sich Wucherungen auf den Lippen, den. Erfahren Sie mehr ähneln, und die oralen Läsionen müssen auch von Kandidose Kandidose (Mukokutane) Candidiasis ist eine Infektion der Haut und Schleimhäute mit Candida spp, meist Candida albicans, Die Infektionen können überall auftreten, überwiegend an Hautfalten, den Finger-. Erfahren Sie mehr, Karzinomen Maligne Hauttumoren im Überblick Meist entstehen sie in sonnenexponierten Hautbereichen. Krebserkrankungen der Haut sind die häufigsten Krebserkrankungen überhaupt. Am höchsten ist die Inzidenz bei Menschen, die im Freien arbeiten. Erfahren Sie mehr, aphthösen Ulzera Rezidivierende Stomatitis aphtosa Die rezidivierende Stomatitis aphthosa ist eine verbreitete Störung unklarer Ätiologie, bei der sich immer wieder rundlich-ovale, schmerzhafte Mundschleimhautulzera bilden., Pemphigus, Schleimhaut-(Narben-)Pemphigoid Schleimhautpemphigoid Schleimhautpemphigoide ist die Bezeichnung für eine heterogene Gruppe von seltenen chronischen Autoimmunerkrankungen, die dazu tendieren, zu- und abnehmende bullöse Läsionen, der Schleimhäute. unterschieden werden. Üblicherweise wird eine Biopsie durchgeführt. Wenn Lichen ruber planus diagnostiziert wird, sollte eine Laboruntersuchung auf Leberfunktionsstörungen einschließlich Hepatitis B und C-Infektionen in Betracht gezogen werden. Viele Fälle heilen spontan ab, vermutlich weil das auslösende Agens nicht länger vorhanden ist.

Nach Jahren auftretende Rezidive sind meist Folge einer erneuten Exposition gegenüber dem auslösenden Faktor oder einer Änderung des Auslösemechanismus. Manchmal kommt es nach der Behandlung einer bislang unerkannten Infektion, wie einem Zahnabszess, zur Abheilung. Vulvovaginaler Lichen ruber planus kann chronisch und therapieunempfänglich sein, was eine verminderte Lebensqualität und Narbenbildung an Vagina und Vulva verursacht.

Oral Schleimhautläsionen bestehen in der Regel auf Lebensdauer fort.

Lokale Behandlungen Systemische Therapie Manchmal Lichttherapie

Der asymptomatische Lichen Planus muss nicht behandelt werden. Medikamente, die im Verdacht stehen, Lichen Planus auszulösen, sollten gestoppt werden. Es kann Wochen bis Monate dauern, nachdem das Medikament gestoppt wurde, bis die Läsionen verschwinden.

Die Therapieoptionen wurden nur in wenigen kontrollierten Studien untersucht. Die Optionen unterscheiden sich je nach Lokalisation und Ausprägung der Krankheit. Die meisten Fälle von Lichen Planus auf Rumpf oder Extremitäten kann mit topischen Behandlungen behandelt werden. Bei umschriebener Erkrankung sind meist topische Glucocorticoide die Therapie der Wahl.

Bei dickeren Läsionen an den Extremitäten werden hochpotente Salben oder Cremes verwendet (z.B. Clobetasol, Fluocinonid); für Gesicht, Leiste und Achselhöhlen sind niedrigpotentere Substanzen (z.B. Hydrokortisone; Desonid) geeigneter. Wie immer sollte die Behandlungsdauer wegen der Gefahr einer glucocorticoidbedingten Hautatrophie möglichst kurz sein.

Die Potenz wird durch Anwendung von Polyethylenfolie erhöht. Bei hyperkeratotischen Plaques, Kopfhautläsionen und Läsionen, bei denen andere Therapieoptionen versagen, ist alle 4 Wochen die intraläsionale Gabe von Glucocorticoiden (Triamcinolonacetonidlösung mit physiologischer Kochsalzlösung auf 5–10 mg/ml verdünnt) möglich.

