3 Jahre Elternzeit Woher Geld?

3 Jahre Elternzeit Woher Geld
Kurz & knapp: Gehalt in der Elternzeit — Wird das Gehalt während der Elternzeit weitergezahlt? Während der Elternzeit erfolgt die Bezahlung vom Gehalt nicht durch den Arbeitgeber, sondern durch den Staat in Form von Elterngeld, Es wird normalerweise zwölf Monate lang gezahlt.

In welcher Höhe bewegt sich das Eltern‌geld? In der Regel beträgt das Elterngeld 67 Prozent vom Gehalt. Maßgeblich bei der Bemessung ist das Gehalt der letzten zwölf Monate. Wie verhält sich das Ganze, wenn ich während der Elternzeit in Teilzeit weiterarbeite? Wer in Teilzeit weiterarbeitet, erhält dafür eine Bezahlung in der Elternzeit.30 Arbeitsstunden in der Woche dürfen Eltern jedoch nicht überschreiten, sonst erlischt der Anspruch auf Elterngeld.

Muss der Arbeitgeber seinem Mitarbeiter auch in der Elternzeit einen Lohn zahlen, obwohl dieser seiner Tätigkeit nicht nachkommt ? Wie viele Stunden dürfen Arbeitnehmer während der Elternzeit überhaupt arbeiten ? Diese Fragen klärt der folgende Ratgeber,

Wie viel Geld bekommt man wenn man 3 Jahre Elternzeit nimmt?

Höhe und Anspruchsvoraussetzungen — Die Höhe des Elterngeldes hängt davon ab, wie viel Einkommen der betreuende Elternteil vor der Geburt des Kindes hatte und ob nach der Geburt Einkommen wegfällt. Eltern mit höheren Einkommen erhalten 65 Prozent, Eltern mit niedrigeren Einkommen bis zu 100 Prozent des Voreinkommens.

  1. Je nach Einkommen beträgt das Basiselterngeld zwischen 300 Euro und 1800 Euro im Monat und das ElterngeldPlus zwischen 150 Euro und 900 Euro im Monat.
  2. Das Mindestelterngeld erhalten alle, die nach der Geburt ihr Kind selbst betreuen und höchstens 32 Stunden in der Woche arbeiten (höchstens 30 Stunden pro Woche bei Kindern, die vor dem 1.

September 2021 geboren wurden), etwa auch Studierende, Hausfrauen oder Hausmänner und Eltern, die wegen der Betreuung älterer Kinder nicht gearbeitet haben. Mehrkindfamilien mit kleinen Kindern profitieren vom sogenannten Geschwisterbonus: Sie erhalten einen Zuschlag von zehn Prozent des sonst zustehenden Elterngeldes, mindestens aber 75 Euro bei Basiselterngeld (37,50 Euro bei ElterngeldPlus).

  1. Bei Mehrlingsgeburten wird ein Mehrlingszuschlag von 300 Euro (150 Euro bei ElterngeldPlus) für jedes weitere neugeborene Kind gezahlt.
  2. Das Elterngeld wird beim Bürgergeld, bei der Sozialhilfe und beim Kinderzuschlag vollständig als Einkommen angerechnet — dies betrifft auch den Mindestbetrag von 300 Euro.

Es gibt aber eine Ausnahme: Alle Elterngeldberechtigten, die Bürgergeld, Sozialhilfe oder Kinderzuschlag beziehen und die vor der Geburt ihres Kindes beziehungsweise ihrer Mehrlingskinder erwerbstätig waren, erhalten einen Elterngeldfreibetrag. Dieser Freibetrag liegt je nach Verdienst bei höchstens 300 Euro.

Wie finanziere ich mich während der Elternzeit?

Was ist ElterngeldPlus? — Für Kinder, die nach dem 1. Juli 2015 geboren wurden, können Sie anstelle von Basiselterngeld auch ElterngeldPlus beantragen. Sie können es doppelt so lange erhalten wie Basiselterngeld. Dafür ist das ElterngeldPlus für alle, die nach der Geburt kein Einkommen haben, nur halb so hoch wie das Basiselterngeld.

Sie verändern damit also nicht die Gesamthöhe, sondern nur den Zeitraum, in dem Sie Elterngeld bekommen. Wenn Sie nach der Geburt Teilzeit arbeiten, ist ElterngeldPlus noch interessanter. Der Deckelungsbetrag liegt bei der Hälfte Ihres Basiselterngeld-Anspruchs ohne Einkommen. Der Betrag Ihres ElterngeldPlus kann also unter Umständen genauso hoch sein wie der Ihres Basiselterngeldes – da Sie hier ja Abzüge aufgrund Ihres Teilzeit-Einkommens in Kauf nehmen müssen.

So bekommen Sie letztlich beim ElterngeldPlus denselben Betrag im Monat ausgezahlt, aber doppelt so lange.

Kann man 3 Jahre in Elternzeit gehen?

Wenn Sie einen Anspruch auf Elternzeit haben, können Sie pro Kind bis zu 3 Jahre Elternzeit nehmen. Jedem Elternteil stehen 3 Jahre Elternzeit zu, unabhängig davon ob der andere Elternteil ebenfalls Elternzeit beansprucht. Wie Sie die Elternzeit untereinander aufteilen, können Sie frei wählen.

Was bekomme ich an Geld wenn ich in Elternzeit bin?

Wie viel Elterngeld kann ich bekommen? Die Höhe Ihres Elterngelds hängt von folgenden Fragen ab:

Beantragen Sie Basiselterngeld oder ElterngeldPlus oder Partnerschaftsbonus?Wie viel hatten Sie bisher?Wie viel Einkommen werden Sie haben, während Sie Elterngeld beziehen?Bekommen Sie noch andere staatliche Leistungen?Bekommen Sie Zwillinge oder weitere Mehrlinge?Haben Sie bereits weitere kleine Kinder?

Je nach Einkommen beträgt

Basiselterngeld zwischen 300 und 1.800 Euro monatlich undElterngeldPlus zwischen 150 und 900 Euro monatlich.

Wenn Sie mehrere Kinder haben, können Sie Zuschläge bekommen, zum Beispiel bei oder bei, Den Mindestbetrag von 300 Euro Basiselterngeld oder 150 Euro ElterngeldPlus können Sie auch bekommen, wenn Sie bisher kein Einkommen hatten. Sie erhalten den Mindestbetrag zum Beispiel auch, wenn Sie nach der Geburt genauso viel verdienen wie davor.

In den Lebensmonaten, in denen Sie kein Einkommen haben, beträgt das Basiselterngeld 65 % Ihres Netto-Einkommens vor der Geburt.In den Lebensmonaten, in denen Sie Einkommen haben, beträgt das Basiselterngeld 65 % des Unterschieds zwischen Ihrem Netto-Einkommen vor der Geburt und Ihrem Netto-Einkommen danach.

Als Netto-Einkommen vor der Geburt werden maximal 2.770 Euro berücksichtigt. Wenn Sie vor der Geburt Ihres Kindes weniger als 1.240 Euro Netto-Einkommen hatten, bekommen Sie mehr Elterngeld. Denn dann steigt der Prozentsatz, den Sie von Ihrem Einkommens-Unterschied als Elterngeld bekommen. Je weniger Netto-Einkommen Sie hatten, desto größer ist der Prozentsatz:

Wenn Sie zwischen 1.240 und 1.200 Euro hatten, steigt der Prozentsatz in kleinen Schritten von 65 % auf 67 %. Bei 1.238 Euro bekommen Sie 65,1 %, bei 1.236 Euro bekommen Sie 65,2 % und so weiter.Wenn Sie zwischen 1.200 Euro und 1.000 Euro hatten, bekommen Sie 67 %.Wenn Sie weniger als 1.000 Euro hatten, steigt der Prozentsatz wieder in kleinen Schritten auf bis zu 100 %. Je 2 Euro, die Ihr Einkommen unter 1.000 Euro lag, steigt der Prozentsatz um 0,1 %. Bei 998 Euro bekommen Sie 67,1 %, bei 996 Euro bekommen Sie 67,2 % und so weiter.

Sie bekommen in jedem Fall den Elterngeld-Mindestbetrag, auch wenn Sie gar kein Einkommen hatten. Wie hoch das Elterngeld in Ihrem Fall sein könnte, können Sie unverbindlich ausrechnen lassen von unserem, Das ElterngeldPlus wird genauso berechnet wie das Basiselterngeld.

ElterngeldPlus ist aber in der Höhe begrenzt auf die Hälfte dessen, was Sie als Basiselterngeld theoretisch bekommen würden, wenn Sie nach der Geburt kein Einkommen hätten. Diese Grenze nennt man «Deckelungsbetrag». Dafür können Sie ElterngeldPlus doppelt so lange bekommen wie Basiselterngeld. Wenn Sie nach der Geburt kein Einkommen haben, ist das ElterngeldPlus immer halb so hoch wie das Basiselterngeld.

Sie können sich also beispielsweise für ElterngeldPlus entscheiden, um den Zeitraum zu verlängern, in dem Sie Elterngeld bekommen. Ihr Elterngeld wird dann insgesamt nicht weniger, sondern nur auf einen längeren Zeitraum verteilt. ElterngeldPlus kann sich besonders lohnen, wenn Sie nach der Geburt Einkommen haben — zum Beispiel, weil Sie Teilzeit arbeiten.

Netto-Einkommen nach der Geburt 0 Euro monatlich
Einkommens-Unterschied 2.000 Euro monatlich
Basiselterngeld (65 % des Unterschieds) 1.300 Euro monatlich
davon die Hälfte («Deckelungsbetrag») 650 Euro monatlich
ElterngeldPlus 650 Euro monatlich

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Basiselterngeld für maximal 12 Monate Summe 12 mal 1.300 Euro = 15.600 Euro

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ElterngeldPlus für maximal 24 Monate Summe 24 mal 650 Euro = 15.600 Euro

Basiselterngeld und ElterngeldPlus: 500 Euro Einkommen nach der Geburt

Art des Verdiensts / des Elterngelds Betrag
Netto-Einkommen vor der Geburt 2.000 Euro monatlich
Netto-Einkommen nach der Geburt 500 Euro monatlich
Einkommens-Unterschied 1.500 Euro monatlich
Basiselterngeld (65 % des Unterschieds) 975 Euro monatlich
Theoretisches Basiselterngeld ohne Einkommen nach der Geburt (65 % von 2.000 Euro) 1.300 Euro monatlich
davon die Hälfte («Deckelungsbetrag») 650 Euro monatlich
ElterngeldPlus 650 Euro monatlich

Das ElterngeldPlus wird in diesem Beispiel durch den Deckelungsbetrag begrenzt. Denn 65 % vom Einkommens-Unterschied liegen höher als der Deckelungsbetrag. Daher ist das ElterngeldPlus so hoch wie der Deckelungsbetrag. Weil das ElterngeldPlus doppelt so lange bezogen werden kann, erhalten die Eltern am Ende trotzdem mehr Elterngeld, wenn sie sich für ElterngeldPlus entscheiden:

Basiselterngeld für maximal 12 Monate Summe
12 mal 975 Euro 11.700 Euro

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ElterngeldPlus für maximal 24 Monate Summe 24 mal 650 Euro 15.600 Euro

Wie hoch das Elterngeld in Ihrem Fall ist, können Sie unverbindlich ausrechnen lassen von unserem, Basiselterngeld und ElterngeldPlus: 1.200 Euro Einkommen nach der Geburt

Art des Verdiensts / des Elterngelds Betrag
Netto-Einkommen vor der Geburt 2.000 Euro monatlich
Netto-Einkommen nach der Geburt 1.200 Euro monatlich
Einkommens-Unterschied 800 Euro monatlich
Basiselterngeld (65 % des Unterschieds) 520 Euro monatlich
Theoretisches Basiselterngeld ohne Einkommen nach der Geburt (65 % von 2.000 Euro) 1.300 Euro monatlich
davon die Hälfte («Deckelungsbetrag») 650 Euro monatlich
ElterngeldPlus 520 Euro monatlich

Das ElterngeldPlus wird in diesem Beispiel nicht durch den Deckelungsbetrag begrenzt. Denn der Deckelungsbetrag ist höher als 65 % vom Einkommens-Unterschied. Daher ist das ElterngeldPlus so hoch wie das mögliche Basiselterngeld mit Einkommen. Trotzdem kann es doppelt so lange bezogen werden. Dadurch erhalten die Eltern am Ende insgesamt doppelt so viel Elterngeld:

Basiselterngeld für maximal 12 Monate Summe
12 mal 520 Euro = 6.240 Euro

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ElterngeldPlus für maximal 24 Monate Summe 24 mal 520 Euro = 12.480 Euro

Basiselterngeld beträgt mindestens 300 Euro und höchstens 1.800 Euro. Das bedeutet: Sie bekommen als Basiselterngeld mindestens 300 Euro, auch wenn Sie vor der Geburt gar kein Einkommen hatten oder auch wenn bei Ihnen nach der Geburt kein Einkommen wegfällt, weil Sie weiter in gleicher Teilzeit arbeiten.

Wenn Sie vor der Geburt Einkommen hatten und die Berechnung weniger als 300 Euro ergibt, bekommen Sie ebenfalls den Mindestbetrag. ElterngeldPlus und der Partnerschaftsbonus betragen mindestens 150 Euro und höchstens 900 Euro. Mehr Elterngeld können Sie bekommen, wenn Sie haben. Dazu können Sie zum Beispiel unseren verwenden.

Den, Mit dieser Variante können Sie genau planen, wann Sie welche Elterngeld-Variante bekommen möchten. So können Sie ausprobieren, wie sich Elterngeld und ElterngeldPlus für Sie am sinnvollsten kombinieren lassen. Außerdem können Sie unverbindlich ausrechnen lassen, wie hoch das Elterngeld in Ihrem Fall voraussichtlich sein wird.

