Welche Krankheiten Verursachen Gewichtsverlust?

Welche Krankheiten Verursachen Gewichtsverlust
Erkrankungen mit Gewichtsverlust – Häufig sind Hormonstörungen der Auslöser für Gewichtsverlust,Ursprünge der Hormonstörung können Erkrankungen der Niere, der Schilddrüse, der Bauchspeicheldrüse sowie psychische Erkrankungen sein. Tumore können Hormone produzieren oder die natürliche Hormonproduktion hemmen und auf diesem Weg Gewichtsverlust herbeiführen.

  1. Auch nicht hormonproduzierende Tumore gehen oft mit Gewichtsverlust einher, da sie viel Energie konsumieren.
  2. Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) Bei einer Überfunktion der Schilddrüse produziert diese zu viele Schilddrüsenhormone.
  3. Diese haben diverse Effekte auf verschiedenste Körperfunktionen, unter anderem wirken sie anregend auf den Stoffwechsel.

PatientInnen bemerken oft einen beschleunigten Puls als Herzklopfen, Hitzewallungen und Zittern durch erhöhte Muskelspannung. Starker Gewichtsverlust trotz normaler Ernährung sind die Folge der hormonellen Effekte der Schilddrüsenhormone. Nebennierenrinden-Insuffizienz Die Nebenniere produziert das Stresshormon Cortisol,

Bei einer Nebennierenrinden-Insuffizienz ist die Cortisolproduktion zu gering bzw. fehlt vollständig. Die primäre Form mit dem Defekt direkt in der Nebenniere wird als Morbus Addison bezeichnet. Der sekundären Form liegt eine Störung der Hormonachse zwischen Gehirn und Nebenniere zugrunde. Die geringen Cortisolspiegel führen neben anderen Symptomen zum Gewichtsverlust.

Bei Diabetes mellitus Typ 1 besteht ein absoluter Insulinmangel, beim Typ 2 sind die Zellen des Körpers zunehmend resistent gegen Insulin. Insulin ist der Schlüssel zur Zelle, mit dessen Hilfe Glukose in die Zelle gelangt. Fehlt Insulin, kann nicht ausreichend Energie aufgenommen werden, da der Zucker im Blut verbleibt und zum großen Teil ausgeschieden wird.

  1. Insbesondere bei Typ 1 kommt es zum Gewichtsverlust.
  2. Da der Typ 2 Diabetes auch auf Fehlernährung zurückzuführen ist und die Insulinresistenz über einen langen Zeitraum zunimmt, kommt es bei dieser Form seltener zu Gewichtsverlust.
  3. Gewichtsverlust und Krebs treten nicht selten gemeinsam auf.
  4. Einige Tumore produzieren stoffwechselaktivierende Hormone.

Dazu zählen einige Hirntumore, Schilddrüsenkarzinome oder Katecholamin-produzierende Tumore (Phäochromozytome). Tumore, die die natürliche Produktion stoffwechselaktiver Hormone wie Cortisol durch verdrängendes Wachstum hemmen, können auf diesem Weg Gewichtsverlust verursachen.

  1. Beispiele sind Tumore der Niere oder Hypophysenadenome.
  2. Auch PatientInnen mit nicht hormonaktiven Krebserkrankungen leiden häufig unter Gewichtsverlust, der sogenannten Tumorkachexie.
  3. Ursache ist der hohe Energieverbrauch des Tumors, der mit Fett- und Muskelabbau einhergeht.
  4. Ein Gewichtsverlust von über 10 Prozent des Ausgangsgewichtes innerhalb von 6 Monaten gilt als bedenklich und zählt neben nächtlichem Schwitzen und Fieber zur B-Symptomatik.

Diese drei Symptome treten besonders häufig bei Lymphdrüsenkrebs auf. Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes gehen häufig mit Erbrechen und/oder Durchfall und infolgedessen mit Gewichtsabnahme einher. Bei Anhalten dieser Symptome gehen viele Nährstoffe verloren oder können durch Reizung der Darmschleimhaut nicht aufgenommen werden.

Beispiele für solche Erkrankungen sind Geschwüre im Magen oder Dünndarm, Reizmagen und -darm, Darmentzündungen, Darmkrebs sowie Zwerchfellbruch. Starker Gewichtsverlust in kurzer Zeit kann durch massiven Flüssigkeitsverlust und eingeschränkte Nahrungsaufnahme bei Magen-Darm-Infekten verursacht werden.

Auch ein Reizdarm führt zu Gewichtsverlust durch häufigen Durchfall. Sowohl bakterielle, virale, parasitäre als auch pilzbedingte Infektionen können Gewichtsverlust verursachen. Insbesondere fieberhafte Infekte vermindern den Appetit. Dieser Effekt erklärt auch einen Gewichtsverlust bei Corona-Infektion oder Grippe,

  1. Viele chronische Infektionen wie Tuberkulose oder HIV gehen durch den erhöhten Energieumsatz und verminderten Appetit ebenfalls mit Gewichtsverlust einher.
  2. Psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen können mit Appetitminderung und starkem Antriebsmangel einhergehen.
  3. PatientInnen leiden unter Umständen unter starkem Gewichtsverlust trotz guter Blutwerte.

Gewichtsverlust durch Stress und Angst sollte bei der Ursachensuche stets bedacht werden. Eine weitere psychische Ursache für Gewichtsverlust sind Essstörungen wie Anorexia nervosa oder Bulimie. Abhängigkeit von Drogen, Alkohol, Nikotin oder anderen Substanzen kann zu Gewichtsabnahme führen.

  • PatientInnen mit Alkoholismus leiden häufig unter Verdauungsstörungen und Mangel bzw.
  • Gestörter Aufnahme von Nährstoffen im Darm.
  • Nikotinkonsum vermindert zeitweise den Appetit.
  • Verschiedene Drogen wie Kokain, Amphetamine und Abkömmlinge von Amphetaminen nehmen Einfluss auf Botenstoffe im Gehirn und hemmen auf diesem Weg den Appetit.

Außerdem verursachen sie körperliche Unruhe, dadurch wird der Energieumsatz gesteigert.

Bei welcher Krankheit verliert man viel Gewicht?

Infektionen – Bei akuten und chronischen Infektionen ist der Appetit oft vermindert. Hinzu kommen oft Symptome wie Abgeschlagenheit und Leistungsschwäche. Manchmal sind diese Symptome die ersten Anzeichen dafür, dass im Körper etwas nicht stimmt. Infektionskrankheiten, die mit besonders starker Gewichtsabnahme einhergehen, sind zum Beispiel und,

Welche Krankheiten Verursachen Gewichtsverlust Starker Gewichtsverlust, heimliches Erbrechen – eine Essstörung löst bei den Angehörigen Ängste und Verunsicherung aus. Wie gehe ich mit einem Erkrankten um? Was kann ich tun, um ihm zu helfen? Die wichtigsten Strategien für das Leben mit Bulimie und Magersucht. Welche Krankheiten Verursachen Gewichtsverlust Essstörungen sind eine heimliche Erkrankung. Die Betroffenen schämen sich und versuchen alles, um ihren Zustand zu verbergen. Aus Furcht, zum Essen gezwungen oder am Erbrechen gehindert zu werden, schwindeln sie. Das ist kein Zeichen eines schlechten Charakters, sondern Teil der Krankheit. Welche Krankheiten Verursachen Gewichtsverlust Wenn Kinder, Partner oder Freunde an einer Essstörung erkranken, machen sich die Angehörigen große Sorgen und sind verunsichert. Sprechen Sie trotzdem an, was Sie beobachten, drücken Sie Ihre Ängste aus und bieten Sie Hilfe an – zum Beispiel bei der Suche nach einem Therapeuten. Welche Krankheiten Verursachen Gewichtsverlust Die Bitte „Iss doch einfach etwas” scheint leicht zu erfüllen – ist es aber nicht. Anorektische Menschen haben große Angst, die Kontrolle über ihr Essverhalten zu verlieren, sobald sie anfangen, wieder mehr zu essen. Ein weiterer Grund: Über die Essstörung äußert sich ein tiefer liegendes seelisches Problem. Einfach wieder essen, löst es nicht. Welche Krankheiten Verursachen Gewichtsverlust Früher wurden für das Auftreten einer Essstörung häufig die Eltern, insbesondere die Mutter, verantwortlich gemacht. Doch so einfach ist die Sache nicht. Die Auslöser können ganz unterschiedlich sein. Und immer kommen mehrere Faktoren zusammen. Vermeiden Sie darum Schuldzuweisungen. Welche Krankheiten Verursachen Gewichtsverlust Diskutieren Sie Essstörung nicht während des Essens – das birgt zu großes Konfliktpotenzial. In einer anderen Situation gelingt ein solches heikles Gespräch besser. Welche Krankheiten Verursachen Gewichtsverlust Menschen mit einer Essstörung sind mehr als ihre Erkrankung – und möchten auch in ihren gesunden Anteilen wahrgenommen werden. Auch wenn es schwerfällt – das Problem sollte nicht immer im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen. Unternehmen Sie gemeinsam etwas, und sprechen Sie auch Positives an – das stärkt das Selbstbewusstsein und hilft so, der Krankheit die Stirn zu bieten. Zuzusehen, wie ein geliebter Mensch dahinschwindet, ist sehr schmerzlich. Suchen sie sich als angehöriger Unterstützung – in einer Selbsthilfegruppe oder im Rahmen einer Kurzzeittherapie. Sein Essverhalten zu normalisieren, ist beängstigend für die Patienten, verlangt viel Kraft, Mut und Motivation. Der Entschluss, Hilfe zu holen, kann daher nur vom Patienten ausgehen. Sie können ihn dazu ermutigen und Hilfe anbieten – unter Druck zu setzen bringt aber wenig. Essstörungen sind ernste Erkrankungen, und die Genesung ist ein langwieriger Prozess mit Fort-, aber auch mit Rückschritten. Auch nach einem Klinikaufenthalt ist eine längere therapeutische Betreuung notwendig. Aber die gute Nachricht ist – die Anstrengung lohnt sich.

Was kann hinter einer Gewichtsabnahme stecken?

Stark abgenommen, obwohl du gar keine Diät machst? Das könnte der ernste Grund sein

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Wer ohne Diät binnen eines halben Jahres mehr als zehn Prozent seines Gewichts verliert, sollte sich an seinen Hausarzt wenden. Denn in einem Drittel der Fälle steckt hinter der Gewichtsabnahme eine Erkrankung des Verdauungstraktes, wie beispielsweise eine Unverträglichkeit oder eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung.

Sie machen keine Diät und nehmen trotzdem stark ab? Dann sollten Sie sich an einen Hausarzt oder Gastroenterologen wenden, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS). Denn in einem Drittel aller Fälle gehe die Gewichtsabnahme mit, wie beispielsweise einer Infektion, einer Unverträglichkeit oder einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung einher.

Auch zur Vorbeugung von Mangelerscheinungen sei eine Abklärung wichtig, betonen die Experten der Fachgesellschaft.

Was bedeutet schneller Gewichtsverlust?

Quellen zum Thema Wenn eine Person, die keine Diät macht und nicht anderweitig versucht abzunehmen, dennoch Gewicht verliert, wird dies als unfreiwilliger Gewichtsverlust bezeichnet. Da das Körpergewicht bei jeder Person im Verlauf der Zeit leicht schwankt (wie etwa bei einer Krankheit), gibt dies aus medizinischer Sicht nur Anlass zur Sorge, wenn die Betroffenen zwischen vier oder fünf Kilogramm oder, bei kleineren Personen, circa 5 Prozent ihres Körpergewichts verlieren.

Ein derartiger Gewichtsverlust kann ein Zeichen einer schweren emotionalen oder psychischen Störung sein. Neben dem Gewichtsverlust können aufgrund der zugrunde liegenden Krankheit auch andere Symptome wie Appetitverlust, Fieber, Schmerzen oder Nachtschweiß auftreten. Am häufigsten verlieren Menschen an Gewicht, wenn sie weniger Kalorien zu sich nehmen, als ihr Körper braucht.

Dies kann daran liegen, dass sie keinen Appetit oder eine Krankheit haben, die den Verdauungstrakt daran hindert, Nährstoffe zu absorbieren (diese Krankheit wird als Malabsorption Malabsorption oder Resorptionsstörung bezeichnet). Seltener leiden die Betroffenen an einer Störung, aufgrund derer sie mehr Kalorien verbrennen (z.B.

Eine überaktive Schilddrüse). Mitunter sind beide Prozesse beteiligt. Beispielsweise haben Krebspatienten weniger Appetit, aber gleichzeitig einen erhöhten Kalorienverbrauch, sodass sie sehr schnell Gewicht verlieren. Fast jede Langzeiterkrankung führt bei dem entsprechenden Schweregrad zu einem Gewichtsverlust (wie etwa schwere Herzinsuffizienz oder Emphysem).

Allerdings wurden diese Erkrankungen zum Zeitpunkt des Gewichtsverlustes meist bereits diagnostiziert. In diesem Abschnitt wird Gewichtsverlust als erstes Anzeichen einer Krankheit behandelt. Die Ursachen lassen sich in zwei Gruppen unterteilen: jene, die zur Appetitsteigerung, und jene, die zu Appetitlosigkeit führen.