Bei generalisiertem Lichen Planus ist eine topische Therapie ungeeignet, daher werden orale Substanzen oder Phototherapie eingesetzt. In schweren Fällen werden oral Glucocorticoide gegeben (z.B. Prednison einmal täglich 20 mg für 2–6 Wochen mit anschließendem Ausschleichen).

Mit sinkender Dosis kann die Krankheit zwar rezidivieren, trotzdem sollten Glucocorticoide nicht über längere Zeit systemisch angewandt werden. Orale Retinoide (z.B. Acitretin einmal täglich 30 mg für 8 Wochen) sind bei therapierefraktären Fällen indiziert. Die Gabe von Griseofulvin 250 mg 2-mal für 3–6 Monate kann wirksam sein.

Ciclosporin 1,25–2,5 mg/kg p.o.2-mal täglich wird gegeben, wenn Glucocorticoide und Retinoide unwirksam sind. Alternativ zu den oralen Therapieoptionen ist eine Lichttherapie mit Psoralen plus Ultraviolett A (PUVA) oder Schmalband-Ultraviolett B (NBUVB) möglich, v.a.

  • Wenn Erstere unwirksam oder aus medizinischen Gründen kontraindiziert sind.
  • Dapson, Hydroxychloroquin, Azathioprin und topisches Tretinoin sind ebenfalls oft wirksam.
  • Wie bei jeder Erkrankung mit derart vielen Therapieoptionen haben sich bislang noch keine Substanzen als zuverlässig wirksam erwiesen.
  • Apremilast (Inhibitor der Phosphodiesterase 4), der zur Behandlung von Psoriasis verwendet wird, wird derzeit für Frauen mit vulvakem Lichen planus untersucht.

Die Behandlung beim oralen Lichen planus unterscheidet sich ein wenig. Viskoses Lidocain kann helfen, die Symptome von erosiven Geschwüren zu lindern; da entzündete Schleimhäute hohe Mengen aufnehmen können, sollte die Dosis 200 mg (z.B.10 ml einer 2%igen Lösung) oder 4 mg/kg (bei Kindern) 4-mal täglich nicht überschreiten.

  • Zweimal täglich aufgetragene 0,1%ige Tacrolimussalbe kann zur nachhaltigen Remission führen, wobei die Evaluation noch nicht abgeschlossen ist.
  • Andere Therapieoptionen sind topische (auf adhäsiver Basis), intraläsionale und systemische Glucocorticoide.
  • Der erosive orale Lichen Planus kann auf orales Dapson, Hydroxychloroquin oder Ciclosporin ansprechen.

Cyclosporinspülungen können ebenfalls hilfreich sein.

Es wird angenommen, dass es sich bei Lichen planus (LP) um eine Autoimmunerkrankung bei Patienten mit einer genetischen Prädisposition handelt, aber er kann auch durch Medikamente verursacht werden oder mit Erkrankungen wie Hepatitis C zusammenhängen. LP ist ausgezeichnet durch rezidivierende, juckende Papeln, die polygonal, abgeflacht und violett sind und zu Plaques verschmelzen können. Orale und genitale Läsionen können sich bilden, chronisch werden und Morbidität verursachen. Die Diagnose erfolgt anhand des klinischen Erscheinungsbildes und Biopsie, wenn nötig. Die Behandlung lokalisierter LP erfolgt mit topischen oder injizierten Kortikosteroiden. Die Behandlung generalisierter LP erfolgt mit Medikamenten und Phototherapie.

HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für medizinische Fachkreise. LAIEN: AUSGABE FÜR PATIENTEN ANSEHEN Copyright © 2023 Merck & Co., Inc., Rahway, NJ, USA und seine verbundenen Unternehmen. Alle Rechte vorbehalten.

Wie viele Menschen haben Lichen ruber?

Verbreitung – Angaben zur Prävalenz des Lichen planus in der Allgemeinbevölkerung schwanken zwischen unter 1 % und 5 %. Frauen und Männer sind weitgehend gleich häufig betroffen, wobei sich in einigen Studien eine stärkere Häufung bei Frauen zeigte. Der Erkrankungsgipfel liegt im dritten bis zum sechsten Lebensjahrzehnt.

