Wie Viel Geld Verdient Man Als Arzt?

Wie Viel Geld Verdient Man Als Arzt
Verdienst Arzt mit eigener Praxis — Als niedergelassener Arzt liegen Gehalt und Einkommen in Ihrer Hand : Wer mit der eigenen Facharztpraxis den Schritt in die Selbstständigkeit plant, sollte daher vorab alle Vor- und Nachteile gründlich gegeneinander abwägen,

  1. Ob sich der Mut finanziell auf der Habenseite auszahlen wird, verrät auch ein Blick auf die Zahlen des Zi-Praxis-Panels.
  2. In der Erhebung des Zentralinstituts für die Kassenärztliche Versorgung zeigen sich je nach Fachgruppe teils erhebliche Unterschiede bei den Einnahmen.
  3. Im Jahresbericht 2019 verzeichneten Radiologen mit 341.965 Euro nach wie vor den höchsten Jahresüberschuss, gefolgt von den Kardiologen mit 301.894 Euro.

Das Schlusslicht bildeten Ärzte für Psychosomatische Medizin und Psychotherapeuten,

Ist jeder Arzt reich?

Nordamerika und Australien: das große Geld — Deutlich besser als in spanischen oder portugiesischen Exkolonien verdienen Ärzte in angelsächsisch geprägten Gegenden. In Australien verdienen junge Ärzte mit 56.021–60.780 A$ (44.357–48.121 €) zumindest ähnlich viel wie in Deutschland. Wie Viel Geld Verdient Man Als Arzt Medizinern sind im Land der unbegrenzten Möglichkeiten auch lohntechnisch kaum Grenzen gesetzt: Zu Beginn muss man zwar kräftig buckeln – als Facharzt winkt dann aber ein satter Verdienst. Foto: Kirsten Oborny/Ernst Klett Verlag Wobei man auf dem Weg zum großen Geld heftig die Zähne zusammenbeißen muss.

Denn der Einstieg ins Berufsleben ist ganz schön hart: Während der Residency (Facharztausbildung) sind 80 Arbeitsstunden wöchentlich üblich, Nachtdienste dürfen „nur» jede dritte Nacht absolviert werden. Residents „wohnen» also quasi in der Klinik. Ihr Jahreseinkommen beträgt 45.000–50.000 US$ (35.960–39.955 €).

Das liegt zunächst noch unter dem deutschen Einsteigerniveau. Ausländische Ärzte müssen weitere Hürden überwinden. Für eine Residency-Stelle sind das US-Staatsexamen (USMLE) und ein Sprachtest nötig. Um als Facharzt tätig zu sein, müssen „Ausländer» u. a.

  1. Auch noch Step 3 des USMLEs absolvieren.*** Hat man seine Weiterbildung dann endlich hinter sich, kann man den verdienten Lohn ein­fahren: Das mediane Jahreseinkommen eines Facharztes liegt bei 356.885 US$ (285.187 €).
  2. An der Spitze der Einkommensskala stehen Herz- und Neuro­chirurgen.
  3. Herzchirurgen verdienen im Krankenhaus im Mittel 570.000 US$ (455.487 €) im Jahr, Neurochirurgen können schon mal die Marke von 700.000 US$ knacken (559.370 €).

Ein Allgemeinmediziner in der eigenen Praxis verdient „nur» 185.234 US$ (144.770 €), Demnach gibt es also tatsächlich einen Weg, als Arzt reich zu werden. Doch lohnt die Aussicht, ein richtiger Topverdiener zu werden, die Mühen einer Auswanderung in die USA tatsächlich? Wahrscheinlich nicht.

  • Amerikanische Urologen, die mit einem medianen Jahresverdienst von 414.000 US$ (380.327 €) weltweit zu den absoluten Spitzenverdienern gehören, sind laut einer Umfrage trotzdem mehrheitlich der Ansicht, dass sie unterbezahlt sind.
  • Ergo: Wer als Arzt unzufrieden ist, kann sein Glück irgendwo auf dem Globus suchen – im Geldbeutel wird er es sicher nicht finden.

*Namen von der Redaktion geändert **Alle Umrechnungskurse vom 12. Juni 2012 Schlagworte Medizinstudenten berichten aus ihren Unistädten Studienort wählen Aachen Basel Berlin Bern Bochum Bonn Brandenburg Breslau Budapest Dresden Düsseldorf Erlangen Essen Frankfurt Freiburg Gießen Göttingen Graz Greifswald Halle an der Saale Hamburg Hannover Heidelberg Homburg Innsbruck Jena Kiel Köln Leipzig Lübeck Magdeburg Mainz Mannheim Marburg München TU München LMU Münster Oldenburg Prag Regensburg Riga Rostock Salzburg Tübingen Ulm Wien Witten Würzburg Zürich Erfahrungsberichte und Tipps aus über 100 Ländern Land wählen Ägypten Afghanistan Argentinien Australien Bahamas Barbados Belgien Benin Brasilien Chile China Dänemark Deutschland Ecuador England Estland Finnland Frankreich Großbritannien Ghana Griechenland Guatemala Indien Indonesien Iran Irland Island Israel Italien Japan Kambodscha Kamerun Kanada Kenia Kosovo Kroatien Lettland Litauen Madagaskar Malaysia Malta Mauritius Mexiko Mosambik Namibia Nepal Neuseeland Niederlande Nigeria Norwegen Österreich Pakistan Peru Philippinen Polen Portugal Ruanda Rumänien Russland Sambia Schweden Schweiz Senegal Seychellen Simbabwe Singapur Slowakische Republik Slowenien Spanien Sri Lanka Sudan Südafrika Südkorea Tansania Thailand Trinidad/Tobago Tschechische Republik Türkei Vereinigtes Königreich Uganda Ungarn USA Vietnam sonstige : Wo der Rubel rollt

Wie viel verdient der beste Arzt der Welt?