  • Weitere Hilfe erhalten Sie bei Ihrer Elterngeldstelle.
  • Bitte wenden Sie sich an die Elterngeldstelle, die für den Wohnort Ihres Kindes zuständig ist.
  • Welche Elterngeldstelle dies ist, können Sie mithilfe der Postleitzahl herausfinden.
  • Nein, wie hoch Ihr ElterngeldPlus ist, hängt auch davon ab, wie viel Einkommen Sie nach der Geburt Ihres Kindes haben — zum Beispiel, weil Sie Teilzeit arbeiten.

Nur wenn Sie nach der Geburt gar kein Einkommen haben, ist das monatliche ElterngeldPlus halb so hoch wie das monatliche Basiselterngeld. Dafür können Sie es doppelt so lang bekommen. Das Elterngeld selbst ist steuerfrei, Sie müssen also keine Steuern dafür zahlen.

  • Allerdings unterliegt das Elterngeld dem sogenannten «Progressionsvorbehalt».
  • Das heißt: Das Elterngeld wird berücksichtigt, wenn Ihr Steuersatz berechnet wird.
  • Das kann dazu führen, dass Sie einen höheren Steuersatz bekommen.
  • Dann müssen Sie für Ihr übriges Einkommen mehr Steuern zahlen.
  • Deshalb müssen Sie das Elterngeld auch in Ihrer Steuererklärung angeben.

Beachten Sie: Haben Sie noch nie eine Steuererklärung eingereicht, so verpflichtet Sie der Elterngeldbezug dazu, eine Steuererklärung für den Zeitraum der bezogenen Leistung abzugeben. Zur Steuererklärung verpflichtet sind Sie auch, wenn Sie Mutterschaftsgeld, Arbeitslosengeld, Krankengeld oder andere Lohnersatzleistungen bekommen.

Wie funktioniert 3 Jahre Elternzeit?

Page 2 — Elternzeit ist eine unbezahlte Auszeit vom Berufsleben für Mütter und Väter, die ihr Kind selbst betreuen und erziehen. Als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer können Sie Elternzeit von Ihrem Arbeitgeber verlangen. Während der Elternzeit muss Ihr Arbeitgeber Sie pro Kind bis zu 3 Jahre von der Arbeit freistellen.

  1. In dieser Zeit müssen Sie nicht arbeiten und erhalten keinen Lohn.
  2. Zum Ausgleich können Sie zum Beispiel beantragen.
  3. Der in anderen Ländern existierende Vaterschaftsurlaub wird in Deutschland von den Regelungen zur Elternzeit und zum Elterngeld abgedeckt.
  4. Ihre Elternzeit können Sie vor dem 3.
  5. Geburtstag Ihres Kindes nehmen.

Einen Teil davon können Sie auch im Zeitraum zwischen dem 3. und dem 8. Geburtstag nehmen. Das bedeutet: Sie können Ihre Elternzeit dann nehmen, wenn Sie und Ihr Kind sie wirklich brauchen. Während der Elternzeit sind Sie auf besondere Weise vor Kündigungen geschützt.

Sie sind Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer.Sie leben mit Ihrem Kind in einem gemeinsamen Haushalt.Sie betreuen und erziehen Ihr Kind selbst.Während der Elternzeit arbeiten Sie entweder gar nicht oder höchstens 30 Stunden pro Woche. Mehr zu diesem Thema erfahren Sie unter,Eltern, deren Kinder ab dem 01.09.2021 geboren werden, dürfen bis zu 32 Stunden pro Woche arbeiten. Mehr erfahren Sie unter

Die Elternzeit können Sie in jedem Arbeitsverhältnis nehmen, also zum Beispiel auch bei Teilzeit, bei befristeten Verträgen, bei sogenannten «Mini-Jobs» oder wenn Sie von zu Hause aus arbeiten. Wenn Sie studieren und parallel arbeiten, können Sie ebenfalls Elternzeit beantragen, zum Beispiel wenn Sie eine oder Umschulung machen oder wenn Sie zur beruflichen Fortbildung beschäftigt sind.

  1. Elternzeit steht Ihnen zu, wenn Sie in Deutschland arbeiten oder wenn Ihr Arbeitsvertrag nach deutschem Recht geschlossen wurde.
  2. Es spielt keine Rolle, ob Sie in Deutschland wohnen.
  3. Für Beamtinnen und Beamte, Richterinnen und Richter, Soldatinnen und Soldaten gibt es spezielle Formen der Elternzeit.
  4. Sie haben keinen Anspruch auf Elternzeit in der hier beschriebenen Form.

Elternzeit steht Ihnen zu, unabhängig davon ob der andere Elternteil ebenfalls Elternzeit beansprucht.Elternzeit können Sie bekommen

für Ihr leibliches Kind,für das, Ihrer Lebenspartnerin oder Ihres Lebenspartners,für Kinder, für die Sie als Vater eine Vaterschaftsanerkennung oder eine Vaterschaftsfeststellung beantragt haben, auch wenn über Ihren Antrag noch nicht entschieden wurde,für ein in Vollzeitpflege,für Ihr, auch wenn das Adoptionsverfahren noch läuft (sogenanntes «Kind in Adoptionspflege»),für Ihr, wenn ein Elternteil des Kindes minderjährig ist oder sich in einer Ausbildung befindet, die er vor seinem 18. Geburtstag begonnen hat; in beiden Fällen können Sie nur dann Elternzeit bekommen, falls beide Eltern des Kindes selbst keine Elternzeit nehmen. Bei Geburten vor dem 1. Juni 2015 geht dies nicht bei jedem Teil der Ausbildung, sondern nur während der letzten beiden Ausbildungsjahre,in auch für Ihre Schwester oder Ihren Bruder, Ihre Nichte oder Ihren Neffen, Ihr Enkelkind oder Ihr Urenkelkind. Dies ist zum Beispiel möglich bei schwerer Krankheit, Behinderung oder Tod der Eltern.

Falls Sie nicht das Sorgerecht für das Kind haben, benötigen Sie die Zustimmung des sorgeberechtigten Elternteils, um Elternzeit nehmen zu können. Personen, die nicht in einem Arbeitsverhältnis stehen, haben keinen Anspruch auf Elternzeit. Diese Personen haben keinen Arbeitgeber, von dem Sie eine Auszeit von der Arbeit verlangen könnten.

Selbständige,Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer oder selbständige Gesellschafterinnen und Gesellschafter von Personen- oder Kapitalgesellschaften,Hausfrauen und Hausmänner,Studentinnen und Studenten,Schülerinnen und Schüler,Teilnehmende am Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ), Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) und Bundesfreiwilligendienst (BFD),Arbeitslose undEhrenamtliche.

Die Elternzeit ist geregelt im : Gesetz zum Elterngeld und zur Elternzeit. : Was Sie zur Elternzeit wissen müssen

Was passiert nach 3 Jahren Elternzeit?

Was ist nach dem Ende der Elternzeit? — Nach dem Ablauf der Elternzeit haben Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer ein Recht auf Weiterbeschäftigung beim Arbeitgeber. In der Regel sollten die Eltern nach der Elternzeit an ihren alten Arbeitsplatz zurückkehren dürfen.

Je nach firmeninternen Vereinbarungen und betrieblichen Gegebenheiten ist das jedoch nicht immer möglich. In dem Fall müssen die Berufsrückkehrer damit rechnen, einen anderen Arbeitsplatz zugewiesen zu bekommen. Dieser neue Arbeitsplatz darf aber keinesfalls eine Schlechterstellung beinhalten. Durch die Beschäftigung an einem anderen Arbeitsplatz dürfen auch keine finanziellen Nachteile entstehen.

Die Höhe Ihres Gehalts muss gleich bleiben. Ist die Elternzeit beendet, besteht kein rechtlicher Anspruch auf einen Teilzeit-Arbeitsplatz, selbst wenn während der Elternzeit die Tätigkeit in Teilzeit ausgeübt wurde. Stimmt der Arbeitgeber einer Teilzeitbeschäftigung aus betriebsinternen Gründen nicht zu, muss die Wiederaufnahme der Arbeit in Vollzeit erfolgen.

Kann man in Elternzeit ein Auto finanzieren?

Elterngeld aufstocken mit einem Kredit während der Elternzeit — Es ist durchaus möglich, einen Kredit trotz Elternzeit zu erhalten. Dabei sollten Sie jedoch bedenken, dass es für Banken risikoreicher ist, Ihnen in dieser Situation ein Darlehen zu gewähren.

Wie viel Geld bekommt man wenn man 2 Jahre Elternzeit nimmt?

Elterngeld berechnen: Wer wie lange Anspruch auf Elterngeld hat Neugeborenes. Die erste Zeit mit einem Kind – wer darum im Job kürzer tritt, freut sich über Eltern­geld. © Getty Images / Maskot Bildbyrå AB Eltern haben die Wahl: Bis zu 14 Monate Basis­eltern­geld oder bis zu 28 Monate Eltern­geld Plus zum halben Satz.

  1. Hier finden Sie alle wichtigen Infos zum Thema Eltern­geld.
  2. Lesen Sie auf dieser Seite: Eltern­geld ist für die meisten Eltern eine sehr wichtige finanzielle Unterstüt­zung nach der Geburt eines Kindes.
  3. Es kann in verschiedenen Varianten und in unterschiedlichem Umfang nur von einem Eltern­teil oder beiden oder beiden nach­einander bezogen werden.

Anspruch auf Eltern­geld haben Mütter und Väter, die nach der Geburt ihres Kindes pro Lebens­monat durch­schnitt­lich nicht mehr als 30 Stunden in der Woche erwerbs­tätig sind. Auch arbeits­lose Eltern bekommen Eltern­geld. Eltern­geld kann nur beantragen, wer mit seinem Kind in einem Haushalt lebt.

Lebt das Kind bei getrennten Eltern im Wechselmodell mal beim Vater, mal bei der Mutter, muss es mindestens 30 Prozent seiner Zeit in beiden Haushalten verbringen, damit beide Eltern Eltern­geld beantragen können. Part­nermonate nicht verschenken. Paare haben Anspruch auf zwölf Monate Eltern­geld („Basis­eltern­geld»).

Zwei weitere Monate („Part­nermonate») bekommen sie, wenn nicht nur die Mutter des Kindes, sondern auch der Vater für wenigs­tens zwei Monate Eltern­geld beantragt und für die Kinder­betreuung im Job kürzer tritt. Einen Anspruch auf eine bis zu dreijäh­rige (Reduzierung der Arbeit auf null) hat jeder Arbeitnehmer.

Schwanger? Sofort zum Finanz­amt! Ehepaare können sich ein riesiges Plus beim Eltern­geld sichern, wenn derjenige recht­zeitig vor der Geburt in die Steuerklasse 3 wechselt, der später mehr Monate Eltern­geld beantragen wird. Das sind oft die Mütter. Wollen sie ein höheres Eltern­geld nach Steuerklasse 3, müssen sie spätestens sieben Monate vor dem Kalendermonat, in dem sie in Mutter­schutz gehen, den Steuerklassen­wechsel beim Finanz­amt beantragen.

Sobald das Ehepaar von der Schwangerschaft weiß, ist also Eile geboten (Details im Special ). „Eltern­geld Plus» lukrativ für Eltern in Teil­zeit. Eltern können wählen zwischen bis zu 14 Monaten „Basis­eltern­geld» zum vollen Satz (maximal 1800 Euro monatlich) oder 28 Monaten „Eltern­geld Plus» zum halbem Satz (maximal 900 Euro).

  1. Das Eltern­geld Plus lohnt sich besonders für Mütter und Väter, die bald nach der Geburt wieder arbeiten, aber in Teil­zeit gehen wollen.
  2. Unterm Strich kommt für sie mehr heraus als mit dem Basis­eltern­geld.
  3. Früh planen.
  4. Das Thema Eltern­geld ist kompliziert.
  5. Beschäftigen Sie sich nicht erst nach der Geburt Ihres Kindes damit.

Dann haben Sie Wichtigeres im Kopf. Besorgen Sie sich früh den Eltern­geld­antrag und füllen ihn aus, soweit es geht. Dann müssen Sie nach der Geburt nur noch unter­schreiben und die notwendigen Unterlagen dazu­legen (Details zum Antrag im Special Eltern­geld­stellen.

Wer fürs Eltern­geld zuständig ist, ist in den Bundes­ländern unterschiedlich geregelt. Die Adresse der Eltern­geld­stellen finden Sie in unserem, Dort lesen Sie auch, wo Sie die Antrags­unterlagen herunter­laden können und was sonst noch beim Antrag auf Eltern­geld zu beachten ist. Neben den leiblichen Eltern können auch andere Personen berechtigt sein, Eltern­geld zu bekommen: Adoptiv­eltern.

See also:  Wie Viel Geld Bekommt Man Für Eine Samenspende?

Personen, die mit einem Kind in einem Haushalt leben, das sie adoptiert oder mit dem Ziel der Adoption in ihren Haushalt aufgenommen haben. Pfle­geeltern, die ein Kind zur Voll­zeit­pflege aufgenommen haben, steht kein Eltern­geld zu. Wird aus der Voll­zeit­pflege allerdings eine Adoptions­pflege, besteht ab dann ein Anspruch auf Eltern­geld.

Stief­eltern. Ehepartner des leiblichen Eltern­teils, die mit dessen Kind in einem Haushalt zusammenleben („Patchwork-Familien»). Das gilt auch für einen gleich­geschlecht­lichen Lebens­partner des leiblichen Eltern­teils, sofern er mit ihm die Lebens­part­nerschaft nach dem Lebens­part­nerschafts­gesetz einge­gangen ist („Homo-Ehe»).