Bei gesteigertem Appetit sind die am häufigsten nicht erkannten Ursachen des unfreiwilligen Gewichtsverlustes: Bei vermindertem Appetit sind die am häufigsten nicht erkannten Ursachen des unfreiwilligen Gewichtsverlustes: Die folgenden Angaben können Personen mit unfreiwilligem Gewichtsverlust bei der Entscheidung behilflich sein, wann eine ärztliche Untersuchung nötig ist, und liefern Gewissheit darüber, was bei einer solchen Beurteilung durch den Arzt zu erwarten ist.

Da viele Erkrankungen zu einem unfreiwilligen Gewichtsverlust führen können, müssen die Ärzte im Allgemeinen eine gründliche Untersuchung durchführen. Bei Personen mit unfreiwilligem Gewichtsverlust geben gewisse Symptome und Merkmale Anlass zur Besorgnis.

Fieber und Nachtschweiß Knochenschmerzen Kurzatmigkeit, Husten und Bluthusten Übermäßiger Durst und verstärktes Harnlassen Kopfschmerzen, Kieferschmerzen beim Kauen und/oder Sehstörungen (z.B. Doppeltsehen, verschwommenes Sehen oder blinde Flecken) bei einer Person, die älter als 50 Jahre alt ist

Personen mit Warnzeichen sollten unverzüglich einen Arzt aufsuchen. Personen ohne Warnzeichen sollten, wenn es möglich ist, einen Arzt aufsuchen. Typischerweise ist ein Zeitraum von einer Woche bis zur Untersuchung nicht mit weiteren Problemen verbunden. Zunächst fragt der Arzt, wie viel Gewicht eine Person verloren hat und in welchem Zeitraum. Weitere mögliche ärztliche Fragen

Veränderungen der Kleidergröße, des Appetits und der Nahrungsaufnahme? Hat die Person Schwierigkeiten beim Schlucken? Hat sich der Stuhlgang (Stuhlgewohnheiten) verändert? Welche anderen Symptome bestehen, z.B. Erschöpfung, Unwohlsein, Fieber und Nachtschweiß? Besteht eine Vorgeschichte einer Krankheit, die Gewichtsverlust verursacht? Welche Medikamente, einschließlich verschreibungspflichtiger oder rezeptfreier Medikamente, Freizeitdrogen und pflanzliche Produkte nimmt die Person? Gibt es Veränderungen in der Lebenssituation der Person (z.B. Verlust einer geliebten Person, Verlust der Unabhängigkeit oder der Arbeit, Verlust einer gemeinsamen Mahlzeitenroutine)?

Während der körperlichen Untersuchung prüft der Arzt die Vitalzeichen auf Fieber, Herzrasen, schnelle Atemfrequenz und niedrigen Blutdruck. Die allgemeine körperliche Untersuchung ist sehr gründlich, da viele Erkrankungen einen unfreiwilligen Gewichtsverlust zur Folge haben können. Bei der Hälfte aller Patienten weisen die Symptome und der ärztliche Befund nach der körperlichen Untersuchung auf die Ursache des Gewichtsverlustes hin. Dies gilt auch für viele Patienten, bei denen schließlich Krebs diagnostiziert wird. Daher werden häufig Voruntersuchungen zu verbreiteten Krebsarten (z.B.

  1. Oloskopie bei Darmkrebs oder Mammographie bei Brustkrebs) durchgeführt.
  2. Abhängig vom Krankheitsverdacht werden weitere Tests vorgenommen.
  3. Wenn die Vorgeschichte und körperliche Untersuchung auf keine spezifischen Ursachen hinweisen, führen einige Ärzte eine Serie von Tests (Röntgen, Bluttest oder Harnanalyse) durch, um eine Ursache einzugrenzen.

Bei Bedarf folgen auf diese Tests weitere spezifischere Untersuchungen. Sollten sämtliche Testergebnisse normal sein, untersucht der Arzt den Patienten innerhalb einiger Monate noch einmal, um festzustellen, ob neue Symptome oder Befunde aufgetreten sind.

  • Die zugrundeliegende Erkrankung, die einen unfreiwilligen Gewichtsverlust verursacht, wird behandelt.
  • Um den Betroffenen zu helfen, mehr zu essen, versuchen Ärzte häufig, auf das Verhalten einzuwirken.
  • Hierzu zählen die Ermunterung, mehr zu essen, Hilfestellungen beim Essen, das Zubereiten von Lieblingsgerichten oder stark gewürzten Speisen und das Anrichten sehr kleiner Portionen.

Wenn solche auf das Essverhalten ausgerichteten Maßnahmen nicht greifen, können nährstoffreiche Nahrungsergänzungsmittel ausprobiert werden. Eine Ernährung über einen Schlauch (Sonde), der in den Magen eingeführt wird, ist das letzte Mittel und ist nur unter gewissen spezifischen Umständen sinnvoll.

Beispielsweise ist eine Sondenernährung nur sinnvoll, wenn eine Person an einer Krankheit leidet, die letztlich geheilt werden kann oder abklingen wird. Im Gegensatz dazu ist der Sinn einer Sondenernährung eventuell fraglich, wenn eine Person aufgrund einer schweren Alzheimer-Erkrankung aufgehört hat zu essen.

Das Auftreten eines unfreiwilligen Gewichtsverlustes steigt mit dem Alter und betrifft häufig bis zu 50 Prozent der Bewohner von Pflegeheimen. Unfreiwilliger Gewichtsverlust tritt mit größerer Wahrscheinlichkeit bei älteren Personen auf, da diese häufiger an Krankheiten leiden, die zu Gewichtsverlust führen.

Verminderte Sensibilität für bestimmte appetitanregende Vermittler und eine erhöhte Sensibilität für bestimmte appetithemmende Vermittler Eine verzögerte Magenentleerung (verlängertes Gefühl des Sattseins) Verminderter Geschmacks- und Geruchssinn Verlust von Muskelmasse (Sarkopenie)

Darüber hinaus sind ältere Menschen häufig sozial isoliert, was meist zu einer Verringerung der Nahrungsaufnahme führt. Depression und Demenz sind weitere sehr häufig auftretende Faktoren, besonders bei Bewohnern von Pflegeheimen. Es ist oft schwierig, die exakte Gewichtung der spezifischen Faktoren festzustellen.

Unfreiwilliger Gewichtsverlust, der in einem Zeitraum von wenigen Monaten fünf Kilogramm oder 5 Prozent des Körpergewichts übersteigt, gibt Anlass zur Sorge. Die Tests werden auf der Grundlage der Symptome und Befunde der körperlichen Untersuchung durchgeführt. Normalerweise sind keine umfangreichen Tests zur Feststellung der Ursache des Gewichtsverlustes notwendig.

HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für Patienten. ÄRZTE: DIE AUSGABE FÜR MEDIZINISCHE FACHKREISE ANSEHEN DIE AUSGABE FÜR MEDIZINISCHE FACHKREISE ANSEHEN Copyright © 2023 Merck & Co., Inc., Rahway, NJ, USA und seine verbundenen Unternehmen. Alle Rechte vorbehalten.

Welche Untersuchungen bei Gewichtsverlust?