Das Arzt Gehalt mit einer eigenen Praxis — Pauschale Aussagen zum durchschnittlichen Arzt-Gehalt von niedergelassenen Ärzten können leider nicht getätigt werden. Dies liegt daran, dass verschiedene Störvariablen die Ermittlung des Einkommens beeinträchtigen.

So können die Praxen sehr unterschiedliche Einkommen und Ausgaben haben. Zum Beispiel werden diese durch die Größe der Praxis und des Einzugsgebietes, der maximalen Arbeitszeit oder der Behandlungsart (konservativ vs. operativ) etc. beeinflusst. Weiterhin unterscheidet sich das Einkommen niedergelassener Ärzte hinsichtlich der einzelnen Fachrichtungen.

Gemäß dem statistischem Bundesamt liegt der jährliche Reinertrag (nach Abzug von Personalkosten und sonstigen Ausgaben) einer Praxis bei durchschnittlich 190.000€ brutto. Die nachfolgende Tabelle liefert einen Vergleich des Verdienstes von niedergelassenen Ärzten:

Platz Fachbereich Einnahmen pro Praxis Reinertrag
1 Radiologe 2.343.000 € 850.000 €
2 Augenarzt 728.000 € 370.000 €
3 Hautarzt 543.000 € 284.000 €
4 Orthopäde 669.000 € 311.000 €
5 Urologe 564.000 € 302.000 €
6 Chirurg 611.000 € 281.000 €
7 Internist 583.000 € 282.000 €
8 HNO-Arzt 466.000 € 223.000 €
9 Frauenarzt 415.000 € 217.000 €
10 Allgemeinmediziner 405.000 € 227.000 €
11 Kinderarzt 427.000 € 228.000 €
12 Neurologe / Psychiater 324.000 € 180.000 €

Quelle: Destatis (Statistisches Bundesamt) – Kostenstruktur bei Arztpraxen.

Wie reich ist ein Arzt?

Finanzielle Verpflichtungen trotz der Einbußen — Den finanziellen Einbußen bei einem erheblichen Teil der Ärztinnen und Ärzte stehen laufende Ausgaben gegenüber, die auch in der Krise bedient werden müssen. So müssen 40 Prozent der Befragten für eine Hypothek für ihren Erstwohnsitz (Haus oder Eigentumswohnung) aufkommen, 26 Prozent zahlen Studiengebühren oder Unterhalt für ihre Kinder.

Bei 21 Prozent fallen Leasingkosten für ein Auto an, bei 17 Prozent muss ein Darlehen für ein Auto abbezahlt werden. Für die Kinderbetreuung werden bei 16 Prozent der Befragten Gebühren fällig, 1 Prozent zahlt noch ein eigenes Studiendarlehen oder BAföG zurück. Ein wirklich ernsthaftes finanzielles Problem hat die Pandemie bei einem Großteil der Befragten nicht verursacht.

Doch 7 Prozent sind durch die Corona-Krise finanziell so sehr in eine Schieflage gekommen, dass sie die Raten einer Hypothek oder andere Rechnungen nicht mehr bezahlen konnten. Beim geschätzten Nettovermögen kommen Ärztinnen und Ärzte im Schnitt aber gut weg: Die Teilnehmer der Umfrage waren aufgefordert, den Wert ihres Besitzes (einschließlich Immobilien, Autos, Schmuck, Aktien, Bankguthaben etc.) zu schätzen und davon alle Schulden abzuziehen.

Wer verdient am meisten?

Topverdiener – das sind die bestbezahlten Berufsgruppen in Deutschland — In Deutschland zählen Ärzte wie bereits im Vorjahr zu den Topverdienern mit einem Bruttomediangehalt von 93.800 Euro. Sie verdienen damit mehr als doppelt so viel wie der bundesweite Durchschnitt.

Berufe & Berufsgruppen Median Mittelwert
Ärzte 93.793€ 97.983€
Consulting 53.956€ 60.398€
Ingenieurwesen 52.577€ 58.309€
IT 52.045€ 58.851€
Marketing & PR 49.249€ 57.400€
Bankwesen, Finanzen & Versicherung 48.415€ 59.997€
Personalwesen 46.738€ 56.130€
Vertrieb 43.605€ 53.419 €
Handwerksberufe 39.956€ 42.578€
Gesundheits- & Sozialwesen 38.139€ 42.435€
Einkauf & Logistik 38.010€ 45.237€

Quelle: Gehaltsreport 2023 >> Lesen Sie auch: Diese Quereinsteiger-Jobs bieten bis zu 99.000 Euro Gehalt

Was ist der schwerste Arzt?

Emotionale/seelische Belastung — Auch ohne Blut, Schmerzen und den akuten Überlebenskampf kann Medizin sehr belastend sein. Daher gelten für viele Ärzte Bereiche wie die Onkologie – speziell die Kinderonkologie – und die Palliativmedizin als schwierigste/schwerste medizinische Fachrichtungen.

  • Egal wie professionell man ist – kaum einem Arzt gelingt es, Schicksale wie unheilbare Krankheiten oder die Sterbebegleitung mental am Arbeitsplatz zu lassen.
  • Schließlich sind Mediziner auch nur Menschen mit Emotionen.
  • In der Folge wollen einige ihren Arztberuf nach ein paar Jahren wieder aufgeben.
  • Viele Internisten berichten mir, dass sie es schlimm finden, die Patienten nur kurz und nur krank zu erleben.