Welche Creme hilft bei Lichen?

Sclero discret erweist sich als optimale Hautpflege für den Intimbereich bei genitalem Lichen Sclerosus der Frau und des Mannes (Pimose). Hinsichtlich einer eventuell hautreizenden Wirkung wurde Sclero discret selbst auf sehr sensibler Haut als unbedenklich eingestuft.

Ist Lichen schlimm?

Gute Behandlungserfolge bei richtiger Therapie – Der Lichen sclerosus kann mit kortikoid-haltigen Salben behandelt werden, welche insbesondere im Genitalbereich den störenden Juckreiz lindern und die Entzündungen abklingen lassen können. Werden diese regelmäßig auf den betroffenen Stellen angewendet, verschwinden beim Großteil der Betroffenen die Beschwerden.

  • Durch eine frühe und konsequente Therapie können langwierige und komplikationsreiche Erkrankungsverläufe vermieden werden.
  • Führt das Auftragen der Kortison-Cremes nicht zum Erfolg, kann der behandelnde Mediziner das Kortison auch direkt in die Haut der betroffenen Gebiete spritzen.
  • Versuchsweise können auch Salben angewendet werden, die das ein Stück weit unterdrücken.

Starke Hautveränderungen können einen operativen Eingriff notwendig machen. Bei einem Teil der Betroffenen sind die therapeutischen Maßnahmen nicht ausreichend wirksam, was chronische, langsam voranschreitende Erkrankungsverläufe zur Folge haben kann.

Langfristige Erkrankungsverläufe können einen erheblichen Leidensdruck bei Betroffen erzeugen, das Sexualleben beeinträchtigen und eine enorme psychische Belastung darstellen. In einigen Fällen hat sich eine Psychotherapie zur Verarbeitung der Erkrankung als effektiv erwiesen. Auch der Austausch mit gleichfalls betroffen Menschen kann ein guter Weg zur Krankheitsbewältigung sein.

Eine Informationsplattform und Anlaufstelle bietet der ursprünglich in der Schweiz ansässige Verein Lichen sclerosus (), der inzwischen europaweit aktiv ist. Grundsätzlich handelt es sich beim Lichen sclerosus um eine gutartige Erkrankung. Betroffene haben jedoch ein erhöhtes Risiko, einen Hautkrebs zu entwickeln.

Prof. Dr. Hans-Georg Schnürch; Lichen sclerosus — unterdiagnostiziert und untertherapiert, Zeitschrift „hautnah dermatologie” (Ausgabe 4/2018), www.springermedizin.de “Lichen sclerosus und Lichen planus der Vulva” (Stand 14.12.2018)

Autor/Autoren: äin-red : Lichen sclerosus – eine chronische Hauterkrankung im Genitalbereich

Wie schnell schreitet Lichen voran?

Wer ist am häufigsten betroffen? – Betroffen sind überwiegend Frauen. Die Erkrankung kann aber auch bei Männern auftreten, häufig als Vorhautverengung, Die Erkrankung kann in jedem Alter auftreten. Die Ursachen der Bindegewebserkrankung sind noch unklar, Schätzungen zu Folge leiden

0,1 Prozent bei Mädchen vor der Pubertät 3 Prozent bei Frauen im Alter über 80 Jahren

an Lichen sclerosus. Die Erkrankung schreitet langsam voran, Häufig sind auch andere entzündliche Erkrankungen wie Psoriasis, entzündliche Darmerkrankungen und Schilddrüsenerkrankungen,

Welcher Arzt behandelt Lichen ruber im Mund?