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Zusammenfassung Die Abklrung eines unklaren Gewichtsverlustes stellt eine besondere Herausforderung fr den Arzt dar. Die Liste der infrage kommenden Erkrankungen ist lang, trotzdem fhren eine ausfhrliche Anamnese, eine grndliche krperliche Untersuchung und eine apparative Diagnostik, die sich zunchst auf EKG, Rntgenbersicht des Thorax, abdominalen Ultraschall und Standardlaboruntersuchungen einschlielich Schilddrsenhormondiagnostik und Tests auf okkultes Blut im Stuhl beschrnkt, entweder direkt zur Diagnose oder klren, ob weiterfhrende Untersuchungen notwendig sind. In einem Drittel der Flle sind benigne oder maligne Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, in etwa zehn Prozent psychische Erkrankungen, meistens eine Depression, Ursache des Gewichtsverlustes. Etwa ein Drittel der Patienten versterben innerhalb von zwei Jahren nach der Untersuchung, meistens an malignen Erkrankungen. Schlsselwrter: ungewollter Gewichtsverlust, Diagnosestellung, Prognose, psychische Strung Summary The Unintentional Weight Loss: Diagnosis and Prognosis The diagnosis of unintentional weight loss is a special challenge for the clinician. The list of the underlying diseases in question is long, in spite of this a case history, physical examination and technical investigations should be initiated. These should include an ECG, chest X-ray, abdominal ultrasound and standard laboratory investigation including tests for hyperthyreoidism and occult blood in the faeces. The results will either establish a diagnosis or indicate what further investigations are necessary. In one-third of the cases, benign or malignant diseases of the gastrointestinal tract will be the cause of weight loss. Ten per cent will be due to psychiatric disorders, especially depression. About one-third of the patients will die within two years of the initial investigation, and this will be generally due to malignancy. Key words: unintential weight loss, diagnosis, prognosis, psychic disease George Washington, erfolgreicher Feldherr des Unabhngigkeitskrieges und erster Prsident der Vereinigten Staaten von Amerika (1789 bis 1797) litt offenbar sein ganzes Leben lang unter Zahnschmerzen, was ihn leicht reizbar machte und zu Verdauungsstrungen fhrte ( 19 ). Ein Portrait von ihm, gezeichnet von John Trumbull, bevor zunehmender Zahnverlust das Tragen einer Prothese erforderlich machte, zeigt ein volles, energisches Gesicht ( Abbildung 1a ). Zahnprothesen in jener Zeit waren alles andere als bequem. Eine Unterkieferprothese von George Washington, gefertigt aus einem Nilpferdzahn mit aufgesetzt natrlichen Zhnen ist erhalten. Diese schlecht sitzende Prothese bewirkte nicht nur, dass Washington es in den spteren Jahren immer mehr vermied, Reden in der ffentlichkeit zu halten, sondern hatte auch entscheidenden Einfluss auf seine Ernhrung. Vom Prsidenten wird berichtet, dass er bei offiziellen Essen nur wenig zu sich nahm. Ab und zu erhob er sich und verlie den Raum, und die Leute bedauerten ihn in der Meinung, er htte vor lauter Politik keine Zeit. In Wirklichkeit begab er sich aber ins Nebenzimmer, um eine Suppe zu schlrfen, weil sich die im Mund befindliche Prothese absolut nicht zum Kauen eignete. Ein Bild, von Gilbert Stuart gemalt es findet sich noch heute auf den Dollarnoten der USA zeigt ihn mit eingefallenen Wangen und Schlfen als Ausdruck eines Gewichtsverlusts aufgrund einer offenbar nicht mehr ausreichenden Ernhrung. Es half nichts, dass der Maler Washington bat, sich Baumwollrollen in den Mund zu stecken. Die Vernderungen durch den Gewichtsverlust waren deutlich abzulesen (Abbildung 1b). Ein schlechter Zahnstatus ist eine der zehn wesentlichen Ursachen eines Gewichtsverlustes beim alten Menschen ( Textkasten 1 ). Ungewollter Gewichtsverlust ist ein besonders schwierig abzuklrendes Symptom. Ziel dieser bersicht ist es, Ursache und Prognose eines ungewollten Gewichtsverlustes aufzuklren sowie ein minimales diagnostisches Abklrungsprogramm aufzuzeigen. Definition Kommt ein Patient zur Abklrung eines ungewollten Gewichtsverlustes in die Sprechstunde, ist es die erste Aufgabe des Arztes festzustellen, ob berhaupt ein Gewichtsverlust stattgefunden hat und ob er wirklich signifikant ist. Die Definition hierfr lautet: Verlust von > 5 Prozent des Krpergewichtes innerhalb von sechs Monaten ( 16, 21, 24 ). Angaben der Patienten sind nmlich oft nicht verlsslich. So hatte in zwei Untersuchungen entweder die Hlfte aller Patienten, die initial einen Gewichtsverlust angegeben hatten, bei der berprfung kein Gewicht verloren oder konnten den Verlust nicht ausreichend dokumentieren ( 25, 31 ). Inzidenz des Gewichtsverlustes Angaben, wie hufig Patienten mit Gewichtsverlust innerhalb einer Praxis oder einer Klinik zu finden sind, schwanken. Je nach Alter und Aktivitt der betreuten Patienten werden ambulant Inzidenzraten von 0,45 bis 16 Prozent angegeben ( 29, 33, 34 ). In klinischen Studien liegen die Zahlen nher beieinander: 1,3 bis 2,8 Prozent ( 16, 24 ). Ursachen eines Gewichtsverlustes Die Ursachen eines Gewichtsverlustes kann man in drei Gruppen einteilen: vermehrter Energieverbrauch, erhhter Energiebedarf und verminderte Nahrungsaufnahme mit oder ohne Appetitverlust (Textkasten 1) ( 79 ). Im hheren Lebensalter ist der Gewichtsverlust eines der hufigsten Symptome einer Hyperthyreose und kann ein erhebliches Ausma erreichen. Bei 77 Patienten im Alter von ber 60 Jahren mit einer Hyperthyreose fand Hintze ( 13 ) einen Gewichtsverlust bei 86 Prozent der Patienten, und 35 Prozent gaben an, dass sie mehr als 10 kg verloren htten. Herzklopfen und Tachykardien waren das Leitsymptom bei 22,1 Prozent der Patienten, aber mit einer Hufigkeit von 20,8 Prozent lag der Gewichtsverlust an zweiter Stelle der Leitsymptome. Insbesondere im hheren Lebensalter ist es von groer Bedeutung, die erstmals von Lahey so genannte apathische nichtaktivierte Hyperthyreose zu beachten ( 1315, 27, 32 ). Im Vergleich zur Hyperthyreose sind das Cushing-Syndrom und das Phochromozytom eher seltene Ursachen eines Gewichtsverlustes mit erhhtem Energieverbrauch. Immer sollte besonders bei Auslandsreisenden an Darmparasiten gedacht werden, die ber einen erhhten Energieverbrauch zu einem Gewichtsverlust fhren knnen. In der Gruppe Gewichtsverlust aufgrund eines erhhten Energiebedarfs befinden sich der Diabetes mellitus und Krankheiten, die zu einer Malabsorption fhren. Zu den letzteren gehren die einheimische Sprue, die chronische Pankreatitis und entzndliche Darmerkrankungen. Bei all diesen Erkrankungen ist das diagnostische Intervall, das heit das Intervall von Beginn der Symptomatik bis zur Diagnose, oft lang ( 2, 17, 18, 20 ). Das bedeutet, dass es oft erst spt gelingt, diese Ursachen eines Gewichtsverlustes festzustellen. Auch knnen die einheimische Sprue und die chronische Pankreatitis erst im hohen Lebensalter manifest werden ( 1, 10 ), also zu einem Zeitpunkt, zu dem diese beiden Erkrankungen meist nicht mehr in die differenzialdiagnostischen berlegungen einbezogen werden. Die Ursachen eines Gewichtsverlustes aufgrund verminderter Nahrungsaufnahme mit oder ohne vermehrten Kalorienbedarf sind in Tabelle 2 aufgelistet. Eine Reihe von Erkrankungen, die zu einer verminderten Nahrungsaufnahme fhren knnen sind zum Beispiel im hohen Lebensalter allgemeine Schwche, die eine Nahrungsaufnahme erschwert, und vor allem in vielen Teilen der Welt Armut. Eine Reihe von chronischen Erkrankungen fhrt ebenfalls zu einer verminderten Nahrungsaufnahme mit und ohne vermehrten Kalorienbedarf. Die chronische Herzinsuffizienz fhrt sowohl zu einem erhhten Energiebedarf als auch zu einer allgemeinen Hypoxie. Im Magen-Darm-Trakt soll die Hypoxie ihrerseits eine Anorexie bewirken, aus der eine verminderte Nahrungsaufnahme resultiert. Die reduzierte Aufnahme von Eiwei bewirkt eine zunehmende Atrophie des Herzens, einen erhhten Druck im rechten Vorhof, eine Trikuspidalinsuffizienz und schlielich ein zunehmendes allgemeines Herzversagen, das wiederum zu einer vermehrten Hypoxie, noch grerem Appetitmangel und schlielich zum Tod fhren soll ( 4, 35, 36 ). Bei einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung ist ein Gewichtsverlust ein hufiges Symptom ( 30 ), Morbiditt und Mortalitt sind hoch ( 37 ). Zustzliche Ernhrung fr Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung bringt nur einen geringen Erfolg ( 26 ). Bis vor kurzem galt eine vermehrte Atemttigkeit und eine daraus resultierende negative Energiebilanz als Erklrung fr den Gewichtsverlust dieser Patienten ( 6 ). Experimentelle Untersuchungen weisen auf eine besondere Bedeutung der Zytokine bei der Pathogenese des Gewichtsverlustes von Lungenkranken hin ( 5 ). Von den gastrointestinalen Erkrankungen, die zu einer verminderten Nahrungsaufnahme mit oder ohne vermehrten Kalorienbedarf gehren, sind tumorbedingte Stenosen im Bereich des gesamten Magen-Darm-Traktes, aber auch gastrointestinale Erkrankungen mit Sitophobie (Beginn von Schmerzen nach Nahrungsaufnahme) zu nennen. Zu den Letzteren gehren intestinale Ischmien, chronische Pankreatitis, Pankreaskarzinom, Gallenblasen- und Gallenwegserkrankungen, aber auch peptische Ulzera, die nach alten Untersuchungen in mehr als der Hlfte der Flle mit einem Gewichtsverlust verbunden sind ( 23 ). Unabhngig von gastrointestinalen Tumoren gibt es auch eine ganze Reihe von anderen Krebserkrankungen, die mit einem erhhten Energieverbrauch bei verminderter Nahrungsaufnahme durch Appetitverlust einhergehen. Sicherlich nicht zuletzt ist bei verminderter Nahrungsaufnahme auch an psychische Ursachen, zum Beispiel Essstrungen und Depressionen, zu denken, vor allem auch deswegen, weil diese Erkrankungen und damit der Gewichtsverlust potenziell reversibel sind ( 28 ). Ursachen des Gewichtsverlustes im Alter Wenn auch die Ursachen des Gewichtsverlustes im Alter grundstzlich die gleichen sind wie beim jngeren Menschen, gilt es doch, bei der Abklrung des Gewichtsverlustes beim alten Menschen besondere Erkrankungen und Zustnde zu bercksichtigen. Sie sind didaktisch sehr eindringlich durch Robbins ( 25 ) als die Nine ds of weight loss in the elderly bezeichnet worden (Textkasten 1). Hinzu kommt als zehntes d noch der Gewichtsverlust unbekannter Genese (Dont know). Grundstzlich ist der Gewichtsverlust beim alten Menschen mit einer erhhten Letalitt verbunden. Die Framingham-Studie zeigte, dass Patienten mit einem sehr niedrigen Body-Mass-Index ein zweimal so hohes Risiko haben, kurz nach Erreichen des 65. Lebensjahres zu versterben, als Patienten mit einem hheren Body-Mass-Index ( 11 ). Von groer Bedeutung fr die Nahrungsaufnahme im Alter ist der Zahnstatus des Patienten. Sullivan et al. ( 31 ) untersuchten 110 konsekutive Patienten, die in einem geriatrischen Rehabilitationszentrum eines Veterans Administration Hospitals aufgenommen wurden. Die beste Vorhersage fr einen signifikanten Gewichtsverlust innerhalb des nchsten Jahres lie sich durch die Beurteilung des Zahnstatus und der Mundhhle machen. Zu den oralen Problemen von Krankheitswert gehren: zu wenig eigene und/oder schadhafte (karise oder abgebissene) Zhne, ein schlecht sitzendes oder unzureichend gereinigtes Gebiss (fhrt zu Geschmacksstrungen und damit zum Gewichtsverlust), Schleimhautulzerationen oder Zahnfleischverletzungen, die die Nahrungsaufnahme schmerzhaft gestalten und damit zur verminderten Nahrungsaufnahme fhren. Darber hinaus kommt es im Alter zu einem teilweisen Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns. Eine zwar gut gemeinte blande, aber deswegen nicht reizvolle Dit ohne Gewrze kann ebenfalls eine Verschlechterung des Geschmacksempfindens bewirken. Zahlreiche Medikamente wie zum Beispiel Digitalis, Theophyllin und ACE-Hemmer knnen ebenfalls zu Geschmacksstrungen und damit zu verminderter Nahrungsaufnahme fhren. Bei der Dysphagie ist zu unterscheiden in oropharyngeale und sophageale Ursachen. Zu den oropharyngealen Ursachen gehren Schluckstrungen, zum Beispiel nach zerebralen Insulten, Morbus Parkinson, Myasthenia gravis oder bei Muskelerkrankungen. Patienten mit einer sophagealen Dysphagie klagen oft darber, dass sie das Gefhl haben, die Speisen wrden in der Speiserhre nach Nahrungsaufnahme steckenbleiben. Ursachen hierfr knnen Tumoren oder postentzndliche Strikturen, eine Einengung von auen durch eine Aortendilatation oder Lymphknotenvergrerung oder eine Achalasie sein. Wenn ein Patient wegen oraler Probleme schlecht kauen kann, wird er nicht selten von fester auf flssige Ernhrung bergehen, was dann zu Durchfllen fhren kann. Weitere Ursachen fr Durchflle im Alter sind die schon erwhnten Erkrankungen, die zu einer Malabsorption fhren (einheimische Sprue, chronische Pankreatitis, selten auch eine Hyperthyreose). Wie bei jngeren Patienten knnen chronische Erkrankungen, insbesondere eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung oder eine chronische Herzinsuffizienz, im Alter hufig zu einem Gewichtsverlust fhren. Allerdings muss der Schweregrad dieser Erkrankung nach der New York Heart Classification Grad III oder IV betragen. Bei Patienten mit geringerer Beeintrchtigung ist an andere Ursachen des Gewichtsverlustes zu denken. Depressionen im Alter sind hufig. Borson et al. ( 3 ) beobachteten bei 24 Prozent von 2 500 Patienten klinisch signifikante Symptome einer Depression, die bei 10 Prozent erheblich ausgeprgt waren. Nur 1 Prozent der Patienten gaben an, von einem Psychiater behandelt zu werden. In drei groen klinischen Untersuchungen waren in etwa 10 Prozent der Flle bei den meist lteren Patienten eine psychische Erkrankung, im Wesentlichen eine Depression, Ursache des Gewichtsverlustes ( 16, 21, 24 ). Es ist allerdings sehr schwer, gerade beim alten Patienten eine Depression zu erkennen, weil diese Patienten ihre Symptome selbst nicht wahrnehmen oder nicht akzeptieren und sie deswegen nicht angeben. Hinzu kommt, dass der Arzt oft bemht ist, zunchst organische Ursachen eines Gewichtsverlustes auszuschlieen, bevor er an eine psychogene Genese denkt. Selten werden soziale Grnde (im amerikanischen Schrifttum als dysfunction bezeichnet) fr einen Gewichtsverlust im Alter rechtzeitig erkannt ( 25 ). Der Witwer im hohen Lebensalter kann nicht nur ber den Verlust seiner Partnerin deprimiert sein, er hat darber hinaus vielleicht niemals in seinem Leben gelernt, sich selbst warme Mahlzeiten zuzubereiten und sich damit richtig zu ernhren. Die Witwe im hohen Lebensalter hat mit ihrem Partner auch eine hhere Rente verloren, versucht vielleicht, das gemeinsame Heim zu behalten, und kann deswegen weniger Geld fr Mahlzeiten aufwenden. Mit hherem Lebensalter ist es oft auch nicht mglich, das eigene Auto und damit eine Transportmglichkeit zum nchsten Einkaufszentrum zu behalten. Weiterhin fhren zunehmende Sehverschlechterung und zum Beispiel auch die Angst vor Strzen bei Glatteis oder Regen dazu, dass alte Menschen Einkaufszentren nicht mehr aufsuchen knnen, um sich mit Nahrungsmitteln zu versorgen ( 25 ). Zahlreiche Medikamente, zum Beispiel trizyklische Antidepressiva, Clonidin und Diuretika, also Medikamente, die im hohen Lebensalter hufig eingesetzt werden, fhren zu Mundtrockenheit und damit zu Geschmacks- und Schluckstrungen. Nichtsteroidale Antirheumatika und Theophyllin bewirken nicht selten belkeit. Es ist also sehr sinnvoll, beim alten Menschen mit Gewichtsverlust die Medikamentenanamnese zu erheben. Schlielich bleibt natrlich auch beim alten Menschen die Ursache des Gewichtsverlustes unklar (das so genannte zehnte d, Dont know; Textkasten 2 ). Bisher vorliegende Untersuchungen Zu den Ursachen eines unklaren Gewichtsverlustes liegen zwei Untersuchungen von einem tertiren Referenzzentrum vor, einer Universittsklinik aus den USA prospektiv ( 21 ) beziehungsweise aus Israel retrospektiv ( 24 ) sowie eine weitere aus einem sekundren Referenzzentrum, einem kommunalen Krankenhaus in Deutschland ( 16 ). In der amerikanischen Studie ( 21 ) wurde ein Gewichtsverlust von > 5 Prozent des Krpergewichts innerhalb von sechs Monaten als signifikant bezeichnet. Die Untersuchung umfasste 91 Patienten, von denen 19 Prozent eine maligne, 54 Prozent eine nichtmaligne und 26 Prozent eine unbekannte Ursache des Gewichtsverlustes hatten (Tabelle). Ein Vergleich der Ergebnisse dieser Untersuchungen ist nicht nur deswegen schwer mglich, weil zwei in einem tertiren, eine in einem sekundren Zentrum durchgefhrt wurden, sondern vor allen Dingen, weil die Geschlechterverteilung der Patienten nicht ausgewogen war. In der amerikanischen Untersuchung waren 99 Prozent der 91 Patienten Mnner und nur 1 Prozent Frauen. Trotzdem sind die unterschiedlichen Prozentangaben der Ursachen des Gewichtsverlustes (maligne, nichtmaligne Erkrankungen, unbekannte Ursachen) in etwa vergleichbar. Auffllig ist nur, dass der Anteil maligner Erkrankungen aus dem Gastrointestinaltrakt mit 3 Prozent sehr niedrig war und die Hlfte aller malignen Erkrankungen auf ein Bronchialkarzinom zurckzufhren war. Bei den gastrointestinalen Tumoren handelte es sich je einmal um ein sophagus- beziehungsweise um ein Magenkarzinom und einmal um ein Karzinoid. Auch war der stationre Aufenthalt zum Auffinden der Ursache des Gewichtsverlustes im Vergleich zu der deutschen Untersuchung erheblich lnger. Er betrug im Mittel 39,6 Tage und lag bei Patienten mit organischer Ursache bei 46,4 und bei Patienten mit nichtorganischer Ursache des Gewichtsverlustes bei 27,2 Tagen. Die israelische Studie ( 24 ), die ebenfalls an einer Universittsklinik, also einem tertiren Zentrum, retrospektiv durchgefhrt wurde, untersuchte die Ursachen des Gewichtsverlustes bei 154 Patienten. Der Anteil maligner Erkrankungen betrug 36 Prozent, in 16 Prozent lagen gastrointestinale Tumoren vor, die im Einzelnen nicht spezifiziert wurden, in 40 Prozent der Flle bestanden nichtmaligne Erkrankungen, von denen 30 Prozent organisch und 10 Prozent psychogen waren. In 17 Prozent der Flle lagen gastrointestinale Erkrankungen vor, wie peptische Ulzera, Motilittsstrungen, Cholelithiasis, entzndliche Darmerkrankungen, Zwerchfellhernie und ein Zenkersches Divertikel. In 23 Prozent der Flle blieb die Ursache des Gewichtsverlustes unklar. Diese drei Studien zeigen, dass ein unklarer Gewichtsverlust nicht unbedingt auf ein Malignom zurckzufhren ist, denn nichtmaligne Erkrankungen berwogen deutlich als Ursache des Symptoms in allen Untersuchungen. Konstant in allen drei Untersuchungen fand sich, dass bei jedem zehnten Patienten mit einem Gewichtsverlust eine psychogene Ursache vorlag. Bei malignen und nichtmalignen Erkrankungen sind Krankheiten des Gastrointestinaltraktes ausgesprochen hufig. Gewichtsverlust als Prognosefaktor Zur Frage, welche Bedeutung der Gewichtsverlust fr das Leben des Patienten hat, liegen nur zwei Untersuchungen vor ( 21, 24 ). In der retrospektiven Untersuchung von Rabinovitz et al. ( 24 ) verstarben 38 Prozent, wobei die Nachbeobachtungszeit 2,5 Jahre betrug. In der Studie des Autors verstarben mit einer Nachbeobachtungszeit von 22 6 7 Monaten (x 6 SD, Bereich 2 bis 3 Jahre), 32 Prozent. Im Gegensatz dazu verstarben in der Studie von Marton et al. ( 21 ) nur 25 Prozent, aber weitere 15 Prozent machten eine klinische Verschlechterung durch. Wenn man bercksichtigt, dass in der Untersuchung von Marton et al. ( 21 ) die Nachbeobachtungszeit nur ein Jahr betrug, scheint es gerechtfertigt, verstorbene Patienten und solche, bei denen eine Verschlechterung eingetreten war, in dieser Untersuchung zusammenzunehmen, sodass die Prozentstze in allen drei Studien in etwa gleich sind (32 bis 40 Prozent). Alle drei Untersuchungen zeigen somit, dass ein Gewichtsverlust eine sehr ernste Prognose hat. Whrend diesbezgliche Angaben in der amerikanischen und israelischen Untersuchung fehlen ( 21, 24 ), zeigt die deutsche Studie ( 16 ), dass, wenn der Gewichtsverlust einmal eingetreten ist, das Krpergewicht der Patienten in der Regel stabil bleibt (89 Prozent der nachbeobachteten Patienten gaben keine weiteren Gewichtsvernderungen an). Der weitere Verlauf, also Tod oder klinische Verschlechterung, ist dann offenbar nicht mehr von einem weiteren Gewichtsverlust abhngig. Von besonderem Interesse sind Patienten, bei denen sich initial die Ursache des Gewichtsverlustes nicht finden lsst. Whrend bei allen Patienten der Untersuchung von Rabinovitz et al. ( 24 ), bei denen initial die Ursache des Gewichtsverlustes unklar blieb, auch im spteren Verlauf keine erklrenden Diagnosen gestellt werden konnten, fhrten sptere ambulante Untersuchungen durch Hausrzte in unserer Studie ( 16 ) bei sieben (29 Prozent) von 24 berlebenden Patienten mit initial unklarer Gewichtsverlustursache zu einer Diagnose, wobei nach Behandlung der Erkrankung dann eine Gewichtszunahme erfolgte. Von weiterem klinischen Interesse ist es zu wissen, ob bei Patienten mit unbekannter Gewichtsverlustursache ein besonders ungnstiger Verlauf zu befrchten ist. Dies ist offenbar nicht der Fall, denn in der Untersuchung des Autors starben Patienten mit einer malignen Erkrankung hufiger als solche, bei denen die Ursache des Gewichtsverlustes unklar blieb, und in dieser Gruppe war die Letalitt gleich hoch wie in der Gruppe von Patienten mit nichtmalignen Erkrankungen. Alles in allem ist zwar der Gewichtsverlust ein ernstes Symptom und mit einer hohen Letalitt verbunden, es ist aber fr den Verlauf der Erkrankung nicht von so groer Bedeutung, unbedingt die Ursache des Gewichtsverlustes zu finden. Diagnostisches Vorgehen bei Gewichtsverlust Nicht ein ausgedehntes diagnostisches Programm, sondern eine ausfhrliche Anamnese und eine grndliche krperliche Untersuchung des Patienten sind von grter Bedeutung bei der Abklrung eines unklaren Gewichtsverlustes. Insbesondere beim lteren Menschen ist es uerst wichtig, den Sozialstatus des Patienten zu kennen und Umweltbedingungen, wie zum Beispiel Armut, Isolation, Verlust nahe stehender Angehriger, Demenz, krperliche Inaktivitt und andere zu bercksichtigen. Bei der apparativen Diagnostik ist ein Minimalprogramm zunchst ausreichend. Nach Untersuchungen des Autors ( 16 ) wird sich mit diesem initial minimalen diagnostischen Programm in der Regel entweder die Ursache des ungewollten Gewichtsverlustes finden oder es wird klar, welche weiterfhrenden Untersuchungen notwendig sind ( 7, 8, 12, 22, 33, 38 ). Da sich bei jedem dritten Patienten mit unklarem Gewichtsverlust die Ursache im Gastrointestinaltrakt finden lsst, sind endoskopische Untersuchungen und gegebenenfalls Funktionsuntersuchungen zum Ausschluss einer Malabsorption als Ursache des Gewichtsverlustes sinnvoll. Bei der apparativen Diagnostik ist ein Minimalprogramm zunchst ausreichend ( Textkasten 3 ). Nach Untersuchungen des Autors ( 16 ) wird sich mit diesem initial minimalen diagnostischen Programm in der Regel entweder die Ursache des ungewollten Gewichtsverlustes finden oder es wird klar, welche weiterfhrenden Untersuchungen notwendig sind ( 7, 8, 12, 22, 33, 38 ). Da sich bei jedem dritten Patienten mit unklarem Gewichtverlust die Ursache im Gastrointestinaltrakt finden lsst, sind endoskopische Untersuchungen und gegebenenfalls Funktionsuntersuchungen zum Ausschluss einer Malabsorption als Ursache des Gewichtsverlustes sinnvoll. So ist zum Beispiel eine Gastroskopie erforderlich, wenn der Test auf okkultes Blut im Stuhl positiv ausfllt und eine Koloskopie keine Blutungsquelle ergibt oder aber bei der Angabe von Durchfllen eine Stuhlgewichts- und Stuhlfettbestimmung und im Falle einer Steatorrh (Stuhlfettausscheidung > 7 g/d) eine Malabsorptionsdiagnostik (Duodenoskopie mit vier tiefen Duodenalbiopsien, um eine einheimische Sprue, ein direkter Pankreasfunktionstest wie der Sektetin-Pankreozymin-Test oder indirekte Funktionsuntersuchungen wie die Elastase-1-Bestimmung im Stuhl, die Chymotrypsinmessung im Stuhl oder der Pankreolauryltest, um eine exokrine Pankreasinsuffizienz, und gegebenenfalls auch eine Dnndarmpassage nach Sellink, um entzndliche Darmerkrankungen ausschlieen zu knnen). Aufwendige Untersuchungen, wie zum Beispiel Computertomographie, sind in der Regel initial nicht hilfreich ( 33 ). Nicht vergessen werden darf in unklaren Fllen eine psychiatrische Untersuchung, da Krankheiten dieses Fachgebietes, meistens eine Depression, bei jedem zehnten Patienten fr den ungewollten Gewichtsverlust verantwortlich sind. Sollten eingehende Untersuchungen nicht zu einem Ergebnis beziehungsweise einer Diagnose fhren, ist eine abwartende Haltung gerechtfertigt, da die Prognose von Patienten mit unklarem Gewichtsverlust nicht so ungnstig ist wie frher angenommen. Manuskript eingereicht: 29.8.2001, revidierte Fassung angenommen: 9.10.2001 zZitierweise dieses Beitrags: Dtsch Arztebl 2002; 99: A 10861094 Die Zahlen in Klammern beziehen sich auf das Literaturverzeichnis, das ber den Sonderdruck beim Verfasser und ber das Internet (www.aerzteblatt.de) erhltlich ist. Anschrift des Verfassers: Prof. Dr. med. Paul Georg Lankisch Medizinische Klinik Stdtisches Klinikum Lneburg Bgelstrae 1, 21339 Lneburg E-Mail: [email protected] 1. Ammann R, Sulser H: Die senile chronische Pankreatitis eine neue nosologische Einheit? Beobachtungen an 38 Fllen. Hinweise auf eine vaskulre Ursache und Beziehungen zur primr schmerzlosen chronischen Pankreatitis. Schweiz Med Wochenschr 1976; 106: 429437. MEDLINE 2. Andersen BN, Scheel J, Rune SJ, Worning H: Exocrine pancreatic function in patients with dyspepsia. Hepatogastroenterology 1982; 29: 3537. MEDLINE 3. Borson S, Barnes RA, Kukull WA et al.: Symptomatic depression in elderly medical outpatients.I. Prevalence, demography, and health service utilization. J Am Geriatr Soc 1986; 34: 341347. MEDLINE 4. Carr JG, Stevenson LW, Walden JA, Heber D: Prevalence and hemodynamic correlates of malnutrition in severe congestive heart failure secondary to ischemic or idiopathic dilated cardiomyopathy. Am J Cardiol 1989; 63: 709713. MEDLINE 5. Di Francia M, Barbier D, Mege JL, Orehek J: Tumor necrosis factor-alpha levels and weight loss in chronic obstructive pulmonary disease. 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Rogers RM, Donahoe M, Costantino J: Physiologic effects of oral supplemental feeding in malnourished patients with chronic obstructive pulmonary disease. A randomized control study. Am Rev Respir Dis 1992; 146: 15111517. MEDLINE 27. Rnnov-Jessen V, Kirkegaard C: Hyperthyroidism a disease of old age? BMJ 1973; 1: 4143. MEDLINE 28. Samiy AH: Clinical manifestations of disease in the elderly. Med Clin North Am 1983; 67: 333344. MEDLINE 29. Shihabi ZK, Bishop C: Simplified turbidimetric assay for lipase activity. Clin Chem 1971; 17: 11501153. MEDLINE 30. Sridhar MK: Why do patients with emphysema lose weight? Lancet 1995; 345: 11901191. MEDLINE 31. Sullivan DH, Martin W, Flaxman N, Hagen JE: Oral health problems and involuntary weight loss in a population of frail elderly. J Am Geriatr Soc 1993; 41: 725731. MEDLINE 32. Thomas FB, Mazzaferri EL, Skillman TG: Apathetic thyrotoxicosis: a distinctive clinical and laboratory entity. Ann Intern Med 1970; 72: 679685. MEDLINE 33. Thompson MP, Morris LK: Unexplained weight loss in the ambulatory elderly. J Am Geriatr Soc 1991; 39: 497500. MEDLINE 34. Wallace JI, Schwartz RS, LaCroix AZ, Uhlmann RF, Pearlman RA: Involuntary weight loss in older outpatients: incidence and clinical significance. J Am Geriatr Soc 1995; 43: 329337. MEDLINE 35. Webb JG, Kiess MC, Chan-Yan CC: Malnutrition and the heart. CMAJ 1986; 135: 753758. MEDLINE 36. Williams GH, Braunwald E: Endocrine and nutritional disorders and heart disease. In: Braunwald E, ed.: Heart disease. A textbook of cardiovascular medicine. Philadelphia, London, Toronto: WB Saunders Comp 1992; 18271854.37. Wilson DO, Donahoe M, Rogers RM, Pennock BE: Metabolic rate and weight loss in chronic obstructive lung disease. J Parent Enteral Nutr 1990; 14: 711. MEDLINE 38. Wise GR, Craig D: Evaluation of involuntary weight loss. Where do you start? Postgrad Med 1994; 95: 143150. MEDLINE Abbildung 1 Textkasten 1 Textkasten 2 Tabelle 1 Textkasten 3