„Noch-Nicht-Väter». Wer ein Kind gezeugt hat und zum Zeit­punkt der Geburt nicht mit der Kinds­mutter verheiratet ist, ist recht­lich noch kein Vater, bis er die Vaterschaft etwa beim Standes­amt freiwil­lig anerkannt hat. Kommen mehrere Männer als Erzeuger in Frage, wird die Vaterschaft im Verfahren vor dem Familien­gericht fest­gestellt.

  1. In beiden Fällen müssen die „Noch-Nicht-Väter» nicht warten, bis die Anerkennung beim Standes­amt wirk­sam geworden ist oder das Familien­gericht entschieden hat.
  2. Sie können auch vorher schon Eltern­geld beantragen, sobald sie das Verfahren zur Anerkennung beziehungs­weise Fest­stellung der Vaterschaft einge­leitet haben.

Härtefälle. Können sich die Eltern wegen einer schweren Krankheit, Schwerbehin­derung oder Tod nicht um ihr Kind kümmern, sind ausnahms­weise Verwandte bis zum dritten Grad und ihre Ehegatten berechtigt, Eltern­geld zu beantragen. In einem solchen Ausnahme­fall können also etwa Groß­eltern, Onkel, Tanten und Geschwister des Neugeborenen anspruchs­berechtigt sein.

Eltern, die gemein­sam ein zu versteuerndes Jahres­einkommen von 300 000 Euro oder mehr haben, können kein Eltern­geld erhalten. Für Allein­erziehende liegt die Schwelle bei 250 000 Euro. Auch Eltern, die nach der Geburt ihre Arbeits­zeit nicht ganz auf null reduzieren, sondern Teil­zeit arbeiten, bekommen Eltern­geld.

Da Eltern­geld pro Lebens­monat des Kindes (nicht pro Kalendermonat!) ausgezahlt wird, darf die Arbeits­zeit des Eltern­teils aber durch­schnitt­lich nicht mehr als 32 Wochen­stunden pro Lebens­monat betragen. Wer mehr arbeitet, bekommt gar kein Eltern­geld.

  1. Die Eltern­geld­stelle über­prüft das auch.
  2. Wer Teil­zeit arbeitet, muss der Eltern­geld­stelle nach dem Ende der Eltern­geld­phase eine Arbeits­zeit­bescheinigung vom Arbeit­geber vorlegen.
  3. Über­schreitungen der Grenze in einzelnen Wochen sind unschädlich, solange inner­halb eines Lebens­monat des Kindes im Monats­schnitt nicht mehr als 30 Stunden die Woche gearbeitet werden.

Mehrere Beschäftigungen werden zusammenge­rechnet. Arbeits­zeit­bescheinigung. Teil­zeit arbeitende Arbeitnehmer müssen bei der Eltern­geld­stelle eine Arbeits­zeit­bescheinigung vorlegen. Selbst­ständige müssen gegen­über der Behörde selbst glaubhaft erklären, wie viel sie arbeiten und welche Maßnahmen sie getroffen haben, um ihren Arbeits­ausfall (etwa durch die Einstellung einer Aushilfe) auszugleichen.

  • Das Eltern­geld beantragen Vater und Mutter übrigens bei der Eltern­geld­stelle, die Eltern­zeit beim Arbeit­geber.
  • Arbeitnehmer können ab Geburt maximal drei Jahre Eltern­zeit nehmen.
  • Anspruch darauf haben auch Beschäftigte in Klein­betrieben.
  • In der Eltern­zeit gilt Kündigungs­schutz.
  • Eltern müssen die Eltern­zeit schriftlich ­beantragen.

Eine E-Mail oder ein Fax reicht nicht. Wichtig: Der Antrag muss dem Arbeit­geber spätestens sieben Wochen vor Beginn der Eltern­zeit vorliegen. Am besten geben Sie den Antrag in der Personal­abteilung Ihres Arbeit­gebers persönlich ab und lassen sich sich den Empfang bestätigen.

  1. Ein Musterformular für den Antrag auf Eltern­zeit und alle Details zum Antrag finden Sie im Special,
  2. Unabhängig. Objektiv.
  3. Unbestechlich.
  4. Wie lange wird das Eltern­geld maximal gezahlt? Kommt darauf an, ob es sich um das Basiseltergeld oder das Eltern­geld Plus handelt.
  5. Beliebige Aufteilung.
  6. Für das „normale» Eltern­geld (genannt „Basis­eltern­geld») gilt die grobe Faust­regel: Das Basis­eltern­geld beträgt 65 Prozent des Netto­lohns vor der Geburt des Kindes.

Beide Eltern­teile haben zusammen Anspruch auf zwölf Monate Basis­eltern­geld in Höhe von monatlich maximal 1 800 Euro. Die kann das Eltern­paar ganz beliebig unter­einander aufteilen. Zum Beispiel können Mann und Frau gleich­zeitig nach der Geburt für sechs Monate Basis­eltern­geld beantragen.

Es ist auch möglich, dass die Frau die ersten acht Lebens­monate Basis­eltern­geld beantragt und dann der Mann für die anschließenden vier Monate. Part­nermonate. Der Gesetz­geber belohnt Paare mit zwei weiteren Monaten Basis­eltern­geld, wenn wenigs­tens ein Partner für mindestens zwei Monate durch die Kinder­betreuung Gehalts­einbußen hat.

Part­nermonate nennt das Gesetz diese beiden Zusatz­monate. Das heißt: Bei einer klassischen Rollenverteilung, bei der nur die Mutter in Eltern­zeit geht und Eltern­geld beantragt und der Vater des Kindes arbeitet, verschenkt das Paar zwei Monate Basis­eltern­geld.

Väter sollten daher über­legen, ob sie nicht wenigs­tens für zwei Monate Basis­eltern­geld beantragen − etwa im Anschluss an die Eltern­geldbe­zugs­zeit der Frau für die Lebens­monate 13 und 14 des Kindes. Wichtig: Basis­eltern­geld gibt es auch für Teil­zeit­arbeitende, sofern sie während der Eltern­geld­phase im Schnitt nicht mehr als 32 Stunden pro Woche arbeiten.

Mehr­lings­zuschlag. Eltern, die Mehr­linge bekommen, erhalten außerdem einen Zuschlag in Höhe von 300 Euro für das zweite und jedes weitere Kind. Geschwisterbonus. Einen Geschwisterbonus von 10 Prozent des Eltern­geldes (wenigs­tens 75 Euro) gibt es für Eltern, die neben dem Neugeborenen schon ein weiteres Kind unter drei Jahren oder zwei oder mehr ältere Kinder haben, die noch nicht sechs Jahre alt sind.

  • Auszahlungs­zeitraum stre­cken.
  • Statt vierzehn Monate Basis­eltern­geld (12 Monate plus zwei Part­nerschafts­monate; monatlich maximal 1 800 Euro) kann ein Eltern­paar auch 28 Monate Eltern­geld Plus wählen.
  • Das Eltern­geld Plus bedeutet für Eltern eine Verlängerung des Auszahlungs­zeitraums.
  • Statt einem Monat Basis­eltern­geld kann das Paar zwei Monate Eltern­geld Plus beantragen.

Die Eltern­geldbehörde zahlt dann maximal 900 Euro pro Monat aus. Eltern können die beiden Formen des Eltern­gelds auf verschiedenste Arten kombinieren. Marie und Sebastian sind Eltern einer Tochter (Paula) geworden. Sebastian will seine Frau direkt nach der Geburt für zwei Monate bei der Baby­betreuung unterstützen.

Bei seinem Arbeit­geber beantragt er für diesen Zeitraum Eltern­zeit und bei der Eltern­geld­stelle zwei Part­nermonate Basis­eltern­geld. Marie will nach Paulas Geburt erst einmal sechs Monate ganz aus dem Job gehen und anschließend 25 Stunden pro Woche in Teil­zeit arbeiten. Daher beantragt sie für die ersten sechs Monate Lebens­monate von Paula Basis­eltern­geld.

Mit Sebastians zwei Part­nermonaten hat das Paar nun 8 von 14 Basis­eltern­geld-Monaten verplant. Aus den sechs übrigen macht Marie zwölf Monate Eltern­geld Plus. Von Paulas 7. bis 18. Lebens­monat bezieht Marie neben ihrem Teil­zeit­gehalt also Eltern­geld Plus.

  • Wer vor der Geburt ohne Einkommen war und darum nur Anspruch auf das Mindest­eltern­geld von 300 Euro im Monat hat, bekommt entsprechend nur 150 Euro, wenn er oder sie sich für Eltern­geld Plus entscheidet.
  • Dasselbe gilt für den Mehr­lings­zuschlag und den Mindest-Geschwisterbonus.
  • Warum sollte ein Paar 28 Monate Eltern­geld Plus in Höhe von monatlich 900 Euro wählen statt 14 Monate Basis­eltern­geld in Höhe von 1 800 Euro? Ist die Summe der staatlichen Unterstüt­zung am Ende nicht dieselbe? Tatsäch­lich stimmt das nur für Eltern, die während ihrer Eltern­zeit gar nicht arbeiten.

Für diese Gruppe bedeutet das Eltern­geld Plus tatsäch­lich nur eine Verdopp­lung der Bezugs­zeit bei halbem Basis­eltern­geld. Anders ist es aber für Mütter und Väter, die bald nach der Geburt ihres Kindes in Teil­zeit gehen. Denn für sie springt durch die Wahl von Eltern­geld Plus unter dem Strich viel mehr staatliche Unterstüt­zung heraus (mehr dazu siehe unten ab Zwischen­über­schrift „So wird das Eltern­geld Plus berechnet»).

  1. Ein zusätzliches Bonbon hat sich der Gesetz­geber für Paare ausgedacht, die in zwei, drei oder vier aufeinander­folgenden Monaten gemein­sam die Kinder­betreuung über­nehmen und im Job nur Teil­zeit arbeiten.
  2. Diese Paare bekommen noch bis zu vier Monate Eltern­geld Plus geschenkt.
  3. Das Gesetz nennt diese Monate Part­nerschafts­bonus (nicht zu verwechseln mit den Part­nermonaten).1.

bis 6. Lebens­monat: Basis­eltern­geld (Mutter).7. bis 10. Lebens­monat: Part­nerschafts­bonus (Mutter und Vater).11. bis 14. Lebens­monat: Basis­eltern­geld (Vater).15. bis 22. Lebens­monat: Eltern­geld Plus (Mutter). Strenge Bedingungen. Den Bonus bekommt aber nur, wer in diesen (bis zu) vier Lebens­monaten des Kindes im Monats­schnitt zwischen 24 und 32 Wochen­stunden arbeitet.

  1. Dieser Zeitkorridor ist streng einzuhalten.
  2. Um den Part­nerschafts­bonus zu erhalten, müssen die Partner also genau planen und sich mit ihren jeweiligen Arbeit­gebern absprechen.
  3. Arbeitet nur ein Partner in einem beantragten Part­nerschafts­bonus-Monat zu viel oder zu wenig, müssen beide Eltern­teile das für diesen Monat ausgezahlte Eltern­geld zurück­zahlen.

Schafft das Paar es nicht, wenigs­tens zeitgleich in zwei Lebens­monaten des Kindes den Arbeits­zeit-Zeitkorridor von minimal 24, maximal 32 Wochen­stunden einzuhalten, muss der Part­nerschafts­bonus sogar komplett zurück­gezahlt werden. Wochen­stunden bei Teil­zeit anheben.

Besonders aufpassen müssen Eltern, die vor Beginn der geplanten Part­nerschafts­bonus-Monate schon wieder mit Teil­zeit ange­fangen haben und dann in die Part­nerschafts­bonus-Monate gehen. Für die Phase des normalen Eltern­geldbe­zuges gibt das Eltern­geldgesetz zwar eine Maximal­arbeits­zeit vor (32 Stunden pro Woche), aber keine Mindest­arbeits­zeit.

Für die Part­nerschafts­bonus-Monate allerdings gilt die Mindest­arbeits­zeit von 24 Wochen­stunden im Monats­schnitt. Eine Mutter, die zum Beispiel ab dem 7. Lebens­monat ihres Kindes wieder 15 Stunden die Woche arbeiten geht (und nebenher Eltern­geld Plus bezieht), muss ihre Arbeits­zeit daher spätestens ab dem Beginn der Part­nerschafts­bonus-Monate auf mindestens 24 Wochen­stunden anheben, um den diesen Bonus erhalten zu können.

Zeit­punkt flexibel. Die Part­nerschafts­bonusmonate müssen nicht zwingend nach dem Bezug der „normalen» Monate Basis­eltern­geld oder Eltern­geld Plus liegen. Sie können auch davor liegen. Nach­träglich änder­bar. Hat ein Paar vier Monate Tandem-Teil­zeit beantragt, um den Part­nerschafts­bonus zu bekommen, und stellt es dann nach zwei Monaten Tandem-Teil­zeit fest, dass der Zeitkorridor für einen oder beide nicht durch­zuhalten ist, kann es bei der Eltern­geld­stelle den ursprüng­lichen Antrag von vier auf die zwei (schon absol­vierten) Part­nerschafts­bonus-Monate abändern.

Krank in der Part­nerschafts­bonus-Zeit. Wird ein Eltern­teil während eines Part­nerschafts­bonus-Monats so lange krank, dass er keine Lohn­fortzahlung mehr erhält, kann es Ärger mit der Eltern­geld­stelle geben. Denn Anspruch auf den Part­nerschafts­bonus hat eigentlich nur, wer „erwerbs­tätig» ist.

  1. Nach Ansicht des Landes­sozial­gerichts Nieder­sachsen gilt allerdings auch ein Lang­zeitkranker (ohne Lohn­fortzahlung) als erwerbs­tätig im Sinne des Eltern­geld­rechts.
  2. Die Eltern­geld­stelle darf ihm den Part­nerschafts­bonus wegen der Lang­zeit­erkrankung also nicht streichen (; nicht rechts­kräftig – Fall liegt beim Bundes­sozialge­richt),

Viele Mütter rechnen irrtümlich so: Ich erhalte zwei Monate Mutter­schafts­geld nach der Geburt plus anschließend zwölf Monate Basis­eltern­geld beziehungs­weise 24 Monate Monate Eltern­geld Plus. Für Arbeitnehme­rinnen, Beamtinnen und Soldatinnen ist diese Rechnung aber falsch.