Sie wüssten gerne, wie die Erkrankung weiter verlaufe oder ob sich der Patient wieder erhole. Besser haben es da Fachärzte für Physikalische und Rehabilitative Medizin sowie viele Psychiater. Sie begleiten ihre Patienten auf dem Weg der Besserung – mit der Konsequenz höherer,

Können Ärzte Millionär werden?

Eine hoch dotierte Stelle. Viele Mediziner bedenken nicht, dass insbesondere Aufstiegs- und sonstige Karrieremöglichkeiten wesentlich dazu beitragen können, um als Arzt reich zu werden ; denn wenn Sie als Arzt nicht allzu viel Geld verdienen, steht Ihnen auch weniger Anlagevolumen zum Vermögensaufbau zur Verfügung.

Wer ist der reichste Arzt der Welt?

slideshow»> Wie Viel Geld Verdient Man Als Arzt 1 / 8 Rückenschmerzen zählen zweifellos zu den am weitesten verbreiteten Volksleiden. Kein Wunder, dass man mit medizinischen Leistungen auf dem Gebiet viel Geld verdienen kann. Der Amerikaner Gary Michelson war als Erfinder und orthopädischer Chirurg mit Spezialgebiet Wirbelsäule tätig.

  • Er hielt 250 Patente auf dem Gebiet, die er vor einigen Jahren für mehr als eine Milliarde Dollar (878 Millionen Euro) an die Firma Medtronic verkaufte.
  • Dem US-Blog Thrivinglifestylez zufolge machte das Michelson zum fünftreichsten Arzt der Welt.
  • Inzwischen setzt sich der Mediziner vor allem für wohltätige Zwecke und Tiergesundheit ein.

Foto: businessinsider.com 2 / 8 Der Chinese Wu Yiling steht mit einem Vermögen von 1,8 Milliarden Dollar auf Platz 85 der Reichstenliste des «Forbes»-Magazins für China. Der Arztsohn praktizierte selbst lediglich zu Beginn seiner Karriere. Anfang der 1990er Jahre gründete er ein Medizinforschungsunternehmen, aus dem seine heutige Firma hervorging: der börsennotierte Pharmakonzern Shijiazhuang Yiling Pharmaceutical, dessen Chef nach wie vor Wu Yiling ist. Wie Viel Geld Verdient Man Als Arzt 3 / 8 Auch Phillip Frost (Mitte), bis vor wenigen Tagen Chairman des Pharma-Konzerns Teva und laut «Forbes» knapp fünf Milliarden Dollar schwer, ist studierter Mediziner und begann seine Karriere in der Dermatologie. Laut Thrivinglifestylez ist er damit der drittreichste Arzt der Welt, Wie Viel Geld Verdient Man Als Arzt 4 / 8 Der Amerikaner Thomas Frist begann seine Laufbahn als Chirurg bei der US-Air-Force. Heute verfügt er laut «Forbes» über ein Vermögen von rund 7,6 Milliarden Dollar, dass er vor allem mit dem Krankenhauskonzern Hospital Corp. of America gemacht hat, den er gemeinsam mit seinem Vater in den 1960er Jahren gegründet hatte. Foto: bizjournals.com Wie Viel Geld Verdient Man Als Arzt 5 / 8 Mit einem Vermögen von 12,4 Milliarden Dollar ist der chinesisch-stämmige Amerikaner Patrick Soon-Shiong nach Angaben von «Forbes» nicht nur gegenwärtig der reichste Arzt der Welt, sondern auch der reichste Mediziner, der je gelebt hat, Sein Vermögen hat Soon-Shiong allerdings ebenfalls nicht als praktizierender Arzt gemacht. Wie Viel Geld Verdient Man Als Arzt 6 / 8 Über die Vermögensverhältnisse deutscher Mediziner ist wenig bekannt. Zu den prominentesten hiesigen Ärzten zählt zweifellos Werner Mang (in der Bildmitte zwischen Sänger Jürgen Drews (l.) und Musiker Klaus Meine). Der Schönheitschirurg ist Vorstandschef der Mang Medical One Group, die deutschlandweit mehrere Kliniken und «Aestetic Center» betreibt. Wie Viel Geld Verdient Man Als Arzt 7 / 8 Ebenfalls ein Arzt, den hierzulande fast jeder kennt, ist DFB-Doktor Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, Der Sportmediziner gilt als beliebt bei Athleten aus dem In- und Ausland und sitzt auf der Bank sowohl des FC Bayern München als auch der deutschen Nationalmannschaft (im Bild steht Müller-Wohlfahrt neben Nationalspieler Marco Reus (Mitte) und Bundestrainer Jogi Löw). Wie Viel Geld Verdient Man Als Arzt 8 / 8 Auch Heinrich Maria Schulte bewegte jahrelang Millionenbeträge — allerdings möglicherweise nicht ganz so, wie es das Gesetz vorsieht. Der Medizinprofessor und Finanzunternehmer steht derzeit in Hamburg wegen des Vorwurfs der gewerbsmäßigen Untreue vor Gericht.

Sind die Ärzte Millionäre?

Das höchste Lebenseinkommen haben dabei die Mediziner, also Ärzte, die ein Medizinstudium absolviert haben. So verdienen Männer im Ärzteberuf mit 1.726.000 Euro mehr als doppelt so viel, als Menschen, die lediglich eine Ausbildung absolviert haben. Ärztinnen verdienen dagegen nur 1.355.000 Euro in ihrem Leben.

Was kann man sich als Arzt leisten?