Die Erstdiagnose des Lichen planus erfolgt meist beim Zahnarzt. – Erkrankungen der Mundschleimhaut sind vielfältig und nehmen mit steigendem Alter der Patienten zu. Relativ häufig tritt der Lichen planus auf, eine Autoimmunerkrankung, deren Erstdiagnose meist aufgrund von Effloreszenzen an der Mundschleimhaut beim Zahnarzt erfolgt. Lesen Sie im Folgenden ein Fallbeispiel mit Tipps zur Diagnose und Therapiemöglichkeiten. Zur Abklärung einer plötzlich aufgetretenen Rötung ihres Zahnfleisches stellte sich eine 47-jährige Patientin bei ihrem Hauszahnarzt vor, der eine plaqueinduzierte Gingivitis vermutete. Weil sich das klinische Erscheinungsbild durch diverse Therapieansätze (professionelle Zahnreinigung, antimikrobielle Therapie mit Spüllösungen, lokale/systemische Antibiose u.a.) nach anderthalb Jahren nicht wesentlich veränderte, wurde die Patientin an die Poliklinik für Parodontologie des Universitätsklinikums Münster überwiesen. Eine Auffälligkeit der allgemeinen Anamnese bestand neben einer medikamentös eingestellten Hypertonie und Hashimoto-Thyreoditis in einer Doxycyclin- und Kortisonunverträglichkeit. Bei der Inspektion ihrer Mundhöhle imponierte die keratinisierte Gingiva generalisiert erythematös und atrophisch. Nach detaillierterer Begutachtung zeigten sich außerdem feine weiße retikuläre Effloreszenzen im Bereich der Gingiva und in der Umschlagfalte 23, 36 und 47. Die Patientin wies ein konservierend-prothetisch suffizient versorgtes Gebiss bei guter Mundhygiene auf (PI < 20%). Die Erhebung des PSI ergab Taschensondierungstiefen bis 3,5 mm und lokalisierter BAS. Eine gezielte Evaluation subjektiver Parameter zeigte, dass während des oben genannten Zeitraumes die Aufnahme bestimmter Nahrungsmittel ein Mundschleimhautbrennen provozierte. Allgemeinanamnestisch berichtete sie außerdem von seit zwei Jahren rezidiverendem Juckreiz im Genitalbereich, der sich bis dato von gynäkologischer Seite ebenfalls therapieresistent erwies. Ihre Nagelfalze erschienen spröde und narbig verändert. Resultierend aus dem klinischen Erscheinungsbild und unter Berücksichtigung der Anamnese ergab sich die Verdachtsdiagnose Lichen planus. Zur Diagnosesicherung wurde unter Lokalanästhesie eine Biopsie aus der Läsion Regio 35 mit ausreichendem Abstand zum Margo gingivae genommen. Die histologische und immunfloureszenzmikroskopische Untersuchung an der Poliklinik für Dermatologie des UKMs bestätigte die klinische Verdachtsdiagnose. Aufgrund der Kortisonunverträglichkeit wurde die medikamentöse Therapie mit Tacrolismus-Salbe 0,1% (Protopic®) eingeleitet: Die Applikation auf die oralen Läsionen erfolgte in den ersten sechs Monaten zweimal täglich und wurde dann in den folgenden sechs Monaten auf einmal täglich reduziert. Die Therapie des Genitalbereichs wurde durch den betreuenden Gynäkologen durchgeführt. Ein Jahr nach der Erstdiagnose wurde die Tacrolismus-Salbe abgesetzt und die Patientin ist subjektiv beschwerdefrei, was im Einklang mit dem klinischen Erscheinungsbild steht (s. Abb.1),

Was löst einen Lichen sclerosus Schub aus?

Die Entstehung des Lichen sclerosus kann durch Traumata ausgelöst werden. Der Lichen sclerosus findet sich gehäuft bei Patientinnen mit niedriger Östrogenproduktion, so dass ein schützender Effekt von Östrogen angenommen wird. Eine lokale oder systemische Hormontherapie ist jedoch erfolglos.

Was begünstigt Lichen sclerosus?

Lichen sclerosus: Ursachen und Risikofaktoren – Die genaue Ursache des Lichen sclerosus ist bis heute unklar. Experten diskutieren verschiedene Theorien, die von genetischer Veranlagung über mögliche Infektionen bis hin zu einem hormonellen Ungleichgewicht reichen.