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1. Ammann R, Sulser H: Die senile chronische Pankreatitis eine neue nosologische Einheit? Beobachtungen an 38 Fllen. Hinweise auf eine vaskulre Ursache und Beziehungen zur primr schmerzlosen chronischen Pankreatitis. Schweiz Med Wochenschr 1976; 106: 429437. MEDLINE
2. Andersen BN, Scheel J, Rune SJ, Worning H: Exocrine pancreatic function in patients with dyspepsia. Hepatogastroenterology 1982; 29: 3537. MEDLINE
3. Borson S, Barnes RA, Kukull WA et al.: Symptomatic depression in elderly medical outpatients.I. Prevalence, demography, and health service utilization. J Am Geriatr Soc 1986; 34: 341347. MEDLINE
4. Carr JG, Stevenson LW, Walden JA, Heber D: Prevalence and hemodynamic correlates of malnutrition in severe congestive heart failure secondary to ischemic or idiopathic dilated cardiomyopathy. Am J Cardiol 1989; 63: 709713. MEDLINE
5. Di Francia M, Barbier D, Mege JL, Orehek J: Tumor necrosis factor-alpha levels and weight loss in chronic obstructive pulmonary disease. Am J Respir Crit Care Med 1994; 150: 14531455. MEDLINE
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7. Drossman DA: Approach to the patient with unexplained weight loss. In: Yamada T, ed.: Textbook of Gastroenterology, vol.1. Philadelphia: Lippincott 1995; 717729.
8. Foster DW: Gain and loss in weight. In: Fauci AS, Braunwald E, Isselbacher KJ et al., eds.: Harrison’s principles of internal medicine. New York, London, Tokyo: McGraw-Hill 1998; 244246.
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10. Hankey GL, Holmes GKT: Coeliac disease in the elderly. Gut 1994; 35: 6567. MEDLINE
11. Harris T, Cook EF, Garrison R, Higgins M, Kannel W, Goldman L: Body mass index and mortality among nonsmoking older persons. The Framingham heart study. JAMA 1988; 259: 15201524. MEDLINE
12. Haubrich WS: Weight loss. In: Haubrich WS, Schaffner F, Berk JE, eds.: Bockus Gastroenterology, vol 1. Philadelphia, London, Toronto: WB Saunders 1995; 5760.
13. Hintze G: Oligosymptomatische Formen der Hyperthyreose. Klin Wochenschr 1990; 68: 647649. MEDLINE
14. Lahey FH: Apathetic thyroidism. Ann Surg 1931a; 93: 10261030.
15. Lahey FH: Non-activated (apathetic) type of hyperthyroidism. N Engl J Med 1931b; 204: 747748.
16. Lankisch PG, Gerzmann M, Gerzmann J-F, Lehnick D: Unintentional weight loss: diagnosis and prognosis. The first prospective follow-up study from a secondary referral centre. J Intern Med 2001; 249: 4146. MEDLINE
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18. Lankisch PG, Peiper M, Lhr-Happe A, Otto J, Seidensticker F, Stckmann F: Delay in diagnosing chronic pancreatitis. Eur J Gastroenterol Hepatol 1993; 5: 713714.
19. Lssig HE,Mller RA: Die Zahnheilkunde in Kunst- und Kulturgeschichte. Kln: DuMont Buchverlag 2001.
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21. Marton KI, Sox HC, Jr., Krupp JR: Involuntary weight loss: diagnostic and prognostic significance. Ann Intern Med 1981; 95: 568574. MEDLINE
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29. Shihabi ZK, Bishop C: Simplified turbidimetric assay for lipase activity. Clin Chem 1971; 17: 11501153. MEDLINE
30. Sridhar MK: Why do patients with emphysema lose weight? Lancet 1995; 345: 11901191. MEDLINE
31. Sullivan DH, Martin W, Flaxman N, Hagen JE: Oral health problems and involuntary weight loss in a population of frail elderly. J Am Geriatr Soc 1993; 41: 725731. MEDLINE
32. Thomas FB, Mazzaferri EL, Skillman TG: Apathetic thyrotoxicosis: a distinctive clinical and laboratory entity. Ann Intern Med 1970; 72: 679685. MEDLINE
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34. Wallace JI, Schwartz RS, LaCroix AZ, Uhlmann RF, Pearlman RA: Involuntary weight loss in older outpatients: incidence and clinical significance. J Am Geriatr Soc 1995; 43: 329337. MEDLINE
35. Webb JG, Kiess MC, Chan-Yan CC: Malnutrition and the heart. CMAJ 1986; 135: 753758. MEDLINE
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37. Wilson DO, Donahoe M, Rogers RM, Pennock BE: Metabolic rate and weight loss in chronic obstructive lung disease. J Parent Enteral Nutr 1990; 14: 711. MEDLINE
38. Wise GR, Craig D: Evaluation of involuntary weight loss. Where do you start? Postgrad Med 1994; 95: 143150. MEDLINE
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Der ungewollte Gewichtsverlust: Diagnostik und Prognose