Ärzte-Gehälter nach Fachrichtung im Überblick Arzt-Gehalt mit eigener Praxis Ärzte sind gesellschaftlich hoch angesehen und verdienen gut. Damit werden sie nach einer langen und fordernden Ausbildung gleich doppelt belohnt. Doch bei der finanziellen Entlohnung, sprich beim Gehalt für Ärzte, gibt es große Unterschiede,

  1. Während angestellte Ärzte in Krankenhäusern überwiegend nach Tarifvertrag bezahlt werden, gibt es bei niedergelassenen Ärzten je nach Fachrichtung enorme Diskrepanzen.
  2. Ein Überblick.
  3. Wer Arzt werden möchte, hat die Wahl zwischen zahlreichen Fachrichtungen.
  4. Bei der Entscheidung für eine Arzt-Fachrichtung spielen persönliches Interesse sowie individuelle Stärken eine wichtige Rolle.

Aber auch das spätere Gehalt als Arzt kann die Wahl einer Fachrichtung beeinflussen. Das ist insbesondere dann wichtig, wenn die Gründung einer Praxis zum Berufsziel gehört. Das Statistische Bundesamt hat im Jahr 2017 eine umfangreiche Studie dazu durchgeführt, wie viel niedergelassene Ärzte in Deutschland verdienen.

Fachgebiet Einnahmen pro Praxis Einnahmen pro Praxisinhaber
Radiologie 2.343.000 1.029.000
Augenheilkunde 728.000 503.000
Orthopädie 669.000 461.000
Chirurgie 611.000 454.000
Innere Medizin 583.000 426.000
Urologie 564.000 391.000
Dermatologie 543.000 430.000
Kinder- und Jugendmedizin 427.000 311.000
Hals-Nasen-Ohren 424.000 348.000
Gynäkologie 415.000 332.000
Allgemeinmediziner 405.000 297.000
Neurologie/ Psychotherapie 324.000 289.000

Wie die Tabelle im oberen Absatz zeigt, sind die Unterschiede bei den Gehältern niedergelassener Ärzten enorm. Bei einem angestellten Arzt entscheiden Kriterien wie die Qualifikation und Berufserfahrung über die Höhe seines Gehaltes, das ist im so geregelt.

  • Auch die Art der Einrichtung, in der der angestellte Arzt arbeitet, also ob er oder sie in einem kommunalen Krankenhaus, in einer Universitätsklinik oder einer privaten Klinik arbeitet, hat Einfluss auf den Tarifvertrag und damit das Gehalt.
  • Bei den niedergelassenen Ärzten hingegen spielt vor allem die Fachrichtung eine entscheidende Rolle bei der Höhe des ärztlichen Einkommens,

Ein niedergelassener Arzt für Neurologie oder Psychotherapie mit eigener Praxis nimmt im Schnitt nicht einmal ein Drittel von dem ein, was eine Praxis für Radiologie an Einnahmen generiert — gemessen an den Einnahmen pro Praxisinhaber. Dies liegt unter anderem daran, dass die Behandlung eines Patienten beim Radiologen in der Regel deutlich kürzer ist als beispielsweise eine Sitzung bei einem Facharzt für Psychotherapie.

Somit kann der Radiologe eine größere Anzahl an Patientinnen und Patienten pro Tag behandeln. Ein weiterer Grund für die Höhe des Gehaltes von Radiologen sind die teuren medizinischen Geräte, die er kaufen muss, um als niedergelassener Facharzt für Radiologie tätig werden zu können. Solche Anschaffungen müssen weder ein Arzt für Psychotherapie noch ein Allgemeinmediziner leisten.

Wieviel Geld verdient ein Arzt?

Bei Letzteren liegt der Fokus vor allem auf den Praxisräumen und deren Einrichtung sowie der nötigen Grundausstattung für Untersuchungen, Administration oder Empfang. Beim Vergleich von Arztgehältern bei niedergelassenen Medizinern müssen wie bei allen Selbstständigen neben den Einnahmen auch die Kosten betrachtet werden.

  • Eine Praxis für Radiologie beispielsweise hat im Schnitt pro Jahr Kosten in Höhe von 1.493.000 Euro.
  • Nach Abzug dieses Betrages bleiben der Radiologie-Praxis am Ende des Jahres noch 850.000 Euro übrig.
  • Dies entspricht etwas mehr als einem Drittel der Einnahmen.
  • Bei einem Arzt für Psychotherapie oder Neurologie hat das Statistische Bundesamt einen Reinertrag in Höhe von 180.000 Euro ermittelt.

Dieser Wert beträgt mehr als die Hälfte der Einnahmen. Allgemeinmediziner erwirtschaften im Schnitt pro Jahr einen Reinertrag von 227.000 Euro pro Praxis und 167.000 Euro pro Praxisinhaber. Folgende Tabelle enthält die vom Statistischen Bundesamt ermittelten Reinerträge.

Darin nicht enthalten sind Kosten für Altersvorsorge, Krankenversicherung, Rente, Steuern oder die Übernahme einer Praxis. Die vom Statistischen Bundesamt ermittelten Arztgehälter sind Durchschnittswerte. Was ein niedergelassener Arzt tatsächlich verdient, liegt nicht nur an seinem Fachgebiet und der Art und Weise seiner Arbeit, sondern auch an seinem Wohnort.

Bei allen niedergelassenen Ärzten, egal ob Augenarzt, Allgemeinmediziner oder Dermatologe, gibt es auch wesentliche Gehaltsunterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern. Gehalt niedergelassener Ärzte: Reinertrag in Euro

Fachgebiet Reinertrag pro Praxis Reinertrag pro Praxisinhaber
Allgemeinmedizin 227.000 167.000
Augenheilkunde 370.000 256.000
Chirurgie 281.000 209.000
Dermatologie 284.000 225.000
Gynäkologie 217.000 173.000
Hals-Nasen-Ohren 223.000 183.000
Innere Medizin 282.000 206.000
Kinder- und Jugendmedizin 228.000 166.000
Neurologie / Psychotherapie 180.000 161.000
Orthopädie 311.000 214.000
Radiologie 850.000 373.000
Urologie 302.000 210.000

Quelle: Statistisches Bundesamt Nach Angaben des Internetportals gehaltsvergleich.com verdienen niedergelassene Ärzte in Bayern zwischen etwa 4.200 und knapp 12.000 Euro pro Monat (ermittelt im Juli 2020). In Hamburg reichen die ermittelten Gehälter von rund 5.000 Euro bis fast 10.000 Euro.