  1. Faktisch haben Sie nur Anspruch auf zehn Monate Basis­eltern­geld beziehungs­weise 20 Monate Eltern­geld Plus.
  2. Das sollten die Betroffenen bei ihren Planungen berück­sichtigen.
  3. Die Lebens­monate des Kindes, in denen diese Mütter Mutter­schafts­leistungen bekommen haben, gelten recht­lich als Eltern­geldmonate, obwohl das Geld faktisch als Mutter­schafts­geld von der Krankenkasse fließt.

Besonders gravierend ist das für Arbeitnehme­rinnen, die Frühchen gebären. Die vorgeburtliche Mutter­schutz-Zeit, die sie wegen der Früh­geburt nicht nehmen konnten, wird an die nachgeburtliche Mutter­schutz­zeit, die eigentlich nur acht Wochen beträgt, angehängt.

Beispiel: In Extremfällen kann es sein, dass die Mutter eines Frühchens bis zu 18 Wochen nachgeburtlich Mutter­schafts­geld von der Krankenkasse erhält. Diese 18 Wochen Mutter­schafts­geld gelten als Eltern­geldbe­zugs­zeit. Die Betroffene erhält also 4,5 Lebens­monate ihres Kindes Mutter­schafts­geld und dann faktisch nur noch maximal 7,5 Monate Basis­eltern­geld.

Eltern­geld Plus kann sie frühestens ab dem sechsten Lebens­monat für 14 Lebens­monate bekommen. Je nach Einkommen beträgt das Basis­eltern­geld zwischen 300 Euro und 1 800 Euro im Monat und das Eltern­geld Plus zwischen 150 Euro und 900 Euro im Monat.

  1. Das Basis­eltern­geld wird in Höhe von 67 Prozent (Lohn­ersatz­rate) des vor der Geburt erzielten Einkommens aus Erwerbs­tätig­keit gezahlt.
  2. Für Eltern, die vor der Geburt mehr als 1 200 Euro verdient haben, sinkt die Ersatz­rate aber auf 65 Prozent.
  3. Hat eine Frau vor der Geburt durch­schnitt­lich etwas 2 000 Euro netto verdient, beträgt ihr Eltern­geld grob 1 300 Euro.

Für Gering­verdiener mit einem Einkommen unter 1 000 Euro steigt die Ersatz­rate auf bis 100 Prozent. Wer gar kein Einkommen hatte, bekommt den Mindest­satz von 300 Euro Basis­eltern­geld beziehungs­weise 150 Euro Eltern­geld Plus. Bei Eltern, die in der Eltern­zeit arbeiten, beträgt das Basis­eltern­geld in der Regel 65 Prozent der Lohn­einbuße, die nach der Geburt durch die Kinder­betreuung entstanden ist.

  • Beispiel: Wer vor der Geburt für einen Voll­zeitjob netto 2 500 Euro bekommen hat und danach netto 1 250 Euro als Teil­zeit­lohn verdient, bekommt 812,50 Euro Eltern­geld (65 Prozent der Einkommens­differenz von 1250 Euro).
  • Wichtig: Viele Väter und Mütter in Teil­zeit glauben, sie könnten nach der Geburt in eine netto­lohn­senkende Steuerklasse wechseln und so die Einkommens­differenz und damit auch das Eltern­geld erhöhen.

Das funk­tioniert jedoch nicht, da die Eltern­geld­stelle bei Vätern und Müttern die für die Berechnung notwendigen Nettolöhne auf Basis einer einzigen vorgeburtlichen Steuerklasse berechnet. Allerdings können werdende Eltern mit einer geschickten Steuerklassen­kombination vor der Geburt ihr Eltern­geld ordentlich erhöhen (siehe ).

Wer nach der Geburt Teil­zeit zu arbeiten gedenkt, sollte die 2 770-Euro-Deckelung beachten. Diese wirkt sich nachteilhaft aufs Eltern­geld aus, wenn der Eltern­teil vor der Geburt netto mehr als 2 800 Euro verdient hat. Bei der Errechnung des Eltern­geldes für diese Personengruppe (65 Prozent der Lohn­einbuße durch die Geburt) setzt die Eltern­geld­stelle dann nämlich nicht das tatsäch­liche vorgeburtliche Einkommen des Vaters oder der Mutter an, sondern maximal 2 770 Euro an.

Welche gravierenden Auswirkungen diese Deckelung für Gutverdiener hat, zeigt folgender Fall: Beispiel: Ein Mann hat vor der Geburt seines Kindes 5 000 Euro netto pro Monat verdient. Nach der Geburt reduziert er für drei Lebens­monate des Kindes seine Arbeits­zeit um die Hälfte (Teil­zeit­gehalt 2 550 Euro netto) und beantragt für diesen Zeitraum Basis­eltern­geld.

Nach der 65-Prozent-Formel würde sein Eltern­geld eigentlich 1 657,50 Euro betragen: Einkommens­einbuße 2 550 Euro x 65 Prozent. So rechnet die Eltern­geld­stelle aber nicht. Nach dem Eltern­geldgesetz darf sie für die Eltern­geldbe­rechnung als vorgeburtliches Gehalt maximal 2770 Euro ansetzen. Das bedeutet: Der Mann hat aus Sicht der Eltern­geld­stelle durch die Geburt nur die fiktive Einkommens­einbuße von 220 Euro (2 770 Euro minus 2 550 Euro).65 Prozent davon sind 143 Euro.

Da der Mindest­betrag beim Basis­eltern­geld allerdings 300 Euro beträgt, erhält er diese Summe ausgezahlt. Die Faustformel für die Eltern­geldbe­rechnung lautet: Das Basis­eltern­geld beträgt 65 Prozent vom vorgeburtlichen Netto­lohn der Mutter oder des Vaters.

  1. So rechnen auch viele Eltern­geld­rechner im Internet.
  2. Das ist auch schön einfach, weil jeder Arbeitnehmer seinen Netto­lohn aus seinem Lohn­zettel ersehen kann.
  3. Aber wie das bei Faustformeln so ist: Sie stimmen oft nur grob.
  4. Tatsäch­lich zahlt die Eltern­geld­stelle nicht 65 Prozent des Netto­lohns, sondern 65 Prozent von einer fiktiven Größe, dem sogenannten Eltern­geld-Netto.

Der Netto­lohn ist Brutto­gehalt minus Steuern und Sozial­abgaben. Zur Ermitt­lung des Eltern­geld-Netto zieht die Eltern­geld­stelle vom Brutto­gehalt außerdem noch 83,33 Euro ab. Das entspricht einem Zwölftel des steuerrecht­lichen Arbeitnehmer-Pausch­betrages.

Das Eltern­geld-Netto ist also kleiner als der tatsäch­liche Netto­lohn. Wer mit der Faustformel sein Eltern­geld berechnet, liegt also immer etwas über der Summe, die die Eltern­stelle ihm später tatsäch­lich auszahlen wird. Einen Eltern­geld­rechner bietet zum Beispiel das an. Wer nur eine grobe Orientierung über die zu erwartende Eltern­geldhöhe sucht, kann den Schnell­rechner dort nutzen.

Soll das Rechener­gebnis genauer sein, ist die Nutzung des ausführ­lichen Rechners zu empfehlen (). Auch kommerzielle Eltern­geldberater bieten kostenlose Rechner auf ihren Webseiten, etwa oder, Tipp: Die Stiftung Warentest hat die Eltern­geldberatung von gemeinnützigen und kommerziellen Beratern untersucht.

  • In unserem erfahren Eltern, wo sie kostenfrei zum Thema Eltern­geld beraten werden und wo die Eltern­geldberatung am besten klappt.
  • Zur Beratungs­leistung gehört bei den kommerziellen Anbietern auch die Errechnung des zu erwartenden Eltern­gelds.
  • Um den vorgeburtlichen Durch­schnitts­lohn zu ermitteln, lässt sich die Eltern­geld­stelle bei Arbeitnehmern und Beamten die Lohn­zettel aus der Zeit vor der Geburt zeigen.

Arbeitnehme­rinnen. Bei Arbeitnehme­rinnen ist die Berechnungs­grund­lage fürs Eltern­geld der Durch­schnitts­lohn der zwölf Gehälter vor Beginn des Mutterschutzes („Bemessungs­zeitraum»). Der Mutter­schutz beginnt bei einer normal verlaufenden Schwangerschaft sechs Wochen vor dem prognostizierten Geburts­termin.

  1. Beispiel: Eine Arbeitnehmerin geht am 17.
  2. März 2022 in Mutter­schutz und bringt ihr Kind am 28.
  3. April 2022 zur Welt.
  4. Grund­lage für die Eltern­geldbe­rechnung bei ihr ist das Durch­schnitts­netto­gehalt aus den zwölf Monaten März 2021 bis Februar 2022.
  5. Soldatinnen, Beamtinnen und Väter, die als Angestellte arbeiten.

Für diese Personen sind die zwölf Monats­gehälter direkt vor dem Geburts­monat des Kindes maßgeblich. Beispiel: Eine Beamtin bekommt ihr Kind im April 2022. Fürs Eltern­geld zählt ihr Netto­lohn zwischen April 2021 und März 2022. Selbst­ständige. Bei Selbst­ständigen sind die Regeln komplizierter.

Anders als bei den Arbeitnehmern ist nicht der Zwölf­monats­zeitraum vor der Geburt entscheidend, sondern das Einkommen aus dem Kalender­jahr vor dem Jahr der Geburt. Und als Berechnungs­grund­lage gilt nicht der Netto­lohn, sondern der Gewinn aus der selbst­ständigen Tätig­keit, wie er sich aus dem Steuer­bescheid des relevanten Kalender­jahrs vor dem Geburts­jahr ergibt.

Beispiel: Eine Selbst­ständige bringt ihr Kind am 31. August 2022 zur Welt. Ihr Gewinn aus der Zeit Januar bis Dezember 2021 dient als Berechnungs­grund­lage fürs Eltern­geld. Arbeitnehmer mit Neben­job als Selbst­ständiger (Misch­einkünfte). Für Mütter und Väter, die im Haupt­job als Arbeitnehmer arbeiten und einen Neben­job als Selbst­ständige haben, gelten nicht die zwölf Monate vor Geburt als maßgeblicher Lohn­zeitraum, sondern wie bei den Selbst­ständigen in der Regel das Kalender­jahr vor der Geburt.

  • Neue Bagatell­grenze.
  • Arbeitnehmer und Arbeitnehme­rinnen mit geringen Einkünften aus einer selbst­ständigen Tätig­keit können für Geburten seit September 2021 beantragen, dass ihr Eltern­geld allein aus dem Arbeits­lohn der zwölf Kalendermonate vor dem Monat der Geburt berechnet wird.
  • Das geht allerdings nur, wenn ihr Gewinn aus der selbst­ständigen Neben­tätig­keit im Kalender­jahr vor dem Geburts­jahr und im Geburts­jahr selbst (bis zum Monat der Geburt) im Durch­schnitt weniger als 35 Euro pro Kalendermonat betrugen.

Eltern, die den Antrag stellen wollen, müssen die Einhaltung der 35-Euro-Nied­rigkeits­schwelle nach­weisen, und zwar durch:

den Steuer­bescheid des letzten abge­schlossenen Kalender­jahrs und eine Einnahme-Über­schuss­rechnung für die selbst­ständige Neben­tätig­keit im laufenden Kalender­jahr bis zum Geburts­monat. In dieser Rechnung dürfen Eltern 25 Prozent der Einnahmen aus der selbst­ständigen Neben­tätig­keit pauschal als Betriebs­ausgaben geltend machen. Das mindert den Gewinn entsprechend. Wer höhere Betriebs­ausgaben geltend machen möchte, muss diese nach­weisen.

In Ausnahme­fällen können Eltern­geldbezieher bei der Eltern­geld­stelle beantragen, dass bestimmte Monate bei der Eltern­geldbe­rechnung nicht mitgezählt, also aus dem „Bemessungs­zeitraum» ausgeklammert werden. Corona-Monate. Arbeitnehmer, die coronabe­dingt Einkommens­einbußen hatten (etwa durch Kurz­arbeit, Frei­stellung oder Arbeits­losig­keit), können bei der Eltern­geld­stelle beantragen, dass diese Monate nicht berück­sichtigt werden.

Folge: Der Bemessungs­zeitraum verschiebt sich entsprechend nach hinten. Die Ausklammerung lohnt sich aber nur dann, wenn dadurch frühere Monate mit höherem Einkommen Teil des Bemessungs­zeitraums werden. Wer den Antrag stellen will, muss den Einkommens­ausfall durch Covid-19 gegen­über der Eltern­geld­stelle „glaubhaft» machen, indem er eine Arbeit­geber­bescheinigung oder den Arbeits­losengeld­bescheid vorlegt.

Selbst­ständige. Auch sie können den coronabe­dingten Ausklammerungs-Antrag stellen. Als Beleg zählen etwa frühere Steuer­bescheide, aus denen hervorgeht, dass sie im Jahr vor Corona mehr Gewinn gemacht hatten. Stellt ein Selbst­ständiger einen Ausklammerungs-Antrag, verschiebt sich der Bemessungs­zeitraum (anders als bei Arbeitnehmern) allerdings um ein ganzes Jahr nach hinten.

  1. Eltern­geld für älteres Kind.
  2. Auto­matisch ausgeklammert werden bei Arbeitnehmern und Beamten vorgeburtliche Monate, in denen ein Antrag­steller Eltern­geld oder Mutter­schafts­geld für ein älteres Kind bezogen hatte.
  3. Der Eltern­geld-Bemessungs­zeitraum verschiebt sich um die ausgeklammerten Monate entsprechend nach hinten.