Was passiert wenn man 10 kg abnimmt?

Zellatmung – der Schlüssel für erfolgreiches Abnehmen – Es stellt sich nun also die Frage, wenn Fett umgewandelt wird, in was wird es umgewandelt und wie kannst du das beschleunigen? Die Antwort lautet: Zellatmung. Womöglich hast du diesen Begriff in der Schule schon gehört und weißt direkt worauf dieser Artikel hinaus läuft oder aber du hast direkt Panik gekriegt.

Welches Vitamin fehlt bei Gewichtsabnahme?

Zink, Calcium und Magnesium, aber vor allem B-Vitamine, die die Fettverbrennung ankurbeln und den Stoffwechsel unterstützen, werden zur Abnahme benötigt. Vitamin B2 trägt beispielsweise zu einem normalen Energiestoffwechsel bei und unterstützt die Umwandlung von Fetten, Kohlenhydraten und Eiweiß in Energie.

Wie stoppt man Gewichtsverlust?

Was tun bei der Gewichtsabnahme? – Neben medizinischen Maßnahmen musst Du dringend mehr Kalorien zu Dir nehmen. Sie wirken dem Energieverlust und damit der Gewichtsabnahme entgegen. Auch Stressvermeidung und ein gesunder Lebenswandel können helfen, den Gewichtsverlust zu stoppen.

Welche Medikamente führen zu Gewichtsverlust?

Zucker runter, Gewicht rauf oder runter? – Zu den mit einer Gewichtserhöhung assoziierten Arzneimitteln gehören auch zahlreiche Antidiabetika. Hier sind neben Insulin vor allem Sulfonylharnstoffe wie Tolbutamid zu nennen. Menschen mit Diabetes sollten aufpassen: Etliche Antidiabetika fördern die Gewichtszunahme. Manchmal liegt´s aber auch an den Essgewohnheiten, wenn die Waage immer mehr Kilos anzeigt. / Foto: Shutterstock/Alliance Ein systematischer Review von 2011 ergab, dass Faktoren wie die Intensität der Insulin-Behandlung, Insulin-Dosis, finaler HbA1c-Wert, Veränderung des HbA1c-Werts und Häufigkeit von Hypoglykämien signifikant mit einem Anstieg des Körpergewichts bei Typ-2-Diabetikern assoziiert sind.

  • Allerdings stieg das Körpergewicht bei einem basalen Verabreichungsregime mit lang wirksamem Insulin weniger an als bei einer zweimal täglichen Gabe von Mischinsulin oder einem prandialen Regime (kurz wirksames Insulin zu den Mahlzeiten).
  • Innerhalb aller Regime war der Anstieg des Körpergewichts mit Insulin detemir niedriger als mit Neutral-Protamin-Hagedorn-Insulinen (NPH-Insulinen); zwischen einer Insulin-glargin-basierten Therapie und NPH gab es keinen Unterschied (15).

Die »alten« Sulfonylharnstoffe wie Tolbutamid lassen das Gewicht ebenfalls signifikant in die Höhe schnellen (1, 2, 16). Ein nur leichter Anstieg ist dagegen bei neueren Sulfonylharnstoffen wie Glibenclamid zu erwarten (17). Metformin hat im Gegensatz zu vielen anderen Antidiabetika einen gewichtsreduzierenden Effekt.

  • Im Lauf der Zeit sind es durchschnittlich 1,0 bis 2,9 kg weniger – eine oft erwünschte »Nebenwirkung« des Biguanids (1, 18, 19).
  • Auch Acarbose, Miglitol und GLP-1-Rezeptor-Agonisten wie Exenatid und Liraglutid können mit einem Gewichtsverlust von einigen Kilogramm assoziiert werden (18).
  • Das gleiche gilt für Hemmstoffe des Natrium-Glucose-Cotransporters 2 (SGLT2-Hemmer) wie Dapagliflozin (19).

Als gewichtsneutrale oder nur leicht das Körpergewicht senkende Alternativen unter den antidiabetischen Wirkstoffen gelten Dipeptidylpeptidase-4-Hemmer wie Saxagliptin oder Sitagliptin. Foto: Shutterstock/Image Point Fr Häufig befürchten Frauen, dass sie durch hormonhaltige Kontrazeptiva zunehmen. Wissenschaftler der Cochrane Collaboration konnten in einem Review allerdings keinen eindeutigen Zusammenhang zwischen hormoneller Verhütung und Gewichtszunahme feststellen.

Allerdings sei die Aussagekraft limitiert, da kaum aussagekräftige Studien zur Verfügung stünden (33). Auch bei Hormonpräparaten, die nur Progestine (synthetische Gestagene) enthalten, stellten Wissenschaftler höchstens leichte Auswirkungen auf das Körpergewicht – ein Plus von etwa 2kg – fest, wenn Frauen die Hormonpräparate über sechs bis zwölf Monate anwendeten.

Weitere Studien sind auch hier notwendig (34). Zeigt die Waage mehr an, muss es sich nicht zwangsläufig um eine »echte« Zunahme, also einen Anstieg des Körperfetts handeln. Die in Kontrazeptiva enthaltenen Estrogene fördern die Einlagerung von Wasser ins Gewebe.

Allerdings können Hormone auch den Appetit anregen und damit die Energieaufnahme steigern. Dann steigt das »echte« Körpergewicht an. Eine Zunahme ist möglicherweise auch die Folge eines durch Hormonpräparate bedingten, relativ geringeren Anteils an Muskelmasse. So ergab eine Studie 2018 mit 400 gesunden finnischen Frauen, dass Teilnehmerinnen, die mit Hormonpräparaten mit Ethinylestradiol und Gestagenen verhüteten, einen signifikant niedrigeren Anteil an Muskelmasse und eine geringere Greifkraft, aber einen höheren Körperfettanteil aufwiesen als Frauen, die nicht hormonell verhüteten (35).

Bisher konnten weder ein gewichtssteigernder noch der von manchen Frauen beobachtete -reduzierende Effekt eindeutig bestätigt oder widerlegt werden (36). Dem entsprechen die Beipackzettel von oralen Kontrazeptiva, die sowohl eine Gewichtszunahme als auch -abnahme als mögliche Nebenwirkungen nennen.

Ist Gewichtsabnahme Im Alter normal?

Der ungewollte Gewichtsverlust des alten Menschen Einleitung Gewichtsverlust, Mangel- und Unterernährung sind ein häufiges Problem bei älteren Menschen.