In Sachsen hingegen liegt die Bandbreite der Gehälter für niedergelassene Ärzte bei 3.700 bis 7.200 Euro. In Mecklenburg-Vorpommern sind es 3.600 bis 6.900 Euro. Das Portal gehalt.de erlaubt ebenfalls einen Vergleich von Gehältern aufgeteilt nach Branchen und Bundesländern. Demnach verdient ein niedergelassener Hausarzt in Bayern zwischen 5.950 und rund 11.000 Euro brutto im Monat.

In Baden-Württemberg liegt der Wert sogar noch etwas darüber. In Mecklenburg-Vorpommern hingegen reichen die Gehälter von 4.300 bis etwas über 8.000 Euro. Auf einem ähnlichen Niveau liegt der Verdienst niedergelassener Hausärzte in Sachsen (ermittelt im Juli 2020).

  • Das Statistische Bundesamt hat den Reinertrag der einzelnen Arztpraxen in alte und neue Bundesländer aufgeteilt.
  • Ein Blick auf diese Zahlen ergibt einen klaren finanziellen Vorteil für Ärzte in den alten Bundesländern,
  • Die Unterschiede variieren jedoch von Fachgebiet zu Fachgebiet.
  • Bei den Neurologen liegt der Reinertrag je Praxis in den neuen Ländern sogar über dem in den alten Bundesländern.

Auch bei der Allgemeinmedizin haben die neuen Bundesländer beim Reinertrag je Praxisinhaber die Nase vor den alten Ländern. Bildquelle: iStock.com/SeventyFour, iStock.com/onurdongel : Ärzte-Gehälter nach Fachrichtung im Überblick

Wie viel verdient man als Arzt in Japan?

Der Gehalt-Bundesdurchschnitt für als Doctor in Japan Beschäftigte beträgt ¥673.130.

In welchen Fächern muss man gut sein um Arzt zu werden?

Blick auf die Berufswahl — Deine Fächerkombi solltest du aber auch von deinen Berufswünschen abhängig machen. Als Abiturient ist es angebracht, zumindest eine ungefähre Ahnung der angestrebten Zukunft zu haben. Möchtest du Medizin studieren, dann sind Chemie und Bio für dich besonders interessant.

Wer ist der beste Arzt der Welt?

«Ich bin so: Volldampf» — Dieses «Sehen mit den Fingern» beherrscht er besser als jeder andere Sportmediziner auf der Welt. Auch über seine erste Begegnung mit dem Sportler sprach er im SZ- Magazin: «Ich bin sogar sicher, da kann ich helfen! So komme ich zum Patienten.

Der Gesichtsausdruck, das Auftreten. Der Patient nimmt alles in Sekundenschnelle wahr: Da kommt jemand, der fühlt sich sicher, der hat keine Angst vor dem schwierigen Fall – der packt an! Und ich komme mit einem ziemlichen Schwung in das Untersuchungszimmer – wohlgemut! Das trifft es: wohlgemut.» Über sich selbst, sein unglaubliches Pensum, sagt er: «Ich bin so: Volldampf».

Am 12. August 1942 erblickte er in Leerhafe, heute ein Ortsteil vom Ostfriesischen Wittmund, das Licht der Welt. Seitdem hat er unglaublich vielen Menschen geholfen, Schmerzen gelindert und vielen ermöglicht, noch ein paar Jahre länger im Zenit ihrer Leistungskraft tätig zu sein, auf der Konzertbühne, auf der Laufbahn und vor allem auf dem Fußballplatz.

  1. Am Samstag nun feiert er mit seiner Frau Karin seinen 75.
  2. Geburtstag.
  3. Gut möglich, dass er zwischendrin mal einige Befunde bearbeitet, ein paar Telefonate führt.
  4. Lieber Mull, der DFB sagt: Herzlichen Glückwunsch! Er hält sie alle am Laufen.
  5. Der 16-jährige Usain Bolt kam begleitet vom Trainer in seine Praxis und wurde anschließend achtmaliger Olympiasieger.

Dreimal in Folge gewann der beste Sprinter aller Zeiten bei Olympia Gold über die 100 und 200 Meter. Paula Radcliffe gewann addiert sechsmal den Marathon in London und New York und hält mit 2:15:25 Minuten bis heute den Weltrekord.17 Jahre war sie seine Patientin.

Radcliffe sagt: «Viele Athleten kennen ihn. Er ist jemand, dem man vertraut.» Boris Becker, Katarina Witt oder Cristiano Ronaldo, aber auch Bono, Luciano Pavarotti, Thomas Gottschalk oder Bruce Springsteen – sie alle waren oder sind bis heute seine Patienten. Es ist die A-Liste der Prominenz, sie alle glauben an ihn.

Als Bolt das olympische 100-Meter-Finale 2012 in London in 9,63 Sekunden gewonnen hatte, sagte der Superstar aus Jamaika: «Er ist der beste Arzt der Welt.» Die Rede ist natürlich von, Seit 1995 betreut er die deutsche Nationalmannschaft. Heute feiert er seinen 75.

