Wie Schütze Ich Mein Geld Vor Inflation?

Wie Schütze Ich Mein Geld Vor Inflation
Privatvermögen mit Aktien und Investmentfonds schützen — Um das eigene Privatvermögen zu schützen, müssen Sparerinnen und Sparer schwerere Geschütze auffahren und in Sachwerte investieren. Das können beispielsweise Wertpapiere wie Aktien sein, aber auch Investmentfonds.

  1. Mit diesen lässt sich zumeist eine weit höhere Rendite erwirtschaften als bei festverzinsten Tagesgeld- und Sparkonten.
  2. In manchen Fällen reicht dies sogar aus, um den aktuellen Kaufkraftverlust auszugleichen.
  3. Aktien und Investmentfonds gehören folglich zu den im Augenblick besten Optionen für den Inflationsschutz.

Sie sind allerdings mit einem weitaus höheren Risiko verbunden. Dementsprechend sollten Sparerinnen und Sparer nicht ihr gesamtes Privatvermögen in Wertpapiere und Fonds investieren. Als grobe Orientierung gilt: Die maximale Quote darf etwa 100 Prozent abzüglich des Lebensalters betragen.

Wie kann man Geld vor der Inflation schützen?

Aktienfonds. Breit gestreute, weltweit anlegende Aktienfonds sind wegen ihrer hohen Renditechancen eines der besten Mittel gegen Inflation. Zwar haben sie ein relativ hohes Risiko, doch bei einer Anlagedauer von mindestens zehn Jahren ist das überschaubar. Anders als Immobilien sind sie auch für kleines Geld zu haben.

Wohin Geld bei Inflation?

Breite Streuung — In jedem Fall empfiehlt sich bei der Geldanlage eine breite Streuung über unterschiedliche Produktklassen und Laufzeiten, Unter anderem können Anleger damit auch einen Schutz gegen Inflation erreichen. Neben Tagesgeld, Festgeld und Sparanlagen kommen auch der Kauf von Investmentfonds, Immobilien(fonds), Edelmetallen oder Aktien in Betracht.

  • Grundsätzlich eignen sich Investitionen in Sachwerte (Aktien, Aktienfonds, Immobilien) als Mittel gegen die Inflation.
  • Doch auch hier darf der Anleger nicht blind zugreifen.
  • Wie die konkrete Aufteilung aussehen sollte, ist individuell sehr verschieden.
  • Dies hängt von der Höhe des Vermögens, aber natürlich auch von der persönlichen Bereitschaft zum Risiko ab.

Eine Vollkaskoversicherung gegen die Geldentwertung bietet aber auch diese Vorgehensweise nicht.

Was passiert mit meinem Geld auf der Bank bei Inflation?

Bei einer Inflation wird das Geld auf dem Konto nicht weniger, Sie können von Ihrem Ersparten nur weniger kaufen als noch ein Jahr zuvor, weil die Preise für Waren und Dienstleistungen gestiegen sind. Sorry, aber aktuell können Sie leider gar nichts dagegen tun. Sie können die Geldentwertung nur abmildern. Nehmen Sie sich ein paar Minuten für diesen Beitrag. Es lohnt sich.

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Was in der Inflation kaufen?

Sachwertanlagen bei hohen Inflationsraten — Ein bewährtes Krisenmittel sind Sachwertanlagen wie Gold kaufen oder Immobilien. Diese Investments bieten einen Wert in sich und im Ernstfall können besonders Edelmetalle als Tauschmittel dienen. Auch Immobilien sind eine gute Anlage, um Geld durch eine Inflation zu retten.

Sollte man in der Inflation Schulden machen?

Wer profitiert von Inflation, wer leidet? — Wo das Geld am schnellsten an Wert verliert Wer gewinnt und wer verliert bei Inflation? Inflation nützt Schuldnern und schadet Gläubigern. Denn mit der Geldentwertung schrumpft auch der reale Wert von Forderungen.

  1. Der größte Gewinner ist deshalb der Staat.
  2. Ist die Inflationsrate höher als der Zins, zu dem er sich Geld geliehen hat, schmelzen seine Schulden auf wunderbare Weise dahin.
  3. Zu den Profiteuren zählen auch die Banken, die selbst kaum eigene Mittel haben, sich aber das Geld bei der EZB zu Minizinsen leihen und teurer weitergeben.

„Die Banken unterstützt der Staat. Schließlich sind sie sein größter Financier», sagt Professor Jörg Guido Hülsmann von der Universität Angers in Frankreich. Die größten Verlierer sind die Bürger der Mittelschicht. „Die Inflation trifft immer die breite Masse.

  • Sie ist nicht auf die Preissteigerungen vorbereitet», sagt der Wirtschaftshistoriker Werner Abelshauser.
  • Die professionellen Anleger sind hingegen cleverer und haben ihr Geld frühzeitig in Sicherheit gebracht.» Die Inflation schwächt die Kaufkraft und frisst das meist niedrig verzinste Ersparte auf.

Zu den Inflationsverlierern zählen aber auch die Notenbanken. Inflation ruiniert ihren Ruf, und da sie massenhaft Staatsanleihen gekauft haben, sind sie als große Gläubiger der Staaten selbst betroffen. „Schulden werden durch Inflation vom Staat auf die Notenbanken verlagert.

Wenn es so weitergeht, wird die EZB der größte Gläubiger der Staaten sein – genauso wie die Reichsbank in den Dreißigerjahren», warnt Ökonom Hülsmann. Droht eine neue Hyperinflation? Das Zitat ließ aufhorchen: „Furcht vor galoppierender Inflation hilft nicht. Es gibt keine Abstriche an unserer Politik der Geldwertstabilität», versicherte jüngst Jörg Asmussen, Mitglied im EZB-Direktorium.