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Selektive Literaturaufarbeitung unter Berücksichtigung aktueller Leitlinien. Die Ursachen für einen ungewollten Gewichtsverlust bei älteren Menschen sind vielfältig. Neben chronisch konsumierenden Erkrankungen kommen Demenz oder psychische Probleme, wie Depressionen, in Betracht. Körperliche Ursachen können ein nicht mehr kaufähiges Gebiss, ein veränderter Geruchs- und Geschmackssinn und gastrointestinale Erkrankungen sein. Auch die Unfähigkeit, adäquat Nahrung einzukaufen und selbst herzurichten, ist ein möglicher Grund. Armut und Isolation sind als soziale Ursachen in der Anamnese zu berücksichtigen. Tritt eine Mangelernährung auf, sollte sie frühzeitig erfasst und konsequent behandelt werden. Hierfür steht in der Praxis ein gut evaluiertes Stufenschema zur Verfügung: von etablierten Allgemeinmaßnahmen über die Verordnung von Trink- und Zusatznahrung bis hin zu einer supportiven künstlichen Ernährung über eine PEG-Sonde. Metaanalysen belegen die hohe Effizienz von Trink- und Zusatznahrung. Eine supportive künstliche Ernährung bedarf neben der medizinischen immer auch einer ethischen Indikationsstellung und muss individuell entschieden werden. Gewichtsverlust, Alter, Zusatznahrung, perkutane endoskopische Gastrostomie (PEG), enterale Ernährung Ein ungewollter Gewichtsverlust im höheren Alter ist ein häufiges und medizinisch hoch relevantes Phänomen. Die klinischen Folgen einer Mangelernährung sind seit vielen Jahren bekannt. Die Quote der Mangel- und Unterernährung liegt bei unabhängig lebenden gesunden Senioren im Bereich von 10 bis 20 %. Sie steigt bei Senioren in betreuten Einrichtungen wie Alten-, Pflegeheim oder Krankenhaus auf etwa 40 bis 60 % an. Ursachen eines Gewichtsverlustes bei älteren Menschen Die Ursachen eines Gewichtsverlustes sind vielfältig und detailliert in Kasten 1 ( ) aufgeführt (, ). Beim alten Menschen sind besondere Umstände und Erkrankungen zu berücksichtigen, die unter anderem zu einer verminderten Nahrungsaufnahme führen können: – zu wenig eigene und/oder schadhafte Zähne – ein schlecht sitzendes Gebiss – Geruchs- und Geschmacksstörungen (Dysgeusie) – Nebenwirkungen von Medikamenten ( Tabelle, Kasten 2 ). Zu den oropharyngealen Ursachen gehören: Schluckstörungen nach zerebralen Insulten sowie bei Morbus Parkinson, Myasthenia gravis oder Muskelerkrankungen. Ursache einer ösophagealen Dysphagie sind Tumoren, Strikturen, Achalasie, Einengung von außen durch eine Aortendilatation oder Lymphknotenvergrößerungen. Eine bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarms und malassimilations-assozierte Erkrankungen können zu Durchfällen im Alter führen. Zu diesen zählen die einheimische Sprue, die chronische Pankreatitis, chronisch entzündliche Darmerkrankungen und die Hyperthyreose. Des Weiteren können auch chronische Krankheiten wie COPD/Asthma und Herzinsuffizienz einen Verlust des Körpergewichts bedingen. Darüber hinaus sind psychische Störungen häufig die Ursache. In vielen Fällen handelt es sich um Depressionen im Alter, die initial schwer erkennbar sein können (–). Oft ist der Gewichtsverlust auch sozial verursacht. Der betagte Witwer kann nicht nur über den Verlust seiner Partnerin deprimiert sein, er hat darüber hinaus vielleicht niemals in seinem Leben gelernt, sich selbst warme Mahlzeiten zuzubereiten und sich somit richtig zu ernähren. Die Witwe im hohen Lebensalter hat möglicherweise mit ihrem Partner auch eine höhere Rente verloren, versucht vielleicht, das gemeinsame Heim zu behalten, und kann deswegen weniger Geld für Mahlzeiten aufwenden. Auch Sehverschlechterungen oder die Angst vor Stürzen bei Glatteis oder Regen führen dazu, dass alte Menschen Einkaufszentren nicht mehr aufsuchen, um sich ausreichend mit Nahrungsmitteln zu versorgen (). Neben den Problemen der adäquaten Nahrungsmittelbeschaffung treten häufig ganz praktische Probleme bei der Essenszubereitung auf, zum Beispiel durch arthrotische/arthritische Handverformungen, Sehstörungen, Zittern und kognitive Störungen. Anhand einer selektiven Literaturübersicht und unter Berücksichtigung der aktuellen Leitlinien werden in diesem Beitrag die diagnostisch und therapeutisch relevanten medizinischen Aspekte erläutert.6 systematische Untersuchungen (–) – eine ausschließlich dem alten Patienten gewidmet () – zeigen übereinstimmend, dass ein ungewollter Gewichtsverlust nur in 10 bis 38 % der Fälle auf ein Malignom zurückzuführen ist und nicht maligne Erkrankungen überwiegen. Bei malignen und nicht malignen Erkrankungen sind Krankheiten des Gastrointestinaltraktes ausgesprochen häufig (–). Psychische Ursachen wie Demenz, Depression oder Alkoholismus sind in 9 bis 42 % für den Gewichtsverlust verantwortlich. In 5 bis 26 % der Fälle bleibt die Ursache des Gewichtsverlustes jedoch unbekannt (–). Diagnostisches Vorgehen Etwa die Hälfte aller Patienten, die über Gewichtsverlust klagen, hat bei Überprüfung tatsächlich kein Gewicht verloren oder kann den Verlust nicht ausreichend plausibel dokumentieren (). Bei unklaren Angaben hilft die Frage, ob die frühere Kleidung zu weit geworden ist und ein Blick auf den Gürtel, das sogenannte „Gürtelzeichen”. Verschiedene Eindruckstellen sind ein Hinweis, dass der Gürtel früher weiter geschnallt war. Hilfreich für die Anamnese sind vor allem die Befragung der Angehörigen sowie alte Krankenakten und Befundberichte des Patienten. Nicht ein ausgedehntes diagnostisches Programm, sondern eine ausführliche Anamnese sowie eine gründliche körperliche Untersuchung sind von größter Bedeutung bei der Abklärung und Einschätzung eines unklaren Gewichtsverlustes ( Kasten 3 ). Hierbei sollten folgende Faktoren berücksichtigt werden: – Gewichtsverlauf – Appetit – Essgewohnheiten – subjektive Beschwerden – Probleme bei der Nahrungsbeschaffung beziehungsweise -aufnahme, Trinkmenge etc. – muskulärer Status – Ödembildung – subkutanes Fett. Bei der Anamnese sind der Sozialstatus des Patienten und seine Umfeldbedingungen individuell zu evaluieren. Der Arzt sollte Faktoren wie Armut, Isolation, Verlust nahe stehender Angehöriger, körperliche Gebrechen, Demenz und körperliche Inaktivität in Betracht ziehen. Wenn kein zusätzliches Symptom auf eine spezifische Organerkrankung hinweist, hat sich in der Praxis ein Basisprogramm als ausreichend erwiesen (, Kasten 4 ). Damit kann die Ursache des ungewollten Gewichtsverlustes zumeist eruiert werden, oder es wird klar, welche weiterführenden Untersuchungen gegebenenfalls notwendig sind (,,,, ). Darüber hinaus können Funktionsuntersuchungen zum Ausschluss einer Malassimilation als Ursache des Gewichtsverlustes sinnvoll sein. Leidet der Patient an Durchfällen, sollte der Arzt, nachdem er mikrobiologische und endokrinologische Ursachen ausgeschlossen hat, auch an ein Malassimilationssyndrom denken. Aufwendigere Untersuchungen, wie die Computertomografie, sind in der Regel initial nicht hilfreich (). Für die Erfassung einer Mangelernährung bei älteren Patienten sind in der klinischen Praxis verschiedene Screening- und Untersuchungsverfahren etabliert. Den größten Stellenwert in der Geriatrie besitzt das „Mini Nutritional Assessment” (MNA). Der Testbogen ist im Internet kostenfrei verfügbar (www.mna-elderly.com). Alternativ kann insbesondere bei Krankenhauspatienten und eingeschränkt kooperativen Patienten auch das „Nutritional Risk Screening” (NRS 2002) oder der „Subjective Global Assessment Score” empfohlen werden (, ). Beim NRS 2002 werden in einem Initialscreening vier Parameter abgefragt. Diese sind: BMI < 20,5 kg/m²; Gewichtsverlust in den letzten 3 Monaten; die Frage, ob die Nahrungsaufnahme pro Tag reduziert ist und ob schwere Erkrankungen vorliegen. Wenn eine dieser Fragen mit „Ja" beantwortet wird, erfragt man in einem zweiten Screening im Rahmen eines Scoresystems den Ernährungsstatus anhand des BMI, der Nahrungsmenge pro Tag und des Gewichtsverlusts, wobei auch die Schwere der Erkrankung (gestaffelt nach Art der Erkrankung) sowie das Alter des Patienten in die Bewertung miteingehen (weitere Details unter www.espen.org). Konsequenzen der Mangelernährung Die klinischen Folgen einer progredienten Mangelernährung sind seit vielen Jahren wissenschaftlich gut belegt (–) ( Kasten 5, Grafik 1 ). Prospektive klinische Studien belegen eindeutig, dass Mangelernährung ein unabhängiger Risikofaktor ist, der neben den evidenten klinischen Folgen (Kasten 5) auch erhebliche Kosten im Gesundheits- und Sozialwesen verursacht, wie zum Beispiel Pflege- und Betreuungskosten oder vermehrte Krankenhausaufenthalte und Medikamentenverordnungen. Die direkt für die unmittelbaren Folgen einer Mangelernährung aufzubringenden Kosten im Krankenhaus werden für Großbritannien und die Bundesrepublik auf 7 beziehungsweise 16 Milliarden Euro geschätzt (). Mangelernährung rechtzeitig zu erkennen und zu vermeiden, ist somit auch eine effektive Möglichkeit, Ressourcen im Gesundheitswesen einzusparen (, ). Therapiestrategien Im klinischen Alltag wird bei unklarem Gewichtsverlust im Alter oft schnell an eine Ernährung über eine PEG-Sonde gedacht (perkutane endoskopische Gastrostomie). Die supportive künstliche Ernährung steht jedoch erst am Ende einer Stufentherapie der Mangel-ernährung im Alter, nachdem vorher eine Vielzahl sinnvoller, etablierter und frühzeitig zu ergreifender Therapiemaßnahmen individuell erwogen und eingesetzt wurden ( Grafik 2 ) (–). Ziele der ernährungsmedizinischen Betreuung beziehungsweise der Behandlung der Mangelernährung bei älteren Menschen sind nicht nur die Steigerung der Energie- und Nährstoffzufuhr (quantitativ wie qualitativ) und damit der Erhalt und die Verbesserung des Ernährungszustandes, sondern auch der Erhalt und die Verbesserung der Funktionalität und Aktivität sowie der Lebensqualität der Betroffenen und die Reduktion von Morbidität und Letalität (–). Gerade weil es in den meisten Fällen so schwierig ist, einmal verlorenes Körpergewicht wieder zurück zu gewinnen, ist eine ernährungsmedizinische Betreuung um so wirksamer und sinnvoller, je frühzeitiger sie einsetzt (, ). Allgemeinmaßnahmen Abgesehen von der Behandlung des Grundleidens, muss das betreuende Umfeld des Patienten sensibilisiert werden. Ziel muss es sein, durch gezielte Beobachtungen, Nachfragen und entsprechende Messungen, eine fortschreitende Mangelernährung rechtzeitig zu erfassen. Gerade der ältere Mensch benötigt viel Sorgsamkeit und adäquate Unterstützung, wobei oft ein konkreter Ansprechpartner für ihn wichtig ist. Eventuell zugrunde liegende Allgemeinerkrankungen müssen diagnostiziert und konsequent behandelt werden. Es gibt viele etablierte Allgemeinmaßnahmen und Tipps für konkretes praktisches Vorgehen zur Verbesserung der Nahrungsaufnahme beim mangelernährten älteren Menschen ( Kasten 6 ). Vor allem ist eine energiereiche Kost mit hoher Nährstoffdichte wichtig. Unbedingt sollten individuelle Essenswünsche berücksichtigt werden. Die Anreicherung der täglichen Mahlzeiten mit Energieträgern, wie zum Beispiel dem pulverförmigen, geschmacksneutralen Kohlenhydrat Maltodextrin oder speziellen Eiweißkonzentraten, kann zu einer Steigerung der täglich aufgenommenen Energiemenge führen. Nahrungsmittel, die zu individuellen Unverträglichkeiten führen, sollten erkannt und weggelassen werden.

  1. Trink- und Zusatznahrung
  2. Künstliche Ernährung
  3. Die zentrale Frage ist, ob bei dem betroffenen Patienten eine supportive künstliche Ernährung zum Beispiel über eine PEG-Sonde sowohl medizinisch als auch ethisch indiziert ist, das heißt, ob sie nachhaltig zur Erhaltung und Verbesserung der Lebensqualität des Patienten beitragen kann (, ).

Frühzeitig und großzügig sollte der Einsatz von kommerziell erhältlichen Trink- und Zusatznahrungen erwogen werden. Ihre klinische Effizienz ist sehr gut belegt (,,, ). Die zusätzliche abendliche Gabe einer 250-mL-Trinknahrung bei geriatrischen Patienten nach Femurfraktur reichte in einer prospektiv angelegten randomisierten Studie aus, den klinischen Verlauf deutlich zu bessern und die Komplikationsrate, die Krankenhausaufenthaltsdauer und auch die Letalität signifikant zu senken ().

  • Aktuelle Metaanalysen und eine Cochrane-Analyse fassten mehr als 40 randomisiert-kontrollierte klinische Studien zusammen.
  • Sie zeigten, dass bei älteren Menschen mit Mangelernährung die zusätzliche Gabe von oraler Trinknahrung sowohl die Energie-/Nährstoffaufnahme als auch den Ernährungszustand signifikant verbessern.

Vor allem sanken auch die Krankenhausaufenthaltsdauer und die Letalität signifikant: In Metaanalysen verminderte sich das absolute Risiko um etwa 40 % (, ). Die Leitlinien der verschiedenen Fachgesellschaften empfehlen die Trink- und Zusatznahrung mit einem Evidenzgrad I a ().