Geburtstag. Wer sich davon überzeugen will, dass das unmöglich stimmen kann, dass hier irgend eine fehlerhafte Eintragung bei der Geburtsurkunde passiert sein muss, der sollte auf jeden Fall am 1. September den Fernseher einschalten. Dann spielt die Mannschaft in Prag gegen Tschechien, es geht um die Qualifikation für die WM 2018, und ganz bestimmt wird beim Schwenk über die Bank auch mal Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt zu sehen sein.

Oder spätestens, wenn er schnellen Schrittes und wehenden Haares zur Erstversorgung eines Spielers aufs Feld stürmt.

Sind Ärzte Mittelschicht?

Demnach gehört dazu, wer mindestens die mittlere Reife und eine abgeschlossene Lehre vorweisen kann. Wissenschaftler, freiberufliche Ärzte und Beamte mit Führungsfunktion gehören bei diesem Modell bereits zur ‘soziokulturellen Oberschicht’.

Welches Land hat die meisten Ärzte?

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Sind Chefärzte reich?

D er Neurologe Karl Max Einhäupl kennt noch die goldenen Zeiten. «Als ich studiert habe, galt: Wenn du dein Physikum bestanden hast, dann hast du dein sehr gutes Auskommen sicher», erzählt der Vorstandsvorsitzende des Berliner Universitätsklinikums Charité,

«Das kann man heute nicht mehr behaupten.» Er will damit nicht sagen, dass die Ärzte verarmen. Doch er zeigt, was sich verändert hat, seit die Ausgaben im Gesundheitssystem immer stärker reguliert werden: Die Zeiten, in denen Ärzte automatisch Spitzenverdiener waren, sind vorbei. Im Krankenhaus haben vor allem die Chefs verloren.

«Früher haben einige Chefärzte durchaus eine Million Euro und mehr eingenommen. Das schaffen jetzt nur noch wenige», sagt Einhäupl. Der Grund: Wer heute Chefarzt wird, darf seine Privatpatienten häufig nicht mehr privat abrechnen. Damit versiegt eine bedeutende Einnahmequelle.

  • Der Traum vom Porsche — vorbei Für die niedergelassenen Ärzte war der Traum vom Porsche vor der Praxis schon früher vorbei.
  • Im Jahr 1993 endete für sie die Niederlassungsfreiheit.
  • Von da an konnten sie eine Praxis für gesetzlich Versicherte nur noch eröffnen, wenn ein Bedarf ermittelt war — eine Reform des damaligen Gesundheitsministers Horst Seehofer, um die Zahl der Ärzte zu begrenzen.

Er erreichte das Gegenteil: Panisch ließen sich kurz vor der Reform Tausende Ärzte nieder. Im Jahr 1993 stiegen die Neuzugänge um elf Prozent. Das wurde schnell zum Problem. Denn das Honorar, das die gesetzlichen Kassen den Praxen zugestanden, stieg zwar weiterhin im gewöhnlichen Maß.

  1. Doch plötzlich musste es für mehr Ärzte reichen.
  2. Die Selbstverwaltung der Ärzte, die das Geld verteilt, musste rationieren.
  3. Manch eine Praxis erlitt in den folgenden Jahren Gewinneinbrüche um zehn Prozent.
  4. Seitdem gilt: In vielen Praxen wird schlechter verdient als in der Klinik.
  5. Das bedeutet jedoch keinesfalls, dass sich ein Medizinstudium heute nicht mehr lohnt.

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach sagt: «Es gibt wenige Berufe, in denen man als Angestellter in relativ unkündbarer Position ähnlich hohe Einkünfte generieren kann.» Er hat recht. Angestellte Ärzte verdienen im Schnitt mehr als viele andere Akademiker, etwa Architekten oder Ingenieure, sogar mehr als Berater.

Anwälte und Manager liegen hingegen noch darüber. Wer heute Chefarzt ist, kann sich auch nicht beklagen. Laut einer Vergütungsstudie der Unternehmensberatung Kienbaum verdient er durchschnittlich 266 000 Euro brutto im Jahr. Das ist etwa so viel, wie der Geschäftsführer eines Wirtschaftsunternehmens bekommt.

In der Arztpraxis kann man verdienstmäßig nicht ganz so hoch aufsteigen. Nach Hochrechnungen des Marktanalysten Rebmann Research warf sie im Jahr 2007 für den Allgemeinmediziner im Schnitt einen Gewinn von 107 202 Euro ab, für den Orthopäden von 134 246 Euro.

  1. Davon muss er zwar noch Steuern, seine Altersvorsorge und die Krankenversicherung bezahlen.
  2. Ein schlechter Verdienst ist das trotzdem nicht.
  3. Die Reichtumsgrenze des Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung würde der Durchschnittsarzt, wenn er Single ist, locker knacken — sie ist allerdings auch niedrig gewählt.

Von der populäreren Reichtumsgrenze von einer Million Euro ist er hingegen weit entfernt. Lauterbach fasst die Lage so zusammen: «Reich wird man als Arzt heute nur noch in Ausnahmefällen. Aber wohlhabend kann man durchaus werden.» Auf der Straße: Unterdurchschittlich bezahlte Ärzte Dass Ärzte trotzdem für mehr Geld auf die Straße gehen oder ihre Praxen schließen, hat nicht nur mit Träumen von alten Spitzenverdiensten zu tun.

  1. Es sind vor allem die unterdurchschittlich bezahlten Ärzte, die sich beschweren.
  2. Das sind nicht wenige.
  3. Die Honorare sind extrem ungleich und ungerecht verteilt.
  4. Das trifft besonders die niedergelassenen Ärzte.
  5. So kann es sein, dass der Radiologe in Frankfurt-Mitte nur lächeln kann, wenn er sich mit dem Durchschnitt vergleicht, der Allgemeinmediziner in Berlin jedoch schlucken muss.