  • Eine dieser Theorien ist jedoch ausreichend belegt.
  • Fest steht, dass bei Patienten mit Lichen sclerosus der Hautaufbau langfristig verändert ist und an Narbengewebe erinnert, weil die Zellen, die für die Produktion von Binde- und Narbengewebe zuständig sind (Fibroblasten), übermäßig aktiv sind.
  • Auch die Verteilung der kleinen Haargefäße ( Kapillaren ) und die Menge an Hyaluronsäure, einem wichtigen Bestandteil des Bindegewebes, ist in den krankhaft veränderten Hautpartien gestört.

Unterstützt wird die Theorie des hormonellen Einflusses durch den Umstand, dass Frauen, die vor der Menopause die Pille nehmen, ein erhöhtes Risiko für Lichen sclerosus haben. Andere Wissenschaftler halten Lichen sclerosus für eine Autoimmunerkrankung – also eine Störung der körpereigenen Immunabwehr.

Welche Lebensmittel bei Lichen?

Der Alltag mit Lichen sclerosus (LS) Chronische Erkrankungen wie der Lichen sclerosus beeinflussen Betroffene sehr stark. Dies gilt nicht nur für die akuten Schübe, die die Erkrankung mit sich bringt, sondern trifft auch auf den Alltag zu. Die physiologischen Symptome wie Jucken und Brennen der Intimzone wirken sich sehr häufig auch auf die Psyche betroffener Frauen aus.

  1. Doch Patientinnen sollten sich mit ihrem Leidensdruck nicht verstecken.
  2. Eine offene Kommunikation sowie bestimmte Verhaltensweisen und Achtsamkeit im Alltag können eine positive Einstellung und damit auch ein gutes Körpergefühl begünstigen.
  3. Diagnose und offene Kommunikation Leider zählt der Lichen sclerosus zu den Krankheiten, die Ärzte nicht immer auf Anhieb erkennen oder gar mit anderen Erkrankungen verwechseln.

Zudem scheuen sich viele Frauen, über Symptome wie ein ständiges Jucken der Scheide zu sprechen – selbst mit der Gynäkologin beziehungsweise dem Gynäkologen. Die Scham besteht häufig deshalb, weil Juckreiz an der Vulva mit einer schlechten Hygiene in Verbindung gebracht wird.

  1. Diese Bedenken bestehen jedoch häufig zu Unrecht, denn es gibt viele Erkrankungen mit derartigen Symptomen, die keinesfalls damit zusammenhängen, dass sich Patientinnen nicht richtig waschen würden.
  2. Wie bei alles Krankheiten gilt jedoch, dass der Krankheitsverlauf in der Regel besser ist, wenn die Diagnose früh gestellt wird.

Vor allem bei einer chronisch-entzündlichen Erkrankung wie dem Lichen sclerosus kann durch eine frühe Erkennung gut vorgebeugt werden. Eine offene Kommunikation mit dem Arzt oder der Ärztin ist deshalb nicht nur beim Verdacht auf LS besonders wichtig.

  1. Eine geeignete Therapie finden Wichtig ist der Entwurf einer geeigneten Therapie zusammen mit dem behandelnden Arzt.
  2. Häufig kommen beispielsweise Kortison und Immunsuppressiva zum Einsatz.
  3. In fortgeschrittenen Stadien kann auch eine Operation nötig sein, um stark beschädigtes Gewebe zu entfernen.
  4. Die genaue Therapie kann jedoch stets nur im individuellen Fall der Patientin festgelegt werden.

Eine langfristige Option zur Behandlung bietet beim Lichen sclerosus zusätzlich die, Ohne OP werden durch eine spezielle Sonde Impulse in das Gewebe der Vagina abgegeben. Dies führt dazu, dass die Versorgung mit Feuchtigkeit verbessert wird. Dies wiederum lindert Symptome wie Juckreiz und Brennen.