Nahrungssupplemente, die in mehr als 30 verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältlich sind, sollten nicht zu, sondern zwischen den Mahlzeiten oder besser abends verabreicht werden. Kann der Patient nur wenig essen oder besteht, zum Beispiel wegen einer Herzinsuffizienz, eine Flüssigkeitsrestriktion, kann auch eine hochkalorische Trinknahrung mit einem Kaloriengehalt von 1,5 bis 2,0 kcal/mL mit verschiedenen Geschmacksrichtungen angeboten werden.

Auch in Bezug auf die Verordnungsfähigkeit und Kostenerstattung gibt es spätestens seit Oktober 2005 Rechtssicherheit: Bei der ärztlich gestellten Diagnose einer Mangelernährung muss die verordnete Trink- und Zusatznahrung von der Krankenkasse erstattet werden (Details siehe ).

Wenn alle bisherigen Maßnahmen nicht zu einem anhaltenden Therapieerfolg führen, muss über eine zusätzliche künstliche Ernährung nachgedacht und entschieden werden. Die vorliegende Grunderkrankung, der individuelle Zustand des Patienten, gegebenenfalls eine Komorbidität, die zu erwartende Prognose sowie die psychomentale Situation und die individuellen Wünsche des Patienten müssen hierbei ebenso berücksichtigt werden wie ethische Aspekte.

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Für die künstliche Ernährung stehen grundsätzlich zuerst enterale Ernährungssonden wie die PEG- oder die nasogastrale Sonde zur Verfügung. Nasogastrale Sonden kommen allerdings nur für die kurzfristige Ernährung von weniger als 2 bis 3 Wochen infrage.

Bei längerfristig notwendiger Ernährung sind perkutan gelegte gastrale Systeme, wie zum Beispiel die PEG-Sonde, das Mittel der ersten Wahl oder bei allerdings seltenen Kontraindikationen für eine enterale Ernährung auch parenterale Kathetersysteme, zum Beispiel Broviac- oder Hickman-Katheter und Port-Systeme (, ).

Bei Patienten mit Chemotherapie und liegendem Port-System kann die supportive Ernährung auch hierüber parenteral verabreicht werden. Perkutane endoskopische Gastrostomie (PEG) Gauderer und Ponski applizierten vor mehr als 27 Jahren zum ersten Mal eine PEG-Sonde.

  • Mehrere Modifikationen und Verbesserungen des Verfahrens, detaillierte Standards für Vorbereitung, Nachsorge und Durchführung der PEG-Platzierung haben dazu geführt, dass das Verfahren als einfach, sicher und gut verträglich gilt.
  • Unter Beachtung der etablierten Kontraindikationen gelingt die Platzierung fast immer (99 %), eine methodenbedingte Letalitätsrate von annähernd 0 % ist bei Einhaltung der Standards erreichbar (, ).

Bei unkomplizierter Platzierung können die Patienten bereits eine Stunde später wieder essen und trinken und Sondenkost kann über die neu gelegte PEG appliziert werden (). Behandlungsbedürftige Komplikationen gibt es in 1 bis 4 % der Fälle (, ). Lokale Wundinfektionen bilden dabei die Mehrzahl.

  • Allerdings sind diese meist durch lokale Maßnahmen wie Desinfektion und häufige sterile Verbandswechsel behandelbar.
  • Nur in fortschreitenden Fällen ist eine systemische Antibiotikabehandlung erforderlich.
  • Weitere Komplikationen können passagere peritoneale Schmerzen, leichtes Fieber, Aspiration, Leckage von Mageninhalt sowie Ausbildung von Hypergranulationsgewebe und Ekzembildung sein.

Ein Pneumoperitoneum tritt in mehr als 50 % der Fälle auf und gilt nicht als Komplikation (). Die Haltbarkeit der modernen Sondensysteme aus Polyurethan und Silikonkautschuk ist abhängig von fachgerechter, den Standards entsprechender Pflege. Ein routinemäßiger Austausch der Sonde ist nicht notwendig, sie kann über viele Jahre verbleiben (, ).

  • Eine künstliche Ernährung über eine PEG-Sonde sollte individuell erwogen und durchgeführt werden, wenn Patienten absehbar über 2 bis 3 Wochen nicht ausreichend Nahrung zu sich nehmen können und die im Stufenschema (Grafik 2) beschriebenen Maßnahmen keinen Erfolg gebracht haben (, ).
  • Die etablierten Indikationen nach den gültigen Leitlinien sind in Kasten 7 ( ) dargestellt, wobei neurologische Grunderkrankungen (circa 50 %) und onkologische Erkrankungen (30 bis 40 %) die wichtigsten Indikationsgebiete darstellen.

Eine künstliche Ernährung über eine PEG-Sonde ist bei einem erkrankten geriatrischen Patienten primär eine supportive Maßnahme. Der Patient soll auf normalem Wege tagsüber soviel essen und trinken wie für ihn beschwerdefrei möglich ist. Nur die Kalorienmenge muss zusätzlich zugeführt werden, die für die Erreichung des notwendigen täglichen Energiebedarfs dann noch erforderlich ist.

  • Eine alleinige Ernährung über eine PEG-Sonde ist bei alten Menschen aus ethischen, psychologischen und physiologischen Gesichtspunkten zu vermeiden und nur bei einer schweren Dysphagie oder wiederholter Aspiration unter oraler Nahrungsaufnahme indiziert.
  • Bei Menschen mit kritischem Ernährungszustand sollte auch im Rahmen schwerer prolongierter akuter Erkrankungen oder unter einer aggressiven Therapie, wie zum Beispiel Radio- oder Chemotherapie, frühzeitig und großzügig die supportive Ernährung über eine PEG-Sonde als passager notwendige Maßnahme erwogen werden.

Nach Wiedererreichen einer normalen Nahrungsaufnahme kann eine PEG-Sonde jederzeit unkompliziert gezogen werden. Prospektive Langzeitstudien belegen eine signifikante Verbesserung der Lebensqualität des Patienten durch eine Ernährung über eine PEG-Sonde.

Der Erfolg ist umso größer, je frühzeitiger die Platzierung bei gegebener Indikation erfolgt (,, ). Der Einsatz bei Patienten mit fortgeschrittener Demenz ist besonders kritisch, weil bei diesen die erklärten Behandlungsziele wie Verbesserung des Funktionsstatus, der Befindlichkeit und der Lebensqualität meist nicht erreicht werden (,, ).

Aufgrund der vorliegenden Daten und Erfahrungen dürfte der individuelle Nutzen einer PEG-Sondenernährung bei fortgeschritten dementen und hochbetagten, an mehreren Erkrankungen schwer leidenden Patienten, wie sie häufig in Pflegeheimen anzutreffen sind, deutlich geringer sein (,, ).

Hier müssen vor allen Dingen ethische Aspekte zu einer individuellen, auf den Einzelfall abgestimmten Entscheidung führen. Da ein geringerer Effekt auf die Lebensqualität des Patienten zu erwarten ist, sollte die Indikation mit zunehmendem Alter, Fortschreiten der Demenz und steigender Komorbidität des Patienten restriktiv gestellt werden.

Es ist wichtig, bei infragekommenden Patienten frühzeitig im Verlauf einer Erkrankung über den supportiven Einsatz einer künstlichen Ernährung zu entscheiden, weil hier die erheblichen Vorteile in Bezug auf klinischen Verlauf und Lebensqualität gut belegt sind (–).

  1. Die Ernährung über eine PEG-Sonde stellt keine terminale oder gar symbolische Maßnahme bei Patienten mit schlechter Prognose oder unheilbarer Erkrankung im Endstadium dar.
  2. Eine PEG-Sonde bedarf immer einer klaren medizinischen und ethischen Indikation und darf niemals aus Gründen der Zeit-, Personal- oder Kostenersparnis gelegt werden.

Die supportive Ernährung über eine PEG-Sonde darf nicht mit einem Verlust pflegerischer und mitmenschlicher Zuwendung einhergehen (,, ). Pharmakologische Therapie Die Wirkung von neuen pharmakologischen Therapieansätzen mit zum Beispiel Megestrolacetat, Ornithinoxoglutarat, Dronabinol, Omega-3-Fettsäuren, Betablocker zur Verbesserung des Ernährungszustandes älterer Menschen ist bislang nicht überzeugend belegt ().

  • Interessenkonflikt Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt im Sinne der Richtlinien des International Committee of Medical Journal Editors besteht.
  • Manuskriptdaten eingereicht: 16.5.2007, revidierte Fassung angenommen: 13.9.2007 Von den Autoren aktualisiert: 30.4.2009 Anschrift für die Verfasser Prof.

Dr. med. Christian Löser Medizinische Klinik, Rotes Kreuz Krankenhaus Kassel gGmbH Hansteinstraße 29 34121 Kassel E-Mail: [email protected] 1. Drossman DA: Approach to the patient with unexplained weight loss. In: Yamada T, Alpers DH, Owyang C, Powell DW, Silverstein FE: Textbook of Gastroenterology Vol.1, 2.

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Was Essen nach Gewichtsverlust?

Wir haben hier einige Tipps für Dich zusammengestellt, mit denen Du schnell und gesund zunehmen oder Dein Gewicht halten kannst: –

Bereite Dir Deine Lieblingsgerichte zu

Lieber mehrere kleine Mahlzeiten als eine große Portion.

Wähle lieber energiereiche Nahrungsmittel und gib ruhig für eine schnellere Gewichtszunahme z.B. einen Schuss Sahne oder ein Stück Butter ins Essen.

Achte darauf, dass keine Mahlzeiten ausfallen.

Ein abwechslungsreicher Speiseplan mit Milch und fettarmen Milchprodukten, Obst, Gemüse, Kartoffeln, Vollkornprodukten, Fleisch, Fisch und Eiern sollte Dein Ziel sein.

Trink ausreichen! Dafür eignen sich Mineralwasser, Kräuter- und Früchtetees oder Frucht- und Gemüsesäfte gut.

Hab Spaß beim Essen: Richte Dir die Speisen besonders appetitlich an und dekoriere den Tisch schön. Auch wenn Du alleine isst!

Solltest Du Probleme mit dem Kauen oder Schlucken haben dann nimm lieber Brot ohne Rinde oder gedünstete Speisen (Gemüse, Fisch).

Du brauchst auch Fette im Essen. Nimm lieber pflanzliche Öle oder Margarine anstatt tierischer Produkte.

Mach Dir kleine Häppchen!

Und noch ein Tipp zu guter Letzt: Frage Dich nicht ständig „Wie kann ich zunehmen?” Damit setzt Du Dich nur selbst unter Druck. Dein Körper braucht Zeit, sich an die neue Ernährungsweise zu gewöhnen.

Solltest Du trotz unserer Tipps nicht zunehmen oder Dich unwohl fühlen, dann sprich Deinen Arzt an und teile ihm Deine Gedanken mit.

Was ist abnorme Gewichtsabnahme?

Unter einer abnormen Gewichtsabnahme versteht man eine ungewollte Reduktion des Körpergewichts. Die Gewichtsabnahme kann dabei entweder auf dem Verlust von Wasser oder auf dem Abbau von Körpersubstanz beruhen.

Hat man bei MS Gewichtsverlust?

Mangelernährung – Bei Menschen mit Multipler Sklerose wird häufig eine Mangelernährung diagnostiziert – auch Übergewichtigen. Diese kann durch eine Ernährung mit zu wenig Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen oder bei sehr raschem Gewichtsverlust in kurzer Zeit entstehen.

Was baut der Körper als erstes ab?

Diäten: Mit Geduld zum Traumgewicht Der Körper stellt seine eigenen Regeln auf, auch beim Abnehmen. Wer sein Gewicht erfolgreich reduzieren will, muss wissen, wie der Körper funktioniert. Inhalt Zum Leben braucht der Organismus Energie. Diese wird in Kilokalorien (kcal) oder Kilojoule (kJ) angegeben.

  • Der Körper gewinnt sie, indem er Nahrung „verbrennt”.
  • Bekommt er mehr Kalorien als er braucht, lagert er das Mehr für schlechte Zeiten in seinen Fettzellen ein.
  • Wer abnehmen will, muss also die Energiezufuhr senken.
  • Wer am Anfang seiner Diät schnell abnimmt, sollte sich nicht zu früh freuen: Er hat hauptsächlich Wasser verloren.

Denn als erstes leert der Körper die Zuckerdepots. Zucker ist in Form von Glykogen gespeichert, das 80 Prozent Wasser enthält. Außerdem nehmen Menschen, die weniger essen, weniger Salz zu sich. Salz bindet ebenfalls Wasser. Weitere Flüssigkeitsverluste entstehen dadurch, dass der Körper Eiweiß abbaut, um Energie zu gewinnen.