Radiologen und Laborärzte verdienen im Schnitt sehr gut. Anderen geht es schlechter. «Es ist nicht unbedingt ratsam, sich als Kinderarzt niederzulassen, wenn man drei Kinder hat, denen man das Studium finanzieren muss», sagt etwa Einhäupl. Zudem ist das Honorar auch noch ungleich über Deutschland verteilt: der Süden verdient mehr als der Norden, der Westen mehr als der Osten.

Das wäre nicht weiter schlimm, wenn diese Ungleichheit durch unterschiedliche Leistung der Ärzte entstünde. Doch damit hat das Honorar im überregulierten Sektor nur noch wenig zu tun. Nicht der verdient am meisten, der am meisten leistet, sondern der, dessen Standesvertreter die beste Lobbyarbeit geleistet haben.

Oder der, der Glück hat, weil die Kassenärztlichen Vereinigungen, die Krankenkassen oder die Politik seine Art zu wirtschaften gerade unterstützen. Dazu kommt, dass sich ständig ändern kann, wer Glück hat — wie durch die neue Honorarreform. «Die Verunsicherung der Ärzte ist sehr groß», sagt Lauterbach.

  1. Die Aussichten werden besser Trotzdem ist es übertrieben, aus Angst um den Verdienst nun dem Arztberuf abzuschwören.
  2. Denn die Aussichten werden besser.
  3. Gesundheit ist den Deutschen viel wert.
  4. Gleichzeitig gibt es schon jetzt vielerorts zu wenig Ärzte.
  5. Die meisten Krankenhäuser haben offene Stellen; auf dem Land und in Ostdeutschland fehlen Mediziner.

Deshalb sind die Honorare für niedergelassene Ärzte in der Summe im vergangenen Jahr stark gestiegen und werden das auch 2009 tun. Deshalb haben sich in den vergangenen Jahren gerade die Gehälter der jüngeren Ärzte in der Klinik verbessert. Und deshalb sagt Jörg Debatin, der Ärztliche Leiter des Uniklinikums Hamburg-Eppendorf: «Es ist noch nie so gut gewesen wie jetzt, mit dem Medizinstudium zu beginnen.

Sind die Ärzte Millionäre?

Das höchste Lebenseinkommen haben dabei die Mediziner, also Ärzte, die ein Medizinstudium absolviert haben. So verdienen Männer im Ärzteberuf mit 1.726.000 Euro mehr als doppelt so viel, als Menschen, die lediglich eine Ausbildung absolviert haben. Ärztinnen verdienen dagegen nur 1.355.000 Euro in ihrem Leben.

Sind Ärzte Mittelschicht?

Demnach gehört dazu, wer mindestens die mittlere Reife und eine abgeschlossene Lehre vorweisen kann. Wissenschaftler, freiberufliche Ärzte und Beamte mit Führungsfunktion gehören bei diesem Modell bereits zur ‘soziokulturellen Oberschicht’.

Sind Ärzte Spitzenverdiener?

Ärzte zählen zu den Spitzenverdienern in Deutschland. Doch auch innerhalb dieser Berufsgruppe sind die Einkommensunterschiede immens. Die höchsten Einnahmen unter Ärzten haben in Deutschland Radiologen — mit großem Abstand gefolgt von Augenärzten und Orthopäden.

  1. Das ermittelte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit Daten aus dem Jahr 2015.
  2. Die Praxen der Fachgebiete Radiologie, Nuklearmedizin und Strahlentherapie kommen demnach mit 850.000 Euro im Durchschnitt den höchsten Reinertrag, Praxen der Augenheilkunde kamen auf durchschnittlich 370.000 Euro und der Orthopädie auf 310.000 Euro.

«Am niedrigsten fiel der durchschnittliche Reinertrag mit 180.000 Euro bei den Praxen der Fachgebiete Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie Psychosomatische Medizin aus», so die Statistiker. Praxen des Fachgebiets Allgemeinmedizin — also in erster Linie Hausärzte — erreichten einen durchschnittlichen Reinertrag von 227.000 Euro.

  1. Der Reinertrag, nicht zu verwechseln mit dem Gewinn, ist die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben der Praxis, auch für Personalkosten.
  2. Allerdings werden dabei nicht die Kredite berücksichtigt, die sehr viele Ärzte für die Übernahme einer Praxis abbezahlen, und auch nicht die Sozialabgaben für den Praxisinhaber und seine Familie.

Der Reinertrag ist in etwa vergleichbar mit einem Bruttoeinkommen.

Sind Chefärzte reich?

D er Neurologe Karl Max Einhäupl kennt noch die goldenen Zeiten. «Als ich studiert habe, galt: Wenn du dein Physikum bestanden hast, dann hast du dein sehr gutes Auskommen sicher», erzählt der Vorstandsvorsitzende des Berliner Universitätsklinikums Charité,

«Das kann man heute nicht mehr behaupten.» Er will damit nicht sagen, dass die Ärzte verarmen. Doch er zeigt, was sich verändert hat, seit die Ausgaben im Gesundheitssystem immer stärker reguliert werden: Die Zeiten, in denen Ärzte automatisch Spitzenverdiener waren, sind vorbei. Im Krankenhaus haben vor allem die Chefs verloren.

«Früher haben einige Chefärzte durchaus eine Million Euro und mehr eingenommen. Das schaffen jetzt nur noch wenige», sagt Einhäupl. Der Grund: Wer heute Chefarzt wird, darf seine Privatpatienten häufig nicht mehr privat abrechnen. Damit versiegt eine bedeutende Einnahmequelle.