Bei Selbst­ständigen erfolgt die Ausklammerung hingegen nicht auto­matisch: Sie können die Ausklammerung beantragen, müssen aber nicht. Wenn Selbst­ständige den Antrag stellen, verschiebt sich der Bemessungs­zeitraum um ein ganzes Jahr nach hinten. Die Ausklammerung von Eltern­geld-Monaten für ältere Kinder erfolgt immer nur bis zum 14.

Lebens­monat dieses Kindes. Das kann relevant werden, wenn ein Paar zwei Kinder zeitlich kurz nach­einander bekommt. Beispiel: Kind 1 wurde am 1. Januar 2021 geboren. Die Kinds­mutter (Angestellte) beantragt bis zum Ende des 22. Lebens­monats von Kind 1 (Oktober 2022) Eltern­geld Plus. Am 27. Oktober 2022 kommt Kind 2 zur Welt.

Welche zwölf Monate bilden nun den Bemessungs­zeitraum für das Eltern­geld bei Kind 2? Da September und Oktober 2022 wegen Mutter­schutz für Kind 2 ausgeklammert werden, besteht der Bemessungs­zeitraum für Kind 2 eigentlich aus September 2021 bis August 2022.

See also:  Wie Viel Geld Nach Geburt?

Die sechs Monate von September 2021 bis Februar 2022 werden allerdings wegen des Eltern­geldbe­zuges für Kind 1 ausgeklammert. Statt­dessen fließen sechs Gehälter aus der Zeit vor dem Mutter­schutz für Kind 1 in die Eltern­geldbe­rechnung bei Kind 2 ein. Außerdem zählen die sechs Monate ab März 2022 bis August 2022 fürs Eltern­geld bei Kind 2, weil ab dem Lebens­monat 15 von Kind 1 (März 2022) keine Ausklammerung von Eltern­geld-Plus-Monaten (für Kind 1) mehr statt­findet.

Arbeitet die Mutter von März 2022 bis August 2022 nicht, fließen diese Monate daher mit null Euro in die Durch­schnitts­berechnung beim Eltern­geld für Kind 2 ein. Hatte sie ein Teil­zeit­gehalt, zählt dieses. Bei Nicht­selbst­ständigen zählt vor allem der regel­mäßige, monatliche Arbeits­lohn, den sie im relevanten Zwölf­monats­zeitraum vor der Geburt („Bemessungs­zeitraum») erzielt haben, als Grund­lage zur Berechnung des vorgeburtlichen Netto­einkommens.

Aus zwölf Monats­gehältern errechnet die Eltern­geld­stelle einen monatlichen Durch­schnitts­lohn. Und dieser ist dann die Grund­lage für die Eltern­geldbe­rechnung. „Sons­tige Bezüge» bleiben bei der Berechnung des Eltern­gelds außen vor. Vereinfacht gesprochen sind „sons­tige Bezüge» alle unregelmäßigen Zahlungen des Arbeit­gebers.

Zu den „sons­tigen Bezügen» gehören insbesondere:

Dreizehntes und gegebenenfalls vierzehntes Monats­gehalt Urlaubs­geld und Weihnachts­geld (Bundes­sozialge­richt,, Urteil vom 29. Juni 2017) Bezahlung von Urlaubs­tagen, die der Arbeitnehmer nicht genommen hat Einmalige Abfindung Jubiläums­zuwendung Vergütung für Erfindungen

Was „laufender Bezug» ist und was „sons­tiger Bezug», können Arbeitnehmer aus ihren Lohn­zetteln ersehen. Hinter den aufgeführten Einkunfts­arten stehen Buch­staben. Hinter dem Wort „Arbeits­lohn» oder „Grund­entgelt» steht dann zum Beispiel der Buch­stabe „L» (für laufender Bezug) und hinter Begriffen wie „Prämie», „Jahres­sonderzahlung» oder „Urlaubs­geld» der Buch­stabe „S» (für sons­tiger Bezug).

  • Die Eltern­geld­stelle geht bei ihren Berechnungen in der Regel stur nach dem, was im Lohn­zettel steht: Alles mit einem „L» zählt sie mit, alles mit einem „S» nicht.
  • Bei vielen Arbeitnehmern tauchen auf der Gehalts­abrechnung neben dem Arbeits­lohn noch andere Zahlungen des Arbeit­gebers auf.
  • Eltern­geldrecht­lich stellt sich dann die Frage, ob diese Summen beim Eltern­geld mitzählen, also eltern­gelderhöhend wirken oder nicht.

Die folgenden Posten auf dem Lohn­zettel zählen beim Eltern­geld nicht mit:

Beiträge des Arbeit­gebers für eine betriebliche Alters­versorgung (Pensions­kasse, Pensions­fonds oder Direkt­versicherung), soweit sie insgesamt im Kalender­jahr 4 Prozent der Beitrags­bemessungs­grenze in der Renten­versicherung für Arbeiter und Angestellte nicht über­schreiten, Reise­kosten­vergütung, Trinkgelder oder Übungs­leiterpauschale (etwa für Trainer im Sport­ver­ein) bis zur Höhe von 3000 Euro.

Zu den Einkünften, die der Arbeit­geber neben dem klassischen Arbeits­lohn mitunter auszahlt und die beim Eltern­geld mitzählen, gehört etwa:

Fahr­kosten­zuschuss des Arbeit­gebers (als „pauschal versteuerte Einnahme»)

Für viel Streit sorgt die Frage, was mit Zahlungen passiert, die Arbeitnehmer nicht monatlich erhalten, sondern zum Beispiel quartals­weise über­wiesen bekommen. Einige Arbeitnehmer erhalten etwa ein monatliches Grund­gehalt und alle drei Monate eine leistungs­orientierte Provision.

  1. Nach Ansicht des Bundes­sozialge­richt ist das ein „sons­tiger Bezug», der nicht regel­mäßig fließt und deshalb das Eltern­geld nicht erhöht (Bundes­sozialge­richt,, Urteil vom 12.
  2. Dezember 2017).
  3. Jüngst hatte das Bundes­sozialge­richt einen Fall zu entscheiden, in dem eine Frau vor der Geburt ihres Kindes laut Lohn­zettel zusätzlich zum Grund­gehalt monatlich „Provisionen» erhalten hatte.

Obwohl die Frau diese Provisions­zahlungen regel­mäßig erhalten hatte, lehnte die Eltern­geldbehörde eine Berück­sichtigung der Summen ab. Der Grund: Der Arbeit­geber hatte die Provisionen falsch als „sons­tige Bezüge» gekenn­zeichnet, obwohl sie tatsäch­lich monatlich über­wiesen wurden.

  • In einem solchen Ausnahme­fall, so entschied das Bundes­sozialge­richt, erhöhen Provisionen doch das Eltern­geld (, Urteil vom 25.
  • Juli 2020).
  • Wichtig: In dem Fall konnte die junge Mutter einen Steuer­bescheid vorlegen, aus dem hervorging, dass die Provisionen vom Finanz­amt korrekt als laufender Lohn versteuert wurden, obwohl sie im Lohn­zettel vom Arbeit­geber falsch als „sons­tiger Bezug» deklariert gewesen waren.

Tipp: Wer sich mit dem Gedanken trägt, demnächst Vater oder Mutter zu werden und auf seinem Lohn­zettel monatlichen Zahlungen sieht, die mit dem Buch­staben „S» (für „sons­tiger Bezug») gekenn­zeichnet sind, sollte bei seinem Arbeit­geber erreichen, dass aus dem „S» ein „L» wird.

Dann dürfte der Anerkennung der Zahlungen bei späteren Eltern­geld nichts im Wege stehen. Auch Arbeits­lohn für geleistete Über­stunden („Mehr­arbeits­vergütung» mit dem Kenn­zeichen „L» auf dem Lohn­zettel) zählt bei der Eltern­geldbe­rechnung mit. Wer bei seinem Arbeit­geber für geleistete Über­stunden die Wahl hat zwischen Frei­zeit und Bezahlung und kurz vor einer Geburt steht, wählt daher besser die Auszahlung als Arbeits­lohn.

Erhält der Bezieher des Eltern­gelds zusätzlich andere staatlichen Leistungen, werden diese teil­weise auf das Eltern­geld ange­rechnet. Das Eltern­geld-Minimum in Höhe von 300 Euro bleibt jedoch grund­sätzlich anrechnungs­frei.

Anrechnung. Anzu­rechnende Leistungen sind etwa Arbeits­losengeld, Erwerbs­minderungs­rente (oder vergleich­bare Leistungen aus einer privaten Versicherung) oder Streikgeld. Keine Anrechnung. Staatliche Leistungen wir Arbeits­losengeld II („Hartz IV»), Einnahmen aus einem Ein-Euro-Job, Bafög, Sozial­hilfe, Stipendien, Wohn­geld, Pflegegeld oder Waisenrente werden nicht auf das Eltern­geld ange­rechnet.

Die Anrechnung von Kurz­arbeitergeld und Krankengeld hat der Gesetz­geber im Rahmen der jüngsten Eltern­geld-Reform neu geregelt. Diese Unterstüt­zungs­leistungen bleiben teil­weise anrechnungs­frei, wenn der Eltern­teil in der Eltern­geld­phase Teil­zeit im Job arbeitet und es dann zur Zahlung von Kurz­arbeitgeld oder Krankengeld kommt: Beantragen Eltern die Eltern­geld-Variante Eltern­geld Plus können sie doppelt so lange staatliche Unterstüt­zung bekommen wie beim Basis­eltern­geld: Ein Monat Basis­eltern­geld entspricht zwei Monaten Eltern­geld Plus.

  • Wenn Eltern nach der Geburt nicht arbeiten, ist das Eltern­geld Plus halb so hoch wie das Basis­eltern­geld.
  • Beispiel: Ein Arbeitnehmer, der Anspruch auf Basis­eltern­geld in Höhe von 1 800 Euro hat, kann wählen zwischen 12 Monaten Basis­eltern­geld (Förderung insgesamt 21 600 Euro) oder 24 Monaten Eltern­geld Plus (Förderung insgesamt ebenfalls 21 600 Euro).

Für diesen Arbeitnehmer bedeutet das Eltern­geld Plus also nur eine zeitliche Stre­ckung der staatlichen Förderung. Zum finanziellen Vorteil wird die Wahl des Eltern­geld Plus bei Eltern, die neben dem Bezug von Eltern­geld noch Teil­zeit arbeiten. Das Eltern­geld Plus wird im Prinzip genauso berechnet wie das Basis­eltern­geld.

Allerdings gibt es eine „Deckelung»: Mütter und Väter können als Eltern­geld Plus maximal die Hälfte dessen bekommen, was ihnen als Basis­eltern­geld zustehen würde, wenn sie nach der Geburt ihres Kindes nicht arbeiten würden. Dazu das folgende Beispiel: Marie, Mutter der sechs Monate alten Paula, hat vor der Geburt Voll­zeit gearbeitet und 2 400 Euro netto verdient.

In den ersten sechs Lebens­monaten ihrer Tochter pausiert sie im Job ganz und bezieht Basis­eltern­geld in Höhe von 1 560 Euro. Da auch Sebastian, der Vater von Paula, zwei Monate Basis­eltern­geld genommen hat, stehen dem Paar ab dem siebten Lebens­monat von Paula noch sechs Monate Basis­eltern­geld oder zwölf Monate Eltern­geld Plus zu.

Marie möchte ab dem siebten Lebens­monat ihrer Tochter wieder Teil­zeit arbeiten gehen – 25 Stunden pro Woche. Ihr Teil­zeit­gehalt beträgt 1 500 Euro netto. Sie entscheidet sich ab Paulas siebtem Lebens­monat, für zwölf Monate Eltern­geld Plus zu beziehen, weil ihr das unterm Strich mehr Förderung bringt.12 Monate lang 585 Euro monatlich Eltern­geld Plus (insgesamt 7 020 Euro) Wie oben erwähnt, wird das Eltern­geld Plus im Prinzip wie das Basis­eltern­geld errechnet.

Zusätzlich muss die Deck­lung beachtet werden. Bei Teil­zeitlern wie Marie wird das Basis­eltern­geld auf der Basis des Einkommens­unter­schieds zwischen „Netto­lohn vor der Geburt» und „Netto­lohn nach der Geburt» errechnet. Diese Differenz beträgt bei Marie 900 Euro.65 Prozent (das ist der regel­mäßige Eltern­geld-Prozent­satz, siehe oben) von 900 Euro ergeben 585 Euro als Basis­eltern­geld monatlich.

Diesen Betrag würde Marie zwölf Monate lang als Eltern­geld Plus beziehen, wenn die Deckelung nicht greift: Der Deckelungs­betrag (Hälfte des Basis­eltern­gelds bei Nicht­arbeit) liegt in Maries Fall bei 780 Euro (2 400 Euro x 65 Prozent : 2). Da ihr Basis­eltern­geld in Höhe von 585 Euro unter diesem Deckelungs­betrag liegt, erhält Marie tatsäch­lich insgesamt 7 020 Euro Eltergeld Plus.

Alternativ: 6 Monate lang 585 Euro monatlich Basis­eltern­geld (insgesamt 3 510 Euro) Hätte Marie statt des Eltern­geld Plus das Basis­eltern­geld für sechs Monate gewählt, hätte sie insgesamt sechs Monate lang 585 Euro bekommen. Sie konnte mit der Wahl des Eltern­geld Plus die Summe ihrer staatlichen Förderung also verdoppeln.

  • I nteressant für Eltern mit Teil­zeitjob ist auch heraus­zufinden, was der optimale Verdienst ist, um möglichst viel Eltern­geld Plus zu bekommen.
  • Die Faust­regel lautet: Ist das Teil­zeit-Netto­einkommen ungefähr halb so hoch wie das Netto­gehalt vor der Geburt des Kindes, holen Eltern das Optimum heraus.