  • Dabei entstehende Stoffwechselprodukte scheidet er über den Harn aus.
  • Tipp : Damit es nicht zu Problemen kommt, müssen Sie ausreichend trinken: täglich mindestens zwei Liter Wasser, ungezuckerte Tees oder stark verdünnte Fruchtsäfte.
  • Erst nach zwei bis drei Tagen geht es ans Eingemachte:,
  • Da der Körper seine Reserven nur ungern herausrückt, drosselt er seinen Energieverbrauch: Er passt den Stoffwechsel an, verändert Hormone und verliert bei größerem Gewichtsverlust Muskelmasse – das ist schlecht, weil Muskeln mehr Energie verbrauchen als Fettzellen.

Natürlich benötigt er auch weniger Energie für die Verdauung. Die Folge: Geringerer Energiebedarf lässt die Fettzellen weniger von ihren Vorräten herausrücken. Auch wenn die Reserven aufgezehrt sind: Ganz verschwinden die Fettzellen nicht. Sie entleeren sich nur und schrumpfen.

Gibt es wieder ausreichend Nahrung, füllen sie sich blitzartig, um für Notzeiten gerüstet zu sein. Besonders ärgerlich: Dafür genügen nach der Diät kleinere Portionen. Schließlich hat der Körper gelernt, mit weniger Energie auszukommen. Sein Ziel ist es, wieder das Ausgangsgewicht zu erreichen – der bekannte Jo-Jo-Effekt.

Unabhängig. Objektiv. Unbestechlich. Oberstes Gebot ist daher, sich ausreichend Zeit zu nehmen. Nur wer seinem Körper die Möglichkeit gibt, sich langsam auf den vermeintlichen Nahrungsmangel einzustellen, kann den Verteidigungsmechanismus halbwegs austricksen und den Abbau von Muskelmasse begrenzen.

  1. Tipp : Planen Sie, pro Woche ein halbes Kilogramm Fett zu verlieren.
  2. Das entspricht 3.500 Kilokalorien.
  3. Dafür müssen Sie Ihre Energiezufuhr um 500 Kilokalorien pro Tag senken.
  4. Die für Ihren Grundumsatz nötige Kalorienmenge sollten Sie aber längerfristig nicht unterschreiten, da die Belastung für den Körper sonst unverhältnismäßig steigt.

().

Welche Krankheiten Verursachen Gewichtsverlust 17.12.2019 – Light-Produkte werben mit weniger Zucker oder Fett als herkömm­liche Lebens­mittel. Halten Sie Ihre Versprechen? Und lassen sich mit ihnen auch Kalorien sparen? Die. Welche Krankheiten Verursachen Gewichtsverlust 02.01.2020 – Schlank­heits­mittel verheißen leichtes Abspe­cken. Zu Recht? Die Stiftung Warentest bewertet viel­verkaufte Präparate zum Abnehmen und gibt Infos zur Fettweg-Spritze Wegovy. Welche Krankheiten Verursachen Gewichtsverlust 21.11.2018 – Wer als Kleinkind überge­wichtig ist, wird die über­flüssigen Pfunde oft nicht mehr los. Das kritische Alter liegt zwischen zwei und sechs Jahren, ergab eine Studie von.

: Diäten: Mit Geduld zum Traumgewicht

Was bremst Gewichtsverlust?

Faktoren, die den Stoffwechsel bremsen –

Alkohol : Er hemmt den Muskelaufbau und bremst die Fettverbrennung, in dem er Verdauungsenzyme verlangsamt. Zucker : Der Blutzuckerspiegel steigt, die Bauchspeicheldrüse schüttet Insulin aus und die Fettverbrennung wird ausgebremst. Unregelmäßige Mahlzeiten Zu wenig Wasser trinken Fast Food : Es enthält viel leere Kalorien, sättigt nur kurz, ist hochkalorisch, Fettdepots werden aufgebaut und die Fettverbrennung ausgebremst. Zu wenig Bewegung

Viel Erfolg mit den Tipps wünschen Jutta Löbert und “Wir in Bayern”!

Wie fühlt es sich an wenn man abnimmt?

5. Du brauchst mehr Pullover – Wenn du abnimmst, läuft dein Körper auf Sparflamme – du beginnst zu frieren. Das heißt, dass diverse Körperfunktionen zum Energiesparen verlangsamt oder herabgesetzt werden. Die nötige Energie nimmt sich der Körper aus den Fettreserven, die der Körper an Bauch, Beinen und Hüfte angesetzt hat.

Woher weiß ich ob ich Vitamin-D-Mangel habe?

Vitamin-D-Mangel richtig erkennen und erfolgreich beheben Stand: 11.11.2021 08:56 Uhr Mit einem Bluttest lässt sich ein Vitamin-D-Mangel sicher nachweisen. Im Winter haben wir nur selten Gelegenheit, Sonne zu tanken. Doch Sonnenlicht ist unsere wichtigste Vitamin-D-Quelle.

Was passiert wenn man zu viel abnimmt?

6 gefährliche Folgen eines zu schnellen Gewichtsverlusts – 1. Abnahme der Muskelmasse Gewichtsabnahme heißt nicht zwingend Fettabnahme. Durch das Abnehmen kann ein Wasser- und Muskelverlust auftreten. Das Ziel einer gesunden Gewichtsreduktion ist die Fettreduktion.2.

Stoffwechselveränderungen Wie aktiv der Stoffwechsel ist, nimmt einen entscheidenden Einfluss auf die Gewichtsabnahme. Umso aktiver er ist, umso mehr Kalorien werden verbrannt und umso mehr Nahrung wird in Energie umgewandelt. Wird die Kalorienzufuhr plötzlich drastisch reduziert, kann sich der Stoffwechsel um rund 23 % verlangsamen.

Das provoziert eine erneute Gewichtszunahme.3. Mangelhafte Nährstoffversorgung Eine rapide Gewichtsabnahme für ein rasches Abnehmen wird oft durch das Auslassen von Mahlzeiten erreicht. Genau hier liegt eine Gefahr: Nährstoffmangel. Fehlen dem Körper essentielle Nährstoffe, führt dies zu Symptomen wie Blutarmut, Müdigkeit, schwachen Knochen, Infektanfälligkeit und Haarausfall.4.

Unwohlsein Müdigkeit bis hin zur Ohnmacht Kopfschmerzen Verstopfung im längeren Verlauf: Nierensteine und eine limitierte Nierenfunktion

5. Müdigkeit und Schlappheit Müdigkeit begrenzt die Lebensqualität und Leistungsfähigkeit. Ein extremes Kaloriendefizit behindert den Organismus. Er kann nicht normal funktionieren. Genau das kann eine extreme Müdigkeit bewirken. Sie geht oft mit Kälteempfindlichkeit, Gereiztheit, Schwindelgefühl, Verstopfung und Muskelkrämpfen einher.

Um die Müdigkeit zu beseitigen, wird dann die Diät beendet. Jetzt die verlorenen Kilos nicht wieder zuzunehmen, ist schwer.6. Disharmonie der Elektrolyte Konstant passt sich der Organismus an Veränderungen an, damit er perfekt funktionieren kann. Allerdings bedeutet jede größere Veränderung für den Körper Stress, der sich auf das Elektrolytgleichgewicht auswirken kann.

Elektrolyte sind jedoch unerlässlich, denn nur mit ihnen können sich Muskeln zusammenziehen und entspannen. Darüber hinaus regulieren sie den Herzschlag. Ein Elektrolytmangel kann zu ernsthaften Problemen wie Organschäden und Unregelmäßigkeiten im Herz-Kreislauf-System führen.

Welche Medikamente führen zu starker Gewichtsabnahme?

Welche Medikamente helfen bei Adipositas? – Bei der Behandlung einer Adipositas können Medikamente, die beim Abnehmen helfen (sogenannte Antiadiposita ), unterstützend zum Einsatz kommen. Die medizinischen Leitlinien zur Adipositas betonen jedoch, dass Medikamente zum Abnehmen nur in Kombination mit einer Ernährungsumstellung und weiteren Maßnahmen eingesetzt werden sollten.

Aktuell sind in Deutschland die Wirkstoffe Orlistat, Liraglutid und Semaglutid sowie die Wirkstoffkombination Naltrexon/Bupropion zur Behandlung von Adipositas zugelassen. Darüber hinaus existieren Präparate, die als Nahrungsergänzungsmittel bzw. Medizinprodukte vermarktet werden und damit keiner Zulassung bedürfen.

Für diese liegen aber in der Regel keine überzeugenden Wirksamkeitsnachweise vor.

Welche Medikamente führen zu Gewichtsverlust?

Zucker runter, Gewicht rauf oder runter? – Zu den mit einer Gewichtserhöhung assoziierten Arzneimitteln gehören auch zahlreiche Antidiabetika. Hier sind neben Insulin vor allem Sulfonylharnstoffe wie Tolbutamid zu nennen. Menschen mit Diabetes sollten aufpassen: Etliche Antidiabetika fördern die Gewichtszunahme. Manchmal liegt´s aber auch an den Essgewohnheiten, wenn die Waage immer mehr Kilos anzeigt. / Foto: Shutterstock/Alliance Ein systematischer Review von 2011 ergab, dass Faktoren wie die Intensität der Insulin-Behandlung, Insulin-Dosis, finaler HbA1c-Wert, Veränderung des HbA1c-Werts und Häufigkeit von Hypoglykämien signifikant mit einem Anstieg des Körpergewichts bei Typ-2-Diabetikern assoziiert sind.

Allerdings stieg das Körpergewicht bei einem basalen Verabreichungsregime mit lang wirksamem Insulin weniger an als bei einer zweimal täglichen Gabe von Mischinsulin oder einem prandialen Regime (kurz wirksames Insulin zu den Mahlzeiten). Innerhalb aller Regime war der Anstieg des Körpergewichts mit Insulin detemir niedriger als mit Neutral-Protamin-Hagedorn-Insulinen (NPH-Insulinen); zwischen einer Insulin-glargin-basierten Therapie und NPH gab es keinen Unterschied (15).

Die »alten« Sulfonylharnstoffe wie Tolbutamid lassen das Gewicht ebenfalls signifikant in die Höhe schnellen (1, 2, 16). Ein nur leichter Anstieg ist dagegen bei neueren Sulfonylharnstoffen wie Glibenclamid zu erwarten (17). Metformin hat im Gegensatz zu vielen anderen Antidiabetika einen gewichtsreduzierenden Effekt.

  1. Im Lauf der Zeit sind es durchschnittlich 1,0 bis 2,9 kg weniger – eine oft erwünschte »Nebenwirkung« des Biguanids (1, 18, 19).
  2. Auch Acarbose, Miglitol und GLP-1-Rezeptor-Agonisten wie Exenatid und Liraglutid können mit einem Gewichtsverlust von einigen Kilogramm assoziiert werden (18).
  3. Das gleiche gilt für Hemmstoffe des Natrium-Glucose-Cotransporters 2 (SGLT2-Hemmer) wie Dapagliflozin (19).

Als gewichtsneutrale oder nur leicht das Körpergewicht senkende Alternativen unter den antidiabetischen Wirkstoffen gelten Dipeptidylpeptidase-4-Hemmer wie Saxagliptin oder Sitagliptin. Foto: Shutterstock/Image Point Fr Häufig befürchten Frauen, dass sie durch hormonhaltige Kontrazeptiva zunehmen. Wissenschaftler der Cochrane Collaboration konnten in einem Review allerdings keinen eindeutigen Zusammenhang zwischen hormoneller Verhütung und Gewichtszunahme feststellen.

Allerdings sei die Aussagekraft limitiert, da kaum aussagekräftige Studien zur Verfügung stünden (33). Auch bei Hormonpräparaten, die nur Progestine (synthetische Gestagene) enthalten, stellten Wissenschaftler höchstens leichte Auswirkungen auf das Körpergewicht – ein Plus von etwa 2kg – fest, wenn Frauen die Hormonpräparate über sechs bis zwölf Monate anwendeten.

Weitere Studien sind auch hier notwendig (34). Zeigt die Waage mehr an, muss es sich nicht zwangsläufig um eine »echte« Zunahme, also einen Anstieg des Körperfetts handeln. Die in Kontrazeptiva enthaltenen Estrogene fördern die Einlagerung von Wasser ins Gewebe.

  1. Allerdings können Hormone auch den Appetit anregen und damit die Energieaufnahme steigern.
  2. Dann steigt das »echte« Körpergewicht an.
  3. Eine Zunahme ist möglicherweise auch die Folge eines durch Hormonpräparate bedingten, relativ geringeren Anteils an Muskelmasse.
  4. So ergab eine Studie 2018 mit 400 gesunden finnischen Frauen, dass Teilnehmerinnen, die mit Hormonpräparaten mit Ethinylestradiol und Gestagenen verhüteten, einen signifikant niedrigeren Anteil an Muskelmasse und eine geringere Greifkraft, aber einen höheren Körperfettanteil aufwiesen als Frauen, die nicht hormonell verhüteten (35).

Bisher konnten weder ein gewichtssteigernder noch der von manchen Frauen beobachtete -reduzierende Effekt eindeutig bestätigt oder widerlegt werden (36). Dem entsprechen die Beipackzettel von oralen Kontrazeptiva, die sowohl eine Gewichtszunahme als auch -abnahme als mögliche Nebenwirkungen nennen.