  • Der Traum vom Porsche — vorbei Für die niedergelassenen Ärzte war der Traum vom Porsche vor der Praxis schon früher vorbei.
  • Im Jahr 1993 endete für sie die Niederlassungsfreiheit.
  • Von da an konnten sie eine Praxis für gesetzlich Versicherte nur noch eröffnen, wenn ein Bedarf ermittelt war — eine Reform des damaligen Gesundheitsministers Horst Seehofer, um die Zahl der Ärzte zu begrenzen.

Er erreichte das Gegenteil: Panisch ließen sich kurz vor der Reform Tausende Ärzte nieder. Im Jahr 1993 stiegen die Neuzugänge um elf Prozent. Das wurde schnell zum Problem. Denn das Honorar, das die gesetzlichen Kassen den Praxen zugestanden, stieg zwar weiterhin im gewöhnlichen Maß.

  • Doch plötzlich musste es für mehr Ärzte reichen.
  • Die Selbstverwaltung der Ärzte, die das Geld verteilt, musste rationieren.
  • Manch eine Praxis erlitt in den folgenden Jahren Gewinneinbrüche um zehn Prozent.
  • Seitdem gilt: In vielen Praxen wird schlechter verdient als in der Klinik.
  • Das bedeutet jedoch keinesfalls, dass sich ein Medizinstudium heute nicht mehr lohnt.

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach sagt: «Es gibt wenige Berufe, in denen man als Angestellter in relativ unkündbarer Position ähnlich hohe Einkünfte generieren kann.» Er hat recht. Angestellte Ärzte verdienen im Schnitt mehr als viele andere Akademiker, etwa Architekten oder Ingenieure, sogar mehr als Berater.

  • Anwälte und Manager liegen hingegen noch darüber.
  • Wer heute Chefarzt ist, kann sich auch nicht beklagen.
  • Laut einer Vergütungsstudie der Unternehmensberatung Kienbaum verdient er durchschnittlich 266 000 Euro brutto im Jahr.
  • Das ist etwa so viel, wie der Geschäftsführer eines Wirtschaftsunternehmens bekommt.

In der Arztpraxis kann man verdienstmäßig nicht ganz so hoch aufsteigen. Nach Hochrechnungen des Marktanalysten Rebmann Research warf sie im Jahr 2007 für den Allgemeinmediziner im Schnitt einen Gewinn von 107 202 Euro ab, für den Orthopäden von 134 246 Euro.

Davon muss er zwar noch Steuern, seine Altersvorsorge und die Krankenversicherung bezahlen. Ein schlechter Verdienst ist das trotzdem nicht. Die Reichtumsgrenze des Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung würde der Durchschnittsarzt, wenn er Single ist, locker knacken — sie ist allerdings auch niedrig gewählt.

Von der populäreren Reichtumsgrenze von einer Million Euro ist er hingegen weit entfernt. Lauterbach fasst die Lage so zusammen: «Reich wird man als Arzt heute nur noch in Ausnahmefällen. Aber wohlhabend kann man durchaus werden.» Auf der Straße: Unterdurchschittlich bezahlte Ärzte Dass Ärzte trotzdem für mehr Geld auf die Straße gehen oder ihre Praxen schließen, hat nicht nur mit Träumen von alten Spitzenverdiensten zu tun.

Es sind vor allem die unterdurchschittlich bezahlten Ärzte, die sich beschweren. Das sind nicht wenige. Die Honorare sind extrem ungleich und ungerecht verteilt. Das trifft besonders die niedergelassenen Ärzte. So kann es sein, dass der Radiologe in Frankfurt-Mitte nur lächeln kann, wenn er sich mit dem Durchschnitt vergleicht, der Allgemeinmediziner in Berlin jedoch schlucken muss.

Radiologen und Laborärzte verdienen im Schnitt sehr gut. Anderen geht es schlechter. «Es ist nicht unbedingt ratsam, sich als Kinderarzt niederzulassen, wenn man drei Kinder hat, denen man das Studium finanzieren muss», sagt etwa Einhäupl. Zudem ist das Honorar auch noch ungleich über Deutschland verteilt: der Süden verdient mehr als der Norden, der Westen mehr als der Osten.

  • Das wäre nicht weiter schlimm, wenn diese Ungleichheit durch unterschiedliche Leistung der Ärzte entstünde.
  • Doch damit hat das Honorar im überregulierten Sektor nur noch wenig zu tun.
  • Nicht der verdient am meisten, der am meisten leistet, sondern der, dessen Standesvertreter die beste Lobbyarbeit geleistet haben.

Oder der, der Glück hat, weil die Kassenärztlichen Vereinigungen, die Krankenkassen oder die Politik seine Art zu wirtschaften gerade unterstützen. Dazu kommt, dass sich ständig ändern kann, wer Glück hat — wie durch die neue Honorarreform. «Die Verunsicherung der Ärzte ist sehr groß», sagt Lauterbach.

Die Aussichten werden besser Trotzdem ist es übertrieben, aus Angst um den Verdienst nun dem Arztberuf abzuschwören. Denn die Aussichten werden besser. Gesundheit ist den Deutschen viel wert. Gleichzeitig gibt es schon jetzt vielerorts zu wenig Ärzte. Die meisten Krankenhäuser haben offene Stellen; auf dem Land und in Ostdeutschland fehlen Mediziner.

Deshalb sind die Honorare für niedergelassene Ärzte in der Summe im vergangenen Jahr stark gestiegen und werden das auch 2009 tun. Deshalb haben sich in den vergangenen Jahren gerade die Gehälter der jüngeren Ärzte in der Klinik verbessert. Und deshalb sagt Jörg Debatin, der Ärztliche Leiter des Uniklinikums Hamburg-Eppendorf: «Es ist noch nie so gut gewesen wie jetzt, mit dem Medizinstudium zu beginnen.