Verdienen sie nach der Geburt mehr Netto, sinkt ihr Eltern­geld Plus. Bei Selbst­ständigen, Gewer­betreibenden und Land­wirten zählt in der Regel der Gewinn als Einkommen, der im Kalender­jahr vor dem Geburts­jahr erzielt wurde. Die Höhe des Gewinns entnehmen die Eltern­geld­stellen dem Steuer­bescheid des betreffenden Kalender­jahres.

  • Liegt dieser Steuer­bescheid noch nicht vor, kann der Gewinn mit anderen Unterlagen gegen­über der Eltern­geld­stelle glaubhaft gemacht werden, etwa mit einem älteren Steuer­bescheid, einer Einnahmen-Über­schuss-Rechnung oder einer Bilanz.
  • Sobald der Steuer­bescheid für das Kalender­jahr vor der Geburt vorliegt, muss dieser bei der Eltern­geld­stelle nachgereicht werden.

Ergibt sich aus dem Steuer­bescheid, dass der Antrag­steller in dem maßgeblichen Kalender­jahr keinen Gewinn oder sogar Verlust gemacht hat, bekommt er nur das Mindest­eltern­geld in Höhe von 300 Euro ausgezahlt. Wie bei Arbeitnehmern führen Arbeits­einnahmen während der Eltern­geld­phase auch bei Selbst­ständigen und Freiberuf­lern zu einer Reduzierung des Eltern­gelds.

Aber was gilt, wenn zum Beispiel eine Selbst­ständige nach der Geburt ihres Kindes noch Honorare von Auftrag­gebern über­wiesen bekommt, die sie während der Schwangerschaft erarbeitet hatte? Hier gilt seit Jahren das sogenannte strenge Zuflus­sprinzip : Wird das Honorar im Bemessungs­zeitraum (also noch vor der Geburt) über­wiesen, zählt es zum vorgeburtlichen Einkommen und erhöht damit das Eltern­geld.

Geht das Geld erst nach der Geburt auf ihrem Konto ein, verringert es den Anspruch auf Eltern­geld. Wer einen guten Kontakt zu seinen Auftrag­gebern hat, bittet diese daher am besten, Honorare möglichst schnell, noch vor der Geburt zu über­weisen. Selbst­ständige müssen der Eltern­geld­stelle in der Regel nach Ende der Eltergeld­phase mitteilen, was sie während der Bezugs­zeit verdient haben.

  1. Dort ist dann auch das verspätet einge­gangene Honorar anzu­geben.
  2. Hat die Behörde alle Informationen, wird der Eltern­geld­anspruch endgültig fest­gestellt.
  3. Diese Endabrechnung kann ergeben, dass die Frau aus unserem Beispiel Teile des Eltern­geldes zurück zahlen muss.
  4. Hat sie aber entgegen ihrer ursprüng­lichen Planungen etwa im ersten Baby­jahr weniger gearbeitet und verdient als beim Eltern­geld­antrag direkt nach der Geburt angegeben, kann es auch zu Eltern­geld­nach­zahlungen kommen.

Arbeit in der Eltern­geld­phase. Das strenge Zuflus­sprinzip kann aber auch positive Folgen für das Eltern­geld haben. Nimmt eine Selbst­ständige in der Eltern­geld­phase Aufträge an, die vom Auftrag­geber erst nach der Bezugs­zeit bezahlt werden, minimieren diese Einnahmen ihr Eltern­geld nicht.

Bei Selbst­ständigen ermittelt die Eltern­geldbehörde das Eltern­geld grund­sätzlich auf Basis des erzielten Gewinns. Das gilt auch bei der Anrechnung von Einnahmen, die ein Selbst­ständiger in der Eltern­geld­phase erarbeitet und erhält: Nicht der Umsatz wird aufs Eltern­geld ange­rechnet, sondern der Gewinn.

Betriebs­ausgaben eines Unternehmers senken diesen Gewinn. Die Eltern­geld­stelle berück­sichtigt pauschal 25 Prozent der Einnahmen als Betriebs­ausgaben. Wer höhere Betriebs­ausgaben in der Eltern­geld­phase hatte, kann bei der Eltern­geld­stelle auch beantragen, dass die tatsäch­lichen Betriebs­ausgaben berück­sichtigt werden.

  1. Weil der Netto­lohn die Höhe des Eltern­geldes bestimmt und die Steuerklassen starke Auswirkungen darauf hat, welchen Netto­lohn der Arbeit­geber aufs Konto über­weist, spielt die Steuerklasse eine große Rolle für die Höhe des Eltern­geldes.
  2. Zwischen verschiedenen unterschiedlichen Steuerklassen wählen, können aber nur verheiratete Paare.

Eine Ehefrau zum Beispiel hat vor allem die Wahl zwischen den Steuerklassen 3, 4 und 5. Steuerklasse 3 bringt den höchsten Netto­lohn, Steuerklasse 5 den nied­rigsten. Also bringt Steuerklasse 3 auch das höchste Eltern­geld und Steuerklasse 5 das nied­rigste.

  • In normalen Phasen (ohne Schwangerschaft) gilt die Regel: der Partner, der erheblich weniger verdient, wählt Steuerklasse 5.
  • Der andere ist dann auto­matisch in Steuerklasse 3.
  • Das Paar hat auf diese Weise die geringsten steuerlichen Abzüge, also am meisten Geld zur Verfügung.
  • Wenn beide annäherend das gleiche verdienen ist es ratsam, dass beide in Steuerklasse 4 gehen.

Sobald die Ehefrau schwanger ist, gilt fürs Eltern­geld etwas anderes. Da es meist die Frauen sind, die nach der Geburt für längere Zeit zu Hause bleiben und Eltern­geld beantragen, ist es in der Regel ratsam, dass sie spätestens mit Bekannt­werden der Schwangerschaft in die Steuerklasse 3 wechselt, um ihr Eltern­geld zu erhöhen.

  1. Dieser Wechsel kann Paaren ein Eltern­geld Plus von mehreren tausend Euro bringen.
  2. Die Betroffenen müssen allerdings schnell handeln, und nach Bekannt­werden der Schwangerschaft sofort den Steuerklassen­wechsel beim Finanz­amt beantragen.
  3. Manchmal entscheiden wenige Tage um höheres Eltern­geld nach Steuerklasse 3 oder nied­riges Eltern­geld nach Steuerklasse 5.

Faust­regel: Gelingt es einer Frau, vor Beginn ihres Mutter­schutzes sechs Gehälter nach Lohn­steuerklasse 3 ausgezahlt zu bekommen – es muss sechs­mal diese Steuerklasse auf dem Lohn­zettel stehen –, dann bekommt sie das Eltern­geld zu ihren Gunsten auf Basis des Durch­schnitts von zwölf fiktiven Gehältern nach Steuerklasse 3 ausgezahlt.

Das Eltern­geld selbst ist tatsäch­lich steuerfrei. Es unterliegt aber dem sogenannten Progressions­vorbehalt. Das hat Auswirkungen insbesondere für Ehepaare. Das Eltern­geld, das etwa eine Ehefrau in Eltern­zeit erhält, wird dem Einkommen des arbeitenden Ehemanns zur Ermitt­lung des Steu­ersatzes, mit dem sein Einkommen versteuert werden muss, hinzugerechnet.

Diesen erhöhten Steu­ersatz ermittelt das Finanz­amt aber erst nach Ablauf des Steuer­jahres, wenn das Paar seine Steuererklärung abgibt. Deswegen kann es durch das Eltern­geld zu unerwarteten Steuer­nach­zahlungen für das Paar kommen. Wie Eltern in der Phase des Eltern­geldbe­zuges kranken­versichert sind, hängt davon ab, wie sie vor der Geburt versichert waren: Pflicht­mitglieder der gesetzlichen Kranken­versicherung.

  • Wer bisher pflicht­versichertes Mitglied in der gesetzlichen Kranken­versicherung (GKV) war, ist auch in der Eltern­geld-Zeit weiterhin gesetzlich versichert, und zwar beitrags­frei.
  • Freiwil­lige Mitglieder der gesetzlichen Kranken­versicherung.
  • Wer vor der Geburt freiwil­liges Mitglied in der Krankenkasse war und einen Ehepartner hat, der Pflicht­mitglied ist, zahlt in der Eltern­geld- und Eltern­zeit-Phase in der Regel keinen Beitrag, wenn er oder sie ohne die freiwil­lige Mitgliedschaft beitrags­frei familien­versichert wäre.

So hat es der Spitzen­verband der gesetzlichen Kassen entschieden. Die Beitrags­freiheit gilt allerdings nicht für ledige Mütter und Väter. Sie zahlen in der Eltern­geld- und Eltern­zeit-Phase, wenn sie im Job ganz pausieren, den Mindest­beitrag für die Kranken- und Pflege­versicherung, der derzeit meist bei rund 200 Euro pro Monat liegt.

Von den betroffenen ledigen Eltern­teilen wird das zwar als ungerecht empfunden. Das Bundes­sozialge­richt hat diese Privilegierung von verheirateten Eltern jedoch als recht­lich zulässig einge­stuft. Privat Kranken­versicherte. Wer vor der Geburt seines Kindes privat kranken­versichert war, ist das auch in der Eltern­zeit.

Die Versicherungs­prämien sind weiter zu bezahlen. Die Betroffenen müssen sogar den Teil der Versicherungs­kosten mit über­nehmen, den zuvor der Arbeit­geber getragen hat. Privatversicherte, die während der Eltern­zeit Teil­zeit arbeiten und mehr als 450 Euro pro Monat und verdienen, mit dem Lohn aber unter der Versicherungs­pflicht­grenze liegen, werden wieder Pflicht­mitglied der GKV.

  1. Unter bestimmten Voraus­setzungen können sie sich von der Pflicht aber befreien lassen.
  2. Väter und Mütter können nur Eltern­geld bekommen, wenn sie ihren Wohn­sitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Deutsch­land haben.
  3. Im Ausland bekommen Eltern nur dann Geld, wenn sie dorthin nur vorüber­gehend abge­ordnet oder versetzt worden sind.

Das hat das hessische Landes­sozialgericht Darm­stadt in einem Urteil bekräftigt. In dem Fall hatte ein Post­beamter 2014 seine Wohnung in Deutsch­land aufgelöst und war mit seiner damals schwangeren Ehefrau in die USA gezogen. Jeweils nach der Geburt seiner beiden Töchter beantragte er Eltern­geld.

3 Jahre Elternzeit Woher Geld 01.03.2022 — Verheiratete Paare können durch einen Wechsel der Steuerklasse vor der Geburt eines Kindes ganz legal das Eltern­geld erhöhen – oft um mehrere Tausend Euro! 3 Jahre Elternzeit Woher Geld 06.12.2022 — Das Eltern­geld ist kompliziert. Wer früh Eltern­geldberatung in Anspruch nimmt, kann Tausende Euro mehr rausholen. Im Test über­zeugen vor allem kommerzielle Anbieter. 3 Jahre Elternzeit Woher Geld 01.03.2022 — Arbeitnehmer können nach der Geburt ihres Kindes eine Auszeit im Job bis zu drei Jahren nehmen. Hier lesen Sie alles über die wichtigsten Regeln des Eltern­zeitge­setzes.

: Elterngeld berechnen: Wer wie lange Anspruch auf Elterngeld hat

Wer zahlt wenn ich die Elternzeit verlängern?

Wie wirkt sich die Verlängerung auf das Elterngeld aus? — Elterngeld und Elternzeit sind verschiedene Leistungen, die von unterschiedlichen Stellen gewährt werden. Das Elterngeld wird von der staatlichen Elterngeldstelle gezahlt, die Elternzeit beantragt ihr bei euren ArbeitgeberInnen.

  1. Für die Monate, für die ihr bereits Basiselterngeld bezogen habt (bis zu 14 Monate), ändert sich nichts, wenn einer von euch oder beide die Elternzeit verlängern wollen.
  2. Anders verhält es sich mit dem ElterngeldPlus (bis zu 28 Monate).
  3. Für all jene Monate, in denen euch ElterngeldPlus gezahlt wird, könnt ihr nachträglich Basiselterngeld bekommen, auch wenn das ElterngeldPlus bereits ausgezahlt wurde.

Gut zu wissen: Um Elternzeit zu nehmen, müsst ihr nicht unbedingt Elterngeld beantragen.

Ist man im 3 Jahr Elternzeit versichert?

Gesetzliche Krankenversicherung — Soweit Sie vor der Elternzeit pflichtversichert waren, bleibt Ihre Mitgliedschaft erhalten, solange Sie Elterngeld beziehen oder Elternzeit in Anspruch nehmen. Für das Elterngeld sind keine Beiträge zu zahlen und es wirkt sich auch nicht erhöhend auf aus anderen Rechtsgründen bestehende Beitragspflichten aus.

Damit sind Sie in der Regel während der Elternzeit beitragsfrei versichert, wenn Sie keine weiteren beitragspflichtigen Einnahmen erzielen. Sind Sie ein freiwillig versichertes Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung, zahlen Sie normalerweise auch während der Elternzeit Beiträge, gegebenenfalls ist das der Mindestbeitrag.

Wenn Sie freiwillig versichert sind, aber einen Anspruch auf Familienversicherung hätten, besteht für Sie Beitragsfreiheit. Das bedeutet, Sie müssen keine Beiträge zahlen, wenn Ihre Ehepartnerin oder Ihr Ehepartner ebenfalls gesetzlich versichert ist und Sie die Voraussetzungen für eine Familienversicherung erfüllen.