Allein die Tatsache, dass Asmussen den Begriff „galoppierende Inflation» benutzte, ist bemerkenswert – in EZB-Kreisen war dies bisher absolut unüblich. Ökonomen sprechen von galoppierender oder Hyperinflation, wenn die Preise unkontrolliert und explosionsartig nach oben schießen und die Inflationsrate – pro Monat – über 50 Prozent liegt. Drohen uns noch mal Zustände wie 1923? Theoretisch ja – doch ist dieses Horrorszenario unrealistisch. Es sei zwar „historisch fast nie gelungen, eine überbordende Staatsverschuldung ohne Inflation in den Griff zu bekommen», sagt der Berliner Wirtschaftshistoriker Nikolaus Wolf.

„Dass sich in Deutschland eine Hyperinflation wie 1923 wiederholt, halte ich aber für höchst unwahrscheinlich. Die Möglichkeiten der Zentralbank, Liquidität vom Markt zu nehmen, sind viel größer und ausgefeilter als früher». Und sollte die EZB versagen, bleibt Deutschland als letzte Option immer noch die Wiedereinführung der D-Mark.

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Was passiert mit meinem Haus bei einer Inflation?

Wie macht sich eine Inflation auf Immobilien bemerkbar? — Bei einer Inflation steigt die Immobilie, ebenso wie andere Produkte, im Preis, Währenddessen verliert hingegen das Geld an Wert. Oftmals ist die Rede von einem Ausgleich der Geldentwertung durch die im Preis steigenden Immobilien.

  • Grundsätzlich kann es von Vorteil sein, zu wissen, wie sich eine Inflation oder Deflation auf Immobilien auswirkt.
  • Wurde eine Immobilie finanziert, kann sich eine Inflation gleich doppelt positiv darauf auswirken : Da der Nennwert der Schulden gleich bleibt und der tatsächliche Wert der Schulden durch die Geldentwertung sinkt, steigt gleichzeitig der Wert der Immobilie.

Eine Deflation wirkt sich hingegen genau umgekehrt auf Immobilien aus: Während Geld an Wertgewinnt, verlieren Produkte und Dienstleistungen und somit auch die Immobilie an Wert, Insbesondere bei finanzierten Immobilien kann eine Deflation gravierende Folgen haben.

Sollte man während Inflation investieren?

Vorsorge Mit Sachwerten der Inflation trotzen — Wie Schütze Ich Mein Geld Vor Inflation Wie lege ich mein Geld am besten an, damit es nicht baden geht? © IMAGO / Future Image Finanzielle Vorsorge ist in Zeiten hoher Inflationsraten wahrlich nicht einfach. Steigende Preise lassen den Wert des Ersparten dahinschmelzen. Doch Anleger können gegensteuern Ob im Supermarkt, bei der Energieversorgung oder an der Tankstelle: Das Leben in Deutschland wird immer teurer.

  • Die Inflationsrate betrug im Juni nach Angaben des Statistischen Bundesamts 7,6 Prozent.
  • Damit hat sich die Teuerungsrate im Vergleich zum Vormonat zwar etwas abgeschwächt – im Mai waren es noch 7,9 Prozent.
  • Wirklich besser macht das die Situation für viele Konsumentinnen und Konsumenten allerdings nicht.
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Sie suchen vermehrt nach günstigen Alternativen, kochen selbst, anstatt Essen zu gehen und denken dreimal darüber nach, ob sich die Fahrt mit dem Auto wirklich lohnt. Das soll Geld sparen. Doch wer sein Erspartes auf Bankkonten oder einem Sparbuch parkt, entgeht damit keinesfalls der schleichenden Geldentwertung.

  1. Dafür sind die Zinsen immer noch viel zu niedrig.
  2. Die gute Nachricht: Sparer sind dem nicht wehrlos ausgeliefert.
  3. Bei einer Inflation steigt das allgemeine Preisniveau.
  4. Das hat negative Folgen für Verbraucher: Güter des täglichen Bedarfs werden teurer, der Wert ihres Geldes nimmt ab.
  5. Daher ist es in Zeiten hoher Inflationsraten und niedriger Zinsen sinnvoll, einen Teil des Ersparten in sogenannte Sachwerte zu investieren.

Sachwerte sind physische Anlagegüter mit einem materiellen Wert, wie etwa Immobilien, Edelmetalle oder Aktien. Sie bieten einen besseren Inflationsschutz als Geldwerte und sind damit ein gutes Vorsorgeinstrument. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, in Sachwerte zu investieren.

Stephan Albrech, Vorstand der Vermögensverwaltung Albrech & Cie, unterscheidet grundsätzlich zwei Bereiche: produktive Sachwerte, beispielsweise Aktien etablierter Unternehmen, und unproduktive Sachwerte, etwa Edelmetalle. „Im nicht produktiven Bereich halten wir zum Beispiel Gold in wohldosierter Beimischung für ratsam», sagt Albrech.

Zwar wirft das gelbe Edelmetall keine Zinsen ab und es gibt auch keine Dividenden. Dafür erfüllt der „sichere Hafen» zwei andere Kriterien des Vermögensverwalters: Der Rohstoff ist nicht beliebig vermehrbar und bleibt dadurch relativ wertbeständig – wenn auch mit zwischenzeitlichen Kursschwankungen.