  • Häufig verspüren Patientinnen schon nach der ersten Behandlung eine Besserung der Symptome.
  • Die schonende Behandlung kann in regelmäßigen Abständen wiederholt werden, um die positiven Effekte aufrechtzuerhalten.
  • Da das Leben mit Lichen sclerosus für viele Betroffene nicht leicht ist, sollten Patientinnen auch auf ihre mentale Gesundheit Acht geben.

Eine positive Einstellung wirkt sich stets auf die gesamte Gesundheit aus, kann aber manchmal nur schwer durch eigene Kraft aufrechterhalten werden. Es ist deshalb häufig sinnvoll, sich von einem Psychotherapeuten unterstützend begleiten zu lassen. Tipps für die Intimhygiene Hygiene spielt für Patientinnen mit Lichen sclerosus eine wichtige Rolle.

Denn zum einen verspüren viele Betroffene das Bedürfnis, sich sehr regelmäßig zu waschen. Auf der anderen Seite ist eine intensive Hygiene jedoch auch mit Schmerzen verbunden und nicht immer förderlich. Den Intimbereich einmal täglich mit lauwarmem Wasser zu waschen, reicht völlig aus. Zudem sollten Patientinnen unbedingt auf parfümierte Duschgels verzichten.

Am besten lässt sich trockene Haut im Intimbereich mit natürlichen Fetten wie etwa Ringelblumensalbe behandeln. Das Sexualleben mit Lichen sclerosus Auch das Sexualleben von Betroffenen ist manchmal eingeschränkt. Dies kann sowohl mit dem Schamgefühl wegen der Erkrankung zusammenhängen als auch mit möglichen Schmerzen beim Sex.

Auch hier ist eine offene Kommunikation sehr hilfreich. Nur wenn Frauen den Lebenspartner in diese Komplikationen mit einbeziehen, lassen sich auch zusammen Wege finden, um weder einander noch das gemeinsame Sexualleben zu vernachlässigen. Dies verhindert, dass die Partnerschaft unter möglichen Einschränkungen leidet.

Starkes Immunsystem dank richtiger Ernährung Zu einer positiven Einstellung trotz einer chronischen Erkrankung kann auch die Ernährung sowie ausreichend Bewegung an der frischen Luft beitragen. Bei Autoimmunerkrankungen wie dem Lichen sclerosus spielt die Ernährung ohnehin eine besondere Rolle.

  1. Denn mit den richtigen Lebensmitteln lässt sich das Immunsystem stärken.
  2. Dazu eignen sich am besten viel frisches Obst und Gemüse wie Ananas, Apfel, Möhren, Zucchini und Zitrusfrüchte.
  3. Zudem sollten Betroffene auch gute Fette zu sich nehmen.
  4. Nüsse als Snack oder kaltgepresstes Olivenöl zum Salat sind gesundheitsfördernd.

Frisches Kochen, Smoothies und Rohkost unterstützen so bestens die Immunabwehr und bieten zudem noch viele weitere Vorteile für die körperliche und geistige Gesundheit. : Der Alltag mit Lichen sclerosus (LS)

Welche Vitamine bei der Krankheit Lichen sclerosus?