Wenn Ihre Ehepartnerin oder Ihr Ehepartner privat versichert ist, wird ihr oder sein Einkommen bei der Berechnung Ihrer Beiträge jedoch berücksichtigt. Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie von Ihrer Krankenversicherung. Wenn Sie während Ihrer Elternzeit in Teilzeit arbeiten, sind entsprechend des daraus erzielten Arbeitsentgelts von Ihrem Arbeitgeber und Ihnen Beiträge zu zahlen.

Weiterhin zu zahlen ist der Studentenbeitrag, wenn Sie Studierende/r sind, eingeschrieben bleiben und damit weiter in der studentischen Krankenversicherung versicherungspflichtig sind.

Sind Sie freiwillig versichertes Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung, sind normalerweise auch während der Elternzeit Beiträge, ggf. der Mindestbeitrag zu zahlen. Wenn ohne die freiwillige Versicherung ein Anspruch auf Familienversicherung bestünde, besteht jedoch Beitragsfreiheit. Bitte lassen Sie sich zu diesem Thema von Ihrer Krankenversicherung beraten.Soweit Sie vor der Elternzeit bereits beitragsfrei in der gesetzlichen Krankenversicherung familienversichert sind, ändert sich daran durch die Elternzeit nichts.

See also:  Wie Verdient Check24 Geld?

Kann man in der Elternzeit Hartz 4 beantragen?

Elternzeit beider Eltern: Ist das möglich? — 3 Jahre Elternzeit Woher Geld Viele Alleinerziehende beziehen Hartz 4 während der Elternzeit. Wenn beide Eltern Hartz 4 beziehen, kann sich nur ein Elternteil auf § 10 SGB II berufen. Es ist nicht möglich, dass sich beide Eltern in Elternzeit bei gleichzeitigem Hartz-4-Bezug begeben.

Wie viel Geld bekommt man in der Mutterschaft?

Wie hoch ist der Mutterschutzlohn? — Ihr Mutterschutzlohn ist so hoch wie Ihr durchschnittlicher Brutto-Lohn vor dem Beginn Ihrer Schwangerschaft:

Wenn Sie Ihren Lohn monatlich erhalten, kommt es auf den Durchschnitt der letzten 3 Monate an.Wenn Sie Ihren Lohn wöchentlich erhalten, kommt es auf den Durchschnitt der letzten 13 Wochen an.

Beginnt das Arbeitsverhältnis erst nach Eintritt der Schwangerschaft, ist das durchschnittliche Arbeitsentgelt aus dem Arbeitsentgelt der ersten drei Monate der Beschäftigung zu berechnen. Wenn in diesem Zeitraum eine dauerhafte Änderung Ihres Lohns eingetreten ist, dann wird der Durchschnitt aus dem geänderten Lohn berechnet.

  1. Das bedeutet zum Beispiel: Wenn sich Ihr Lohn in diesem Zeitraum wegen des für Sie geltenden Tarifvertrags erhöht hat, dann wird der gesamte Durchschnitt mit dem höheren Lohn berechnet.
  2. Vorübergehende Änderungen Ihres Lohns werden bei der Berechnung nicht berücksichtigt.
  3. Außerdem werden bei der Berechnung des Durchschnitts Nachteile nicht berücksichtigt, die Sie durch den Mutterschutz haben.

Das bedeutet zum Beispiel: Wenn Sie wegen des Mutterschutzes, nicht mehr sonntags arbeiten dürfen, dann werden bei der Berechnung des Durchschnitts die Zuschläge für Sonntagsarbeit nicht abgezogen. Dasselbe gilt für die Zuschläge für Nachtarbeit, Mehrarbeit, Akkordarbeit, und Fließbandarbeit.

  • Mutterschutzlohn gilt als normaler Lohn.
  • Daher müssen Sie für Ihren Mutterschutzlohn auch Steuern und Sozialabgaben zahlen, wie auf Ihren normalen Lohn auch.
  • Allerdings müssen Sie auch Steuern zahlen für Lohnbestandteile, die bislang möglicherweise steuerfrei waren, beispielsweise für Sonn- und Feiertagszuschläge.

Dadurch kann der Mutterschutzlohn netto niedriger sein als Ihr bisheriger Netto-Lohn.

Kann man Elternzeit auf 3 Jahre verlängern?

Die maximale Elternzeit – wie viele Monate sind eigentlich erlaubt? — Insgesamt sind höchstens drei Jahre Elternzeit vorgesehen. Darüber hinaus können Arbeitnehmer die Elternzeit nicht weiter verlängern. Theoretisch könnte bezahlter Urlaub genommen werden, jedoch würde dann der Kündigungsschutz entfallen. 3 Jahre Elternzeit Woher Geld Elternzeit kann für maximal drei Jahre genommen werden Elternzeit kann maximal bis zum vollendeten achten Lebensjahr des Kindes genommen werden. Was die Anzahl der Abschnitte angeht, werden aufgrund einer Gesetzesreform zwei Gruppen unterschieden: Bei Kindern, welche bis zum 30.

Wie viele Monate sind 3 Jahre Elternzeit?

Ihre Elternzeit müssen Sie nicht berechnen. Wenn Sie einen Anspruch auf Elternzeit haben, können Sie pro Kind bis zu 3 Jahre Elternzeit nehmen. Ihre Elternzeit können Sie frühestens mit der Geburt Ihres Kindes beginnen, als Mutter des Kindes frühestens im Anschluss an den Mutterschutz.

Die Elternzeit endet spätestens am Tag vor dem 8. Geburtstag Ihres Kindes. Falls Sie die Mutter des Kindes sind, wird von den 3 Jahren die Zeit abgezogen, die Sie nach der Geburt in Mutterschutz sind. Das bedeutet: Elternzeit und Mutterschutz nach der Geburt betragen zusammen 3 Jahre. Wenn Sie die Elternzeit direkt im Anschluss an den Mutterschutz beginnen, können Sie also in Elternzeit bleiben bis zum Tag vor dem 3.

Geburtstag Ihres Kindes. Ohne Mutterschutz — zum Beispiel als Vater — können Sie ab der Geburt ebenfalls bis zu diesem Tag in Elternzeit bleiben. Den Beginn und das Ende Ihrer Elternzeit können Sie frei wählen. Ab dem 3. Geburtstag Ihres Kindes können Sie jedoch höchstens 24 Monate Elternzeit nehmen, bei Geburten vor dem 1.

  • Juli 2015 nur 12 Monate.
  • Für Elternzeit ab dem 3.
  • Geburtstag gibt es Besonderheiten, siehe Elternzeit aufteilen in mehrere Abschnitte,
  • Ihre Elternzeit muss also nicht mit der Geburt Ihres Kindes beziehungsweise nach dem Mutterschutz beginnen.
  • Sie können Ihre Elternzeit beispielsweise auch ab dem ersten Geburtstag oder zu einem anderen beliebigen Zeitpunkt vor dem 3.

Geburtstag beginnen. Wie lange Sie in Elternzeit gehen, können Sie frei entscheiden. Sie können die ganzen 3 Jahre Elternzeit nehmen oder nur einen Teil davon. Elternzeit ist auch für einzelne Monate, Wochen oder sogar Tage möglich. Zur genauen Berechnung Ihrer Elternzeit können Sie sich an Ihre zuständige Elterngeldstelle wenden.

  1. Elternzeit beginnt nicht automatisch.
  2. Wenn Sie Elternzeit nehmen wollen, müssen Sie das bei ihrem Arbeitgeber schriftlich anmelden,
  3. Bei Adoptivkindern und bei Kindern in Adoptionspflege oder Vollzeitpflege kann die Elternzeit frühestens an dem Tag beginnen, an dem Sie das Kind in Obhut genommen haben.

Meistens ist das der Tag, an dem Sie das Kind in Ihren Haushalt aufgenommen haben. Mehr zu diesem Thema finden Sie bei Elternzeit für Adoptiveltern und Pflegeeltern, Wenn Sie Zwillinge oder weitere Mehrlinge haben, können Sie für jedes Kind Elternzeit nehmen.

Wie lange ist es sinnvoll als Mutter zu Hause zu bleiben?

Wie beantragst Du Elternzeit? — Eigentlich musst Du die Elternzeit nicht beantragen. Denn Du hast einen gesetzlichen Anspruch auf Elternzeit, den der Arbeitgeber nicht ablehnen darf. Es reicht deshalb, wenn Du Deinen Arbeitgeber rechtzeitig darüber informierst, dass und wie lange Du in Elternzeit gehen möchtest.

Umgangssprachlich wird das aber oft als Antrag bezeichnet. Die Elternzeit innerhalb der ersten drei Lebensjahre des Kindes musst Du spätestens sieben Wochen vor deren Beginn schriftlich der Personalabteilung mitteilen ( § 16 Abs.1 BEEG ). In der Mitteilung musst Du gegenüber Deinem Arbeitgeber erklären, von wann bis wann Du nach der Geburt des Kindes zuhause bleiben willst.

Wenn Du als Mutter die Elternzeit direkt im Anschluss an die acht Wochen Mutterschutz nehmen möchtest, musst Du den Antrag auf Elternzeit spätestens eine Woche nach der Geburt stellen. Besser ist es aber, wenn Du die Elternzeit schon vor der Geburt beantragst und dabei den voraussichtlichen Geburtstermin angibst.

Willst Du zwischen dem dritten und dem achten Geburtstag des Kindes Elternzeit nehmen, musst Du den Antrag 13 Wochen vor deren geplantem Beginn einreichen. Der Arbeitgeber kann Deinen Antrag übrigens nicht ablehnen : Du hast einen gesetzlichen Anspruch auf Elternzeit. Achtung: Du solltest die Elternzeitmitteilung auf keinen Fall allein per E-Mail schicken.

Das genügt der strengen Schriftform nicht und ist damit laut Bundes­arbeits­gericht nichtig (BAG, Urteil vom 10. Mai 2016, Az.9 AZR 145/15 ). Unterschreibe den Antrag an Deinen Arbeitgeber unbedingt von Hand. Du kannst dazu unser Mus­ter­schrei­ben Elternzeit nutzen.

Was passiert wenn man nach Elternzeit nicht arbeitet?

Unmittelbar nach Ablauf der Elternzeit erlischt der besondere Kündigungsschutz. Eine Kündigung ist dann selbst am ersten Arbeitstag möglich.

Wie viel Arbeitslosengeld bekommt man nach Elternzeit?

Arbeitslos nach Elternzeit: Was nun? | BBQ Elternzeit ist für Mütter und Väter mit Glück, aber auch Herausforderungen für die Familie verbunden. Ein Kind verändert und bereichert das Familienleben. Doch zu den positiven Gefühlen gesellen sich bei Eltern oft auch Sorgen um die eigene und die Zukunft ihres Kindes.

  1. Neben der Bewältigung der alltäglichen Aufgaben müssen sich Eltern auch mit Fragen um die finanzielle Sicherheit und Zukunftsperspektiven auseinandersetzen.
  2. Nicht zuletzt mit der Frage, ob sie Anspruch auf Elterngeld haben.
  3. Für viele Eltern ist es von großem Interesse, wie es nach der Elternzeit weitergeht.

Denn nicht Wenigen droht Arbeitslosigkeit. In Deutschland hast du immerhin die Möglichkeit, Arbeitslosengeld nach der Elternzeit zu erhalten. Welche Ansprüche du hast, welche Voraussetzungen du erfüllen musst und wie du diese Situation auch als Chance nutzen kannst, möchten wir dir hier aufzeigen.

Elterngeld können Mütter und Väter erhalten, wenn sie nach Geburt ihres Kindes für einige Zeit nicht oder erstmal weniger arbeiten wollen. Als Unterstützung zahlt der Staat während dieser Zeit Elterngeld von monatlich mindestens 300 Euro bis höchstens 1800 Euro. Das Elterngeld gibt es in drei verschiedene Varianten.

Diese unterscheiden sich in Bezugshöhe sowie Bezugsdauer. Es gibt das

  • Basiselterngeld,
  • das ElterngeldPlus und
  • den Partnerschaftsbonus,

Es gibt auch die Möglichkeit, diese miteinander zu kombinieren. Wieviel Elterngeld gezahlt wird, hängt auch vom bisherigen Netto-Einkommen des Elternteils ab, welches zu Hause bleibt. Das Basiselterngeld wird für 12 Monate gezahlt, wenn ein Elternteil das Kind betreut.

Teilen sich beide Eltern die Betreuung des Kindes, kann das Elterngeld maximal 14 Monate gezahlt werden. Wer das Elterngeld über einen längeren Zeitraum ausgezahlt bekommen möchte, kann die Möglichkeit des ElterngeldPlus nutzen. Dafür wird dann jedoch monatlich weniger ausgezahlt. Der Partnerschaftsbonus ermöglicht eine weitere Verlängerung des Elterngeldes um maximal 4 Monate, wenn sich beide Eltern die Betreuung des Kindes teilen.

Dies ist ebenfalls möglich, wenn die Eltern das Kind getrennt erziehen. Auch können Alleinerziehende den Partnerschaftsbonus nutzen. Wieviel Elterngeld gezahlt wird, hängt vom Bruttoeinkommen des beanspruchenden Elternteils ab. Bei Müttern wird das durchschnittliche Bruttoeinkommen der letzten 12 Monate vor dem Mutterschutz zugrunde gelegt.

  • Bei Vätern ist das durchschnittliche Bruttoeinkommen der letzten 12 Monate vor der Geburt des Kindes maßgeblich.
  • Einmalige Zahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld und Einkommensersatzleistungen werden dabei nicht berücksichtigt.
  • Aus dem zugrunde gelegten Bruttoeinkommen wird durch den Abzug von Pauschalen für Sozialversicherung und Steuern das für das Elterngeld maßgebliche Nettoeinkommen ermittelt.

Wie hoch der Anspruch auf Elterngeld genau ist, kannst du mit dem auf der Internetseite des Bundesfamilienministeriums errechnen. Du bist nach deiner Elternzeit arbeitslos? Um dich finanziell abzusichern, solltest du zunächst Arbeitslosengeld I (ALG I) beantragen.