Geburtshilfe Frauenheilkd 2013; 73 – P68 DOI: 10.1055/s-0033-1347840 B Eberz 1, S Regauer 1, B Obermayer-Pietsch 1 Fragestellung: Der Lichen sclerosus (LS) ist eine gutartige, progressiv meist in Schüben verlaufende T-Lymphocytenmediierte Hauterkrankung unklarer Ätiologie. Er wird heute als eine multifaktorielle Erkrankung im Sinne einer Immundysregulation verstanden, die durch genetische, hormonelle und auch infektiöse Faktoren ausgelöst werden und beide Geschlechter sowie alle Altersgruppen betreffen kann. Eine erhöhte Komorbidität mit systemischen Autoimmunerkrankungen, wie Hashimoto-Thyreoiditis, Autoimmungastritis, Lupus erythematodes, Alopecia areata und Sclerodermie ist beschrieben. Der Lichen planus (LP) ist ebenfalls eine chronisch rezidivierende, ätiologisch nicht sicher geklärte Hauterkrankung mit einem T-Zell-dominanten Entzündungsinfiltrat, wobei eine genetische Prädisposition eine wesentliche Rolle zu spielen scheint. Auch hier können Männer und Frauen aller Altersgruppen mit einer Präferenz ab der 5. Lebensdekade betroffen sein. Zahlreiche Fallberichte beschreiben auch bei LP häufige Assoziationen mit systemischen Autoimmunerkrankungen (AID). In Österreich leiden in Abhängigkeit von der Jahreszeit speziell in den Wintermonaten erhebliche Teile einer nicht institutionalisierten Normalpopulation an einer Vitamin-D-Mangelversorgung. Ein Vitamin D-Mangel wird heute nicht nur als Risikofaktor für die Entwicklung von muskoloskelettalen Erkrankungen, sondern auch von AID wie z.B. Diabetes mellitus Typ I oder multiple Sclerose gesehen. Es existieren bisher keine Untersuchungen über Vitamin-D-Spiegel in LS- und LP-Patientinnen. Methodik: Wir bestimmten in insgesamt 311 Patientinnen, davon 230 mit LS und 81 mit LP mit jeweils bioptisch gesicherter Diagnose einen Serumspiegel des 25-OH Vitamin D. Gleichzeitig schätzten die Frauen ihre aktuelle anogenitale Beschwerdestärke in Form einer 10-teiligen visuellen Analogskala ein (VAS Score 0 – 10). Patientinnen mit nachgewiesenem Vitamin-D-Mangel erhielten eine orale Vitamin-D-Substitution mit dem Ziel, einen Normalwert zwischen 30 – 60 ng/ml zu erreichen. In einer Kontrollvisite nach 6 Monaten wurden Vitamin-D-Werte sowie VAS-Scores reevaluiert. Die Lokaltherapieregimes wurden wie bisher weitergeführt. Ergebnisse: Bei 149/230 LS-Patientinnen (65%) und 57/81 (59%) LP-Patientinnen lagen die 25-OH-Vitamin-D-Spiegel bei der 1. Visite unter 30 ng/ml, davon gaben 91/149 Frauen mit LS und 28/57 Frauen mit LP Beschwerden von VAS-Scores zwischen 1 und 8 an. Bei der Kontrollvisite zeigten 68/91 LS-Patientinnen eine Beschwerdebesserung von durchschnittlich 3 bzw. maximal 8 VAS-Punkten, wobei hier bei 58/68 Frauen die Vitamin-D-Level nun ≥30 ng/ml, bei 4/68 < 30 ng/ml, aber im Vergleich angestiegen und nur in 6/68 unverändert gemessen wurden. Bei den 28 LP-Patientinnen mit Symptomen gaben 16 eine Verbesserung von ebenfalls durchschnittlich 3 und maximal 8 VAS-Punkten an, wobei 11/16 gebesserten Patientinnen Vitamin-D-Normalwerte ≥30 ng/ml, die restlichen 5/16 zumindest einen Anstieg im Vergleich zum Ausgangswert aufwiesen. Schlussfolgerung: In 311 LS/LP-Patientinnen fanden wir eine deutliche Assoziation zwischen der Höhe des 25-OH-Vitamin-D-Spiegels und der Stärke von lokalen Beschwerden, wobei die betroffenen Frauen unabhängig von lokalen Therapiemaßnahmen durch orale Vitamin-D-Substitution einen zusätzlichen Benefit erfuhren. Wir empfehlen daher, auch in Anbetracht der hohen Anzahl von Patientinnen mit primär erniedrigten Vitamin-D-Leveln eine Bestimmung von 25-OH-Vitamin-D in Patientinnen mit LS und LP und eine Substitution bei Bedarf. Weitere Studien zur Bestätigung unserer Ergebnisse wären wünschenswert.