  1. Dies ist nur möglich, wenn du in den Jahren vorher sozialversicherungspflichtig beschäftigt warst, genauer gesagt während der Elternzeit freiwillig in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt hast.
  2. Positiv dabei ist, dass die Elternzeit selbst bis zu drei Jahre als Anwartschaftszeit für ALG I-Berechtigung zählt.

Maximal jedoch bis zum 3. Geburtstag des Kindes. Voraussetzung für Arbeitslosengeld jeglicher Art ist, dass du dich ordnungsgemäß arbeitslos gemeldet hast. Dein Anspruch auf ALG I kann erlöschen, wenn du länger als 3 Jahre in Elternzeit bist. Deshalb ist es ratsam, dass du dich rechtzeitig bei der Agentur für Arbeit zu Anspruch und Berechnungsgrundlagen beraten lässt.

Die Höhe des ALG I wird nach der Elternzeit in der Regel auf Grundlage des versicherungspflichtigen Arbeitsentgelts vor der Elternzeit – meist 67 % vom letzten Netto-Verdienst. Voraussetzung ist, dass du in den zwei Jahren vor der Elternzeit mindestens an 150 Tagen Arbeitsentgelt erhalten hast. Wenn du diese Voraussetzung nicht erfüllst, wird von einem fiktiven Arbeitsentgelt nach deiner persönlichen Qualifizierung als Berechnungsgrundlage ausgegangen.

Zumeist ist das weniger als 67 % vom letzten Netto-Einkommen. Die persönliche Qualifikation wird in vier Einstufungen nach § 152 SGB III geregelt:

  1. Fach-/Hochschulausbildung
  2. Meisterausbildung
  3. Berufsausbildung
  4. ohne Ausbildung

Während der Elternzeit musst du keine Beiträge zur Arbeitslosenversicherung zahlen. Du kannst dies aber freiwillig tun, um etwa deine Anwartschaft zu erfüllen. Solltest du keinen Anspruch auf ALG I haben, hast du seit 01.01.2023 die Möglichkeit, Bürgergeld zu beantragen.

Es löst das bisherige Arbeitslosengeld II / ALG II ab (auch Hartz 4 genannt). Welche Ansprüche bestehen, kannst du auf der Seite nachlesen. Die Elternzeit ist nicht selten ein Bruch im Berufsleben. Die Rückkehr in die frühere Arbeit ist oftmals nicht möglich. Das zieht meistens finanzielle Einbußen nach sich.

Der Wiedereinstieg in den Beruf nach der Elternzeit ist nicht einfach, aber eröffnet auch neue Chancen. Nutze diese Phase nach der Elternzeit für eine Orientierung, um deine Berufung zu finden. Lass dich in unseren Coachings zur Verbesserung deiner Chancen auf dem Arbeitsmarkt beraten.

Du willst dich nach der Elternzeit beruflich neu orientieren? Du suchst eine Arbeit, die dir mehr Raum für deine Familie lässt? Bei uns findest du geeignete Umschulungen, die dir neue berufliche Perspektiven eröffnen und gut mit einem aktiven Familienleben vereinbar sind. Auch Umschulungen in Teilzeit sind möglich.

Alle unsere Umschulungen, Weiterbildungen und Coachings werden vom Jobcenter oder der Agentur für Arbeit gefördert. In allen Umschulungen absolvierst du ein Praktikum – im günstigsten Fall gleich an deinem künftigen Arbeitsplatz bei deinem neuen Arbeitgeber.

Kann man in der Elternzeit Arbeitslosengeld bekommen?

Während der Elternzeit müssen Sie keine Beiträge zur Arbeitslosenversicherung zahlen, außer Sie arbeiten gleichzeitig sozialversicherungspflichtig in Teilzeit. Falls Sie nach Ihrer Elternzeit arbeitslos werden, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen Arbeitslosengeld (kurz «ALG») bekommen.

  • Eine der Voraussetzungen dafür ist die sogenannte Anwartschaftszeit.
  • Diese erfüllen Sie nur, wenn Sie in den letzten beiden Jahren vor der Entstehung des ALG-Anspruchs mindestens 12 Monate lang gearbeitet haben oder aus einem anderen Grund in der Arbeitslosenversicherung versicherungspflichtig waren.

Ihre Elternzeit kann zur Anwartschaftszeit beitragen — allerdings nur die Elternzeit vor dem 3. Geburtstag Ihres Kindes. Denn zur Anwartschaftszeit können auch Zeiten gerechnet werden,

in denen Sie Mutterschaftsgeld vor der Geburt Ihres Kindes bekommen haben oderin denen Sie ein Kind unter 3 Jahren erzogen haben.

Voraussetzung ist in beiden Fällen, dass Sie direkt davor gearbeitet haben oder aus einem anderen Grund versicherungspflichtig waren oder eine bestimmte Entgeltersatzleistung bekommen haben, zum Beispiel ALG. Falls Sie diese Voraussetzung nicht erfüllen, haben Sie die Möglichkeit, freiwillig Beiträge zur Arbeitslosenversicherung zu zahlen und dadurch versichert zu bleiben.

Wie viele Monate sind 3 Jahre Elternzeit?

Ihre Elternzeit müssen Sie nicht berechnen. Wenn Sie einen Anspruch auf Elternzeit haben, können Sie pro Kind bis zu 3 Jahre Elternzeit nehmen. Ihre Elternzeit können Sie frühestens mit der Geburt Ihres Kindes beginnen, als Mutter des Kindes frühestens im Anschluss an den Mutterschutz.

Die Elternzeit endet spätestens am Tag vor dem 8. Geburtstag Ihres Kindes. Falls Sie die Mutter des Kindes sind, wird von den 3 Jahren die Zeit abgezogen, die Sie nach der Geburt in Mutterschutz sind. Das bedeutet: Elternzeit und Mutterschutz nach der Geburt betragen zusammen 3 Jahre. Wenn Sie die Elternzeit direkt im Anschluss an den Mutterschutz beginnen, können Sie also in Elternzeit bleiben bis zum Tag vor dem 3.

Geburtstag Ihres Kindes. Ohne Mutterschutz — zum Beispiel als Vater — können Sie ab der Geburt ebenfalls bis zu diesem Tag in Elternzeit bleiben. Den Beginn und das Ende Ihrer Elternzeit können Sie frei wählen. Ab dem 3. Geburtstag Ihres Kindes können Sie jedoch höchstens 24 Monate Elternzeit nehmen, bei Geburten vor dem 1.

Juli 2015 nur 12 Monate. Für Elternzeit ab dem 3. Geburtstag gibt es Besonderheiten, siehe Elternzeit aufteilen in mehrere Abschnitte, Ihre Elternzeit muss also nicht mit der Geburt Ihres Kindes beziehungsweise nach dem Mutterschutz beginnen. Sie können Ihre Elternzeit beispielsweise auch ab dem ersten Geburtstag oder zu einem anderen beliebigen Zeitpunkt vor dem 3.

Geburtstag beginnen. Wie lange Sie in Elternzeit gehen, können Sie frei entscheiden. Sie können die ganzen 3 Jahre Elternzeit nehmen oder nur einen Teil davon. Elternzeit ist auch für einzelne Monate, Wochen oder sogar Tage möglich. Zur genauen Berechnung Ihrer Elternzeit können Sie sich an Ihre zuständige Elterngeldstelle wenden.

Elternzeit beginnt nicht automatisch. Wenn Sie Elternzeit nehmen wollen, müssen Sie das bei ihrem Arbeitgeber schriftlich anmelden, Bei Adoptivkindern und bei Kindern in Adoptionspflege oder Vollzeitpflege kann die Elternzeit frühestens an dem Tag beginnen, an dem Sie das Kind in Obhut genommen haben.

Meistens ist das der Tag, an dem Sie das Kind in Ihren Haushalt aufgenommen haben. Mehr zu diesem Thema finden Sie bei Elternzeit für Adoptiveltern und Pflegeeltern, Wenn Sie Zwillinge oder weitere Mehrlinge haben, können Sie für jedes Kind Elternzeit nehmen.

Wie viel Mutterschaftsgeld steht mir zu?

Mutterschafts­leistungen Mutterschaftsgeld (fälschlicherweise auch umgangssprachlich Mutterschutzgeld genannt) der gesetzlichen Krankenkasse erhalten Sie, wenn Sie die folgenden Voraussetzungen erfüllen:

Sie sind berufstätig.Sie sind Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse (eine Familienversicherung reicht nicht aus).

Mutterschaftsgeld wird für die Mutterschutzfristen und für den Entbindungstag geleistet. Außerhalb der Mutterschutzfristen können Sie bekommen. Die beginnen normalerweise 6 Wochen vor der Geburt und enden normalerweise 8 Wochen nach der Geburt. Die Höhe Ihres Mutterschaftsgeldes richtet sich nach Ihrem durchschnittlichen Netto-Lohn der letzten drei Monate, aber maximal 13 Euro pro Tag.

ärztliche Betreuung und Hebammenhilfe,Versorgung mit Arznei-, Verband-, Heil- und Hilfsmitteln,Entbindung,Häusliche Pflege,Haushaltshilfe.

Mutterschaftsgeld erhalten Sie für die Mutterschutzfristen sowie für den Entbindungstag. Normalerweise beginnen die 6 Wochen vor der Geburt und enden 8 bis 12 Wochen nach der Geburt. Mutterschaftsgeld bekommen Sie auch, wenn Sie vor Beginn der Schutzfrist Krankengeld bekommen haben.

Auch wenn Sie während der Mutterschutzfristen krank werden, bekommen Sie weiterhin das Mutterschaftsgeld. Den Antrag für das Mutterschaftsgeld stellen Sie bei Ihrer Krankenkasse. Für den Antrag auf Mutterschaftsgeld benötigen Sie die Bescheinigung mit dem voraussichtlichen Tag der Geburt von Ihrem Arzt, Ihrer Ärztin oder Hebamme.

Bitte stellen Sie den Antrag bei Ihrer Krankenkasse, sobald Sie diese Bescheinigung haben, indem Sie das Formular verwenden, das Sie von Ihrer Krankenkasse bekommen. Häufig finden Sie das notwendige Formular auf der Webseite Ihrer Versicherung. Fügen Sie dem Antrag die ärztliche Bescheinigung bei und senden Sie alles postalisch und unterschrieben an Ihre Krankenkasse.

Die Bescheinigung müssen Sie spätestens 7 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin einreichen. Damit Sie rechtzeitig Ihr Mutterschaftsgeld erhalten, sollten Sie den Antrag stellen, sobald Sie diese Bescheinigung bekommen haben. Informieren Sie sich daher am besten schon vorher, wo und wie Sie den Antrag stellen müssen.

Im Anschluss können Sie den beantragen, wenn Ihr durchschnittlicher Nettolohn pro Tag höher ist als 13 Euro ist. Wenn Ihr Baby geboren wurde, müssen Sie die Geburtsurkunde zur Fortzahlung des Mutterschaftsgelds an Ihre Krankenversicherung schicken. Folgende Unterlagen benötigen Sie:

Antrag bei Ihrer Krankenkasse Bescheinigung voraussichtlichen Geburtstermin: „Zeugnis über den mutmaßlichen Tag der Entbindung» von Ihrer Frauenärztin, Ihrem Frauenarzt oder Ihrer Hebamme.Nach der Geburt: Geburtsurkunde

Waren Sie vor dem Beginn der Schutzfrist sozialversicherungspflichtig beschäftigt, bleiben Sie während der Zeit des Anspruchs auf oder des Bezugs von Mutterschaftsgeld in der gesetzlichen Krankenversicherung kraft Gesetzes versichert. Beiträge für das Mutterschaftsgeld haben Sie nicht zu entrichten.

Auch wenn Sie freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind, begründet der Bezug von Mutterschaftsgeld Beitragsfreiheit für vor dem Leistungsbezug beitragspflichtiges Arbeitsentgelt oder Arbeitseinkommen, soweit und solange es entfällt; die gesetzlichen Mindestbeiträge sind in diesen Fällen für die Dauer des Leistungsbezuges nicht zu zahlen.

Wenn Sie zu Beginn der sechswöchigen Schutzfrist vor der Entbindung nicht selbst Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse, sondern privat oder bei einer gesetzlichen Krankenkasse familienversichert sind, erhalten Sie unter bestimmten Voraussetzungen,

Frauen, die eine private Krankentagegeldversicherung abgeschlossen haben (insbesondere Selbstständige) haben durch Änderungen des Versicherungsvertragsgesetzes während der Mutterschutzfristen einen Anspruch auf Zahlung des vereinbarten Krankentagegeldes, wenn sie in dieser Zeit nicht oder nur eingeschränkt beruflich tätig sind.

Dabei sind die vertraglich vereinbarten Warte- und Karenzzeiten zu berücksichtigen. Erkundigen Sie sich bei Ihrer privaten Krankenversicherung zu Einzelheiten. Das kommt darauf an, wie viel Sie in der Mutterschutzfrist weiter arbeiten:

Wenn Sie in vollem Umfang weiterarbeiten, wird daneben kein Mutterschaftsgeld gezahlt; es ruht.Wenn Sie nur anteilig oder stundenweise weiterarbeiten, erhalten Sie normalerweise Mutterschaftsgeld. Allerdings wird das weitergewährte Teilarbeitsentgelt, soweit es beitragspflichtig ist, auf das Mutterschaftsgeld angerechnet.

In beiden Fällen kommt es nicht darauf an, ob Sie als Arbeitnehmerin oder selbstständig arbeiten. Mehr zu Ihren Möglichkeiten, während der Mutterschutzfrist vor der Geburt freiwillig weiter zu arbeiten, finden Sie unter : Mutterschafts­leistungen